ePAPER Ausgabe 03/2012

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Hamburg feierte die späte Erstaufführung von Aribert Reimanns »Lear«, Bo Skovhus ersang sich in der Titelpartie einen großen persönlichen Erfolg. In New York debütierte Deborah Voigt als Brünnhilde in »Götterdämmerung«, Abschluss der neuen »Ring«-Tetralogie an der Met. »Ring«-Finale auch an der Oper Frankfurt, während am Nationaltheater in München die Neuproduktion des Weltendramas gerade erst vielversprechend mit »Das Rheingold« begann. Dort war kurz zuvor auch eine hochkarätige Repertoirevorstellung von »Don Carlo« zu erleben gewesen, u.a. mit Anja Harteros und Jonas Kaufmann.
Passend zum Flotow-Jahr gab es in Gießen eine Wiederbegegnung mit dessen Spieloper »Alessandro Stradella«. In Wien, Lyon und Monte-Carlo überraschten ungewohnte Einakter-Kombinationen, in Erfurt sorgte Dominique Horwitz’ »Freischütz«-Adaption für Diskussionsstoff…

Dazu ausführliche Interviews mit dem erfolgreichen Dirigenten Cornelius Meister, dem Tenor Michael Spyres sowie Christoph Hagel, der in Berlin Oper in die Stadt trägt. Und als besondere Hommage ein exklusives Gespräch mit Schauspiel- und Regie-Legende Otto Schenk.

Nachfolgend erhalten Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste aller Inhalte finden Sie im Inhaltsverzeichnis.

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INHALTSVERZEICHNIS

Inhaltsverzeichnis

Das komplette Inhaltsverzeichnis mit allen Themen

EDITORIAL
AUFFÜHRUNGEN
  • HAMBURG Lear
  • MÜNCHEN Don Carlo (Nationaltheater), Das Rheingold (Nationaltheater)
  • FRANKFURT Götterdämmerung
  • NEW YORK Rienzi (Avery Fisher Hall), Götterdämmerung (Metropolitan Opera)
  • ZÜRICH Die Meistersinger von Nürnberg
  • WIEN Iolanta / Francesca da Rimini (Theater an der Wien)
  • MONTE-CARLO L'enfant et les sortilèges / La Navarraise
  • BERLIN Tancredi (Deutsche Oper)
  • WIESBADEN Simon Boccanegra
DAS INTERVIEW
  • CORNELIUS MEISTER
IM GESPRÄCH
  • OTTO SCHENK
DAS PORTRÄT
  • MICHAEL SPYRES
REPORT
  • BONN / NEW YORK / BERLIN / DRESDEN / WIEN
NAMEN UND DATEN
NACHRUF
FOKUS
  • LYON
RUNDBLICK
  • DÜSSELDORF Castor et Pollux
  • GIESSEN Alessandro Stradella
  • SCHWERIN Tannhäuser
  • ERFURT Der Freischütz
  • FREIBURG Lohengrin
  • KARLSRUHE Romeo und Julia auf dem Dorfe
  • NORDHAUSEN Peter Grimes
  • COBURG Katja Kabanová
  • MAINZ Un ballo in maschera
  • SANKT GALLEN Un ballo in maschera
  • BOZEN Salome
  • BERN Lucia di Lammermoor
AKTUELL
VORGESTELLT
  • CHRISTOPH HAGEL
VORSCHAU
SPIELPLÄNE
RARITÄTEN
TV-TIPPS
IMPRESSUM
DVDs
  • PLÁCIDO DOMINGO
CD-NEWS
  • AUF GROSSER LIEDERREISE
NEUE CDs
  • NURIA RIAL Il primo amore
  • RENÉE FLEMING Poèmes
  • METROPOLITAN OPERA LIVE
  • RICHARD WAGNER Die Meistersinger von Nürnberg
  • VALER BARNA-SABADUS Hasse Reloaded
  • MICHAEL SPYRES A fool for love
  • NOLDI ALDER / FRIEDRICH SCHENKER Mord auf dem Säntis
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EDITORIAL

Editorial

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 03/2012

New York hat seine City Opera wieder. Mitte Februar war das Ensemble mit Verdis »La Traviata« zu Gast im Howard Gilman Opera House der Brooklyn Academy of Music und kehrte damit – als schon fast Totgesagte – ins kulturelle Leben der Stadt zurück. In der glanzvollen Beaux-Arts-Architektur des 2000 Zuschauer fassenden, geschichtsträchtigen Saales, in dem seinerzeit schon so hochkarätige Künstler wie Sergej Rachmaninow, Gustav Mahler oder Arturo Toscanini, Gesangsstars wie Emmy Destin und Enrico Caruso das Musikleben der Metropole bereichert hatten, präsentierte nun das NYCO-Ensemble kurz nach dem Repertoire-Hit auch gleich noch Modernes: Rufus Wainwrights »Prima Donna«. Noch wichtiger aber war die Tatsache, dass die New Yorker mit ihrer City Opera ein traditionsreiches, beliebtes und einst sehr erfolgreiches Opernunternehmen zurückerhalten haben; danach hatte es lange Zeit nicht ausgesehen, war man doch monatelang haarscharf am Bankrott vorbeigeschrammt.

Dass nun gespielt werden konnte, lag zu einem nicht unwesentlichen Teil an deutlichen Eingeständnissen der Mitarbeiter – und an großzügiger Unterstützung von privatwirtschaftlicher Seite. Ein klares Signal. Von nun wird in wechselnden Quartieren Station gemacht, verteilt über die ganze Stadt. Eine Opernkompanie auf dem Weg zurück zu ihrem Publikum, verwandelt in ein lokales Reise-Ensemble mit Direktkontakt zu potenziell neuem Publikum. Ein erfreuliches Lebenszeichen, betrübt allein durch die Tatsache, dass nunmehr die Metropolitan Opera allein die Opernfahne hochhalten wird im Lincoln Center, was dem Flaggschiff des US-amerikanischen Musiktheaters sicher weiterhin erfolgreich gelingen wird. Aber Konkurrenz belebt nun einmal das Geschäft; das kann man seit geraumer Zeit ganz wunderbar in Wien beobachten. Hier hat sich das Theater an der Wien innerhalb kürzester Zeit zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten der altehrwürdigen Staatsoper gemausert. Kleiner Bruder, große Schwester? Eher schon kreative Rivalität auf Augenhöhe. Gewinner sind wir alle, denn die gefühlte Egalität der Attraktionen liegt keineswegs daran, dass das Traditionshaus am Ring nachließe. Es kommt nicht von ungefähr, dass Otto Schenk im Interview dieser Ausgabe, augenzwinkernder Lokalpatriotismus hin oder her, derart über „sein“ Haus ins Schwärmen gerät. Gewinner ist das Publikum auch in Deutschland. Schon in den vergangenen Ausgaben hatten wir über einige wichtige Finanzzusagen im Musiktheaterbereich berichtet, inzwischen kann man auch in Schwerin aufatmen, zumindest vorerst. Der Spielbetrieb des Mecklenburgischen Staatstheaters hatte bereits komplett auf der Kippe gestanden, nun kann immerhin diese Spielzeit wie geplant durchgeführt werden. Eine elementare Grundlage, von der selbst ein so berühmtes, ungleich größeres Opernhaus wie das Gran Teatre del Liceu derzeit nur träumen kann. In Barcelona ist man gezwungen, mitten in der Saison eine Auszeit zu nehmen. Schon vom 20. März an bleibt das legendäre Haus für drei Wochen geschlossen, eine zweite, noch etwas längere Schließung ist für Juni/Juli vorgesehen.  Beträchtlich Bewegung im Betrieb. Nicht nur zum Guten, aber doch immer wieder mit eindeutig positiven Signalen in Richtung Erhalt, Förderung, Neubeginn. Über vier Millionen Besucher zieht die Oper pro Jahr allein in Deutschland an, Operette und Musical nicht eingerechnet. Das Interesse ist groß, jüngste Besucherstatistiken suggerieren sogar noch einmal steigende Tendenz, was sich auch im immer noch wachsenden Bereich der Kino-Übertragungen fortsetzt. Wird es angesichts dieser enormen Breitenwirkung nicht auch Zeit für ein Umdenken bei den Öffentlich-Rechtlichen, endlich mehr Farbe zu bekennen als auf ihrem Feigenblatt der Spartensender? Oper, Theater, klassische Konzerte gehören, zumal wenn sie aus den renommierten, hochkarätige Kunst versprechenden Musentempeln kommen, ins Hauptprogramm der großen Sender!

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INTERVIEWS

Das Interview: CORNELIUS MEISTER – Überflieger ohne Eile

Autor: Thomas Baltensweiler – Ausgabe 03/2012

Große Häuser, wichtige Debüts. Bestandsaufnahme einer jungen, steilen Karriere.

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Im Gespräch: OTTO SCHENK – Ich wäre gern Dirigent geworden!

Autor: Karin Wolfsbauer – Ausgabe 03/2012

Mit 81 Jahren ist Otto Schenk nicht zu bremsen. Fast täglich steht er auf der Bühne und frischt nebenbei seine berühmt gewordenen Regiearbeiten auf.

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Das Porträt: MICHAEL SPYRES – Der echte Klang

Autor: Gabriele Helbig – Ausgabe 03/2012

Von der Notwendigkeit, Sänger zu werden und die eigene Stimme zu finden.

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Vorgestellt: CHRISTOPH HAGEL – Großes Thema

Autor: Yeri Han – Ausgabe 03/2012

Christoph Hagel trägt Oper in die Stadt – und ist dabei inzwischen Dirigent und Regisseur in Personalunion.

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AUFFÜHRUNGEN

HAMBURG Lear

15. Januar · Autor: Y. Han · Ausgabe 03/2012

Vierunddreißig Jahre nach der Uraufführung in München feierte Aribert Reimanns »Lear« nun endlich auch in Hamburg Premiere. Der Komponist wurde am Ende des Premierenabends auf offener Bühne begeistert gefeiert.

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MÜNCHEN Das Rheingold

4. Februar · Nationaltheater · Autor: J.-M. Wienecke · Ausgabe 03/2012

Verblüffend unspektakulär und schlicht gelang der Einstieg in Münchens heiß ersehnten neuen »Ring des Nibelungen«.

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MÜNCHEN Don Carlo

26. Januar · Nationaltheater · Autor: J.-M. Wienecke · Ausgabe 03/2012

Überzeugender kann Repertoirepflege nicht sein: In hochkarätig besetzten »Don Carlo«-Vorstellungen rissen u.a. Anja Harteros und Jonas Kaufmann das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin.

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NEW YORK Götterdämmerung

27. Januar · Metropolitan Opera · Autor: F. Plotkin · Ausgabe 03/2012

»Ring«-Finale an der Met. Auch im letzten Teil der Tetralogie dominierte optisch „The Machine“, Deborah Voigt sang ihre erste »Götterdämmerung«-Brünnhilde.

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FRANKFURT Götterdämmerung

29. Januar · Autor: S. Barnstorf · Ausgabe 03/2012

Auch in der Bankenmetropole schloss sich der »Ring«. Eine in vier konzentrische Kreise und einen Kern aufgeteilte Scheibe ist die optische Klammer der Neuproduktion an der Oper Frankfurt.

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BERLIN Tancredi

22. Januar · Autor: U. Ehrensberger· Ausgabe 03/2012

Jubel im Haus an der Bismarckstraße vor allem für den Altmeister am Pult Alberto Zedda und für die schnell zum Publikumsliebling avancierte Patrizia Ciofi als hinreißende Amenaide.

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ERFURT Der Freischütz

15. Januar · Autor: S. Barnstorf · Ausgabe 03/2012

Wie weit darf ein Regisseur im Musiktheater gehen? Was ist erlaubt, was nicht? Diese Fragen drängten sich nach der Premiere der ersten Operninszenierung von Dominique Horwitz in Erfurt auf.

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GIESSEN Alessandro Stradella

28. Januar · Autor: L.-E. Gerth · Ausgabe 03/2012

Die jüngste Ausgrabung am Stadttheater Gießen galt einem Werk der deutschen Spieloper: »Alessandro Stradella« von Friedrich von Flotow, dessen 200. Geburtstages in diesem Jahr gedacht wird.

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MELDUNGEN / INFO

NAMEN UND DATEN

WOLFGANG RIHM feiert am 13. März seinen 60. Geburtstag. Grund genug für die Europäischen Kulturtage Karlsruhe, den 1952 in der badischen Metropole geborenen Komponisten ausgiebig zu feiern und mit diversen Veranstaltungen in den Mittelpunkt des in diesem Jahr unter dem Motto „Musik baut Europa“ stehenden Festivals zu stellen.

REPORT

Verzauberte Insel

Triumphaler Erfolg am Silvesterabend in New York. Mit dem Pasticcio »The Enchanted Island« gelang der Metropolitan Opera ein fulminanter Überraschungserfolg, zu dem eine ganze Schar prominenter Sänger entschieden beitrugen – allen voran Joyce DiDonato, Plácido Domingo und David Daniels.

FOKUS

Lyon: Puccini plus

Puccinis »Il Trittico« einmal anders: An der Opéra de Lyon konnte man im Rahmen eines Festivals die drei bekannten Einakter jeweils in ungewohnten Kombinationen erleben: »Il Tabarro« mit Schönbergs »Von heute auf morgen«, »Suor Angelica« mit Hindemiths »Sancta Susanna« und »Gianni Schicchi« mit Zemlinskys »Eine florentinische Tragödie«.

VORSCHAU

Zwischen Saison und Festival: Ausführliche Informationen über die Pläne großer Häuser in Übersee wie der San Francisco Opera und der Lyric Opera of Chicago sowie der Sommer-Festspiele u.a. in Zürich, Nürnberg, Aix-en-Provence. Auch das Ocean Sun Festival geht wieder auf große Fahrt, vokaler Stargast ist diesmal Marlis Petersen, die gleich mehrfach an Bord und an Land zu erleben sein wird und sich zudem auf ein persönliches Get Together mit einigen ihrer Mitreisenden freut – exklusiv reserviert für „Opernglas“-Leser, die an dieser Festspiel-Reise teilnehmen!
Informationen unter +49 (0)40 30014815.

DVDs

DVD-Boxen PLÁCIDO DOMINGO

ARTHAUS 107505 + 107511, je 4 DVDs · Autor: B. Kempen· Ausgabe 03/2012

Ehre wem Ehre gebührt: Gleich zwei Boxen mit je drei Opern zeigen Plácido Domingo in sechs von seinen über 130 Partien. Eine spannende Wiederbegegnung.

CDs

Auf großer Liederreise

Autor: B. Kempen, J. Gahre, A. Laska, M. Wilks · Ausgabe 03/2012

Von russischer Seele zu französischen Farben, von deutschen Klassikern zu englischen Raritäten. Diana Damrau, Natalie Dessay, Dmitri Hvorostovsky und viele weitere prominente Kollegen haben interessante Lied-Einspielungen vorgelegt.

Valer Barna-Sabadus HASSE RELOADED

OEHMS CLASSICS, 1CD · Autor: J. Gahre · Ausgabe 03/2012

Für den aus Rumänien stammenden, seit 1991 in Deutschland lebenden Countertenor Valer Barna-Sabadus bieten die Werke von Johann Adolph Hasse eine fantastische Möglichkeit, sein überragendes Können zu zeigen.