Das Opernglas - Ausgabe 06/2013

Berliner Premieren: Die Staatsoper zeigte einen bildmächtigen »Holländer«, die Deutsche Oper einen umstrittenen »Rigoletto«. Verdi-Glück dagegen in London mit Anja Harteros und Jonas Kaufmann in »Don Carlo« und in Monte-Carlo mit José Cura als Stiffelio. An der New Yorker Met begeisterte Händel in Starbesetzung, Leipzig startete in einen neuen »Ring«, Wiesbaden eröffnete seine Maifestspiele mit Kapitalismuskritik à la Brecht/Weill. Für einen Skandal sorgte die »Tannhäuser«-Premiere in Düsseldorf.

Die Interviewthemen: Massimo Giordano, der sanfte Tenorheld aus Italien, und Emily Newton, die amerikanische Sopranistin, die für ihr Deutschland-Debüt in die Rolle eines berühmt berüchtigten Pin-ups schlüpfte.

Nachfolgend erhalten Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste aller Inhalte finden Sie im Inhaltsverzeichnis.

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INHALTSVERZEICHNIS

Inhaltsverzeichnis

Ausgabe: 6/2013

Das komplette Inhaltsverzeichnis mit allen Themen

EDITORIAL
    AUFFÜHRUNGEN
  • LONDON Don Carlo (Royal Opera House)
  • BERLIN Der fliegende Holländer (Staatsoper im Schiller Theater)
  • Rigoletto (Deutsche Oper)
  • DORTMUND Anna Nicole
  • LEIPZIG Das Rheingold
  • MAIFESTSPIELE WIESBADEN Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny
  • MONTE-CARLO Stiffelio (Salle Garnier)
  • KAPSTADT Otello
  • NEW YORK Giulio Cesare (Metropolitan Opera)
  • WIEN Béatrice et Bénédict (Theater an der Wien)
  • DÜSSELDORF Tannhäuser
  • BERLIN Der Ring des Nibelungen (Staatsoper im Schiller Theater)
DAS INTERVIEW
  • MASSIMO GIORDANO
DAS PORTRÄT
  • EMILY NEWTON
NAMEN UND DATEN
REPORT
  • LEIPZIG / MÜNCHEN / DÖBELN/FREIBERG
MELDUNGEN
RUNDBLICK
  • BONN Tristan und Isolde
  • AACHEN Simon Boccanegra
  • SAARBRÜCKEN Rigoletto
  • BASEL Idomeneo
  • HAMBURG Vom Ende der Unschuld (Kampnagel)
  • FREIBURG Parsifal
  • HAGEN Selma Jezková
  • HANNOVER Eugen Onegin
  • ROSTOCK Nabucco
  • ALTENBURG Du bist ich
  • JOHANN STRAUSS FESTIVAL DRESDEN Eine Nacht in Venedig (Staatsoperette)
VORSCHAU
SPIELPLÄNE
RARITÄTEN
TV-TIPPS
IMPRESSUM
DVDs
  • Richard Wagner DER RING DES NIBELUNGEN
  • Giuseppe Verdi ATTILA
  • Stanislaw Moniuszko HALKA
CD-NEWS
  • PIOTR BECZALA
NEUE CDs
  • Franz Schubert WINTERREISE
  • Vincenzo Bellini NORMA
  • Georg Friedrich Händel ATALANTA
  • Teodora Gheorghiu ART NOUVEAU
  • Nino Machaidze ARIAS & SCENES
  • Roberta Invernizzi I VIAGGI DI FAUSTINA
  • Luigi Cherubini LODOÏSKA
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EDITORIAL

Editorial

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 6/2013

Wie weit darf es gehen? Wo beginnt, wo endet die Freiheit der Kunst? Seit einer Düsseldorfer Premiere Anfang Mai erlebt das Thema eine schnelle, laute Renaissance. Dabei sind diese Fragen doch eigentlich ganz elementare, konstant gültige Grundlagen in der täglichen Auseinandersetzung mit jedweder Kunst. Die Grenzen sind gleichwohl fließend im weiten Feld zwischen begründeter Verteidigungshaltung und persönlicher Ablehnung.

Das können wir heute leider schon in fast jeder Opernpremiere erleben. Bravo gegen Buh, künstlerische Freiheit kontra Werktreue: Eine nicht selten auf Schlagworte reduzierte Prinzipiendiskussion, bei der es nicht immer allein um künstlerische Fragen geht.

Der Düsseldorfer »Tannhäuser« aber bewegte sich zweifellos auf einen Extremwert der Zumutbarkeit zu, vereinzelt sogar darüber hinaus. Dass es sich in der inszenatorischen Grundausrichtung der Regie-arbeit um das sensible Thema von einer Verblendung der Schuld des Titelhelden mit NS-Vergangenheit und Judenvernichtung handelte, hätte an sich für jeden damit befassten Verantwortlichen schon ein Warnsignal sein können, bei der letztendlich gewählten Drastik in der Darstellung erst recht. Die Skandalwirkung war also vorhersehbar gewesen und wurde auch, so kann man es den Verlautbarungen der Intendanz eindeutig entnehmen, durchaus in Kauf genommen. Im Prinzip gibt die emotionale Wucht der Reaktionen den Verantwortlichen sogar insoweit recht, als dass dieses Thema uns selbstverständlich auch heute noch wie kein anderes bewegt und beschäftigt – und somit ganz unbedingt als künstlerischer Stachel auf eine Bühne gehört, um uns immer wieder neu zu konfrontieren, zu erinnern, herauszufordern. Genau dazu ist das Theater ja auch da.

Der eigentliche Skandal ist also nicht die Thematisierung einer offenen Wunde, zumal in Deutschland, auch nicht der künstlerisch legitime Gedanke, ein solches Kollektivtrauma einmal mehr inszenatorisch an einem Werk von Richard Wagner abzuarbeiten. Problematisch und äußerst fragwürdig ist der Umgang mit dem Resultat. Wer als Theaterleiter einem Regisseur eine Arbeit anvertraut, ist frühzeitig über dessen Konzeption wie auch über Realisierung und eventuelle Modifikationen im Entstehungsprozess während der Proben informiert. Wer es zur Premiere kommen lässt, sollte selbst nach berechtigten Protesten seinem ja weiterhin zahlenden Publikum konsequent die Chance geben, sich eine eigene Meinung zu bilden. Die mündige, eigenverantwortliche Urteilsfähigkeit des Opernpublikums wird gern unterschätzt; sie zu stärken und immer wieder in den Blick zu rücken, ist von jeher auch eine der Grundmotivationen unserer redaktionellen Arbeit.

Trotz manch unerfreulicher, zuweilen empörender Regiearbeit bin ich nach wie vor der festen Überzeugung, dass sich jede neue Auseinandersetzung mit einem Kunstwerk lohnt. Insbesondere auch, und das ist ein ganz wesentlicher Punkt, in musikalischer Hinsicht. Da es sich in der Regel deutlich leichter über einen Regieeinfall streiten lässt als über Interpretationsfragen der Komposition, hat die Szenerie ein irrational hohes Gewicht in der Bewertung einer Neuproduktion erhalten. Hier wäre eine Relativierung zugunsten der musikalischen Gestaltung von Sängern, Dirigenten, Orchestern ebenso wünschenswert wie eine entspanntere Erwartungshaltung hinsichtlich immer neuer, Aufmerksamkeit erregender Inszenierungsansätze.

Aufhorchen ließ in diesem Zusammenhang ein Detail in einer zweiten Erklärung der Deutschen Oper am Rhein vom 12. Mai, die sich die Intendanz angesichts anhaltender Zensur-Vorwürfe offenbar nachzulegen genötigt sah. Der Schwarze Peter wurde noch einmal nachdrücklich in Richtung Regisseur geschoben, indem man konkret eine besonders extreme Szene benannte, um deren Änderung man den Regisseur – erfolglos – gebeten habe. Explizit wird dabei auch der in diesem Zusammenhang nicht unwesentliche Faktor ins Feld geführt, dass für diesen inszenatorischen Moment die Musik unterbrochen worden war. Ein nicht erst seit Peter Konwitschny ebenso beliebtes wie grundsätzlich fragwürdiges Stilelement jeder Regiearbeit, die meint, dramaturgischen Knackpunkten eines Werkes (oder eben der eigenen „Idee“ desselben) nur mit einer hilflosen Unterbrechung des musikalischen Flusses beikommen zu können. In der Oper sollten nun aber eigentlich andere Regeln gelten als im Theater. Spätestens hier hätte ein Intendant Einhalt gebieten müssen, wenn er denn gewollt hätte. Eine konsequente, begründete Verteidigung eines Kunstwerkes – in diesem Falle also der Oper »Tannhäuser« – hat absolut nichts mit Zensur zu tun.

Die Flucht in eine konzertante Aufführung kann jedenfalls in niemandes Interesse sein, zumal sie der eigentlichen Intention des Musiktheaters durch das Fehlen einer wesentlichen Komponente zuwiderläuft und erst recht eine sinnlose Vergeudung von Subventionen deutlich werden lässt. Wenn sich Besucher im Anschluss an einen Premierenbesuch in ärztliche Behandlung begeben müssen, ist dies zweifellos sehr betrüblich. Als Argument gegen eine wie auch immer angelegte Kunst taugt ein Attest jedoch nicht, zumal es in jedem Publikum Traumata aufgrund der verschiedensten physischen wie psychischen Verletzungen geben wird, sei es durch Krieg, Vertreibung, Folter, Vergewaltigung, Missbrauch... Aber dürfen wir deshalb die relevanten, heiklen Themen unserer Zeit aussparen? Wäre dies Maßstab, hätte es einige der eindrucksvollsten und bewegendsten Kunstwerke in der Malerei, in der Literatur, im Film, oder eben im Theater und in der Oper nie gegeben.

Emily Newton, eine vielversprechende Sopranentdeckung, die wir in dieser Ausgabe vorstellen, schaut als Amerikanerin voller Enthusiasmus auf Deutschland, auch und vor allem wegen der hier herrschenden Freiheit der Kunst. Schützen und nutzen wir diese Freiheit – mit Wissen und Augenmaß!

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INTERVIEWS

Das Interview: MASSIMO GIORDANO – Voller Wunder

Autor: Dr. Andreas Laska · Ausgabe 6/2013

Die Karriere des italienischen Tenors nimmt immer mehr Fahrt auf. In der Wiener Premiere von »Adriana Lecouvreur« wird er an der Seite von Angela Gheorghiu sein Debüt als Maurizio geben, zudem wurde gerade seine erste Solo-CD vorgestellt. Ein Gespräch über erfüllte und (noch) unerfüllte Träume.

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Das Porträt: EMILY NEWTON – Auf dem Sprung

Autor: Brigitte Kempen · Ausgabe 6/2013

In den USA ist ihr Name bereits bekannt. Nun hat Emily Newton ihr Rollendebüt in einer wichtigen Erstaufführung gegeben, die zugleich das Deutschland-Debüt der Sopranistin markierte.

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AUFFÜHRUNGEN

LONDON Don Carlo

4. Mai · Royal Opera House · Autor: M. Lehnert · Ausgabe 6/2013

Die seinerzeit auf Rolando Villazón zugeschnittene Inszenierung rückt den Titelhelden stark in den Vordergrund. Nach 2009 war es nun das zweite Mal, dass sich Startenor Jonas Kaufmann als Don Carlo an Covent Garden präsentierte.

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BERLIN Der fliegende Holländer

28. April · Staatsoper im Schiller Theater · Autor: U. Ehrensberger · Ausgabe 6/2013

Nach einigen eher problematischen Inszenierungen an den Berliner Opernhäusern ist Philipp Stölzl im vierten Anlauf eine insgesamt erfreuliche Umsetzung des »Fliegenden Holländers« gelungen.

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MONTE-CARLO Stiffelio

20. April · Salle Garnier · Autor: W. Kutzschbach · Ausgabe 6/2013

Eine Bereicherung im Verdi-Jahr: In Monte-Carlo gab es mit »Stiffelio« eine Oper, die in den letzten Jahrzehnten dank José Carreras, Plácido Domingo und José Cura in der Titelrolle eine gewisse Verbreitung erfahren hatte, aber immer noch etwas im Abseits steht.

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BERLIN Rigoletto

21. April · Deutsche Oper · Autor: U. Ehrensberger · Ausgabe 6/2013

Die in letzter Minute eingesprungene Sängerin der Gilda konnte der Premiere unerwartet den einzigen Glanzpunkt aufsetzen. Weniger glücklich hatte die Deutsche Oper ein weiteres Besetzungsproblem gelöst.

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KAPSTADT Otello

9. April · Opera House · Autor: M. Lehnert · Ausgabe 6/2013

Simon Phillips – in Hamburg bekannt durch seine Regiearbeiten zweier Britten-Opern – verantwortete an der Cape Town Opera eine zeitgemäße Inszenierung eines »Otello«, der sich nicht nur hören, sondern auch international sehen lassen konnte.

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NEW YORK Giulio Cesare

4. April · Metropolitan Opera · Autor: F. Plotkin · Ausgabe 6/2013

New York hat die Partie des Julius Caesar schon von einem Bass (Norman Treigle) und von einem Mezzosopran (Tatiana Troyanos) gehört. David Daniels aber bot nun ein eindrucksvolles Plädoyer dafür, die Rolle noch öfter mit einem Countertenor zu besetzen.

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DÜSSELDORF Tannhäuser

4. Mai · Opernhaus · Autor: B. Kempen · Ausgabe 6/2013

Ein Schauspielregisseur inszeniert seine erste Oper. Das geht nicht immer, aber oft schief, so wie jetzt im Düsseldorfer Opernhaus.

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MELDUNGEN / INFO

NAMEN UND DATEN

YANNICK NÉZET-SÉGUIN heißt nach Esa-Pekka Salonen der neue Exklusivkünstler des Konzerthauses Dortmund. Der kanadische Dirigent wird in den kommenden drei Jahren im Rahmen seiner unter dem Motto „The YANNICK Experience“ stehenden Residenz Konzerte mit Schwerpunkten auf Kompositionen von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Anton Bruckner leiten. Aber auch zwei Opern stehen dort in seinem Kalender: »Der fliegende Holländer« mit Evgeny Nikitin in der Titelpartie am 20.9.2013 und »Salome« in der Saison 2015/16.0

REPORT

ENGAGEMENT FÜR WAGNER

Zum 100. Todestag Richard Wagners im Jahr 1983 hatte Wolfgang Sawallisch einen kompletten Zyklus aller Wagner-Opern einschließlich der Jugendwerke und einer Neuinszenierung des »Rienzi« an der Bayerischen Staatsoper gestemmt. Zeiten von derartigem Luxus scheinen wohl endgültig der Vergangenheit anzugehören. Ohne das mutige Engagement privater Liebhaber hätte es in diesem Jahr in München zu den Jubelfeiern des 200. Geburtstages mit Aktivitäten jenseits des Standardrepertoires eher dürftig ausgesehen. Zur großen Begeisterung der Wagnerianer vor Ort wurde in der Philharmonie im Gasteig eine konzertante, etwa vierstündige Fassung des »Rienzi« aufgeführt. Ohne externe Unterstützung wäre dieser Kraftakt – trotz 5 großer Kulturorchester, die sich in der Stadt befinden – nicht zustande gekommen. Mit der Philharmonie Brünn konnte man jedoch auf einen exzellenten, erfahrenen Klangkörper bauen, der sich in Bestform präsentierte. Zusammen mit dem äußerst präzise und textverständlich singenden Philharmonischen Chor Brünn (Einstudierung: Petr Fiala) gelang Alexandar Markovic (Foto) am Pult eine mitreißende Interpretation. Unterstützt durch die markant auftrumpfenden Darbietungen von Michelle Breedt (Adriano) und Katerina Sokolova-Rauer (Irene) verfehlte das Konzert seine Wirkung nicht. Auch fast alle weiteren Rollen waren hervorragend besetzt; schade nur, dass ausgerechnet Endrik Wottrich in der Titelpartie bereits zum Ende des ersten Teils schwächelte. Eine später angesagte Allergieattacke ließ Schlimmes befürchten, doch brachte der Tenor den Abend mit dem wohlwollenden Mitgefühl des Auditoriums mit Anstand zu Ende. (JMW)

MELDUNGEN

BAYREUTH IM KINO

Wer für die diesjährigen Bayreuther Festspiele keine der begehrten Eintrittskarten ergattern konnte, wird im Wagner-Jubiläumsjahr nicht unbedingt auf den Genuss einer Aufführung vom Grünen Hügel verzichten müssen: Dafür sorgen die Bayreuther Festspiele und das Kinounternehmen Cinemaxx mit der Liveübertragung der Eröffnungsvorstellung von »Der fliegende Holländer« am 25. Juli in ausgewählten deutschen Kinos. Die Hauptpartien sind mit Samuel Youn (Holländer), Ricarda Merbeth (Senta) und Franz-Josef Selig (Daland) besetzt. Die musikalische Leitung der aus dem letzten Jahr stammenden Inszenierung von Jan Philipp Gloger hat Christian Thielemann. Eine Stunde vor Übertragungsbeginn um 18.00 Uhr ist ein Vorprogramm mit Einblicken, Interviews und Bildern vom „Roten Teppich“ vorgesehen. Durch das Programm sollen Katharina Wagner und Klaus Florian Vogt führen. Karten für die Sonderveranstaltung sowie Informationen über die teilnehmenden Kinos sind unter www.cinemaxx.de erhältlich.

STELLA MARIS 2013

In einer feierlichen Zeremonie und mit einem großen Feuerwerk ist am 10. Mai das neue Kreuzfahrtschiff der Reederei Hapag-Lloyd Kreuzfahrten, MS EUROPA 2, auf der Elbe vor Blankenese getauft worden. Einen Tag zuvor hatten zehntausende Schaulustige den Luxusliner im Rahmen der Einlaufparade zum 824. Hamburger Hafengeburtstag begrüßt. Bereits einen Tag nach der Taufe ging es dann auf große Jungfernfahrt nach Lissabon. Auf der berühmten MS EUROPA, dem traditionsreichen Schwesterschiff, zählt seit einigen Jahren der renommierte Gesangswettbewerb „Stella Maris“ zu den musikalischen Höhepunkten jeder Kreuzfahrtsaison. Bereits zum fünften Mal verwandelt sich vom 30. Juni bis 18. Juli 2013 das Flaggschiff der Reederei in eine Festivalbühne, um unter der künstlerischen Leitung von Michael Schade neue Stars am Klassikhimmel zu finden. Und während die EUROPA in Hamburg den Anker in Richtung Skandinavien lichtet, um über Island durch die Fjorde Norwegens bis nach Spitzbergen einmalige Naturlandschaften zu entdecken, kämpfen die hoffnungsvollen Nachwuchstalente renommierter Opernhäuser um die Gunst einer anspruchsvollen Jury. Christina Scheppelmann, Direktorin des Royal Opera House Muscat in Oman, Alexander Neef, General Director der Canadian Opera, und Marita Prohmann, Executive Producer und Consultant der Deutschen Grammophon, vergeben gemeinsam die begehrten Gewinne „Testrecording“ und „Gastengagement“. Die mitreisenden Gäste können übrigens das Musik-event aktiv mitgestalten, denn sie bestimmen, welcher Künstler sich am Ende über den mit 15.000 Euro dotierten, von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten gestifteten Publikumspreis freuen darf. Weitere Infos über diese außergewöhnliche 18-tägige Reise unter: www.hl-kreuzfahrten.de

DVDs

Richard Wagner DER RING DES NIBELUNGEN

OEHMS CLASSICS OC999, 8 DVDs ∙ Autor: B. Kempen ∙ Ausgabe 6/2013

Entstanden ist tatsächlich ein in sich runder »Ring«. Oehms Classics hat die Zyklus-Aufführungen im Juni und Juli 2012 an der Oper Frankfurt begleitet und pünktlich nun im Wagnerjahr als DVD-Box veröffentlicht. Das Sängeraufgebot hat viele Überraschungen im Angebot.

CDs

Vincenzo Bellini NORMA

DECCA 0289 478 3517 2, 2 CDs ∙ Autor: A. Laska ∙ Ausgabe 6/2013

Diese »Norma« ist eine echte Studioeinspielung; ein heutzutage seltenes Ereignis. Man muss bei dieser CD aber bisherige Hörgewohnheiten beiseiteschieben. Das beginnt schon beim Dirigat, und ungewöhnlich sind auch die Hauptrollen besetzt.

Nino Machaidze ARIAS & SCENES

SONY 88765447912, 1 CD ∙ Autor: M. Wilks ∙ Ausgabe 6/2013

Insgesamt ist eine abgerundete CD gelungen - eine schöne Visitenkarte für einen charakteristisch klingenden Sopran.

CD-NEWS

„Diese Musik ist großartig!“ Piotr Beczala MEIN GANZES HERZ

DG 00289 479 1399, 1 CD ∙ Autor: Y.Han / M. Wilks ∙ Ausgabe 6/2013

Dass das Musikrepertoire im Verdi- und Wagnerjahr mehr als „nur“ Jubiläumsopern zu bieten hat, demonstriert Piotr Beczala mit seiner neuen CD „Mein ganzes Herz“. Es ist Richard Tauber gewidmet, in dessen Geburtsstadt Linz der polnische Tenor fünf Jahre lang im Theaterensemble gesungen hatte. Mit seiner schlackenfreien, in der Höhe leuchtenden Stimme ist Beczala derzeit bestens geeignet, Operette und damit insbesondere auch die von Richard Tauber gesungenen Stücke zu interpretieren. Im Gespräch macht er keinen Hehl daraus, dass er liebend gerne auch in szenischen Operettenproduktionen auftreten würde.

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