AKTUELLES HEFT: Ausgabe 07-08/2016

Jonas Kaufmann begeisterte als Stolzing in den neuen Münchner »Meistersingern«, Anna Netrebko und Piotr Beczala sorgten im Dresdner »Lohengrin« für Jubelstimmung. Belcanto-Feste gab es sowohl am Liceu in Barcelona mit Joyce DiDonato und Patrizia Ciofi als auch am Königlichen Opernhaus in Muscat mit Desirée Rancatore als Regimentstochter Marie. An der Berliner Staatsoper im Schiller Theater setzten sich Magdalena Kožená und Rolando Villazón für Bohuslav Martinůs »Juliette« ein, Sumi Jo sang in Aubers »Manon Lescaut« die Titelpartie in Liège, Nina Stemme schulterte bravourös alle drei Brünnhilden im Washingtoner »Ring«. Linz bot als modernes Kontrastprogramm die Uraufführung einer Science-Fiction-Oper, während in Schwetzingen und in Halle bereits die aktuelle Festspielsaison eingeläutet wurde.

Die Interviews: Der neue Belcanto-Shootingstar Pretty Yende, Starbariton Thomas Hampson, der sich einmal mehr für die Kunstgattung Lied stark macht, Georg Zeppenfeld, der Gunemanz im neuen Bayreuther »Parsifal«, die Dirigenten Andrés Orozco-Estrada und Michele Mariotti sowie weitere spannende Festspielgespräche.

Nachfolgend finden Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste aller Inhalte bietet das Inhaltsverzeichnis.

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INHALTSVERZEICHNIS

Inhaltsverzeichnis

Ausgabe: 7-8/2016

Das komplette Inhaltsverzeichnis mit allen Themen
EDITORIAL
AUFFÜHRUNGEN
  • DRESDEN Lohengrin
  • MÜNCHEN Die Meistersinger von Nürnberg (Nationaltheater)
  • PARIS Lear (Palais Garnier)
  • BARCELONA I Capuleti e i Montecchi
  • BERLIN Juliette (Staatsoper im Schiller Theater)
  • ERFURT Die Meistersinger von Nürnberg
  • LIÈGE Manon Lescaut
  • BRESLAU Les pêcheurs de perles
  • MUSCAT La fille du régiment
  • STRASSBURG Das Liebesverbot
  • TOULOUSE L’Italiana in Algeri
  • WASHINGTON Der Ring des Nibelungen
DAS INTERVIEW
  • PRETTY YENDE
DAS LIED-PLÄDOYER
  • THOMAS HAMPSON
FESTSPIEL-HIGHLIGHT
  • ANDRÉS OROZCO-ESTRADA
FESTSPIELE
  • SCHWETZINGER SWR FESTSPIELE Veremonda, l’amazzone di Aragona (Rokokotheater)
  • HÄNDEL-FESTSPIELE HALLE Sosarme (Oper Halle) Catone (Konzerthalle Ulrichskirche)
  • KLANGVOLKAL DORTMUND Edgar (Konzerthaus)
  • BOTTROP Der fliegende Holländer (Bergarena)
  • BUDAPEST SHAKESPEARE 400+ The Tempest
PULT-STAR
  • MICHELE MARIOTTI
DAS PORTRÄT
  • LIANNA HAROUTOUNIAN
NAMEN UND DATEN
IM GESPRÄCH
  • GEORG ZEPPENFELD
DAS DEBÜT
  • ANA DURLOVSKI
ERINNERUNGEN
  • RUTH HESSE
REPORT
  • HAMBURG / LAUSANNE / JOHANNESBURG / WÜRZBURG
FOKUS:
  • RARITÄTEN
  • OLDENBURG Cristina, Regina di Svezia
  • BONN Holofernes
  • BRAUNSCHWEIG Hexenjagd
JUBILÄUM
  • JOCHEN SCHÖNLEBER
RUNDBLICK
  • WUPPERTAL Lulu
  • DARMSTADT La Calisto (Kleines Haus)
  • LINZ Terra Nova oder Das weiße Leben
  • COBURG Lakmé
  • BAD LAUCHSTÄDT Così fan tutte (Goethe-Theater)
  • BIELEFELD Il Trittico
  • LEIPZIG Götterdämmerung
  • FLENSBURG Der Revisor
  • MÜNSTER Cavalleria rusticana / Der Bajazzo
  • SCHWERIN Salome
  • INNSBRUCK Tannhäuser
IM BLICKPUNKT:
  • MODERNE
  • MÜNCHENER BIENNALE
VORSCHAU
LESERBRIEFE
ERFOLGSGESCHICHTE
  • 20 JAHRE COMPETIZIONE DELL’OPERA
SPIELPLÄNE
TV-TIPPS
RARITÄTEN
IMPRESSUM
DAS SPIELPLÄNCHEN
  • MUSIKTHEATERTIPPS FÜR KINDER UND JUGENDLICHE
DVDs
  • Ludwig van Beethoven FIDELIO
  • Giacomo Puccini LA RONDINE
  • Alban Berg WOZZECK
  • Giacomo Puccini TURANDOT
  • Giacomo Puccini GIANNI SCHICCHI
FESTSPIEL-DOKUMENT
  • SALZBURGER FESTSPIELE: FIDELIO
NEUE CDs
  • Ruggiero Leoncavallo ZAZÀ
  • Bohuslav Martinů JULIETTA
  • John Corigliano THE GHOSTS OF VERSAILLES
  • Ludwig van Beethoven MISSA SOLEMNIS
CD SPECIAL
  • ANDRIS NELSONS
CD-NEWS
  • Solo-Alben von Anna Prohaska, Egils Silins u.a.
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EDITORIAL

Editorial

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 7-8/2016

Unwiderstehlicher Esprit und ansteckende (Vor-) Freude auf dem Cover, gefolgt von üppigem Lesestoff für den Sommer auf 160 Seiten: Das ist die Festspielausgabe 2016. Lassen Sie sich verführen und inspirieren, liebe Leser!
Lassen Sie sich mitreißen von unserem quirligen Titel-Wirbelwind Pretty Yende, deren furiose Karriere den Status „Shooting Star“ in kürzester Zeit hinter sich gelassen hat und just in diesen Monaten so richtig Fahrt aufnimmt. Freuen Sie sich mit Georg Zeppenfeld auf den neuen, mit größter Spannung erwarteten »Parsifal« in Bayreuth, fiebern Sie mit Michele Mariotti gleich mehreren stargespickten Premieren oder mit Ana Durlovski ihren beiden so unterschiedlichen Debüts entgegen. Lassen Sie sich anstecken von Thomas Hampsons Begeisterung für das Lied und Andrés Orozco-Estradas Einsatzfreude für den unterschätzten Belcantisten Otto Nicolai, feiern Sie mit Jochen Schönleber Jubiläum beim kleinen, feinen Festival Rossini in Wildbad, schwelgen Sie zusammen mit Ruth Hesse in Erinnerungen an vergangene Opernzeiten… Und lassen Sie sich inspirieren von den zahlreichen ausführlichen Berichten unserer Autoren, die ebenso fundiert wie lebendig die jüngsten Höhepunkte auf den Opernbühnen Revue passieren lassen. Gefeierte Premiere oder Reinfall? Schwache Leistung oder triumphales Debüt? Lesen Sie selbst.
Der Festspielsommer ist immer ein guter Anlass und idealer Rahmen für eine entspannte Konzentration auf die Vielseitigkeit und Großartigkeit der Künste. Eine willkommene Entschleunigung und Fokussierung in einer immer hektischeren, schnelllebigeren Zeit, die uns mit Angebotsvielfalt und permanenter Reizüberflutung zu einer oberflächlichen Häppchenkultur verleiten will. „Nur nicht überfordern“, lautet allenthalben die Devise. Wen wundert es da, dass die Bereitschaft, sich auf zeitintensive, Aufmerksamkeit einfordernde Unternehmungen einzulassen, immer weiter sinkt. Klassikfans dagegen – und insbesondere die Operngänger – trotzen dem allgemeinen Trend noch immer mit einer komplett gegenläufigen Tendenz. Wir durchleben mit Genuss die epischen Längen der Sinfonien eines Gustav Mahler oder Anton Bruckner, sind selbst nach einem zweistündigen ersten Akt »Götterdämmerung« hellwach, voller Vorfreude auf die beiden noch ausstehenden Sitzungen! Zugegeben, nicht jede Vorstellung erreicht Gefühl und/oder Intellekt in dem Maße, dass Schwächen – auch konditioneller Art – auf der Bühne, im Orchestergraben (oder bei einem selbst) über die gesamte Spieldauer gänzlich ausgeblendet bleiben. Auch eine kurze Oper kann recht lang werden. Aber wer einmal beglückende Aufführungen eines »Tristan«, des fünfaktigen »Don Carlo«, eines ungestrichenen »Tell« oder das volle, herrliche da capo-Programm einer Barockoper erlebt hat, der weiß: Die Konzentrationskurve muss mit zunehmender Spieldauer keineswegs sinken. Im Gegenteil! Das wäre durchaus auch einmal eine lohnende Erfahrung für all jene, die meinen, Aufmerksamkeit wäre heute grundsätzlich nur noch in Kurzintervallen zu erreichen.
Wie passend als Signal und wie mutig und erfrischend als innovative Pioniertat, dass sich der neue Kultur-Sender „Sky Arts“ gleich zum Auftakt ausgerechnet an das monumentale Gesamtkunstwerk der Oper wagt: mit einer Übertragung der kompletten Wagnerschen Tetralogie »Der Ring des Nibelungen« – direkt vom Grünen Hügel. Die Bayreuther Festspiele als Live-Event im TV: eine Sensation!
Für solche und viele weitere Erlebnisse der besonderen Art bietet dieser Festspielsommer ein Füllhorn an Optionen, die Sie am besten live vor Ort erleben, egal ob im Festspielhaus oder Schlosshof, in der Scheune oder auf der Seebühne. „Das Opernglas“ ist hier einmal mehr Ihr Wegweiser: Was lohnt sich wo, wann und warum? Eine „Qual der Wahl“, die für uns alle längst zur Gewohnheit geworden ist. Doch bleibt sie ein fragiler, vergänglicher Luxus, dessen Wert wir nicht hoch genug schätzen können. Und Vielfalt – in jeglicher Form und allen Bereichen die Wahl zu haben oder schlicht wählen zu können – ist ein ganz wesentlicher Wert unserer Kultur wie auch unserer Gesellschaft. Auch das sollten wir gerade in diesen Tagen nicht vergessen.
In diesem Sinne eine schöne, erlebnisreiche und erfüllende Festspielzeit!
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INTERVIEWS

Das Interview: PRETTY YENDE – Wie ein wahrgewordener Traum

Dr. Andreas Laska· Ausgabe 7-8 /2016

Von Südafrika an die Opernhäuser dieser Welt: Die sympathische junge Sopranistin erobert mit stimmlicher Bravour und einer mitreißenden Persönlichkeit die großen Bühnen; gerade wurde sie als »Puritani«-Elvira der jüngsten Zürcher Festspielpremiere gefeiert. Im Interview spricht sie über die Stationen ihrer steilen Karriere und ihre aktuellen Pläne.
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Das Lied-Plädoyer: THOMAS HAMPSON – Intellekt & Emotion

Autor: Yeri Han · Ausgabe 7-8/201

Schubertiade Hohenems, Münchner und Salzburger Festspiele, Freiluftoper im Maschpark… Der Starbariton ist wieder auf Festspieltour, sein Programm dabei gewohnt vielseitig. Neben der Oper gilt seine große Liebe vor allem dem Liedgesang. Ein ebenso kenntnisreiches wie emphatisches Plädoyer.
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Festspiel-Highlight: ANDRÉS OROZCO-ESTRADA – Großartige Musik

Dr. Stefan Mauß · Ausgabe 7-8/2016

Tolle Melodien, Virtuosität, Koloraturen, Italianità: »Il Templario« ist große italienische Belcanto-Oper - komponiert von Otto Nicolai. Andrés Orozco-Estrada, der das seltene Werk bei den Salzburger Festspielen dirigiert, ist begeistert.
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Im Gespräch: GEORG ZEPPENFELD – Feste Größe

Söhnke Martens · Ausgabe 7-8/2016

Ein Publikumsliebling - nicht nur in Bayreuth: Nach dem König Marke in Katharina Wagners »Tristan« im vergangenem Jahr ist Georg Zeppenfeld aktuell als Gurnemanz im neuen »Parsifal« zu erleben. Warum sich der Bass darauf ganz besonders freut, weshalb er sich dennoch auch im italienischen Fach heimisch fühlt und was ihm sein Lehrer Hans Sotin mit auf den künstlerischen Weg gegeben hat, verrät er im exklusiven Interview.
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Pult-Star: MICHELE MARIOTTI – Mit entspannter Heiterkeit

Dr. Andreas Laska · Ausgabe 7-8/2016

Beim Rossini Opera Festival in Pesaro ist er zu Hause - "in ganz umfänglichem Sinn". In diesem Jahr dirigiert er dort eine Neuproduktion von »La donna del lago«. Eine weitere mit Spannung erwartete Premiere steht mit Meyerbeers »Hugenotten« im November an der Deutschen Oper Berlin an.
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Das Porträt: LIANNA HAROUTOUNIAN – Eine erstaunliche Geschichte

Sebastian Barnstorf · Ausgabe 7-8/2016

Die Karriere der armenischen Sopranistin bekam als Elisabetta-Einspringerin in »Don Carlo« an Londons Royal Opera House 2013 noch einmal einen kräftigen Schub. Nach Auftritten in New York, Paris, Brüssel und Melbourne führt sie eine Neuproduktion von Verdis »Il Trovatore« im Juli erneut nach Covent Garden.
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Jubiläum: JOCHEN SCHÖNLEBER – Erfolgsgeschichte

Jörg-Michael Wienecke · Ausgabe 7-8/2016

Zu seinem 25-jährigen Jubiläum als Intendant des kleinen, aber feinen Festivals „Rossini in Wildbad“ zieht Jochen Schönleber Bilanz, blickt zurück auf das Erreichte, und verrät Ausgrabungswünsche für die Zukunft.
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Das Debüt: ANA DURLOVSKI – Belcanto & Bayreuth

Dr. Thomas Baltensweiler · Ausgabe 7-8/2016

Erst die Elvira in Stuttgarts »I Puritani«-Premiere, dann das Hügel-Debüt mit dem Waldvogel – in Frank Castorfs spektakulärer »Ring«-Inszenierung eine ganz zentrale Figur. Die Sopranistin über ihre anstehenden Sommer-Debüts sowie den Weg dorthin.
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Erinnerungen: RUTH HESSE – Ein erfülltes Opernleben

Wolfgang Kutzschbach · Ausgabe 7-8/2016

Anlässlich ihres bevorstehenden 80. Geburtstages im September blickt die Wiener und Berliner Kammersängerin höchst lebendig und unterhaltsam auf die jüngere Operngeschichte zurück, gespickt mit wunderbaren Anekdoten.
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AUFFÜHRUNGEN

DRESDEN Lohengrin

19. Mai · Autor: S. Martens · Ausgabe 7-8/2016

Die große Anna Netrebko-Show: Das lang erwartete Elsa-Debüt der Russin geriet zum beeindruckenden Triumph. Aber auch Piotr Beczala mit seinem Schwanenritter-Debüt und Pultchef Christian Thielemann wurden vom Publikum einhellig bejubelt.
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MÜNCHEN Die Meistersinger von Nürnberg

16. Mai · Nationaltheater · Autor: J.-M. Wienecke · Ausgabe 7-8/2016

Tosender Beifall nach einer musikalisch herausragenden Premiere: eine Solistenriege in großartiger Verfassung, angeführt von Tenorstar Jonas Kaufmann, begeisterte in Münchens neuen »Meistersingern« das Publikum.
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BARCELONA I Capuleti e i Montecchi

20./ 22. Mai · Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 7-8/2016

Belcanto der Extraklasse am Gran Teatre del Liceu: Joyce DiDonato und Patrizia Ciofi präsentierten sich als unglückliches Liebespaar in Bellinis »Capuleti« in großartiger Form. Aber auch die Alternativbesetzung, allen voran Silvia Tro Santafé als Roméo, begeisterte.
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BERLIN Juliette

28. Mai · Staatsoper im Schiller Theater · Autor: U. Ehrensberger · Ausgabe 7-8/2016

Pralles Musiktheater mit suggestiven Bildern bot die Aufführung der selten gespielten Oper von Bohuslav Martinů. Die Protagonisten des packenden Liebesdramas mit psychologischem Tiefgang waren Magdalena Kožená und Rolando Villazón.
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ERFURT Die Meistersinger von Nürnberg

29. Mai · Autor: K. G. v. Karais · Ausgabe 7-8/2016

Gemeinsamer Musiktheatererfolg für Erfurt und Weimar: Wagners von beiden Häusern gemeinsam herausgebrachte »Meistersinger« in der Regie von Vera Nemirova begeisterte durch eine darstellerisch wie musikalisch souverän agierende Solistenriege in eindringlichen Bildern.
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WASHINGTON Der Ring des Nibelungen

17. - 22. Mai · Kennedy Center · Autor: B. Barrett · Ausgabe 7-8/2016

Was lange währt, wird endlich gut: Nach mehr als einem Jahrzehnt erlebte Francesca Zambellos „amerikanischer“ »Ring«-Zyklus endlich seine Vollendung mit einer überragenden Nina Stemme, die als dreifache Brünnhilde allen die Show stehlen sollte.
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SCHWETZINGER SWR FESTSPIELE Veremonda, l’amazzone di Aragona

29. April · Rokokotheater · Autor: C. Fischer · Ausgabe 7-8/2016

Einen Orchesterklang vom Feinsten zauberte das Originalklangensemble unter Andrès Locatelli bei der deutschen Erstaufführung von Francesco Cavallis Karnevalsoper, die in Mantel- und Degenmanier das Aufeinanderprallen von Orient und Okzident thematisiert.
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HÄNDEL FESTSPIELE HALLE Sosarme

27. Mai · Oper Halle · Autor: J. Gahre · Ausgabe 7-8/2016

Tragik und Slapstick: Händels Oper um einen König im Konflikt mit seinem Sohn und Nachfolger kam bei den Festspielen in Halle in eindrucksvollen Bildern und mit starken solistischen Leistungen auf die Bühne. Ebenfalls im Programm, leider nur konzertant, aber dafür stürmisch gefeiert: Händels Dramma per musica »Cantone«.
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OLDENBURG Cristina, Regina di Svezia

27. Mai · Autor: M. Wilks · Ausgabe 7-8/2016

Das Staatstheater erlebte eine eindrucksvolle deutsche Erstaufführung aus der Feder des Verdi-Zeitgenossen Jacopo Foroni, als titelgebende Schwedenkönigin Cristina dominierte Miriam Clark die Aufführung.
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MELDUNGEN / INFO

NAMEN UND DATEN

NINA STEMME kündigt für Mai 2019 ihr Rollendebüt als Färberin in einer Neuinszenierung von Richard Strauss’ »Die Frau ohne Schatten« an der Wiener Staatsoper an. Aktuell steht die Schwedin als Turandot bei den Münchner Opernfestspielen an der Bayerischen Staatsoper auf der Bühne. Zur Eröffnung der kommenden Saison an der New Yorker Met-Saison singt sie die Isolde in der Übernahmepremiere von »Tristan und Isolde« in der Produktion von Mariusz Treliński aus Baden-Baden (OG 5/2016). Wie bereits in der Kurstadt sind auch dieses Mal Stuart Skelton in der männlichen Titelpartie und Simon Rattle als musikalischer Leiter zu erleben. Die letzte Vorstellung von Wagners Oper in dieser Aufführungsserie (27.10.) markiert zudem Nina Stemmes 100. Isolde. Weitere Infos und ausführliche Auftrittskalender von Jonas Kaufmann, Petra Lang, José Cura, Yannick Nézét-Séguin, Anna Netrebko, Bryn Terfel, Cecilia Bartoli, José Carreras, Juan Diego Flórez und vielen mehr.

VORSCHAU

Der diesjährige Bayreuth-Debütant Uwe Eric Laufenberg bringt in der nächsten Saison seinen für Linz erarbeiteten »Der Ring des Nibelungen« auch am von ihm geleiteten Hessischen Staatstheater Wiesbaden zur Premiere. Die Opéra de Monte-Carlo präsentiert José Cura mit seinem Rollendebüt als Tannhäuser, Bryan Hymel singt zur Saisoneröffnung der Mailänder Scala den Pinkerton in einer Neuproduktion von »Madama Butterfly«. Außerdem: die Programmvorschauen des Royal Opera House Muscat, der Opéra National du Rhin, der Wiener Volksoper, des Staatstheaters Stuttgart, des Tiroler Landestheaters, der Mozartwoche Salzburg u.a.

CDs

FESTSPIELDOKUMENT

Ein Stück Opern- und Festspielgeschichte hat es aus den Archiven nun erstmals auf CD geschafft: der aus dem Jahr 1983 stammende Salzburger Festspiel-»Fidelio« unter der musikalischen Leitung von Lorin Maazel und mit James King als Florestan und Eva Marton als Leonore, der im Duett ein legendäres Missgeschick widerfuhr.

NEUE CDs

Vergangenes Jahr war Ruggiero Leoncavallos selten gespielte Oper »Zazà« in der Londoner Barbican Hall live zu hören gewesen. Nun ist das intensive und hochkarätige Ereignis mit einer bombensicheren Ermonela Jaho in der Titelpartie auch für den heimischen Hörgenuss erhältlich. Weitere Raritäten auf CD: Bohuslav Martinůs »Julietta«, aufgezeichnet 2014 in Frankfurt, und John Coriglianis im Auftrag der New Yorker Met zu ihrem 100. Geburtstag komponierte Oper »The Ghosts of Versailles« aus der Los Angeles Opera 2015.

CD SPEZIAL

Der Beginn eines von vielen Großprojekten der Deutschen Grammophon mit ihrem neuen Exklusivkünstler Andris Nelsons, dem Dirigent der aktuellen »Parsifal«-Neuproduktion bei den Bayreuther Festspielen. Er spielt mit dem Boston Symphony Orchestra für das Gelbetikett alle fünfzehn Schostakowitsch-Sinfonien ein. Bereits erhältlich: die Nummern 5, 8, 9 und 10, Fortsetzung folgt.

DVDs

DVDs

Claus Guths kontrovers diskutierter »Fidelio« von den Salzburger Festspielen 2015 mit Adrianne Pieczonka und Jonas Kaufmann ist nun auf DVD nachzuerleben. Ebenfalls neu: Rolando Villazóns »La Rondine«-Produktion aus der Deutschen Oper Berlin mit Dinara Alieva und Charles Castronovo sowie Puccinis »Gianni Schicchi«, von der Los Angeles Opera, in Szene gesetzt von Woody Allen und mit Plácido Domingo in der Titelpartie.