Das Opernglas - Ausgabe 06/2014

Wagner-Neuproduktionen gleich in Serie: Die Wiener Staatsoper zeigte »Lohengrin« mit Klaus Florian Vogt und Camilla Nylund, der Maggio Musicale in Florenz »Tristan und Isolde« unter Zubin Mehta, die Berliner Staatsoper »Tannhäuser«, in Karlsruhe polarisierten die »Meistersinger«, in Genf schloss sich eindrucksvoll der neue »Ring«. Daneben gab es eine weitere Neuproduktion der immer populärer werdenden zeitgenössischen Oper »Written on Skin« von George Benjamin in Detmold, die selten gespielte Massenet-Oper »Don Quichotte« in Hagen sowie am Theater Dortmund den Versuch, mit Haydns »Jahreszeiten« ein Oratorium szenisch zu interpretieren und völlig frei neu zu hinterfragen.

Die Interviewthemen: Startenor Vittorio Grigolo über seine Vorliebe für das französische Opernrepertoire, die junge Sopranistin Sonya Yoncheva, die gleich an mehreren Opernhäusern die Marguerite im »Faust« von Anna Netrebko übernahm, ein Gespräch mit dem spanischen Tenor Giacomo Aragall anlässlich seines 75. Geburtstages und Heinz Weyringer, Initiator und treibende Kraft hinter dem Grazer Regiewettbewerb „Ring Award“.

Nachfolgend finden Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste aller Inhalte bietet das Inhaltsverzeichnis.

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INHALTSVERZEICHNIS

INHALTSVERZEICHNIS

Ausgabe: 6/2014

Das komplette Inhaltsverzeichnis mit allen Themen.
EDITORIAL
AUFFÜHRUNGEN
  • WIEN Lohengrin (Staatsoper)
    Madama Butterfly (Staatsoper)
  • BERLIN Tannhäuser (Staatsoper im Schiller Theater)
  • GENF Götterdämmerung
  • MONTE-CARLO Ernani
  • MAIFESTSPIELE WIESBADEN Elegie für junge Liebende
  • MAGGIO MUSICALE FIORENTINO Tristan und Isolde
  • STRASSBURG Le Roi Arthus
  • AMSTERDAM Arabella
  • KARLSRUHE Die Meistersinger von Nürnberg
DAS INTERVIEW
  • VITTORIO GRIGOLO
DAS PORTRÄT
  • SONYA YONCHEVA
JUBILAR
  • GIACOMO ARAGALL
NAMEN UND DATEN
MELDUNGEN
REPORT
  • BILBAO / BRESLAU / LEVERKUSEN
IM BLICKPUNKT
  • BRITTEN FESTIVAL LYON
VORGESTELLT
  • HEINZ WEYRINGER
RUNDBLICK
  • DETMOLD Written on Skin
  • GRAZ La Favorite
  • HAGEN Don Quichotte
  • HANNOVER A Midsummer Night’s Dream
  • GERA Peter Grimes
  • MEININGEN Der Rosenkavalier
  • SAARBRÜCKEN Macbeth
  • DORTMUND Die Jahreszeiten
  • WÜRZBURG Salome
  • NANTES Pelléas et Mélisande
  • KLAGENFURT Die Liebe zu den drei Orangen
VORSCHAU
SPIELPLÄNE
RARITÄTEN
TV-TIPPS
IMPRESSUM
SPECIAL
  • RICHARD STRAUSS 2014
    Hören, Sehen, Lesen – Neuerscheinungen zum Jubiläumsjahr
DVDs
  • Gioachino Rossini OTELLO
  • Gioachino Rossini LE COMTE ORY
NEUE CDs
  • Victorin Joncières DIMITRI
  • Christoph Willibald Gluck LA CLEMENZA DI TITO
  • Richard Wagner RIENZI
  • André Ernest-Modeste Grétry GUILLAUME TELL
  • Georg Friedrich Händel ORLANDO
CD-NEWS
  • Juan Diego Flórez L´AMOUR
  • Natalie Dessay RIO PARIS
  • Robin Johannsen IN DOLCE AMORE
  • Julian Prégardien AN DIE GELIEBTE
  • Daniel Behle DIE SCHÖNE MAGELONE
  • Pilar Lorengar BERLIN 1959 – 1962
  • Céline Scheen AURA SOAVE
  • Ian Bostridge SONGS BY SCHUBERT
  • René Kollo WIE EINST IM MAI
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EDITORIAL

EDITORIAL

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 6/2014

Däumchen drehen tut er nicht. Wer hätte auch angenommen, dass ein gefragter Tenor wie Vittorio Grigolo daheim im Müßiggang-Leerlauf herumsitzt? Die Anmerkung unseres Titelkünstlers im aktuellen Interview fällt in interessantem Zusammenhang:
Es geht um Motivation und Möglichkeiten, in Opern von Giacomo Meyerbeer aufzutreten. Und natürlich ist ein aufgeschlossener, engagierter Sänger immer interessiert an tollen, effektvollen Partien – auch und gerade wenn es um die Wiederbelebung von zu Unrecht vernachlässigten Werken geht. Davon gibt es im Œuvre des in Tasdorf bei Berlin geborenen Komponisten, der einst in Paris so unerhörte Erfolge feierte, ja einige. Im Mai 1864 war der unangefochtene Meister der Grand Opéra in der französischen Hauptstadt gestorben. 2014 ist daher – vielleicht hat es der eine oder andere Intendant einfach nicht rechtzeitig mitbekommen – auch ein Meyerbeer-Jahr.
Auf den Bühnen ist davon nicht viel zu spüren. Wo bleibt das ja auch inszenatorisch nicht uninteressante Wiedertäuferdrama »Le Prophète«? Oder der großartige »Robert le diable« mit dem berühmten Nonnenballett? Zum Glück hält wenigsten das Staatstheater Nürnberg im Juni die Fahne hoch mit einer Neuproduktion von Meyerbeers bekanntestem, und doch viel zu selten zu erlebendem Meisterwerk »Les Huguenots«. Die Deutsche Oper Berlin sticht schon positiv heraus, wenn sie für den Herbst an einem einzigen (!) Abend eine konzertante »Dinorah« programmiert. Die soll aber immerhin Auftakt sein für einen ganzen Meyerbeer-Zyklus. Ob man dagegen an der konkurrierenden Staatsoper Unter den Linden überhaupt weiß, dass der einstige Generalmusikdirektor der Königlichen Oper Berlin mit dem »Feldlager in Schlesien« eine eigene Oper für die Neueröffnung des Hauses nach dem Brand in den 1840er-Jahren geschrieben hatte? Hoffen wir, dass zumindest bis zur nächsten Wiedereröffnung – der Termin verzögert sich derzeit allerdings ins Ungewisse – noch jemand in das Archiv steigt. Ansonsten ist die Ausbeute mager. Ein ziemliches Armutszeugnis und auch für das Publikum eine schwer vermittelbare Leermenge, die auch als bewusste Negativ-Entscheidung verstanden werden kann. Wirken da etwa noch immer alte Ressentiments nach?
Das Ungleichgewicht fällt umso mehr ins Auge, als wir uns ansonsten in Sachen kreativer Repertoireerweiterung ja keineswegs beklagen können. Interessanterweise kommen aber zuweilen auch vermeintliche Selbstgänger nicht recht zum Zuge. Wenn die Opern Richard Wagners auch nach all den großen Feierlichkeiten im vergangenen Jahr weiterhin eine Hochsaison mit unzähligen spannenden Neuproduktionen erleben, möchte man meinen, dass dem weltweit kaum minder verehrten Richard Strauss in seinem Jubiläumsjahr ein ähnlich umfassendes Gedenken gebühren würde. Doch weit gefehlt! Von seinen Opern finden fast nur die immer gleichen Repertoireklassiker den Weg auf die Bühne. Eine umfangreiche, auch interpretatorisch vielschichtige Werkschau, wie es doch zumal an den großen deutschen Bühnen sehr naheliegend gewesen wäre, sieht anders aus. Ein Gedenkjahr wäre doch eigentlich gerade die Aufforderung zu einer Beschäftigung mit den vernachlässigten Meisterwerken. Vielleicht klappt es ja bei den weniger populären Komponisten besser; im kommenden Jahr könnte man beispielsweise an Carl August Nielsen denken und an Paul Dukas (beide 150. Geburtstag), vor allem aber an Karl Goldmark (100. Todestag) und seine so effektvollen, aber fast vollständig vergessenen Opern…
Die Bemerkung von Vittorio Grigolo bestätigt, was wir aus vielen Gesprächen wissen. Das Interesse ist bei praktisch allen Sängerinnen und Sängern vorhanden, ebenso bei den Dirigenten. Was also lässt die Veranstalter so zögern? An der Sorge um ausreichende Verkaufserfolge kann es nicht allein liegen; dafür muss man die Fragestellung nur um eine Genre-Nuance erweitern: Wo bleibt endlich eine Renaissance der Operette, starbesetzt, auf den großen internationalen Bühnen? Richard Bonynge hat es in der vorigen Ausgabe noch einmal bestätigt: Fast alle großen Künstler wollen sie, das Publikum liebt sie ohnehin. Und man braucht nicht allzu viel Fantasie, ein Kálmán unter Thielemann, die Netrebko als Gräfin Mariza, die Damrau als Giuditta, im » Land des Lächelns« mit Jonas Kaufmann... Es wären alles Kassenschlager!
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INTERVIEWS

Das Interview: VITTORIO GRIGOLO – Romantische Helden

Autor: Yeri Han · Ausgabe 6/2014

Das Romantisch-Französische passt einfach zu dem jungenhaften Startenor, und so nehmen diese Rollen derzeit den Hauptteil seines Repertoires ein. Ein Gespräch über Gegenwart und Zukunft.
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Das Porträt: SONYA YONCHEVA – Relativ gelassen

Autor: Yeri Han · Ausgabe 6/2014

Die Sopranistin war auch bisher schon gut im Geschäft. Doch seit ihren gefeierten Auftritten als Marguerite ist ihr Name in aller Munde.
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Jubilar: GIACOMO ARAGALL – Gratulation zum 75.!

Autor: Karin Wolfsbauer · Ausgabe 6/2014

Am 6. Juni feiert er seinen 75. Geburtstag. Rückschau auf eine Weltkarriere, die auch ein Stück Operngeschichte ist.
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Vorgestellt: HEINZ WEYRINGER – Mustermesse der Regie

Autor: Dr. Thomas Baltensweiler · Ausgabe 6/2014

Alle drei Jahre trifft sich der Regie-Nachwuchs beim „Ring Award“ in Graz. Heinz Weyringer ist Initiator des Wettbewerbs.
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AUFFÜHRUNGEN

WIEN Lohengrin

12. April · Staatsoper · Autor: T. Rauchenwald · Ausgabe 6/2014

Ein obskurer Fassungsstreit mit dem Dirigenten bildete den Auftakt zu Andreas Homokis »Lohengrin«-Neuinszenierung an der Wiener Staatsoper mit Klaus Florian Vogt in der Titelpartie.
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BERLIN Tannhäuser

12. April · Staatsoper im Schiller Theater · Autor: U. Ehrensberger · Ausgabe 6/2014

»Tannhäuser« mit dem berühmten Bacchanal von einem Ballett-Profi inszenieren zu lassen, ist eine naheliegende Idee. Daniel Barenboim setzte in Berlin auf die in der Hauptstadt sehr populäre Choreografin Sasha Waltz.
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GENF Götterdämmerung

26. April · Grand Théâtre · Autor: S. Barnstorf · Ausgabe 6/2014

Nur etwas mehr als ein Jahr nach der »Rheingold«-Premiere schloss sich in Genf der »Ring« in der Inszenierung von Dieter Dorn – eine fast klassische Produktion mit exquisiter Besetzungsriege.
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MAGGIO MUSICALE FIORENTINO Tristan und Isolde

30. April ∙ Teatro Comunale · Autor: G. Helbig · Ausgabe 6/2014

Es war die letzte Produktion im traditionsreichen alten Haus, bevor Oper und Maggio Musicale in das bereits seit 2011 lediglich für Konzerte genutzte neue Opernhaus von Florenz umziehen werden: Zubin Mehta dirigierte »Tristan und Isolde«.
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KARLSRUHE Die Meistersinger von Nürnberg

11. Mai ∙ Staatstheater · Autor: J.-M. Wienecke · Ausgabe 6/2014

Kurzweiliger hat man den umfangreichen Dreiakter selten wahrgenommen. Eines der Kernthemen der Inszenierung von Tobias Kratzer: Inszenierungsstile im Wandel der Zeit.
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DETMOLD Written on Skin

11. April ∙ Landestheater · Autor: H. Walter · Ausgabe 6/2014

Ein restlos begeistertes Publikum bei einer zeitgenössischen Oper, die zudem an immer mehr Orten nachgespielt wird? Die Erfolgsgeschichte von George Benjamins »Written on Skin« fand nun in Detmold eine weitere Fortsetzung.
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HAGEN Don Quichotte

7. Mai · Theater · Autor: J. Gahre · Ausgabe 6/2014

Seit einiger Zeit beginnt man auch in Deutschland, die weniger bekannten Opern von Jules Massenet wertzuschätzen. Gregor Horres ist am Theater Hagen sehr eigene Wege gegangen.
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HANNOVER A Midsummer Night’s Dream

29. März ∙ Staatsoper · Autor: S. Mauss · Ausgabe 6/2014

Wie Kinder im Kasperletheater schauen die Zuschauer gebannt auf die Bühne. Nie ist voraussehbar, was dort als nächstes passieren wird. Mit dem niederländischen Regisseur Michiel Dijkema hatte Hannovers Intendant schon früher einmal einen Überraschungscoup landen können.
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DORTMUND Die Jahreszeiten

27. April ∙ Theater · Autor: M. Lode-Gerke · Ausgabe 6/2014

Haydns Oratorium inszeniert als Gang durch 100 Jahre deutsche Geschichte – ein sehenswertes Wagnis.
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MELDUNGEN / INFO

NAMEN UND DATEN

ALAIN ALTINOGLU wird im November/Dezember 2014 die mit Anna Netrebko und Jonas Kaufmann besetzte Premierenserie von »Manon Lescaut« an der Bayerischen Staatsoper in München leiten. Termine und Projekte des Dirigenten sowie Pläne von Barbara Frittoli, Stephen Gould, Vesselina Kasarova, Plácido Domingo und anderen mehr.

MELDUNGEN

BIRGIT NILSSON PREIS

Die Wiener Philharmoniker erhalten den Birgit Nilsson Preis 2014. Mit einer Million Dollar ist er einer der höchstdotierten Auszeichnungen in der klassischen Musik und wird im dreijährigen Turnus verliehen. Erster Preisträger 2009 war Startenor Plácido Domingo, drei Jahre später war es Riccardo Muti. Der italienische Dirigent ist es auch, der die Wiener Philharmoniker im Rahmen der feierlichen Preisverleihung in Anwesenheit des schwedischen Königspaares am 8. Oktober in Stockholm dirigieren wird. Wie die Philharmoniker mit dem Preisgeld verfahren wollen, soll im Oktober bekannt gegeben werden.

REPORT

CARRERAS-COMEBACK

Nach acht Jahren Abstinenz von der Opernbühne hat José Carreras in Bilbao ein fulminantes szenisches Comeback in der mit Spannung erwarteten Uraufführung von Christian Kolonovits' Oper »El Juez« gegeben. In der ihm in die Kehle geschriebenen Titelpartie des Richters konnte der mittlerweile 67-jährige Katalane während der zweieinhalbstündigen Vorstellung noch einmal mit seinem charakteristischen Timbre und kraftvollen, dramatischen Tönen aufwarten und wurde von den aus aller Welt angereisten Zuschauern für diese Leistung mit Standing Ovations gefeiert.
Die Oper mit klanglichen Einflüssen aus Jazz, Rock und Pop behandelt ein ernstes und in Spanien bis heute aktuelles Thema: das der „gestohlenen Kinder“, die während des Franco-Regimes mithilfe von Nonnen und Ärzten ihren nicht linientreuen Eltern entzogen worden waren. Das österreichische Publikum darf sich nun auf weitere Auftritte des Startenors in »El Juez« bei den Tiroler Festspielen in Erl freuen, wo das Werk des österreichischen Komponisten in diesem Sommer am 9., 12. und 15. August auf dem Programm steht.

IM BLICKPUNKT

BRITTEN FESTIVAL LYON

Drei Britten-Opern am Opernhaus von Lyon im Rahmen eines dreiwöchigen Festivals übertreffen selbst die Aktivitäten des britischen Aldeburgh-Festivals. Auf Brittens Erstling »Peter Grimes« folgten mit »The Turn of the Screw« und »Curlew River« zwei weitere im Abstand von jeweils 10 Jahren entstandene Werke, was die einmalige Gelegenheit bot, die musikalische Entwicklung des Komponisten an drei aufeinander folgenden Abenden nachvollziehen zu können.
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VORSCHAU

Roberto Alagna als Radames führt die Riege prominenter Verdibesetzungen an der Hamburgischen Staatsoper an, zu denen in der kommenden Saison auch Nino Machaidze als Luisa Miller und Plácido Domingo als Simon Boccanegra zählen. Jonas Kaufmann singt bei den Osterfestspielen in Salzburg 2015 in der neuen Doppelproduktion von »Cavalleria rusticana« und »I Pagliacci« sowohl den Turiddu als auch den Canio.
Interessante Pläne auch in London, wo die BBC-Proms mit konzertanten Strauss-Opern aufwarten oder in München, wo im Deutschen Theater ein spektakuläres Gastspiel erwartet wird: Die Cape Town Opera aus Kapstadt gastiert mit der 2010 zur Fußballweltmeisterschaft in Südafrika uraufgeführten und zwischen Musical und Oper angesiedelten »Mandela Trilogy«.

DVDs

ROSSINIANA

Cecilia Bartoli widmet sich bei ihren Salzburger Pfingstfestspielen im Juni einem ihrer Favoriten: Gioachino Rossini. Zwei neue DVD-Veröffentlichungen bieten das passende Beiprogramm für daheim.

CDs

SPECIAL

RICHARD STRAUSS 2014

Neue CD-Einspielungen kompletter Opern von Richard Strauss sind auch im Jubiläumsjahr rar, sodass der Liebhaber auf dem CD-Markt in erster Linie fündig wird bei einigen – freilich sehr schönen - Wiederauflagen von länger nicht greifbaren Aufnahmen. Bereicherungen gibt es auch in der Strauss-Literatur oder auf DVD. Ein Überblick über die wichtigsten Neu- und Wiederveröffentlichungen zum Strauss-Jahr.

Victorin Joncières DIMITRI

PALAZETTO BRU ZANE ISBN 978-84-939-6869-4, 2 CDs ∙ Autor: Th. Baltensweiler ∙ Ausgabe 6/2014

Dass die Besetzung keine wirklich bekannten Namen aufweist, ist kaum zu glauben, so gut wie hier gesungen wird. Und die Musik dieser Rarität fließt, erscheint kantabel und unterhaltsam; an melodischen Einfällen mangelt es nicht.

André Ernest-Modeste Grétry GUILLAUME TELL

MUSIQUE EN WALLONIE MEW 1370, 1 CD ∙ Autor: C. Fischer ∙ Ausgabe 6/2014

13 Jahre vor Schillers Schauspiel und 38 Jahre vor der Oper Gioachino Rossinis entstand 1791 für Paris der »Wilhelm Tell« des zu seinen Lebzeiten populärsten Komponisten überhaupt, André Ernest-Modeste Grétry. Anlässlich seines 200. Todestages im vergangenen Jahr erinnerte die Opéra Royal de Wallonie in Liège an den bedeutendsten Sohn der Stadt. Ein Mitschnitt liegt jetzt auf CD vor.

CD-NEWS

SOLO-ALBEN

Ein Recital mit französischen Opernarien von Juan Diego Flórez: Erste Schritte zu einer Facherweiterung? Und was für ein herrliches Debütalbum vom jungen Tenor Julian Prégardien, der lange an seinem Programm gefeilt hat und es fast schon, wie er sagt, als „eigene Komposition“ empfindet, der er den Titel „An die Geliebte“ gegeben hat. Weitere Solo-CDs, die aktuell neu erscheinen oder neu ediert worden sind von Natalie Dessay, Pilar Lorengar, Ian Bostridge, René Kollo und anderen.