ePAPER Ausgabe 11/2014

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In Berlin startete ein über mehrere Spielzeiten angelegter Meyerbeer-Zyklus mit einer fulminanten konzertanten »Dinorah«; in der Titelpartie Patrizia Ciofi. Sowohl die Metropolitan Opera in New York als auch die Wiener Staatsoper begannen die neue Saison mit Mozart. Mit dabei: Marlis Petersen und Ildar Abdrazakov im »Figaro« in New York sowie Michael Schade im Wiener »Idomeneo«. In Amsterdam sorgte eine szenische Produktion von Arnold Schönbergs »Gurre-Liedern« für Aufsehen, Dessau feierte die Fortsetzung des »Rings« mit der »Walküre«, das Bonner Beethovenfest zeigte »Fidelio«.
Einen Schwerpunkt bilden in diesem Jahr weiterhin die vielen Richard Strauss-Premieren aus Anlass von dessen 150. Geburtstag – auch an mittleren und kleineren Bühnen, für die gerade diese Werke ganz besondere Herausforderungen darstellen. Neben Klassikern wie der »Ariadne auf Naxos« in Düsseldorf oder dem »Rosenkavalier« in Krefeld wagten sich Wiesbaden und Gelsenkirchen jeweils an dessen »Frau ohne Schatten«, Kaiserslautern an den selten gespielten »Friedenstag«.

Im Interview: Der schon in jungen Jahren vielgefragte Countertenor Valer Sabadus, die Sopranistin Elena Moşuc kurz vor einem spannenden Rollendebüt und der Dirigent Alain Altinoglu vor der »Manon Lescaut«-Premiere in München mit Anna Netrebko und Jonas Kaufmann.

Nachfolgend finden Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste aller Inhalte bietet das Inhaltsverzeichnis.

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INHALTSVERZEICHNIS

INHALTSVERZEICHNIS

Ausgabe: 11/2014

Das komplette Inhaltsverzeichnis mit allen Themen
EDITORIAL
AUFFÜHRUNGEN
  • BERLIN Dinorah (Philharmonie)
  • BONN Fidelio
  • GRAZ Guillaume Tell
  • NEW YORK Le Nozze di Figaro (Metropolitan Opera)
  • WIEN Idomeneo (Staatsoper)
    Charodeyka (Theater an der Wien)
  • DESSAU Die Walküre
  • STRASSBURG Quai ouest
  • BRUCKNERFEST LINZ Ulenspiegel (Tabakfabrik)
  • SAN FRANCISCO Norma
  • AMSTERDAM Gurre-Lieder
DAS INTERVIEW
  • VALER SABADUS
IM GESPRÄCH
  • ELENA MOŞUC
DAS PORTRÄT
  • ALAIN ALTINOGLU
NAMEN UND DATEN
REPORT
  • HAMBURG / ZÜRICH / BREMEN
STRAUSS-SPECIAL
  • WIESBADEN Die Frau ohne Schatten
  • GELSENKIRCHEN Die Frau ohne Schatten
  • KREFELD Der Rosenkavalier
  • KAISERSLAUTERN Friedenstag
  • DÜSSELDORF Ariadne auf Naxos
  • ANTWERPEN Elektra
FOKUS
  • BBC PROMS
NACHRUF
RUNDBLICK
  • ERFURT Madama Butterfly
  • OLDENBURG Falstaff
  • AUGSBURG Jenufa
  • BASEL Les contes d’Hoffmann
  • SAARBRÜCKEN Lucia di Lammermoor
  • TALLINN Rinaldo
  • HOF Turandot
  • WÜRZBURG Madama Butterfly
  • DVOŘÁK FESTIVAL PRAG Alfred (Rudolfinum)
  • MAGDEBURG Lohengrin
  • DARMSTADT Macbeth
WEGWEISER
  • Die Preisträger der internationalen Wettbewerbe
VORSCHAU
SPIELPLÄNE
IMPRESSUM
CD-SPECIAL
  • BOXEN
CD-NEWS
  • CECILIA BARTOLI
NEUE CDs
  • SOLO
DVDs
  • Giuseppe Verdi IL TROVATORE
  • Johann Sebastian Bach JOHANNES-PASSION
  • Annette Dasch DIE GRETCHENFRAGE
  • Louis Andriessen LA COMMEDIA
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EDITORIAL

EDITORIAL

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 11/2014

Talent ist eindeutig vorhanden. Das ist nicht zu übersehen, schon gar nicht zu überhören. Von den großen, namhaften Stars einmal abgesehen, erlebt man auf den Bühnen weltweit unzählige großartige Leistungen von eben jenen Künstlern, die (noch?) nicht ganz so sehr im Rampenlicht stehen und doch nicht minder engagiert, ansteckend begeisternd, souverän und zuverlässig ihr Bestes geben, um das Gesamtkunstwerk Oper Abend für Abend zu schönstem Leben zu erwecken.
Und ich bin mir sicher, dass auch Sie, liebe Leser, bei Ihren Opern- und Konzertbesuchen hin und wieder die tollsten Entdeckungen machen: eine besonders schöne Stimme, die Sie bisher noch nie gehört hatten – oder zumindest noch nicht in dieser Partie, in diesem Fach, erstmals live; ein mitreißendes darstellerisches Talent, das Sie unmittelbar gefangen nimmt; eine außergewöhnliche Bühnenpersönlichkeit, deren Entwicklung – vielleicht über Jahre hinweg am eigenen Stadttheater – unmittelbar mitverfolgt werden kann.
Talente entdecken kann eine anregende und sehr erfüllende Sache sein. In den vergangenen Wochen hat wieder eine ganze Reihe von Gesangswettbewerben gezeigt, wie es derzeit um den internationalen Sängernachwuchs steht – und wie außerordentlich hoch die Messlatte zuweilen anzusetzen ist. Da stehen selbst die ausgebufftesten Profis mit begeistertem Staunen davor und lassen sich mitreißen von der im Vorsingraum so hochmusikalisch dargebotenen, unmittelbar berührenden Emotion – Gänsehaut inklusive. Kostbare Augenblicke, wie man sie sich manchmal in einer mittelmäßigen Profiaufführung sehnlichst herbeiwünscht.
Auf der anderen Seite bleiben Negativausreißer keine Seltenheit. Stimme allein genügt eben nicht. Technik auch nicht. Und doch ist es immer wieder erschreckend, wie sehr es bei einigen jungen und so hoffnungsfroh startenden Sängerinnen und Sängern allein an vokalen Grundlagen mangelt. Da nützt weder der größte Eifer noch die tollste szenische Präsentation. Manche Darbietung gibt nicht das beste Bild ab vom Ausbildungsniveau an den jeweiligen Hochschulen, auch an unseren deutschen. Es ist schon irritierend, dass ausgerechnet aus jenem Land mit den meisten Musiktheateraufführungen, mit der weltweit größten Opernhausdichte, in das zudem aufgrund der hier so vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten nahezu alle internationalen Jungtalente für einen ersten Karriereschritt bevorzugt wechseln würden, seit Jahren kaum einmal ein Kandidat bei den großen Wettbewerben erfolgreich ist. Langsam ist es an der Zeit, den gewohnten Ist-Zustand einmal kritisch zu hinterfragen: Wie sind wir aktuell in Sachen Gesangsausbildung wirklich aufgestellt? Stimmen die Gewichtungen innerhalb der praktischen (gesanglichen, darstellerischen) Bereiche und insgesamt die Relation zu den theoretischen Unterrichtssegmenten? Wie ertragreich kann überhaupt ein System sein, das Studienbewerber trotz minderer Eignung meint aufnehmen zu müssen, um durch volle Klassen eine weitere Finanzierung der Professur sicherzustellen? Ein bedenklicher, vom Subventionsgeber indirekt forcierter, dabei durchaus in Kauf genommener Kreislauf, der nicht nur widersinnig mit Kapazitäten umgeht, sondern auch in unverantwortlicher Weise Hoffnungen schürt, wo erkennbar anders beraten werden sollte. Ehrlichkeit in diesem Punkt scheint aber ohnehin ein grundsätzliches Problem zu sein, da allzu viele Ausbilder, Lehrer, Agenten ungern auf Aufträge verzichten.
An Talent mangelt es dennoch nicht, im Gegenteil. Fachkundige Anleitung auf der einen, großes persönliches Engagement und kluge Selbsteinschätzung auf der anderen Seite sind die wesentlichen Stützpfeiler für eine Entwicklung, die im besten Falle zu herausragenden Ergebnissen führen kann, mit einer nicht selten schon in jungen Jahren bemerkenswert souveränen stimmtechnischen Beherrschung und ausgeprägten künstlerischen Reife. Chapeau! Glücklich das Opernhaus, das sich eines dieser hochbegabten Talente frühzeitig für das eigene Ensemble sichern kann. Die renommierten Wettbewerbe sind nicht umsonst von allen Seiten so begehrt, da hier Nachfrage und Angebot kongenial zusammentreffen. Und wenn alles richtig läuft, kann es schon einmal passieren, dass wir in einer Ausgabe nicht nur die diesjährigen Preisträger eines Wettbewerbs vorstellen, sondern auch gleich von zwei Premieren – der neuen Erfurter »Butterfly« und Saarbrückens spannender »Lucia« – berichten dürfen, in denen die mit Bestplatzierungen ausgezeichneten Talente des vorangegangenen DEBUT-Jahrganges mit großem Erfolg reüssiert haben. Wenn das keine schöne Bestätigung ist.
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INTERVIEWS

Das Interview: VALER SABADUS – Austoben in der Oper

Autor: Dr. Andreas Laska · Ausgabe 11/2014

Wie erkennt man, dass in einem ein Countertenor schlummert - und nicht etwa ein Bass oder ein Tenor? Der gefragte Jungstar im Gespräch über sein besonderes Stimmfach.
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Im Gespräch: ELENA MOŞUC – Geduld & Technik

Autor: Dr. Andreas Laska · Ausgabe 11/2014

Ihr Repertoire ist breit, reicht von Mozart bis Strauss, von Donizetti über Verdi zu Bizet und Puccini. Im November debütiert die Sopranistin Elena Moşuc in Lyon in ihrer ersten Rossini-Partie.
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Das Porträt: ALAIN ALTINOGLU – Keine Probleme mit Stars

Autor: Dr. Andreas Baltensweiler· Ausgabe 11/2014

Ein Interview mit dem Dirigenten, der aktuell im November in München die »Manon Lescaut«-Premiere mit Anna Netrebko und Jonas Kaufmann dirigiert und im kommenden Jahr mit »Lohengrin« bei den Bayreuther Festspielen debütieren wird.
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AUFFÜHRUNGEN

BERLIN Dinorah

1. Oktober · Philharmonie · Autor: U. Ehrensberger · Ausgabe 11/2014

Meyerbeer zurück in Berlin: Einen triumphalen Erfolg feierte eine konzertante Aufführung der Deutschen Oper Berlin mit Patrizia Ciofi in der Titelpartie.
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BONN Fidelio

28. September · Theater · Autor: J. Gahre · Ausgabe 11/2014

Genau 200 Jahre nach der Wiener Uraufführung der endgültigen Fassung erlebte Beethovens »Fidelio« im Rahmen des Bonner Beethovenfestes eine Neuinszenierung, die sehr eigene Wege ging.
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NEW YORK Le Nozze di Figaro

22. September · Metropolitan Opera · Autor: F. Plotkin · Ausgabe 11/2014

Saisoneröffnung nach langwierigen Auseinandersetzungen mit zahllosen Gewerkschaften: Mozarts »Figaro« erlebte nicht nur James Levine wieder am Pult des Metorchesters, sondern mit Marlis Petersen und Peter Mattei Interpreten in Hochform.
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DESSAU Die Walküre

27. September ∙ Anhaltisches Theater · Autor: S. Barnstorf · Ausgabe 11/2014

Die geometrischen Formen des Bauhaus-Stils und ein Panoptikum der Moderne sind die charakteristischen Merkmale einer faszinierenden neuen »Ring«-Produktion in Dessau.
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BRUCKNERFEST LINZ Ulenspiegel

14. September ∙ Tabakfabrik · Autor: W. Kutzschbach · Ausgabe 11/2014

Das kriegerische Geschehen passte zum großen Weltkriegsgedenkjahr 2014. Das Team von „EntArteOpera“ präsentierte in Zusammenarbeit mit dem Brucknerfest Linz Walter Braunfels‘ 1913 in Stuttgart uraufgeführte Oper.
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AMSTERDAM Gurre-Lieder

23. September ∙ De Nationale Opera · Autor: M. Fiedler · Ausgabe 11/2014

Überlegungen, sie zu inszenieren, hat es seit der Uraufführung gegeben. Auch Schönberg selbst hatte mit der Idee geliebäugelt, das Stück als Oper aufzuführen. In Amsterdam gab es nun erstmals die szenische Version seiner »Gurre-Lieder«.
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WIESBADEN Die Frau ohne Schatten

12. September · Hessisches Staatstheater · Autor: J.-M. Wienecke · Ausgabe 11/2014

Uwe Eric Laufenberg wagte einen Systemwechsel hin zur Semi-Stagione und brach mit alten Wiesbadener Traditionen. Gleich mit einem Schwergewicht wie der »Frau ohne Schatten« zu eröffnen, stellte eine zusätzliche Herausforderung dar.
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KAISERSLAUTERN Friedenstag

27. September ∙ Pfalztheater · Autor: C. Fischer · Ausgabe 11/2014

Keine leichte Kost: der selten gespielte Einakter von Richard Strauss, der bei seiner Uraufführung 1938 unter Clemens Krauss noch einhellig bejubelt, nach Kriegsbeginn jedoch als „pazifistische Propaganda“ abgesetzt wurde.
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ERFURT Madama Butterfly

27. September ∙ Theater · Autor: B. Gruhl · Ausgabe 11/2014

Mit einer gelungenen Puccini-Premiere zum Saisonauftakt stellte sich Joana Mallwitz als neue Erfurter Generalmusikdirektorin vor.
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OLDENBURG Falstaff

30. September - Autor: M. Wilks - Ausgabe 11/2014

Ein Neustart: Der neue Generalintendant hatte bereits vor Amtsantritt das hauseigene Ensemble komplett ausgetauscht. Und mit dem Einsatz der Drehbühne und einigen überraschenden Bühnenbildern wurde dem Publikum auch einiges fürs Auge geboten.
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MELDUNGEN / INFO

NAMEN UND DATEN

ILDAR ABDRAZAKOV ist nach seinem Figaro im Oktober erneut in einer Kino-Liveübertragung von der Met zu erleben: Am 1. November singt er den Escamillo neben Anita Rachvelishvili als Carmen. Weitere Pläne des Sängers sowie Termine und Infos zu Waltraud Meier, Klaus Florian Vogt, Jay Hunter Morris, Olesya Golovneva und anderen.

WEGWEISER

DIE PREISTRÄGER DER INTERNATIONALEN WETTBEWERBE

Jugendfrische und hohe bis höchste Töne setzten sich beim „DEBUT-Wettbewerb“ um die Goldene Victoria durch, der in diesem Jahr unter der Schirmherrschaft von Christa Ludwig stand. In Budapest wurden die Preisträger des ersten „Eva Marton Singing Competition“ gekürt, im österreichischen Linz die des „Competizione dell‘Opera“, und in Stuttgart von einer Jury unter Vorsitz von Brigitte Fassbaender die Preise im „Internationalen Wettbewerb für Liedkunst“ verteilt. Passend zum Thema Sängernachwuchs: Im November feiern mit großen Festkonzerten gleich zwei große deutsche Bühne die Jubiläen ihrer Opernstudios.

FOKUS

BBC-PROMS

Die traditionelle „Last Night“ kennt jeder, zuvor finden aber bei den BBC Proms zwischen Juli und September jeweils rund 70 hochkarätig besetzte Klassik-Konzerte statt. In diesem Jahr brillierte in der Royal Albert Hall das Gewandhausorchester Leipzig mit der 3. Mahler, war die Weltpremiere von »The Man from the Future« aus der Feder des Electronic Duos „Pet Shop Boys“ zu erleben und gab sich Operndiva Deborah Voigt ein Stelldichein mit Rufus Wainwright.

REPORT

HAMBURG BAROCKT!

Nach der Premiere des Händel-Frühwerkes »Almira« im Mai und der Opernstudioproduktion von Antonio Cestis »Orontea« im Juli war Händels »Tamerlano« bereits die dritte Aufführung einer Barock-Oper innerhalb weniger Monate in der Hansestadt. Als Andronico gab sich kein Geringerer als Counterstar Max Emanuel Cencic (Foto) die Ehre, der seine Rolle mit Bravour bewältigte, jede Koloratur auskostete und auch die Rezitative mit sehr viel Gefühl gestaltete. Interessant besetzt war auch der Bajazet mit John Mark Ainsley, der vor allem mit seinen kraftvollen (Wut-) Ausbrüchen die Halle zum Erzittern brachte.

NACHRUF

Anita Cerquetti ist am 11. Oktober 2014 im Alter von 83 Jahren verstorben. Die italienische Sopranistin hatte 1951 nach ihrer Gesangsausbildung gerade einmal 20-jährig ihr Bühnendebüt als Aida gegeben und bis zu ihrem Rückzug von der Bühne 1960 praktisch das ganze dramatische italienische Fach gesungen. Spektakulär war ihre Übernahme der von Maria Callas im Jahre 1958 an der römischen Oper plötzlich nicht mehr gesungenen Vorstellungen von Bellinis »Norma«. Die üppige Stimme mit einem beeindruckenden Timbre hatte dazu verleitet, auf technisch nicht vollendeter Grundlage schweres Fach bereits als Anfängerin zu singen. Es gelang furios, aber eben leider nur für einen überschaubaren Zeitraum. Viele ihrer Auftritte sind auf Schwarzmitschnitten live erhalten und bilden eine von Sammlern in Ehren gehaltene Position im CD-Regal oder Plattenschrank.

VORSCHAU

Zwei Länder, eine Oper

Die dänische Regisseurin Veronika Kær alias Sananda Solaris hat das Libretto zu einem ganz besonderen Deutsch-Dänischen Kulturprojekt verfasst, der Welturaufführung von »13 Oder til Maria« des Bonner Dirigenten und Komponisten Heinz Walter Florin. Die oratorische Oper über die Gottesmutter Maria wird am 2. November im Dom zu Roskilde gegeben. Eine Voraufführung findet am 31.Oktober auf dem Gelände des Gutshofes Sonnerupgaard in der Nähe von Roskilde statt. Neben der Sopranistin Lisa Tjalve wirkt als Sprecherin die in Grönland geborene Sängerin und Schauspielerin Nukaka Coster-Waldau mit, Ehefrau von Holywoodstar Nikolaj Coster-Waldau.

DVDs

Giuseppe Verdi IL TROVATORE

DGG 440 073 5132, 1 DVD ∙ Autor: M. Wilks∙ Ausgabe 11/2014

Die Rollendebüts von Anna Netrebko und Plácido Domingo jetzt auf DVD. Daniel Barenboim dirigiert den Mitschnitt der Berliner Staatsopernproduktion von 2013.

Annette Dasch DIE GRETCHENFRAGE

EUROARTS 2059938, 1 DVD ∙ Autor: Y. Han ∙ Ausgabe 11/2014

Eine dreißigminütige Dokumentation begleitet die Sopranistin zu den wichtigsten Stationen der Saison 2010/2011, die an das vielleicht bedeutendste Debüt ihrer Karriere anschloss, ihren ersten Bayreuth-Auftritt als Elsa im »Lohengrin«. Im Zentrum der DVD: ein Konzert aus München vom April 2011.

CDs

CD-SPECIAL

BOXEN

Maria Callas, wie man sie noch nie gehört hat, auf 69 CDs und mit einer technischen Weltpremiere: Neu remastered in den Abbey Road Studios unter erstmaliger Wiederverwendung der Originalbänder. Dazu: Renata Tebaldis Decca-Aufnahmen auf 66 CDs, Furtwängler auf 41 CDs, viel Puccini, Strauß und Domingo sowie Jonas Kaufmanns exklusive Präsentbox – mit Fotos, Kalender und Originalautogramm.

CD-NEWS

CECILIA BARTOLI

Cecilia Bartoli ist im November mit ihrem neuen Programm „St. Petersburg“ auf Tour. Die CD zur Tournee beleuchtet die italienische Operntradition in Russland.

NEUE CDs

SOLO

Zehn Künstler, zehn Soloprogramme auf CD: darunter Bassist Marco Vinco mit Tosti Liedern, die Mezzo-Sopranistin Alice Coote mit Händel-Arien, Bariton Matthias Goerne mit einer neuen „Winterreise“ als Abschluss seines großen Schubert-Zyklus auf CD.