ePAPER Ausgabe 05/2011

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Anna Netrebko debütierte in Wien als Anna Bolena, Diana Damrau und Juan Diego Flórez begeisterten in Rossinis »Le Comte Ory« an der Met in New York, während in Münchens »Capuleti« eine junge Einspringerin die Gunst der Stunde nutzte. In Berlin sorgte ein neuer »Tristan« für Tumulte, Erfurt präsentierte mit »Robin Hood« erneut eine spannende Ausgrabung und das Theater an der Wien Händels selten gespielte »Rodelinda«.

Dazu ausführliche Interviews mit José Cura, Amarilli Nizza, Joachim Arnold, sowie mit dem französisch-kanadischen Regie-Duo André Barbe und Renaud Doucet.

Nachfolgend erhalten Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste aller Inhalte finden Sie im Inhaltsverzeichnis.

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INHALTSVERZEICHNIS

Inhaltsverzeichnis

Ausgabe 05/2011

Das komplette Inhaltsverzeichnis mit allen Themen.

EDITORIAL
AUFFÜHRUNGEN
  • WIEN Anna Bolena (Staatsoper)
  • WIEN Rodelinda (Theater an der Wien)
  • BERLIN Tristan und Isolde (Deutsche Oper)
  • MÜNCHEN I Capuleti e i Montecchi (Nationaltheater)
  • HAMBURG Macbeth
  • DÜSSELDORF Billy Budd
  • MAINZ Tiefland
  • ZÜRICH Falstaff
  • MONTE-CARLO Rigoletto (Salle Garnier)
  • MOZART-FESTIVAL LYON Così fan tutte / Le Nozze di Figaro / Don Giovanni
  • NEW YORK Le Comte Ory (Metropolitan Opera)
DAS INTERVIEW
  • JOSÉ CURA
IM GESPRÄCH
  • AMARILLI NIZZA
DAS PORTRÄT
  • ANDRÉ BARBE & RENAUD DOUCET
NAMEN UND DATEN
REPORT
  • NEW YORK / MEININGEN/EISENACH / RADEBEUL
RUNDBLICK
  • ERFURT Robin Hood
  • BRAUNSCHWEIG Isabeau
  • BERLIN Aeneas in Carthago (Konzerthaus)
  • HEIDELBERG Otello
  • DORTMUND Lucia di Lammermoor
  • PLAUEN Gustavo III.
  • MAGDEBURG Lucia di Lammermoor
  • MANNHEIM Lohengrin
  • AUGSBURG Tristan und Isolde
  • SOLOTHURN Macbeth
  • KIEL Rusalka
  • WUPPERTAL Arabella
  • ESSEN Ein Fest der Operette mit Jacques Offenbach (Philharmonie)
VORGESTELLT
  • JOACHIM ARNOLD
LESERBRIEFE
MELDUNGEN
VORSCHAU
SPIELPLÄNE
TV-TIPPS
RARITÄTEN
IMPRESSUM
DVDs
  • Richard Strauss SALOME
  • Vincenzo Bellini LA SONNAMBULA
  • Carl Orff OEDIPUS DER TYRANN
  • Carl Orff ANTIGONAE
  • Alfredo Kraus THE 1960 TOKYO RECITAL
  • ERÖFFNUNGSGALA DEUTSCHE OPER AM RHEIN
  • BAROCKSTAR GEORGE FRIDERIC HANDEL
CD-NEWS
  • Natalie Dessay CLEOPATRA
  • Camilla Nylund TRANSFIGURATION
  • Juliane Banse PER AMORE
  • Aleksandra Buczek PONIATOWSKI REDISCOVERED
  • Julia Lezhneva ROSSINI
CD-NEWS
  • VOLKSLIEDER
  • Der neue Trend - Stars animieren zum Mitmachen
NEUE COMPACT DISCS
  • Hermann Wolfgang von Waltershausen OBERST CHABERT
  • Giovanni Battista Pergolesi STABAT MATER – A TRIBUTE TO PERGOLESI
  • Erwin Schrott ROJOTANGO
  • Aribert Reimann MEDEA
  • Francesco Cilea ADRIANA LECOUVREUR
  • Kurt Schwaen LEONCE UND LENA
  • Amarilli Nizza / Roberto Frontali DUETTI VERDIANI
  • Jean-Baptiste Lully BELLÉROPHON
  • Georg Friedrich Händel ALESSANDRO SEVERO
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EDITORIAL

Editorial

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 05/2011

Kaum etwas ist für den Opernfreund neben dem eigentlichen Musik­genuss spannender als der erste Blick auf die kommende Spielzeit. Vorfreude ist programmiert, wenn die Opernhäuser ihre Saisonvorschauen herausbringen. Welche Stücke kommen in neuen Inszenierungen, was singen meine Lieblingssänger, wohin lohnt sich eine Reise? Wie sich in diesem Jahr quasi „par ordre de mufti“ fast alle Intendanten in nur einer einzigen Woche Mitte April zusammendrängelten, um zeitgleich mit ihren Plänen an die Öffentlichkeit zu gehen, entbehrte nicht einer gewissen Komik, fordert aber auch dazu heraus, die Dinge einmal vergleichend im Zusammenhang zu sehen.

Nicht jedes Haus kann gleichermaßen mit Highlights locken. Der eine oder andere Spielplan bleibt selbst auf den zweiten Blick enttäuschend und so mancher Opernfan wird sich fragen, woran das liegen mag. Keine Inspiration? Keine tragfähigen Konzepte? Mangelnde Kontakte – oder die falschen? Ob Intendanten, Operndirektoren, Chefdramaturgen, Künstlerische Betriebsbüros gemeinsam einen attraktiven Spielplan zusammenstellen können, ist jedenfalls nicht allein eine Frage der Finanzsituation des jeweiligen Hauses. Neben Organisations- und Verhandlungsgeschick ist Repertoirekenntnis und ein gutes Gespür für publikumswirksame Programmatik gefragt. Diese Kombination ist nicht jedem gegeben. Vor allen anderen Tugenden aber steht die Stimmkenntnis. Die lange Planungsphase bedingt zwar zuweilen eine fast hellseherische Gabe, die Entwicklung einer Sängerin hin zu einer Norma, Turandot oder Brünnhilde richtig einschätzen zu können, um dann zum passenden Zeitpunkt ein entsprechendes Angebot aus der Tasche zu ziehen. Ein gutes Gehör und sicheres Händchen in Sachen Sängerbesetzungen zeigt sich aber nicht allein in dem einen spektakulären Rollendebüt, sondern eben auch im großen Ganzen, in der Besetzung des Repertoires. Die Wiener Staatsoper ist da gerade ein gutes Beispiel, denn Dominique Meyer legt auch für seine zweite Saison einen Spielplan vor, der in vielen Positionen interessant und vielversprechend besetzt ist. Eine durchaus wichtige Profilierung, ist doch dem berühmten Haus am Ring mit dem Theater an der Wien ein ernst zu nehmender, attraktive Produktionen bündelnder Konkurrent erwachsen.

Regelrecht aus dem Vollen schöpft noch einmal Alexander Pereira in seiner letzten Saison an der Spitze des Zürcher Opernhauses, der in dreizehn (!) Opernpremieren, darunter gleich mehrere Großkaliber, auch besetzungstechnisch noch einmal alle Register zieht, bevor er, hoffentlich mit ähnlich freier Hand, zu den Salzburger Festspielen wechselt. Wenn man einem Theater von vergleichsweise deutlich bescheidenerer finanzieller Ausstattung wie dem Opernhaus Köln eine natürlich weniger prominente, aber doch ähnlich kompetente, abwechslungsreiche und stimmversierte Ausrichtung bescheinigen kann, ist es umso beschämender, dass derart erfolgreiche Arbeit, wie sie Uwe Eric Laufenberg seit zwei Spielzeiten hier leistet, von der kommunalen Politik permanent infrage gestellt wird.

Andere Neulinge haben es da nicht leichter, insbesondere, wenn sie nur interimistisch als kommissarischer Intendant walten wie Christoph Seuferle an der Deutschen Oper Berlin, wo zudem auch noch ein unglückliches Zeitmanagement in Sachen Obermaschinerie-Erneuerung abgefedert werden muss. Doch reicht dieser Umstand allein aus, einen so unentschieden und ein wenig zusammengeschustert wirkenden Spielplan für Deutschlands größtes Opernhaus zu gestalten? Auch in Dresden backt man vorerst kleinere Brötchen, zieht sich sogar fast ganz auf den durchaus löblichen Ensemblegedanken zurück. Kurzes Innehalten vor dem großen Auftritt von Staatskapellen-Chef in spe Christian Thielemann?

Aufmerksamkeit ist den Opernhäusern derzeit jedenfalls gewiss. Ob sie halten können, was sie versprechen? „Das Opernglas“ wird wie immer bei allen wichtigen Ereignissen dabei sein. Und auch wir haben für Sie, liebe Leser, Neues anzukündigen: Schauen Sie doch einmal auf unserer Website vorbei, dort erwartet Sie, falls Sie es nicht ohnehin schon entdeckt haben, eine Überraschung!

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INTERVIEWS

Das Interview: JOSÉ CURA - Facetten einer großen Karriere

Autor: Dr. Thomas Baltensweiler • Ausgabe 05/2011

Der berühmte Tenor führt inzwischen Regie und ist weiterhin auch als Dirigent aktiv. Ein Gespräch über Kunst und Marketing.

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Im Gespräch: AMARILLI NIZZA - Ein sehr trauriger Augenblick

Autor: Dr. Richard Erkens • Ausgabe 05/2011

Die Sopranistin gastierte während des verheerenden Erdbebens in Japan mit dem Maggio Musicale in Tokyo und gab dort unter Zubin Mehta ihr Rollendebüt als Leonora in »Die Macht des Schicksals«.

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Das Porträt: ANDRÉ BARBE & RENAUD DOUCET - Zwei starke Charaktere

Autor: Dr. Richard Erkens • Ausgabe 05/2011

Das erfolgreiche Duo inszeniert erstmals in Deutschland. Farbigkeit und Einfallsreichtum sind die Markenzeichen ihrer fantasievollen Bühnenkreationen.

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Vorgestellt: JOACHIM ARNOLD - Muttermilch und erlernte Liebe

Autor: Thomas Rauchenwald • Ausgabe 05/2011

Eigentlich ist er Musiker: Pianist und Dirigent. Dennoch spielt das Musikmanagement eine große Rolle in der Laufbahn von Joachim Arnold.

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AUFFÜHRUNGEN

WIEN Anna Bolena

2. April • Wiener Staatsoper • Autor: R. Tiedemann • Ausgabe 05/2011

Was für ein Triumph! Anna Netrebko ist es gelungen, quasi aus dem Stand heraus eine Interpretation der anspruchsvollen Titelpartie in Donizettis »Anna Bolena« hinzulegen, die schon jetzt ihresgleichen sucht.

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BERLIN Tristan und Isolde

13. März • Deutsche Oper Berlin • Autor: U. Ehrensberger • Ausgabe 05/2011

Eine bereits im ersten Aufzug beschämend schlichte Personenregie, viele Statisten und ein Sarg. Und die Liebe ist der Rauschgiftspritze zu verdanken. Immerhin in musikalischer Hinsicht gab es Höhepunkte, so den kraftvoll und unangestrengt klingenden Tristan von Peter Seiffert.

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MAINZ Tiefland

26. März • Staatstheater • Autor: S. Barnstorf • Ausgabe 05/2011

Im »Tiefland« wimmelt es von gruseligen Gestalten, Schicksalen hinter Clownsmasken, und Sebastiano ist ein Magier im Priestergewand. Auch wenn sich an Katharina Wagners Regiearbeiten die Geister schieden: Sie macht Oper erlebbar, reizt das Publikum zur Beschäftigung mit dem Sujet. Die auch musikalisch eindringliche Produktion erntete mehrheitlich begeisterten Applaus.

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NEW YORK Le Comte Ory

24. März • Metropolitan Opera • Autor: F. Plotkin • Ausgabe 05/2011

Amüsanter Höhepunkt der Inszenierung von Broadway-Spezialist Bartlett Sher: Eine Ménage à trois zwischen Gräfin Adèle, dem Grafen Ory und dessen Pagen - aber auch sängerisch vermochten die Stars Diana Damrau, Juan Diego Flórez und Joyce DiDonato zu begeistern, im Kino in einer späteren Aufführung auch hierzulande zu erleben in einer der beliebten Met-Übertragungen.

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ERFURT Robin Hood

20. März • Theater • Autor: R. Erkens • Ausgabe 05/2011

In Erfurt ist es mal wieder gelungen, Unbekanntes mit dem rechten Sinn für Unterhaltung auszugraben: Die romantische Oper »Robin Hood« von Albert Dietrich war operngeschichtlich nach der Frankfurter Uraufführung von 1879 zwar nicht zu Unrecht eine Marginalie geblieben, das bereits seit der Stummfilmzeit im Kino unvermindert beliebte Sujet verstand die Regie amüsant und zugkräftig zu nutzen.

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MANNHEIM Lohengrin

3. April • Nationaltheater • Autor: B. Kempen • Ausgabe 05/2011

Was wäre, wenn Elsa ihren Bruder Gottfried doch umgebracht hätte? Die Guten werden zu den Bösen und umgekehrt im Politthriller, zu dem Regisseur Tilman Knabe Richard Wagners »Lohengrin« umdeutet. Nach Zwischenrufen en masse begründet am Ende der Heerrufer eine neue Militärdiktatur und für die Regie mündete das Toben und Brüllen des Publikums in einem Sieg der Buhfraktion.

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MELDUNGEN / INFO

NAMEN UND DATEN

Rolando Villazón will zu den Pfingstfestspielen 2012 in Baden-Baden den »Liebestrank« inszenieren und selbst auch den Nemorino singen. An der Bayerischen Staatsoper in München steht er in einer Neuinszenierung von »Les Contes d’Hoffmann« als Hoffmann auf dem Besetzungsplan. Weitere Künstlertermine und Infos von Vittorio Grigolo, Angela Gheorghiu, Linda Watson, Ricarda Merbeth u.a.

REPORT

TENOR IM GLÜCK

Gerade noch rechtzeitig zum Vorstellungsbeginn schaffte es Juan Diego Flórez am 9. April in die Met zur weltweiten Live-Übertragung von »Le Comte Ory«. Eine Stunde vor Beginn der Aufführung hatte bei einer Wassergeburt in ihrem New Yorker Appartement Flórez’ hochschwangere Ehefrau Sohn Leandro zur Welt gebracht. Der Tenor hatte unbedingt dabei sein wollen und berichtete im Pausengespräch mit Moderatorin Renée Fleming sichtlich erschöpft von der zuvor durchwachten Nacht und dem bewegenden Erlebnis der Geburt.

MELDUNGEN

ZEIT ZU SCHADE FÜR BAYERUTH

Nur für eine Operninszenierung seien ihm eineinhalb Jahre Lebenszeit zu schade, zitierte „Die Welt“ Wim Wenders Anfang April. Wenders ist bereits der zweite Filmregisseur, der den »Ring des Nibelungen« bei den Bayreuther Festsspielen nicht inszeniert. Dem Vernehmen nach soll es vor allem Unstimmigkeiten gegeben haben über die Realisierung eines eigenen »Ring«-Filmes in 3D, den der Regisseur frühestens 2015 oder 2016 veröffentlichen wollte. Die Festspiele aber haben ein Interesse daran, bereits im Premierenjahr 2013, im Jahr der 200. Wiederkehr des Geburtstages von Richard Wagner, damit auch das alljährlich so erfolgreiche „Public Viewing“ zu bereichern. Die Festspiele hätten stattdessen Wenders Filmprojekt mit Millionen vorfinanzieren sollen.

DVDs

Richard Strauss SALOME

SONY 88697806639, 1 DVD • Autor : M. Wilks • Ausgabe 05/2011

Die Intensität und die Glaubwürdigkeit der Darstellung haben die Salome vielleicht zu einer der besten Leistungen in der Karriere von Karita Mattila überhaupt werden lassen. Entsprechend groß war der Jubel für sie an der Metropolitan Opera, wo auch eine DVD-Aufzeichnung entstanden ist. Allerdings kann man über Jürgen Flimms Inszenierung geteilter Meinung sein.

Carl Orff OEDIPUS DER TYRANN / ANTIGONAE

WERGO 08545, 1 DVD & WERGO 08555, 1 DVD • Autor: J. Gahre • Ausgabe 05/2011

Orffs skandiertes Sprechen auf manchmal nur einem Ton hat in den 1950er-Jahren noch schockiert. Heute hört man das mit ganz anderen Ohren. Sein »Oedipus« und seine »Antigonae« sind thematisch miteinander verknüpft und wurden vom Theater Darmstadt 2007 auch mehrmals hintereinander aufgeführt. Die Inszenierungen von John Dew verzichten dabei fast ganz auf Requisiten und sind mit ihren Lichteffekten perfekt abgestimmt auf die Schmucklosigkeit der Orff’schen Musik.

CDs

Hermann Wolfgang von Waltershausen OBERST CHABERT

CPO 777 619-2, 2 CDs • Autor: R. Erkens • Ausgabe 05/2011

Waltershausens Drama um einen tot geglaubten Kriegsheimkehrer ist ein äußerst geglücktes Stück – dramatisch wie musikalisch. An der Deutschen Oper Berlin war es im Rahmen des Raritäten-Panoramas, das Intendantin Kirsten Harms programmatisch geschickt entfaltet hatte, wiederentdeckt worden. Der Live-Mitschnitt mit Bo Skovhus in der Hauptrolle bietet eine Erinnerung an diesen spannenden Programmbogen wie auch an eine operngeschichtliche Epoche, die längst noch nicht alle ihre Geheimnisse preisgegeben hat.

Camilla Nylund TRANSFIGURATIONEN

ONDINE 1168-2, 1 CD • Autor: A. Laska • Ausgabe 05/2011

In diesem Sommer wird Camilla Nylund ihre »Tannhäuser«-Elisabeth, mit der sie bereits auf einer DVD aus Baden-Baden erfolgreich verewigt wurde, im Rahmen der diesjährigen Neuinszenierung bei den Bayreuther Festspielen vorstellen. Aufmerksamkeit verdient deshalb eine Porträt-CD, auf der sie neben den beiden großen Szenen der Elisabeth u.a. auch als Elsa, Sieglinde, Arabella und Salome kennenzulernen ist.

Erwin Schrott ROJOTANGO

SONY 88697727292, 1 CD • Autor: B. Kempen • Ausgabe 05/2011

Diese Reise mit Erwin Schrott in die Musiktraditionen Lateinamerikas, in die Welt von Tango und Samba, ist stimmungsvoll gelungen und gnadenlos mitreißend und Schrott kommt nicht nur als schnurrender Latin-Lover zur Geltung. Der Titelsong „Rojotango“ stammt von Pablo Ziegler, der mit seinem Instrumentalquartett großen Anteil an der stimmungsreichen Wirkung dieser Einspielung hat.

VOLKSLIEDER Vol. 1 & Vol. 2

CARUS 83.003 & 83.004, 2 CDs • Autor: K.G.v. Karais • Ausgabe 05/2011

Die Tradition des gemeinschaftlichen Singens ist verlorengegangen, auch deshalb, weil das Volkslied zum Teil immer noch ideologisch vermintes Gelände ist. Um diesem gesellschaftlichen Mangel abzuhelfen sind zahlreiche Künstler gagenfrei für ein Volkslieder-Projekt ins Studio gegangen. So trifft man beispielweise auf Jonas Kaufmann, in dem „Die Gedanken sind frei“, ein Kampflied aus der Zeit des Vormärzes, einen unerwartet idealen Interpreten findet.