ePaper Ausgabe 11/2013

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Die Wiener Staatsoper präsentierte Nina Stemme und Jonas Kaufmann in Puccinis »Fanciulla del West«, die Berliner Staatsoper begeisterte mit einer zeitgemäßen Sicht auf Nikolai Rimsky-Korsakows »Zarenbraut«. Eindrucksvolle Neuproduktionen von zeitgenössischen Werken gab es bei der Ruhrtriennale und am Opernhaus Bonn. Am Theater Erfurt feierte man Verdi und gleichzeitig das „10-Jährige“ des eigenen Opernhauses bei einer Premiere von »Don Carlo«. Spannendes auch am drittgrößten Opernhaus Russlands in Perm – ein Reisebericht vom Fuße des Urals.

Die Interviewthemen: Jonas Kaufmann widmet sich nach Richard Wagner nun Giuseppe Verdi, dem zweiten großen Jubilar dieses Jahres, Regisseur Georg Schmiedleitner spricht über das Konzept seiner ersten »Ring«-Inszenierung und die Poesie des Schaurigen, die australische Mezzosopranistin Deborah Humble über die Schwierigkeiten von Oper in Australien und den Spagat zwischen Europa und einer Heimat am anderen Ende der Welt.

Nachfolgend erhalten Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste aller Inhalte finden Sie im Inhaltsverzeichnis.

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INHALTSVERZEICHNIS

Inhaltsverzeichnis

Ausgabe 11/2013

Das komplette Inhaltsverzeichnis mit allen Themen.

EDITORIAL
AUFFÜHRUNGEN
  • BERLIN Die Zarenbraut
  • WIEN La Fanciulla del West
  • ERFURT Don Carlo
  • DÜSSELDORF Luisa Miller
  • DORTMUND Der fliegende Holländer
  • BONN Written on Skin
  • DRESDEN King Arthur
  • GRAZ Lohengrin
  • BUDAPEST Falstaff
REPORT
  • LIÈGE / ESSEN
DAS INTERVIEW
  • JONAS KAUFMANN
IM GESPRÄCH
  • GEORG SCHMIEDLEITNER
VORGESTELLT
  • DEBORAH HUMBLE
FESTSPIELE
  • RUHRTRIENNALE Das Mädchen mit den Schwefelhölzern
  • BRUCKNERFEST LINZ Der Schatzgräber
  • MUSIKFEST BREMEN Fidelio
  • DONIZETTI FESTIVAL BERGAMO Maria de Rudenz
FOKUS
  • PERM – AM TOR ZU SIBIRIEN
NAMEN UND DATEN
NACHRUF
RUNDBLICK
  • TRIER Rigoletto
  • BREMEN Der fliegende Holländer
  • AACHEN Fidelio
  • KAISERSLAUTERN Regina
  • HANNOVER Un ballo in maschera
  • CHEMNITZ Le Grand Macabre
  • HOF Aida
  • LÜNEBURG Lucia di Lammermoor
  • GIESSEN Der fliegende Holländer
  • BASEL Tosca
  • KLAGENFURT Der Rosenkavalier
VORSCHAU
WEGWEISER
SPIELPLÄNE
TV TIPPS
RARITÄTEN
IMPRESSUM
BÜCHER
  • VERDI LITERARISCH
CD SPECIAL
  • BRITTEN 100
NEUE CDs
  • Daniel-François-Esprit Auber LA MUETTE DE PORTICI
  • Albert Lortzing REGINA
  • Georges Bizet LE DOCTEUR MIRACLE
  • Giuseppe Verdi MESSA DA REQUIEM
  • Andreas N. Tarkmann DIDOS GEHEIMNIS
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EDITORIAL

EDITORIAL

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 11/2013

Das hat es so noch nie gegeben. Zum ersten Mal widmet sich „Das Opernglas“ einem Künstler innerhalb eines Jahres zum zweiten Mal – erneut mit einer großen, exklusiven Titelstory. Jonas Kaufmann rechtfertigt diese ungewöhnliche Ehre derzeit in besonderem Maße, weiß er doch sowohl auf der Bühne als auch auf Tonträgern das Publikum zu begeistern in einem Repertoire, das eben nicht auf ein einzelnes Spezialgebiet festgelegt, sondern im Gegenteil mit den Groß-kalibern sowohl im deutschen als auch im italienischen und französischen Fach gut bestückt ist. Wer entsprechende Partien insbesondere in den Opern Verdis und Wagners zu besetzen hat, kommt an diesem Namen derzeit kaum vorbei. Sei es in Berlin und München, in London, Wien oder New York: Alle reißen sich um einen deutschen Startenor. Wann hat es das in dieser Form zuletzt gegeben?

Nachdem sich Kaufmann in der ersten Jahreshälfte vorwiegend mit -Richard -Wagner beschäftigt hatte, stehen nun seit einigen Monaten die Italiener im -Vordergrund, allen voran der zweite Jahresregent 2013: Giuseppe Verdi. Angesichts des im Sommer absolvierten Rollendebüts als Manrico, des noch ausstehenden Debüts als Alvaro in »La Forza del Destino« in diesem Dezember, der wiederholt erfolgreichen Don Carlos-Auftritte in London und Salzburg: Was liegt da näher, als nach dem Wagner-Fokus im März gleich noch einmal nachzufragen, diesmal zum italienischen Pendant, dem Meister aus Le Roncole?
Während sich das große, allgegenwärtige Jubeljahr so langsam dem Ende zuneigt und Sie auch in dieser Ausgabe noch einmal diverse Beiträge in Sachen Verdi, Wagner und Britten finden werden, ist es bemerkenswert, wie erfolgreich sich doch auch die Moderne, insbesondere auch die Zeitgenossen behaupten. Sowohl George Benjamin als auch Helmut Lachenmann durften sich beispielsweise gerade ganz unmittelbar vor Ort über die begeisterte Zustimmung eines Publikums freuen, das die Neuproduktionen ihrer Werke in Bonn und Bochum höchst aufmerksam und interessiert verfolgt hatte. Eine schönere Bestätigung für einen Komponisten kann es nicht geben. Ebenso kaum einen besseren Beweis für die Lebendigkeit der Gattung Musiktheater. Der Erfolg gibt den Veranstaltern recht, die sich um das so wichtige Nachspielen neuer Werke bemühen – und sich so um ein ganzes Genre verdient machen. Nachahmung wärmstens empfohlen!
Da behaupte noch einmal jemand, die Oper sei eine konservativ geprägte, angestaubte Kunst. Geradezu ansteckend wirken zuweilen Aufgeschlossenheit und Begeisterungsfähigkeit für Neues und Unbekanntes – Modernes wie Ausgegrabenes – seitens vieler Opernfans, die sich unvoreingenommen und neugierig auf musiktheatralische Begegnungen einlassen, auch wenn sie weit abseits des gängigen Repertoires liegen. Das ist nicht selbstverständlich. Ein Publikum will angesprochen und mitgenommen werden. Wenn selbst in Premieren Zuschauer ausbleiben, oder schon zur Pause gehen, ist dies nicht unbedingt allein ein Gradmesser für die tatsächliche Qualität des Gebotenen, sondern kann auch ein Signal dafür sein, dass in Vermittlung und Präsentation des „Produkts“ Opern-erlebnis ungenutzte Ressourcen ruhen. Hier sind Theaterleitung, Dramaturgie, Marketing ebenso gefragt wie die Besucher selbst: Sprechen also auch Sie, liebe Leser, über das Erlebte, tragen Sie Ihre Erfahrungen in die Stadt, überzeugen Sie Freunde und Kollegen, begeistern Sie Ihre Familie für all die spannenden Werke, die es in der Oper zu entdecken gilt – gerade eben auch abseits der Standards, die jeder kennt. Anregungen für sich und andere finden Sie auch in dieser Ausgabe, von Rimsky-Korsakows »Zarenbraut« über Albert Lortzings »Regina« bis zu den genannten Zeitgenossen.

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INTERVIEWS

Das Interview: JONAS KAUFMANN – Mein Verdi

Autor: Dr. Andreas Laska · Ausgabe 11/2013

Der Startenor legt nach: Waren die ersten Monate des Jahres vorwiegend Richard Wagner gewidmet, gilt Jonas Kaufmanns zweite große Hommage des Jubiläumsjahres dem italienischen Pendant, dem Meister aus Le Roncole.
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Im Gespräch: GEORG SCHMIEDLEITNER – Der erste »Ring«

Autor: Dr. Andreas Laska · Ausgabe 11/2013

Der gefragte Schauspielregisseur ist zunehmend im Opernbereich tätig. Ende November hat in Nürnberg seine Inszenierung von Wagners »Rheingold« Premiere.
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Vorgestellt: DEBORAH HUMBLE – Zwischen den Welten

Autor: Dr. Thomas Baltensweiler · Ausgabe 11/2013

Die australische Mezzosopranistin, bekannt aus dem Hamburger »Ring«, ist demnächst in Wagners Zyklus in Melbourne zu hören.
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AUFFÜHRUNGEN

BERLIN Die Zarenbraut

3. Oktober · Staatsoper im Schiller Theater · Autor: S. Martens · Ausgabe 11/2013

Selten dürfte eine moderne Regiearbeit in der letzten Zeit für einen solchen Jubel gesorgt haben. Daniel Barenboim am Pult wachte dabei zudem über ein hochklassiges Sängerensemble.
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WIEN La Fanciulla del West

5. Oktober · Staatsoper · Autor: Th. Rauchenwald · Ausgabe 11/2013

Mit einer Puccini-Premiere konnten sich in Wien Staatsoper und Staatsopernorchester unter Franz Welser-Möst endlich einmal wieder von ihrer besten Seite zeigen – denn auch die Sängersolisten waren diesmal unbestrittene Weltklasse.
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ERFURT Don Carlo

21. September ∙ Theater Erfurt · Autor: G. Helbig · Ausgabe 11/2013

Nicht nur den Geburtstag Giuseppe Verdis galt es zu feiern, sondern auch 10 Jahre Theater Erfurt – das jüngste Opernhaus Deutschlands. Regisseur und Bühnenbildner Stefano Poda gab mit dieser Saisoneröffnung zugleich sein Deutschlanddebüt.
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BONN Written on Skin

29. September · Theater Bonn · Autor: J. Gahre · Ausgabe 11/2013

Bernhard Helmich, der neue Generalintendant, begann seine erste Spielzeit mit einer veritablen Überraschung: Als erstes Haus bot die Oper Bonn eine eigene Inszenierung von George Benjamins 2012 in Aix uraufgeführter Oper »Written on Skin«, die damit den eindrucksvollen Siegeszug einer modernen Oper fortsetzte.
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RUHRTRIENNALE Das Mädchen mit den Schwefelhölzern

14. September · Jahrhunderthalle Bochum · Autor: A. Laska · Ausgabe 11/2013

Man kann es nicht anders sagen: Es war ein genialer Schachzug von Heiner Goebbels, dem Intendanten der Ruhrtriennale, Robert Wilson mit dieser Inszenierung zu betrauen: Hier der Meister der Abstraktion und Magier des Lichts, dort der Komponist Helmut Lachenmann, dem nichts ferner liegt, als sich an einer Handlung musikalisch entlangzuhangeln.
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BRUCKNERFEST LINZ Der Schatzgräber

12. September · Tabakfabrik · Autor: Th. Rauchenwald · Ausgabe 11/2013

Ein ungewöhnliches Projekt: Franz Schrekers Oper für großen Orchestersatz umgearbeitet zu einer Fassung für Kammerorchester. Die Aufführung fand im Rahmen einer Projektwoche „EntArteOpera“ statt.
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TRIER Rigoletto

27. September · Theater Trier · Autor: M. Fiedler · Ausgabe 11/2013

Zwischenzeitlich in der Existenz bedroht, nun aber offenbar mit finanziell gesicherter Zukunft: Das Theater Trier startete passend dazu mit einer Regiearbeit, die Verdis »Rigoletto« als ein Spiel um Macht und Geld in Szene setzte.
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BASEL Tosca

11. September · Theater Basel · Autor: Th. Baltensweiler · Ausgabe 11/2013

Basels vokales Traumpaar Svetlana Ignatovich und Maxim Aksenov stand auch in der neuen »Tosca« gemeinsam auf der Bühne.
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LÜNEBURG Lucia di Lammermoor

21. September · Theater Lüneburg · Autor: S. Matuschak · Ausgabe 11/2013

Mit einer hochbegaben jungen Koloratursopranistin im Ensemble wagte das Theater Lüneburg erstmals in seiner Geschichte eine Premiere von Donizettis »Lucia di Lammermoor«.
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MELDUNGEN / INFO

NAMEN UND DATEN

JOSEPH CALLEJA ist im November als Alfredo in »La Traviata« an der Lyric Opera of Chicago zu hören und wenig später als Rodolfo in »La Bohème« an der Met in New York. An der Bayerischen Staatsoper in München gastiert er im Februar in »Les Contes d’Hoffmann« und am Royal Opera House in London im April als Faust neben Anna Netrebko und Bryn Terfel. Detaillierte Termine und weitere Auftrittsdaten des Künstlers in „Namen und Daten“, ebenso Künstlernachrichten und ausführliche Terminkalender von Roberto Alagna, Vittorio Grigolo, Stephen Costello und vielen anderen.
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FOKUS

PERM: AM TOR ZU SIBIRIEN

Hat die Transsibirische Eisenbahn Perm passiert, beginnt schon bald Sibirien. Deshalb findet sich auch am östlichen Ausgang der Stadt ein monumentaler Obelisk mit dem Namen „Tor Sibiriens“. Hier steht, nach dem Mariinsky-Theater in St. Petersburg und dem Bolschoi in Moskau, das drittgrößte Haus für Musiktheater in Russland. Prominenter Gast: Regisseur Peter Sellars. Ein Premierenbesuch am Fuße des Urals.
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WEGWEISER

NACHWUCHS BEGEISTERT MIT MOZART

Die „Sommer Oper Bamberg“ zeigte auch in diesem Jahr auf eindrucksvolle Weise, was mit jungen Sängerinnen und Sängern innerhalb von nur wenigen Wochen erarbeitet werden kann. Die fünfzehn besten von 327 Bewerbern durften im Bamberger E.T.A. Hoffmann Theater in Mozarts »Don Giovanni« zeigen, was sie können.
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REPORT

STARBARITON ALS REGISSEUR

Nach erfolgreichen Jahrzehnten als gefeierter Bassbariton auf der Opernbühne führt Ruggero Raimondi mittlerweile auch Regie und hat nun mit Verdis Frühwerk »Attila« an der Opéra Royal in Liège seinen eigenen Beitrag zum Jubiläumsjahr vorgelegt.
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NACHRUF

PATRICE CHÉREAU, dessen Name als der eines ganz großen Opernregisseurs vor allem mit der Bayreuther-„Jahrhundert-»Ring«“-Inszenierung der Jahre 1976-80 verbunden bleibt, ist am 7. Oktober 2013 im Alter von 68 Jahren an den Folgen seiner schweren Krebserkrankung verstorben.
Aufgefallen waren sein Talent sowie sein besonderes Gespür für das Theater schon früh in seiner Jugend: Mit bereits 15 Jahren brachten ihm Arbeiten am Gymnasium den Ruf eines Wunderkindes ein. Im Alter von 19 Jahren begann er an professionellen Bühnen zu inszenieren, wurde gerade einmal 22-jährig Direktor eines Theaters in einem Vorort von Paris und lernte kurz darauf den italienischen Regisseur Giorgio Strehler kennen – mit dem ihn später eine enge Freundschaft verband – sowie den Maler und Architekten Richard Perduzzi, der fortan die Bühnenbilder für Chéreau entwerfen sollte. Geboren worden war der Film-, Theater- und Opernregisseur am 2. November 1944 im französischen Lézigné als Kind eines Künstlerehepaars. Schon früh begann er sich für das Musiktheater zu interessieren. Doch bevor er mit seiner schonungslosen »Ring«-Deutung bei den Bayreuther Festspielen im Jahr 1976 eine der größten Kontroversen in der Geschichte der Opernregie ausgelöst hatte, waren es lediglich zwei Opern gewesen, die Chéreau zuvor in Szene gesetzt hatte. Lautstarke Proteste und die Forderung nach Absetzung begleiteten die Produktion seinerzeit. Aber als sich der Vorhang zum letzten Mal nach dem dritten Akt der »Götterdämmerung« im Festspielsommer 1980 gesenkt hatte, wollte der rekordverdächtige Jubel eineinhalb Stunden lang kein Ende nehmen. Sängernamen wir Gwyneth Jones als Brünnhilde, Peter Hofmann als Siegmund und vor allem Donald McIntyre als Wotan bleiben untrennbar mit den Aufführungen verbunden. Die Produktion ist auf DVD und CD dokumentiert. Der Regisseur galt stets als höflicher und eloquenter Mann. Voller Energie, Geist und Witz hatte er sich zeitlebens dem modernen und politischen Regietheater verpflichtet gefühlt. Nach dem Bayreuther »Ring«, der schlagartig den internationalen Durchbruch für den zum damaligen Zeitpunkt gerade einmal 31-jährigen Künstler bedeutet hatte, waren es in den folgenden Jahren vor allem seine Inszenierung der Uraufführung der dreiaktigen »Lulu« in Paris, mit deren Vervollständigung gegen die heftigen Widerstände von Alban Bergs Witwe Helene durch den heute 87-jährigen Komponisten Friedrich Cerha Rolf Liebermann seine Pariser Operndirektion gekrönt hatte, oder auch eine »Don Giovanni«-Produktion bei den Salzburger Festspielen von 1994 und erst im Sommer dieses Jahres die »Elektra« beim Festival von Aix-en-Provence, wo als Referenz an ihn mit dem 78-jährigen Donald McIntyre und dem 89-jährigen Franz Mazura, Gunther in Bayreuth, noch einmal Sänger des Bayreuther »Rings« auf Chéreaus Opernbühne standen (OG 9/2013). In der Mitte der 1990er-Jahre und Anfang des neuen Jahrtausends erhielten seine Kinoerfolge wie „Die Bartholomäusnacht“ und „Intimacy“ begeistertes Lob und zahlreiche Filmpreise. Auch Hollywood zeigte Interesse an dem Franzosen, dieser jedoch lehnte dankend ab. Gerade einmal elf Opern hat Chéreau im Laufe seiner Karriere inszeniert und damit Interpretationsgeschichte geschrieben. Er war aber Zeit seines Lebens auf der Suche nach neuen Herausforderungen.
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BÜCHER

BÜCHER

VERDI LITERARISCH

So groß die Flut der Bücher über Richard Wagner und sein Werk in Deutschland ist, so überschaubar bleibt der Markt mit Titeln zum Leben und Schaffen Giuseppe Verdis. Lektüre kompakt zum Jubeljahr.
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CDs

CD SPECIAL

BENJAMIN BRITTEN

Die Idee, ein Requiem zu komponieren, war in dem überzeugten Pazifisten Benjamin Britten bereits 1945 nach dem Angriff auf Hiroshima erwacht. Der Komponist kam jedoch nie darüber hinaus, bis ihn das Arts Committee von Coventry bat, ein abendfüllendes Chorwerk für die Einweihung der von den Deutschen 1940 zerstörten und wiederaufgebauten Kathedrale von Coventry zu komponieren. Neben der klanglich überarbeiteten Ersteinspielung von 1963 unter der Leitung des Komponisten sind zwei aktuelle Neueinspielungen auf dem Markt: Von den Salzburger Festspielen 2013 mit Anna Netrebko und Antonio Pappano sowie eine Aufnahme des Bayerischen Rundfunks unter Mariss Jansons.
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CD-NEWS

Daniel-Francois-Esprit Auber LA MUETTE DE PORTICI

CPO 777694-2, 2CDs ∙ Autor: M. Lehnert ∙ Ausgabe 11/2013

Aubers »Stumme von Portici« gilt als die erste „Grand Opera“ überhaupt und hat somit eine vollkommen neue Gattung begründet. Die vorliegende Neuaufnahme entstand in Zusammenhang mit einer Dessauer Produktion aus dem Jahr 2011.
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