ePAPER Ausgabe 09/2017

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Die Höhepunkte des Festspielsommers: Neben der Bayreuther »Meistersinger«-Premiere begeisterte am Grünen Hügel vor allem der noch immer viel diskutierte „Castorf-Ring“ in seinem letzten Jahr; auch die Tiroler Festspiele Erl beeindruckten mit ihrer Tetralogie, aufgeführt an vier aufeinanderfolgenden Tagen. In Salzburg gab Anna Netrebko ihr mit Spannung erwartetes Aida-Debüt, München widmete sich neben Webers »Oberon« auch Schrekers »Die Gezeichneten«, die Bregenzer Festspiele punkteten mit einer neuen »Carmen« sowie mit Rossinis selten gespieltem »Mosè in Egitto«, die Sankt Galler Festspiele wuchteten die Catalani-Rarität »Loreley« auf die Openair-Bühne im Klosterhof…

Die Interviews: George Gagnidze über seine Paraderollen und den Spaß, auf der Bühne böse sein zu dürfen, Ildar Abdrazakov und Rolando Villazón, die in Kürze ein gemeinsames Album herausbringen, New Yorks Met-Chef Peter Gelb, sowie Komponist Matthias Georg Kendlinger, der im ukrainischen Lviv ein eigenes Festival initiiert hat.

Nachfolgend finden Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste aller Inhalte bietet das Inhaltsverzeichnis.

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INHALTSVERZEICHNIS

INHALTSVERZEICHNIS

Ausgabe: 9/2017

Das komplette Inhaltsverzeichnis mit allen Themen
EDITORIAL
FESTSPIELE
  • BAYREUTHER FESTSPIELE Die Meistersinger von Nürnberg Der Ring des Nibelungen
  • SALZBURGER FESTSPIELE Lady Macbeth von Mzensk (Großes Festspielhaus)
  • Aida (Großes Festspielhaus)
  • MÜNCHNER OPERNFESTSPIELE Die Gezeichneten (Nationaltheater) Oberon (Prinzregententheater)
  • BREGENZER FESTSPIELE Carmen (Seebühne) Mosè in Egitto (Festspielhaus)
  • ST. GALLER FESTSPIELE Loreley (Klosterhof)
  • SAVONLINNA OPERA FESTIVAL Linna vedessä/Kullervo
DAS INTERVIEW
  • GEORGE GAGNIDZE
IM GESPRÄCH
  • ILDAR ABDRAZAKOV & ROLANDO VILLAZÓN
NACHGEFRAGT
  • PETER GELB
SAISON-FINALE
  • WÜRZBURG Unverhofftes Wiedersehen
  • BERLIN Les pêcheurs de perles (Staatsoper im Schiller Theater)
  • DÜSSELDORF Das Rheingold
  • KASSEL Antigona
  • ZÜRICH Das Land des Lächelns
  • SOFIA Parsifal
  • FREIBURG Das Wunder der Heliane
REPORT
  • BRESLAU / WIEN / MÖNCHENGLADBACH
NAMEN UND DATEN
IM BLICKPUNKT
  • MATTHIAS KENDLINGER MUSIC FESTIVAL LVIV
FESTSPIEL-RUNDBLICK
  • TIROLER FESTSPIELE ERL Der Ring des Nibelungen
  • DRESDNER MUSIKFESTSPIELE Leonore (Kulturpalast)
  • RICHARD-STRAUSS-FESTIVAL GARMISCH-PARTENKIRCHEN
  • Vier letzte Lieder
  • OBERAMMERGAU Der fliegende Holländer
  • SOMMERARENA BÜHNE BADEN Der Zarewitsch
  • FESTSPIELE IMMLING I vespri siciliani
  • MOZARTFEST WÜRZBURG Don Giovanni (Residenz)
  • BARTÓK PLUS OPERA FESTIVAL MISKOLC Scaevola (Nationaltheater)
VORSCHAU
SPIELPLÄNE
TV-TIPPS
RARITÄTEN
IMPRESSUM
DAS SPIELPLÄNCHEN
  • MUSIKTHEATERTIPPS FÜR KINDER UND JUGENDLICHE
DVDs
  • Richard Wagner LOHENGRIN
  • Richard Wagner PARSIFAL
  • Richard Wagner DAS LIEBESVERBOT
CD-NEWS
  • Neue Aufnahmen mit Michael Volle, Regula Mühlemann, Matthias Goerne, André Schuen u.a
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EDITORIAL

EDITORIAL

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 9/2017

Wahnfried. 13. August 1875, 12:45 Uhr, Außentemperatur 23 Grad Celsius. Kapellmeister Hermann Levi aus München hat sein Kommen angekündigt. Auch Franz Liszt ist auf dem Weg nach Bayreuth… Mit diesen Worten begann, als Texteinblendung noch vor dem ersten Ton der Ouvertüre, die mit großer Spannung erwartete Bayreuther »Meistersinger«-Premiere.
Grüner Hügel, Festspielhaus, 1. August 2017, 15:45 Uhr, Außentemperatur 34 Grad Celsius – so würde ein Pendant aus dem aktuellen Jahr lauten. Die einmal mehr sehr internationale Gästeschar hat auf ihr Kommen angesichts der hohen Temperaturen natürlich auch an diesem Hochsommertag nicht verzichtet und ist bestens gelaunt auf dem Weg über die Stiegen zu ihren Plätzen: zu einem weiteren hochkarätigen »Ring«-Abend in Bayreuth. Marek Janowski, ein wahrer Kapellmeister der alten Schule, ist wieder (im Gegensatz zu manch jüngerem Kollegen selbstverständlich langärmlig gekleidet) in den Graben hinabgestiegen und dirigiert auch diesen »Siegfried« mit ansteckender Leidenschaft und einer angesichts der Schwüle umso beneidenswerteren Kondition. Auch die Sänger leisten ebenso physisch wie in Sachen Konzentration Schwerstarbeit, sind sie doch zudem auch noch in Kostüm und Maske dem unerbittlich aufheizenden Scheinwerferlicht ausgesetzt. Und da wagen wir, die wir in Abendkleid und Smoking auf harten Sitzen schwitzen, zu klagen? (Absatzmarke!) Unsere Hochachtung gilt in diesem Sommer allen Künstlern, die an diesem und vielen anderen Festspielorten bei ihren nicht selten auch szenisch sportiven Einsätzen – der Operngesang allein wäre schon Höchstleistungssport! – den diesmal so besonders unberechenbaren Wetterkapriolen mit bewunderungswürdigem Einsatz trotzten. Hitze in Italien, Spanien, Südfrankreich, andernorts Schauer, Stürme und Gewitter. Eine für diese Monate durchaus synonym stehende Koordinaten-Variante hieß da beispielsweise: Bregenzer Seebühne, 19. Juli, »Carmen«-Premiere, strömender Regen bis in den dritten Akt hinein… Da war Durchhaltevermögen gefragt. Auch bei den Premierengästen, die allen Widrigkeiten zum Trotz ebenso diszipliniert wie aufmerksam ausharrten. Egal also ob Hitzeschlacht in der „Wagner-Scheune“ oder „Wasser marsch!“ zum feurigen Spanien-Kolorit: Sie alle, liebe Leser, waren auch in diesem Festspielsommer wieder ein tolles Publikum, das sich mit seiner Begeisterungsfähigkeit selbst ein dickes Kompliment verdient hat. Zuschauer für den Moment zu bannen und bei der Stange zu halten ist das eine. Sie überhaupt erst zu gewinnen und dann auch nachhaltig und langfristig zu binden, ist und bleibt die eigentliche Herausforderung. Programmatik und künstlerischer Ertrag können da schon mal sehr unterschiedlich sein und doch gleichermaßen zum Erfolg führen. Wir waren wie gewohnt bei allen wichtigen Premieren dabei und haben dementsprechend auf den nachfolgenden Seiten eine ganze Reihe für Sie hoffentlich aufschlussreicher Berichte zusammengetragen: von Anna Netrebkos Rollendebüt als Aida in Salzburg über Münchens Weber- und Schreker-Premieren bis hin zum „Ring an vier Tagen“ in Erl. Die ebenso üppige wie vielgestaltige Attraktivität einer kompakten Festspielsaison legt eine ziemlich hohe Messlatte, an die die Opernhäuser mit ihrer jetzt beginnenden regulären Spielzeit erst einmal herankommen müssen. Aber da hier schon im September die ersten Großereignisse mit etlichen interessanten Premieren anstehen, dürfte auch dies wieder eine spannende Zeit werden. Die Herausforderung also ist angenommen – und wir freuen uns auf eine aufregende, anregende neue Saison!
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INTERVIEWS

Das Interview: GEORGE GAGNIDZE – Ein Abo auf Bösewichte

Autor: Ursula Ehrensberger · Ausgabe 9/2017

Der georgische Bariton gehört längst zu den festen Größen auf den internationalen Bühnen. Im Interview spricht er über Paraderollen, Glücksmomente und den Spaß, auf der Bühne böse sein zu dürfen.
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Im Gespräch: ILDAR ABDRAZAKOV & ROLANDO VILLAZÓN – Starkes Team

Autor: Andreas Laska · Ausgabe 9/2017

Von Donizetti bis Verdi, von Gounod bis Boito – das Programm ihres neuen Albums ist weit gesteckt. Der russische Bass und der mexikanische Tenor im Gespräch über das gemeinsame Projekt.
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Nachgefragt: PETER GELB – Die Met-Strategie

Autor: Stefan Mauß · Ausgabe 9/2017

Seit 10 Jahren ist er General Manager der Metropolitan Opera in New York. Mit den weltweiten Kinoübertragungen hat er das Haus geöffnet – eine Erfolgsgeschichte, die immer wieder Rekorde bricht. Zeit für eine Zwischenbilanz.
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IM BLICKPUNKT – MATTHIAS KENDLINGER MUSIC FESTIVAL LVIV

Autor: Yeri Han . Ausgabe 9/2017

Der Dirigent Matthias Georg Kendlinger widmet sich inzwischen vorrangig dem Komponieren. Im ukrainischen Lemberg (Lviv) fand nun erstmals ein eigens von ihm und für ihn ins Leben gerufenes Festival statt.
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AUFFÜHRUNGEN

BAYREUTHER FESTSPIELE Die Meistersinger von Nürnberg

25. Juli · Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 9/2017

„Zu Hause bei den Wagners“: Regisseur Barrie Kosky verortet das Geschehen der neuen Bayreuther »Meistersinger« in der Villa Wahnfried und im Schwurgerichtssaal der Nürnberger Prozesse. Vor allem aber begeisterte am Grünen Hügel der in seinem letzten Jahr gespielte „Castorf-Ring“.
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SALZBURGER FESTSPIELE Aida

6. August · Großes Festspielhaus · Autor: S. Martens · Ausgabe 9/2017

Großer Presserummel um Anna Netrebko, die sich erneut in der Mozart-Stadt die Ehre gab und höchst Kulinarisches präsentierte – ihr am Ende außerordentlich bejubeltes szenisches Rollendebüt als Aida. Auch Schostakowitschs »Lady Macbeth von Mzensk« mit Nina Stemme in der Titelpartie feierte eine vom Publikum begeistert aufgenommene Premiere.
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MÜNCHNER OPERNFESTSPIELE Oberon

21. Juli · Prinzregententheater · Autor: M. Wilks · Ausgabe 9/2017

In der Münchener Neuproduktion von Carl Maria von Webers »Oberon« versucht das Regieteam gar nicht erst, die Schwächen des Stückes zu überspielen, sondern betont diese mit Hilfe von Ironie, Groteske und Albernheit, aber oft auch mit einem Gespür für die großartige Musik. Außerdem brachte die Bayerische Staatsoper Franz Schrekers »Die Gezeichneten« mit Christopher Maltman und Catherine Naglestad auf die Bühne.
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BREGENZER FESTSPIELE Carmen

19. Juli · Seebühne · Autor: W. Kutzschbach · Ausgabe 9/2017

Wasser von oben wie unten prägte die Bregenzer »Carmen«-Premiere, die außer der dramaturgisch vorgesehenen Einbeziehung des Bodensees in die Handlung auch einen andauernden Regenguss abbekam. Das diesjährige Highlight aber war die Festspielhausproduktion von Rossinis selten gespielter Oper »Mosè in Egitto«.
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RICHARD-STRAUSS-FESTIVAL GARMISCH-PARTENKIRCHEN Vier letzte Lieder

24./25. Juni · Alpspitzhalle / Konzertsaal Richard Strauss · Autor: K.G.v. Karais · Ausgabe 9/2017

Brigitte Fassbaenders letzte Festspielausgabe startete gleich mit einem Höhepunkt: Gundula Janowitz erhielt die „Ehrenplakette Richard Strauss“ und kam am Folgetag mit ihrer Gastgeberin zu einem Künstlergespräch von hohem Unterhaltungswerk zusammen. Eingebettet war ihr Auftritt in gleich zwei Darbietungen der »Vier letzten Lieder«, zum einen interpretiert von Marlis Petersen in der gängigen Version mit Orchester sowie am Folgeabend von Christiane Karg, begleitet vom Klavier.
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BARTÓK PLUS OPERA FESTIVAL MISKOLC Scaevola

21. Juni · Nationaltheater · Autor: W. Kutzschbach · Ausgabe 9/2017

Erst im vergangenen Jahr hatte das Werk den ersten Platz des ausgeschriebenen Kompositionswettbewerbs des Bartók Plus Opera Festivals erzielt, nun wurde Szabolcs Mátyássys auf römischer Frühgeschichte basierende Oper »Scaevola« uraufgeführt, die auch ein Wiedersehen mit Andreas Rost bescherte.
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ST. GALLER FESTSPIELE Loreley

23. Juni · Klosterhof · Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 9/2017

Mit Alfredo Catalanis »Loreley« boten die ohnehin entdeckungsfreudigen St. Galler Festspiele eine selbst für ihre Verhältnisse ausgesprochene Trouvaille, die mit ebenso eindrucksvollen wie anspruchsvollen Solonummern, mitreißenden Ensemble- und Chorszenen sowie charmanten Tänzen das Premierenpublikum spontan begeisterte.
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SAVONLINNA OPERA FESTIVAL Kullervo

8. Juli · Autor: G. Helbig · Ausgabe 9/2017

Neben Aulis Sallinens auf Episoden aus dem finnischen Nationalepos „Kalevala“ basierender Oper »Kullervo« stand in Savonlinna vor allem die Uraufführung seiner Auftragsarbeit »Linna vedessä« anlässlich des finnischen Unabhängigkeitstags im Fokus der Festspiele.
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TIROLER FESTSPIELE ERL Der Ring des Nibelungen

13. - 16. Juli · Passionshaus · Autor: S. Barnstorf · Ausgabe 9/2017

„Wilder Kaiser statt Grüner Hügel“ – In ihrer 20. Saison stemmten die Tiroler Festspiele Erl eine wahre Mammutaufgabe und brachten die vier »Ring«-Teile an vier aufeinanderfolgenden Abenden auf die Bühne. Das Orchester unter Gustav Kuhn ließ sich die Strapazen nicht anmerken und glänzte mit satten Klängen, das alternierend besetzte Ensemble überzeugte ebenfalls.
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ZÜRICH Das Land des Lächelns

18. Juni· Autor: Th. Baltensweiler · Ausgabe 9/2017

Lehárs Operette geriet in der Inszenierung von Andreas Homoki zur schillernden Revue im Setting der Unterhaltungswelt der Goldenen 1920-Jahre, wobei die meisten Dialogszenen kurzerhand gestrichen wurden und so die Gesangsnummern Schlag auf Schlag folgten. Piotr Beczala bescherte als strahlender Prinz Momente voller Schöngesang.
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DÜSSELDORF Das Rheingold

23. Juni · Autor: M. Lode-Gerke · Ausgabe 9/2017

Stringent und gespickt mit so manchem originellem Einfall ging der im Arbeiter-Milieu angesiedelte Vorabend zum »Ring« an der Deutschen Oper am Rhein über die Bühne und profitierte außer von ansprechender Bühnenoptik und belebendem Aktionismus vor allem auch von einer sich auf hohem Niveau präsentierenden Solistenriege.
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MELDUNGEN / INFO

VORSCHAU

Im Auftrag des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden hat der junge dänisch-deutsche Komponist Søren Nils Eichberg eine Oper über die Suche nach einer neuen Heimat geschrieben. Die Uraufführung von »Schönerland« eröffnet Mitte dieses Monats den Premierenreigen der Spielzeit 2017/18. Die am 3. Oktober mit Schumanns »Szenen aus Goethes Faust« wiedereröffnete Berliner Staatsoper Unter den Linden führt ihre große Wagner-Tradition mit einer Neuproduktion von »Tristan und Isolde« fort, für die Dmitri Tcherniakov als Regisseur und Bühnenbildner verpflichtet worden ist. Außerdem singt Lana Kos zum Saisonbeginn die »Troubadour«-Leonora in einer Premierenserie an der Oper Graz.

NAMEN UND DATEN

MASSIMO CAVALLETTI gibt in diesem Herbst sein Rollendebüt als Gianni Schicchi in einer Neuinszenierung von Puccinis gleichnamiger Oper an der Dutch National Opera in Amsterdam. Die Komödie wird gemeinsam mit Zemlinskys »Eine florentinische Tragödie« aufgeführt: 11., 14., 16., 19., 21., 24., 26., 28. November 2017. Derzeit befindet sich der Bariton auf einer Tournee der Mailänder Scala in Astana, wo er als Ford neben dem Falstaff von Ambrogio Maestri auftreten wird (1., 4., 6. 8.9.). Erstmals an der Opéra National de Paris ist Cavalletti zu Beginn des neuen Jahres zu Gast. Sein Hausdebüt erfolgt an der Bastille-Oper als Figaro in »Il barbiere di Siviglia« in einer Neuinszenierung am 24., 27., 30.1. + 1., 4., 9., 13.2. 2018. Weitere Infos und Termine von Simon Keenlyside, Thomas Hampson, Waltraud Meier, Sonya Yoncheva, Violeta Urmana u.a.

REPORT

FAUST-SPEKTAKEL

Großes Spektakel in der Jahrhunderthalle: Höllenfeuer loderte in Breslaus neuem »Faust« per Videoprojektion auf der Bühnenrückwand sowie auf zwei seitlich angebrachten Monitoren, Méphistophélès entstieg höchst wirkungsvoll dem Bühnennebel, während der Titelheld sich nach ewiger Jugend und Schönheit verzehrte.

DVDs

DVDs

Der Hype um Karten für ihr Elsa-Debüt an der Dresdner Semperoper im Mai 2016 war enorm gewesen. Nun können Anna Netrebkos kurzem Ausflug in die Welt der Musik Richard Wagners auch jene beiwohnen, die beim Kampf um die Tickets damals leer ausgegangen waren. Weitere Wagner-Höhepunkte auf DVD: »Parsifal« mit Christopher Ventris aus Amsterdam sowie »Das Liebesverbot« aus dem Teatro Real in Madrid.

CDs

CD-NEWS

„Cleopatra“ nennt Regula Mühlemann ihre neue CD, die sie zusammen mit dem Barockorchester La Folia unter der vital-frischen Leitung von Robin Peter Müller aufgenommen hat: ein betörender Hörgenuss. Michael Volle, Bayreuths Sachs in der diesjährigen Neuproduktion der »Meistersinger« hat eine neue Wagner-CD aufgenommen, Matthias Goerne singt Bach, Maxim Mironov stellt seltene Arien von Bellini vor.