ePAPER Ausgabe 09/2012

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Bei den Bayreuther Festspielen gab es einen neuen »Holländer«, bei den Münchner Festspielen ein unerwartetes »Ring«-Finale. Die Salzburger Festspiele zeigten »Ariadne auf Naxos« mit Jonas Kaufmann als Bacchus und Elena Mosuc als Zerbinetta sowie Puccinis »La Bohème« mit Anna Netrebko. In Mörbisch ging mit der »Fledermaus« die Ära von Harald Serafin triumphal zu Ende und als Abschluss der Opernsaison konnte man in London Berlioz’ monumentale »Les Troyens« erleben.

Als neuer Tenorstar und Held des Abends entpuppte sich dabei in der extrem schwierigen Rolle des Aeneas der Tenor Bryan Hymel. Ein großes Interview stellt den sympathischen jungen Sänger vor. Von ihren Erfahrungen bei der Ausbildung des Sängernachwuchses erzählt Edda Moser, seine Vorstellungen als neuer Intendant der Ruhrtriennale erläutert der Komponist und Theatermacher Heiner Goebbels, während Benedikt Stampa als Intendant des Konzerthauses Dormund über eine 10-jährige Erfolgsgeschichte seines Konzerthauses berichten kann. Darüber hinaus Interviews mit der Regisseurin Elisabeth Stöppler, die im September an der Dresdner Semperoper eine szenisch spektakuläre Inszenierung von Hans Werner Henzes »Wir erreichen den Fluss« realisiert und als Blick hinter die Kulissen mit Aufnahmeleiter Christoph Franke über die Studioproduktion der »Carmen« mit den Berliner Philharmonikern.

Nachfolgend erhalten Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste aller Inhalte finden Sie im Inhaltsverzeichnis. Sie möchten weiterlesen? Das komplette Magazin steht Ihnen sowohl als Print-Ausgabe als auch als PDF-Version zum Download zur Verfügung. Bei Interesse an einzelnen Artikeln finden Sie diese auch als reine Textdatei im Text-Archiv.

INHALTSVERZEICHNIS

Inhaltsverzeichnis

Ausgabe 09/2012

Das komplette Inhaltsverzeichnis mit allen Themen

EDITORIAL
FESTSPIELE
  • BAYREUTHER FESTSPIELE
  • Der fliegende Holländer
  • Die Meistersinger von Nürnberg für Kinder
  • SALZBURGER FESTSPIELE
  • Ariadne auf Naxos (Haus für Mozart)
  • Il re pastore (Haus für Mozart)
  • La Bohème (Großes Festspielhaus)
  • MÜNCHNER OPERNFESTSPIELE
  • Götterdämmerung (Nationaltheater)
  • SEEFESTSPIELE MÖRBISCH
  • Die Fledermaus
  • INTERNATIONALE GLUCK-OPERN-FESTSPIELE
  • La Toison d’Or (Opernhaus Nürnberg)
  • FESTIVAL AIX-EN-PROVENCE
  • Le nozze di Figaro (Théâtre de l’Archevêché)
  • Written on Skin (Grand Théâtre de Provence)
  • DAS INTERVIEW
  • BRYAN HYMEL
  • IM GESPRÄCH
  • EDDA MOSER
  • DAS PORTRÄT
  • HEINER GOEBBELS
  • SAISON-FINALE
  • LONDON Les Troyens (Royal Opera House)
  • WIEN Les Contes d’Hoffmann (Theater an der Wien)
  • MÜNCHEN La Straniera (Philharmonie)
  • BADEN-BADEN Così fan tutte
  • MÜNSTER Oberon
  • ESSEN Ein Sommernachtstraum: „Blicke nicht zurück“
  • (Philharmonie/Stadtgarten)
  • BRÜSSEL Il Trovatore
  • SEVILLA Madama Butterfly (Teatro de la Maestranza)
  • BRESLAU Un ballo in maschera (Olympiastadion)
  • NAMEN UND DATEN
    IM BLICKPUNKT
  • BENEDIKT STAMPA
  • VORGESTELLT
  • ELISABETH STÖPPLER
  • REPORT
  • MÜNCHEN / ZÜRICH / ERFURT /
  • LOSHEIM / LYON / LUXEMBURG /
  • KLOSTERNEUBURG / SEENGEN
  • NACHRUF
    FESTSPIEL-RUNDBLICK
  • OPERNFESTSPIELE HEIDENHEIM Carmen
  • SANKT GALLER FESTSPIELE La damnation de Faust
  • SOLOTHURN CLASSICS Il Trovatore
  • TIROLER FESTSPIELE ERL Lohengrin
  • CARL-ORFF-FESTSPIELE ANDECHS Die Bernauerin (Florian-Stadl)
  • THÜRINGER SCHLOSSFESTSPIELE SONDERSHAUSEN
  • Die Entführung aus dem Serail
  • KAMMEROPER SCHLOSS RHEINSBERG Kronprinz Friedrich
  • MUSIKFESTSPIELE POTSDAM SANSSOUCI Piramo e Tisbe
  • KLANGVOKAL MUSIK-FESTIVAL DORTMUND
  • Juditha triumphans (St. Reinoldikirche)
  • ROSSINI IN WILDBAD Adina / Semiramide / I briganti
  • VORSCHAU
    SPIELPLÄNE
    RARITÄTEN
    IMPRESSUM
    TV-TIPPS
    HINTERGRUND
  • CHRISTOPH FRANKE
  • CD-NEWS
  • SIMONE KERMES
  • NEUE CDs
  • Elina Garanča ROMANTIQUE
  • Joseph Calleja BE MY LOVE - A TRIBUTE TO MARIO LANZA
  • James Rutherford MOST GRAND TO DIE
  • Martina Arroyo LIEDERABEND 1968
  • Richard Strauss ELEKTRA
  • Giuseppe Verdi GIOVANNA D’ARCO
  • Carl Maria von Weber DER FREISCHÜTZ
  • Weiter

    EDITORIAL

    Editorial

    Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 09/2012

    Ein sportiver Sommer mit Fußball-Europameisterschaft und Olympischen Spielen liegt hinter uns, mittendrin die Höhepunkte der Hochkultur zwischen Bayreuth und Salzburg. Aber sowohl die großen Prestige-Festspiele als auch viele kleinere Veranstalter mussten sich in diesem medial hochgefahrenen Trubel um Torjubel und Medaillenkampf keineswegs verstecken und konnten die so ungleich breitenwirksamere Konkurrenz gut parieren.

    Die aufregende Mischung inklusive Startheater, Seebühnenflair und Scheunencharme ist in den vielen ausführlichen Festspielberichten dieser Ausgabe wunderbar nachzuerleben.

    Talent, eine langjährige Ausbildung und konstantes, nicht nachlassend intensives Training als Grundlagen; und dann auf den Punkt fit sein, Höchstleistungen zeigen und die ganz großen Emotionen wecken. Es lassen sich leicht Gemeinsamkeiten finden zwischen Hochleistungssport und der hohen Kunst des Operngesangs. Auch das Thema Fordern und Fördern ist beiden Bereichen gemeinsam. Was nützt die vielversprechendste Begabung, wenn sie nicht erkannt und geformt wird? Da spielen Erfahrung und Wissen von Lehrern, Professoren, Beratern eine ganz entscheidende Rolle.

    Aber auch Ehrlichkeit und der Mut zum offenen Wort sind wichtig. Edda Moser lebt diese Erkenntnis seit Jahren sehr ertragreich. Die Sopranistin hat sich nach dem Ende ihrer aktiven Karriere mit Hingabe dem Sängernachwuchs verpflichtet, und ich freue mich sehr, dass wir die Künstlerin trotz gut gefüllten Kalenders für ein ausführliches Gespräch gewinnen konnten – ebenso wie Titelkünstler Bryan Hymel, der sich eben Dank fundierter Ausbildung, überlegter Karriereplanung und professioneller Behandlung seitens seiner künstlerischen Partner ganz selbstbewusst den höchsten Herausforderungen stellen kann: Aeneas, Arnold, Robert der Teufel sind die klangvollen Rollennamen in seiner Paradedisziplin. Eine Ausnahmeerscheinung in diesem heute so schwer zu besetzenden Fach.

    Talentförderung heißt immer auch gute, breit angelegte Basisarbeit zu gewährleisten. Ohne Breitensport kein Medaillensegen, ohne Haus- und Schulmusik, ohne die vielen Jugendorchester und -chöre kein Heranreifen von Künstlertalenten, die das Zeug zu großen, internationalen Karrieren haben. Dieser Sinn für Grundlagenförderung ist wesentlich, muss aber auch einhergehen mit der Bereitschaft, Aus- und Weiterbildung auf höchstem Niveau sicherzustellen. Eine Investition in die Zukunft: Das herausragende Abschneiden der britischen Olympioniken hatte ja nur zu einem gewissen Teil mit Heimvorteil zu tun, sondern fußte auf frühzeitigem, langjährigem und zielgerichtetem Engagement des Staates in Milliardenhöhe. Nachhaltigkeit ist das Zauberwort.

    Von den astronomisch hohen Summen, die in besonders lukrativen Sportarten zuweilen gezahlt werden, dürfen die Kulturschaffenden freilich nur träumen. Dennoch braucht sich Deutschland derzeit im Opernbereich nicht zu verstecken. Allein das Sopranfach ist gut bestückt: Anja Harteros, Diana Damrau, Marlis Petersen, um nur einige zu nennen, sind auf den großen Bühnen zu Hause; und aus aller Welt kommen junge Sängerinnen und Sänger zu uns auf der Suche nach einer qualitätsvollen Ausbildung und um – in ihrer Bedeutung nicht zu unterschätzen – im vielstädtischen Ensembletheater wichtige Erfahrungen zu sammeln. Gerade dies ist ein Kapital, dessen wir uns immer bewusst sein sollten.

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    INTERVIEWS

    Das Interview: BRYAN HYMEL - Der Trojaner aus New Orleans

    Autor: Marc Fiedler · Ausgabe 09/2012

    Mit gigantischen Partien und unbequemen Höhenlagen hat Bryan Hymel Karriere gemacht. Im Sommer wurde er als Aeneas an Londons Royal Opera House gefeiert, wohin er Ende des Jahres mit Meyerbeers »Robert der Teufel« zurückkehren wird.

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    Im Gespräch: EDDA MOSER – Immer eine Suchende

    Autor: Dr. Andreas Laska · Ausgabe 09/2012

    Mit ansteckender Begeisterung und entwaffnender Offenheit widmet sich die beliebte Künstlerin heute der Ausbildung und Förderung junger Sänger.

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    Das Porträt: HEINER GOEBBELS – Singuläre Erfahrungen

    Autor: Guido Rademachers · Ausgabe 09/2012

    Die Ruhrtriennale hat einen neuen Intendanten, den Komponisten und Theatermacher Heiner Goebbels. Ein Gespräch über An- und Absichten.

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    Im Blickpunkt: BENEDIKT STAMPA - Erfolgsgeschichte

    Autor: Brigitte Kempen · Ausgabe 09/2012

    Das Konzerthaus Dortmund feiert 10-jähriges Jubiläum. Ein Gespräch mit Intendant Benedikt Stampa über Erfolg, Struktur und Strategie.

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    Vorgestellt: ELISABETH STÖPPLER – Wirklichkeit und Politik

    Autor: Dr. Thomas Baltensweiler · Ausgabe 09/2012

    Die junge Regisseurin inszeniert an der Sächsischen Staatsoper in Dresden bereits zum zweiten Mal eine Oper von Hans Werner Henze – mit einer aufwendigen Konstruktion mitten durch den Saal der Semperoper.

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    Hintergrund: CHRISTOPH FRANKE – 50 Spuren für Carmen

    Autor: Ursula Ehrensberger · Ausgabe 09/2012

    Eine Operngesamtaufnahme auf CD, im Studio produziert, ist eine Seltenheit geworden. Ein Gespräch mit dem für das einzigartige Klangerlebnis verantwortlichen Aufnahmeleiter der neuen »Carmen« bei EMI.

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    AUFFÜHRUNGEN

    BAYREUTHER FESTSPIELE Der fliegende Holländer

    25. Juli · Festspielhaus · Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 09/2012

    Es gibt sie noch, die großen magischen Momente der Oper. Im Festspielsommer 2012 war es das zentrale Duett zwischen Senta und Holländer, in dem sich alle Emotionen auf der Bühne, im Graben und im Zuschauerraum bündeln sollte.

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    SALZBURGER FESTSPIELE Ariadne auf Naxos

    29. Juli · Haus für Mozart · Autor: M. Wilks · Ausgabe 09/2012

    Nach einigen Absagen war Jonas Kaufmann wieder da und meisterte die gefürchtete Rolle des Bacchus.

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    SALZBURGER FESTSPIELE La Bohème

    1. August · Großes Festspielhaus · Autor: M. Wilks · Ausgabe 09/2012

    Wie bei den zeitgleich stattfindenden Olympischen Spielen lastete auf den Protagonisten dieses vermeintlichen Spielzeithöhepunktes ein gewaltiger Druck. Es gab souveräne Goldmedaillen, wenn auch keinen „sängerolympischen Rekord.“

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    MÜNCHNER OPERNFESTSPIELE Götterdämmerung

    30. Juni · Nationaltheater · Autor: J.-M. Wienecke · Ausgabe 09/2012

    Welch eine Wendung! Mit einem unerwarteten Kurswechsel steuerte Andreas Kriegenburg seinen Münchner „Menschen-»Ring«“ in ein fulminantes Finale.

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    SEEFESTSPIELE MÖRBISCH Die Fledermaus

    12. Juli · Seebühne · Autor: W. Kutzschbach · Ausgabe 09/2012

    Wahrscheinlich war es die beste Produktion der nun nach zwanzig Jahren zu Ende gehenden Intendanz Harald Serafins, der nicht nur in seiner gewohnt launigen Begrüßungsansprache wieder ganz in seinem Element war.

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    INTERNATIONALE GLUCK-OPERN-FESTSPIELE La Toison d’Or

    26. Juli · Opernhaus Nürnberg · Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 09/2012

    Mit der konzertanten Darbietung seines 1786 in Paris uraufgeführten Opernerstlings kehrte der 1756 in Nürnberg geborene Komponist Johann Christoph Vogel in seine Heimatstadt zurück und wurde zum Hauptereignis der diesjährigen Gluck-Festspiele.

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    LONDON Les Troyens

    25. Juni · Royal Opera House · Autor: M. Lehnert · Ausgabe 09/2012

    Eine Realisierung von Berlioz’ fünfaktiger Oper ist für jedes Opernhaus eine große Herausforderung. Am Royal Opera House schien jede Bild-Nuance der Musik abgelauscht und verlieh der Aufführung eine ganz eigene entrückte Aura.

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    MÜNCHEN La Straniera

    5. Juli · Philharmonie · Autor: J.-M. Wienecke · Ausgabe 09/2012

    Wer die filigrane Kunst Edita Gruberovas auch im mittlerweile fortgeschrittenen Karriere-Stadium zu schätzen weiß, kam bei deren konzertantem Rollendebüt einmal mehr auf seine Kosten.

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    SANKT GALLER FESTSPIELE La damnation de Faust

    4. Juli · Klosterhof · Autor: Th. Baltensweiler · Ausgabe 09/2012

    Das Berlioz-Werk entwickelt in Carlos Wagners Inszenierung stärkere Bühnenwirksamkeit als gemeinhin – und diesen Schub an Theatervitalität kann es ebenso vertragen wie eine großformatige Produktion auf einer Freilichtbühne.

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    KAMMEROPER SCHLOSS RHEINSBERG Kronprinz Friedrich

    20. Juli · Schlosstheater · Autor: J. Gahre · Ausgabe 09/2012

    Wo könnte der 300. Geburtstag von Friedrich dem Großen stilvoller gefeiert werden als im Schlosstheater Rheinsberg? Zum Auftakt des diesjährigen Festivals wurde Siegfried Matthus’ Oper in einer neuen, opulenteren Orchesterfassung aufgeführt.

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    MELDUNGEN / INFO

    NAMEN UND DATEN

    ROBERTO ALAGNA singt zur Saisoneröffnung am 4., 7., 10. und 13. September an der Wiener Staatsoper viermal die Titelpartie in »Don Carlo« neben Simon Keenlyside als Posa und Krassimira Stoyanova als Elisabetta. Im kommenden Jahr wird er in Wien als Gustavo in »Un ballo in maschera«, Werther, Don José und Cavaradossi zu Gast sein. In Marseille ist er für den 12. und 15. Juli 2013 als Aeneas in »Les Troyens« angekündigt und im Pariser Salle Pleyel als Nadir in den »Perlenfischern«.

    REPORT

    LA BOHÈME

    Pucciniglück bei den Münchner Opernfestspielen: Mehr als 40 Jahre alt ist die »Bohème«-Inszenierung von Otto Schenk und erwacht doch problemlos zu neuem Leben wenn zwei Sängerpersönlichkeiten wie Angela Gheorghiu und Joseph Calleja in neuen Kostümen und glänzender Abendform auf der Bühne stehen. Es herrschte nicht nur stimmliche, sondern auch darstellerische Harmonie.

    NACHRUF

    EVELYN LEAR

    Die am 8.1.1926 in Brooklyn geborene Sopranistin russisch-jüdischer Herkunft hatte sich zunächst auf dem Klavier und dem Horn ausbilden lassen, ehe sie mit 17 Jahren ihrer Leidenschaft nachkommend ein Gesangsstudium an der New Yorker Universität begann. Es folgten weitere Studien am Hunter College und an der Juilliard School of Music in New York. Dort lernte Lear ihren zweiten Ehemann, den Bariton Thomas Stewart, kennen. Gemeinsam gingen sie nach Deutschland, wo sich Lear an der Berliner Musikhochschule weiter ausbilden ließ. 1959 erfolgte ihr Debüt als Komponist in »Ariadne auf Naxos« an der Städtischen Oper Berlin, heute Deutsche Oper, dessen Ensemble sie bis 1964 angehörte. Einen persönlichen Erfolg ersang sich Lear 1963 bei den Wiener Festwochen als Lulu, die fortan als ihre Paraderolle gelten sollte und auch unter der Leitung von Karl Böhm bei „Deutsche Grammophon“ erschienen ist. Rasch folgten Gastspiele an den Opernhäusern in Wien, München, London, Hamburg und bei den Salzburger Festspielen. 1967 trat sie in das Ensemble der Metropolitan Opera in New York ein, deren Mitglied sie für fast 20 Jahre bleiben sollte. Ihre Bühnenlaufbahn beendete Lear 1985 als Marschallin im »Rosenkavalier« an der Met. Neben Ihrer Gesangskarriere setzten sich die Sopranistin und ihr Mann mit dem „Emerging Singers Program“ für den Sängernachwuchs ein. Evelyn Lear ist am 1. Juli 2012 im Alter von 86 Jahren verstorben.

    CDs

    Elina Garanča ROMANTIQUE

    DG 0028947900719, 1 CD ∙ Autor: S. Martens ∙ Ausgabe 09/2012

    Ein halbes Jahr lang hatte sie eine Babypause eingelegt. Nun ist Elina Garanča wieder zurück auf der Bühne und stellt gleichzeitig ihr viertes Soloalbum mit Arien und Szenen um Liebe und Verzweiflung vor.

    Joseph Calleja BE MY LOVE – A TRIBUTE TO MARIO LANZA

    DECCA 478 3531 , 1 CD ∙ Autor: Y. Han ∙ Ausgabe 09/2012

    Dem legendären Mario Lanza verdankt Joseph Calleja seine Leidenschaft für die Oper. Nun zollt er ihm mit einem Streifzug durch dessen künstlerisches Schaffen Tribut. Eine bunte Hommage, in der sich Canzoni an klassische Opernarien und unvergängliche Songs aus Lanzas Filmen reihen.

    CD-NEWS

    Simone Kermes DRAMMA

    SONY 88691963952, 1 CD Autor: J. Gahre/ Y. Han · Ausgabe 09/2012

    In Bad Kissingen beim „Kissinger Sommer“ und in Weimar beim „Lyrischen Salon“ begeisterte Simone Kermes in diesem Sommer mit ihren Soloprogrammen. „Summertime“ aus »Porgy and Bess«, „Glitter and be Gay“ aus Bernsteins »Candide«, Barockes von Händel und Purcell – Stille im Wechsel mit furiosen Koloraturen. Ein Abwechslungsreichtum, der sich auch auf ihrer neuesten CD „Dramma“ mit hauptsächlich Weltersteinspielungen wiederfindet. Dass sie im Booklet als „verrückte Barock-Rockerin“ bezeichnet wird, sieht die Leipzigerin gelassen: „Ich bin eben crazy.“