ePAPER Ausgabe 03/2016

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Uraufführungserfolge in Nord und Süd: In München begeisterte Miroslav Srnkas neue Oper »South Pole« mit Rolando Villazón und Thomas Hampson, in Hamburg Toshio Hosokawas Musiktheater »Stilles Meer« mit Bejun Mehta. Paris präsentierte eine stargespickte »Trovatore«-Premiere mit Anna Netrebko als Leonora sowie hinreißenden Belcanto-Spaß mit Pretty Yende und Lawrence Brownlee in Rossinis »Il Barbiere di Siviglia«. Die Deutsche Oper Berlin zeigte eine neue »Salome« mit Catherine Naglestad in der Titelpartie, die benachbarte Staatsoper im Schiller Theater bot im Repertoire »La Bohème« mit den Publikumslieblingen Sonya Yoncheva und Jospeh Calleja. Erfreuliche Begegnungen mit seltenen Verdi-Opern gab es in Bonn (»Jérusalem«) und Frankfurt (»Stiffelio«), während in Passau »La Straniera« den seit 2009 laufenden Bellini-Zyklus zu einem fulminanten Abschluss brachte.

Die Interviews: Aida Garifullina, die bereits seit einigen Jahren im Ensemble der Wiener Staatsoper erfolgreich zu erleben ist und nun vor dem großen Sprung in eine internationale Karriere steht, Gwyneth Jones, die auf ihre spektakuläre Laufbahn blickt sowie George Benjamin, dessen Oper »Written on Skin« als eines der erfolgreichsten Werke der jüngsten Zeit aktuell gleich in mehreren europäischen Metropolen zu erleben ist.

Nachfolgend finden Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste aller Inhalte bietet das Inhaltsverzeichnis.

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INHALTSVERZEICHNIS

Inhaltsverzeichnis

AUSGABE 3/2016

Das komplette Inhaltsverzeichnis mit allen Themen
EDITORIAL
AUFFÜHRUNGEN
  • MÜNCHEN South Pole (Nationaltheater)
  • HAMBURG Stilles Meer
  • BERLIN Salome (Deutsche Oper) La Bohème (Staatsoper im Schiller Theater)
  • PARIS Il Trovatore (Opéra Bastille) Il Barbiere di Siviglia (Opéra Bastille)
  • TALLINN Aida
  • HONGKONG Die Walküre (Philharmonie)
  • NÜRNBERG La Juive
  • FRANKFURT Stiffelio
  • SALZBURGER MOZARTWOCHE
    Elias / Acis und Galatea (Haus für Mozart)
  • WIEN Kismet (Volksoper)
DAS INTERVIEW
  • AIDA GARIFULLINA
IM GESPRÄCH
  • GWYNETH JONES
DAS PORTRÄT
  • GEORGE BENJAMIN
REPORT
  • VALENCIA / KLAGENFURT / SCHWERIN
NAMEN UND DATEN
IM BLICKPUNKT
RUNDBLICK
  • CHEMNITZ Werther
  • PASSAU La Straniera
  • BONN Jérusalem
  • ESSEN Partenope (Philharmonie) Faust (Aalto-Theater)
  • LUXEMBURG Winterreise
  • ESCH-SUR-ALZETTE/ LUXEMBURG Musiktheater aus Israel
  • WUPPERTAL Eugen Onegin
  • HALLE Adriana Lecouvreur
  • HANNOVER La Forza del Destino
  • FLENSBURG Die Hochzeit des Figaro
  • HAGEN Jonny spielt auf
  • MAGDEBURG Die tote Stadt
  • LUZERN Béatrice et Bénédict
VORSCHAU
MELDUNGEN
SPIELPLÄNE
TV-TIPPS
RARITÄTEN
IMPRESSUM
DAS SPIELPLÄNCHEN
  • MUSIKTHEATERTIPPS FÜR KINDER UND JUGENDLICHE
DVDs
  • Giuseppe Verdi LA FORZA DEL DESTINO
  • Wolfgang Amadeus Mozart DON GIOVANNI
  • Jacques Offenbach LES CONTES D’HOFFMANN
  • Jean-Philippe Rameau LES INDES GALANTES
  • Karol Szymanowski KRÓL ROGER
CD-NEWS
  • SABINE DEVIEILHE Drei Engel für Mozart
  • SIMONE KERMES Liebes-Geschichte(n)
NEUE CDs
  • Wolfgang Amadeus Mozart LES MYSTÈRES D’ISIS
  • Carl Maria von Weber SILVANA
  • Robert Schumann MANFRED
  • Johann Sebastian Bach JOHANNES-PASSION
  • Carl Orff GISEI – DAS OPER
  • Felix Weingartner DIE DORFSCHULE
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EDITORIAL

Editorial

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 3/2016

„Ich war dabei!“ Diesen Satz werden sicher auch Sie, liebe Leser, in begeisterter Rückschau auf besondere Opernvorstellungen schon gesagt haben; in dem einen oder anderen Fall vielleicht auch verbunden mit einer gewissen Wehmut. Dieses unbeschreibliche Gefühl, an etwas Großem, das gerade in diesem einen außerordentlichen Moment entsteht, teilhaben zu dürfen, ist mit kaum einem anderen Glücksgefühl zu vergleichen: ein Geschenk, das einem manchmal fast vorhersehbar begegnet – tolle Sänger, ein großer Dirigent, die Lieblingsoper – oder sogar gänzlich unvorbereitet. Ganz sicher aber ist es: ein Liveerlebnis.
Das direkte Erleben bleibt auch im Multimedia-Zeitalter der dauerpräsenten, allumfassenden Verfügbarkeiten ein ganz wesentlicher Faktor des Musiktheaters, bei dem als besonderer Reiz das Risiko eines möglichen Misslingens stets genauso mitschwingt wie die Chance auf einen spektakulären Triumph – sei es in Gestalt einer grandiosen Sängerleistung, eines mitreißenden Dirigats, einer packenden Regie oder, im Idealfall, als durchweg überzeugendes Komplettpaket. Gelingt das mit einem gänzlich neuen Werk, ist dies ein Ereignis, das für allen Mut und alle Mühen, die eine solche Unternehmung regelmäßig einfordert, mehr als entschädigt. Riesenfreude daher aktuell in München und Hamburg, wo mit der ganzen Power und Kompetenz großer Staatstheater und getragen von der Gestaltungskraft charismatischer -Bühnenstars erstaunliche Publikumserfolge eingefahren werden konnten.
Die Oper lebt, auch weil sie sich selbst erneuert. Und Konkurrenz beflügelt: Jedes Theater, das auf sich hält, bringt Uraufführungen heraus; auch viele Sänger begeistern sich längst wieder für die einstmals eher gemiedene Moderne. Ein gewisser Starappeal kann dabei gewiss nicht schaden, und so manches neue Werk wird gerade durch die Rolleninkarnation herausragender Sängerpersönlichkeiten nachhaltig geprägt, man denke nur an Renée Flemings unvergessene Blanche in André Previns »A Streetcar Named Desire«, oder Simon Keenlyside und Ian Bostridge in Thomas Adès’ »The Tempest«, um nur einige wenige zu nennen.
Doch es sind eben nicht allein die großen, finanzstarken Institutionen, die sich für das nicht selten aufwändige, durchaus risikobehaftete Unterfangen „Neue Oper“ einsetzen, sondern auch viele mittlere und kleine Bühnen. Ein Engagement, das nicht hoch genug gewürdigt werden kann angesichts klammer Kassen und auf Auslastungszahlen fixierter Entscheidungsträger. Noch bedeutender aber scheint mir der Einsatz jener Theater, die sich mit dem Auftritt „in zweiter Reihe“ begnügen und für die Zeitgenossen auch ohne den Glanz der prestigeträchtigen „ersten Nacht“ interessieren. Selbst mit triumphalen Uraufführungserfolgen gesegnete Opern haben schließlich nur dann eine Chance, sich als eigenständiges Kunstwerk zu beweisen und sich im Repertoire zu verankern, wenn andere Bühnen sie nachspielen. Wie sonst wäre aus einem so individuellen Stück Musiktheater wie Helmut Lachenmanns »Das Mädchen mit den Schwefelhölzern« ein moderner Klassiker geworden?
Selten aber ist in der Neuen Musik eine derartige Erfolgsgeschichte zu beobachten wie die von George Benjamins »Written on Skin«. Innerhalb weniger Jahre ist diese Oper an zahlreichen Orten gezeigt worden, das Publikum war jedes Mal begeistert. Woran liegt’s?
Wir haben den Komponisten selbst befragt. Derzeit ist er mit seinem Hauptwerk in unmittelbarer Abfolge in Dortmund, Köln, Barcelona, Madrid und London präsent. Wie überhaupt in den kommenden Wochen und Monaten einige höchst spannende Projekte des zeitgenössischen Musiktheaters zur Auswahl stehen, allein im laufenden Monat gibt es Uraufführungen neuer Opern von Volker David Kirchner (»Gutenberg« in Erfurt), Kaija Saariaho (Amsterdam) und Carlisle Floyd (Houston) zu erleben. Auch die Reihe wichtiger Erstaufführungen ließe sich fortsetzen, Titelkünstlerin Aida Garifullina engagiert sich ganz aktuell für die Premiere von Peter Eötvös’ »Tri Sestri« an der Wiener Staatsoper.
Ausreichend Gelegenheit also, sich der Oper in ihrer ganzen zeitgenössischen Bandbreite zu widmen. Und wer weiß, vielleicht wartet ja gerade hier wieder einer jener ganz besonderen „Ich war dabei!“-Momente auf Sie?
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INTERVIEWS

Das Interview: AIDA GARIFULLINA – Mut, Fleiß, Disziplin

Autor: Dr. Andreas Laska · Ausgabe 3/2016

Die junge russische Sopranistin begeistert als Ensemblemitglied schon seit Jahren das Publikum der Wiener Staatsoper. Nun steht der Sprung in die internationale Karriere bevor.
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Im Gespräch: GWYNETH JONES – Wie eine Rakete

Autor: Sebastian Barnstorf · Ausgabe 3/2016

Dame Gwyneth blickt auf eine spektakuläre Karriere zurück – und ist weiterhin als Sängerin aktiv; aktuell ist sie als »Pique Dame«-Gräfin in Braunschweig zu erleben.
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Das Porträt: GEORGE BENJAMIN – Erfolgsgeschichte

Autor: Yeri Han · Ausgabe 3/2016

Seine Oper »Written on Skin« ist eines der erfolgreichsten Werke der jüngsten Zeit und im März gleich in mehreren europäischen Metropolen zu sehen. Das Konzerthaus Dortmund widmet Benjamin gar eine eigene „Zeitinsel“.
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AUFFÜHRUNGEN

MÜNCHEN South Pole

31. Januar · Nationaltheater · Autor: J.-M. Wienecke · Ausgabe 3/2016

Jubel für zeitgenössisches Musiktheater in München: Die Uraufführung von Miroslav Srnkas neuer Oper »South Pole« mit Rolando Villazón und Thomas Hampson in den Hauptpartien wurde zu einem großen Publikumserfolg.
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HAMBURG Stilles Meer

24. Januar · Autor: G. Helbig · Ausgabe 3/2016

In dem an der Staatsoper uraufgeführten Werk »Stilles Meer« verarbeitet Toshio Hosokawa die menschlichen Tragödien nach dem Seebeben im Nordosten Japans 2011 auf höchst eindringliche Art und Weise.
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BERLIN Salome

24. Januar ∙ Deutsche Oper · Autor: M. Lehnert · Ausgabe 3/2016

In Berlin begeisterten Catherine Naglestad als Salome in einer Neuproduktion von Claus Guth an der Deutschen Oper sowie die Publikumslieblinge Sonya Yoncheva und Jospeh Calleja in der 60. Repertoirevorstellung von »La Bohème« der Staatsoper im Schiller Theater.
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PARIS Il Trovatore

31. Januar ∙ Opéra Bastille · Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 3/2016

An der Seine wusste vor allem Anna Netrebko als Leonora in der »Trovatore«-Premiere das Publikum zu entflammen, während tags darauf mit Pretty Yende und Lawrence Brownlee in Rossinis »Il Barbiere di Siviglia« ein hinreißender Belcanto-Spaß geboten wurde.
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NÜRNBERG La Juive

17. Januar · Autor: J.-M. Wienecke · Ausgabe 3/2016

Das Nürnberger Musiktheater setzte mit Halévys »Jüdin« wieder einmal zu bemerkenswerten Höhenflügen an und schenkte dem Premierenpublikum einen ganz besonderen Opernabend.
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FRANKFURT Stiffelio

31. Januar · Autor: Dr. A. Laska · Ausgabe 3/2016

Mit vereinten Kräften und einer überzeugenden Ensembleleistung setzte sich das Opernhaus in Frankfurt für die Wiederbelebung von Verdis düsterem Priester-Drama »Stiffelio« ein.
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BONN Jérusalem

31. Januar · Autor: Y. Han · Ausgabe 3/2016

Auch am Rhein war mit »Jérusalem« eine frühe Verdi-Oper zu erleben. Vor allem musikalisch sollte sich der gefeierte Premierenabend auf hohem Niveau bewegen.
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ESSEN Faust

30. Januar ∙ Aalto-Theater · Autor: Y. Han · Ausgabe 3/2016

In Essens gelungener Übernahme-Premiere von Gounods Oper sang Alexander Vinogradov einen überaus facettenreichen Méphistophélès. Im benachbarten Konzerthaus rettete Lawrence Zazzo als Einspringer für Philippe Jaroussky Händels »Partenope«.
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MELDUNGEN / INFO

REPORT

GEBURTSTAGSSTÄNDCHEN

„Happy Birthday“ auf und hinter der Bühne: Einen Tag vor seinem 75. Geburtstag am 21. Januar gratulierten Publikum, Sänger, Orchester und Chor einem sichtlich gerührtem Plácido Domingo zu dessen Ehrentag. Ein großes Konzert samt Feier soll es dann auch noch im Sommer im riesigen Bernabéu-Stadion in seiner Heimatstadt Madrid geben.

NAMEN UND DATEN

MARLIS PETERSEN plant eine ganze Reihe von interessanten Rollendebüts – vom Belcanto, über die Operette zur Moderne. Weitere Infos und Auftrittsdaten von Lawrence Brownlee, Dmitri Hvorostovsky, Ricarda Merbeth, Barbara Hendricks, Sonya Yoncheva, Thomas Hengelbrock und vielen mehr.

IM BLICKPUNKT

Gesellschaftliches Großereignis in den Opernhäusern in Dresden und Wien: Während beim SemperOpernball Joyce DiDonato mit ihrem Gesang das Publikum entzückte, begeisterten Plácido Domingo und Olga Peretyatko beim Wiener Opernball.

VORSCHAU

Künstlerprominenz für Meyerbeer: Patrizia Ciofi und Juan Diego Flórez singen in einer Neuinszenierung von »Les Huguenots« die Marguerite und den Raoul an der Deutschen Oper Berlin. Die neue Saison an der New Yorker Met beginnt mit einer Übernahme-Premiere von »Tristan und Isolde« mit Stuart Skelton und Nina Stemme. An der Pariser Nationaloper singt Jonas Kaufmann sowohl den Hoffmann wie auch die Titelpartie im neuen »Lohengrin. Die detaillierten Programme sowie Ausblicke auf die diesjährigen Internationalen Maifestspiele in Wiesbaden, die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik und den Carinthischen Sommer.

DVDs

DVDs

Eine Besetzung, die Musikliebhaberherzen höher schlagen lässt: Die Rede ist von Jonas Kaufmann und Anja Harteros in Martin Kušejs 2014 mitgeschnittener »La Forza del Destino«-Inszenierung an der Bayerischen Staatsoper München. Ebenfalls auf DVD u.a. Sven-Eric Bechtolfs Salzburger »Don Giovanni«-Produktion mit Ildebrando DʼArcangelo, Luca Pisaroni und Anett Fritsch, Christoph Marthalers Inszenierung »Les Contes dʼHoffmann« aus Madrid und Karol Szymanowskis Oper »Król Roger« mit Mariusz Kwiecien aus dem Königlichen Opernhaus in London.

CDs

CD-NEWS

Nachgefragt: Das Künstlerehepaar Sabine Devieilhe und Raphaël Pichon stellen ihr gemeinsames CD-Projekt vor, das Mozart und den drei Weber-Schwestern gewidmet ist. Simone Kermes hingegen erzählt von allen Arten der Liebe, die sie auf ihrer neuen CD besingt.

NEUE CDs

Raritäten-Parade bei den Gesamtaufnahmen: Mozarts »Les mystères dʼIsis« als CD-Weltpremiere unter der musikalischen Leitung von Diego Fasolis, Carl Maria von Webers »Silvana«, Schumanns »Manfred«, Orffs »Gisei – Das Opfer« und Weingartners »Die Dorfschule«.