Das Opernglas – Ausgabe 05/2018

Diana Damrau feierte ihr Rollendebüt als Maria Stuarda in Zürich, Michael Volle sang in Berlin erstmals den Falstaff, Anna Netrebko eine bejubelte »Macbeth«-Lady in London. Mit »Der Besuch der alten Dame« und »Dantons Tod« ehrte Wien den Komponisten Gottfried von Einem mit gleich zwei Premieren. Die Salzburger Osterfestspiele zeigten »Tosca«, in Paris begeisterte Berlioz' »Benvenuto Cellini«, das Verdi Festival Lyon spielte »Don Carlos«, an der Met gab es eine neue »Così«. Einsatzfreude für rare Moderne zeigten die Theater in Bonn und Hof mit Philip Glass' »Echnaton« und Aribert Reimanns »Ein Traumspiel«.

Die Interviews: Marlis Petersen vor ihren neuen Rollendebüts, Harald Stamm, der Ende April seinen 80. Geburtstag feiert, die griechische Dirigentin Zoi Tsokanou kurz vor der Erfurter Premiere von Spontinis »Agnes von Hohenstaufen« und Heribert Germeshausen, neuer Intendant der Oper Dortmund.

Nachfolgend finden Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste aller Inhalte bietet das Inhaltsverzeichnis.

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INHALTSVERZEICHNIS

INHALTSVERZEICHNIS

Ausgabe: 5/2018

Das komplette Inhaltsverzeichnis mit allen Themen
EDITORIAL
  • AUFFÜHRUNGEN
  • ZÜRICH Maria Stuarda
  • LONDON Macbeth (Royal Opera House)
  • HAMBURG Tosca
  • VERDI FESTIVAL LYON Don Carlos Attila
  • PARIS Benvenuto Cellini (Opéra Bastille) Die Walküre (Philharmonie)
  • BERLIN Falstaff (Staatsoper)
  • MÜNCHEN Maria Stuarda (Gärtnerplatztheater)
  • WIESBADEN Arabella
  • NEW YORK Così fan tutte (Metropolitan Opera) Elektra (Metropolitan Opera)
  • OSTERFESTSPIELE SALZBURG Tosca (Großes Festspielhaus)
DAS INTERVIEW
  • MARLIS PETERSEN
IM GESPRÄCH
  • HARALD STAMM
DAS PORTRÄT
  • ZOI TSOKANOU
VORGESTELLT
  • HERIBERT GERMESHAUSEN
FOKUS WIEN
  • ENGAGEMENT FÜR GOTTFRIED VON EINEM
REPORT
  • BERLIN / ST. GALLEN
NAMEN UND DATEN
RUNDBLICK
  • BONN Echnaton
  • KÖLN Manon (Staatenhaus)
  • GRAZ Ariane et Barbe-Bleue
  • GELSENKIRCHEN Moskau, Tscherjomuschki
  • BASEL Der Spieler
  • HOF Ein Traumspiel
  • GÖRLITZ Tannhäuser
  • ROSTOCK Der Freischütz
  • HILDESHEIM Adelia
  • ERFURT Der fliegende Holländer
  • DARMSTADT Die Sache Makropulos / Fiasko
  • DORTMUND Nabucco
  • OLDENBURG Maria
  • LÜNEBURG Carmen
  • MAGDEBURGER TELEMANN-FESTTAGE Richard Löwenherz
  • STUTTGART Don Pasquale
JUBILÄUM
  • SOMMEROPER SELZACH
VORSCHAU
IM BLICKPUNKT
  • JAKOB FUGGER IN AUSBURG
SPIELPLÄNE
TV-TIPPS
RARITÄTEN
IMPRESSUM
SPECIAL
  • OPER IM KINO
DAS SPIELPLÄNCHEN
  • MUSIKTHEATERTIPPS FÜR KINDER UND JUGENDLICHE
NEUE CDs
  • Giuseppe Verdi UN GIORNO DI REGNO
  • Giacomo Puccini LA RONDINE
  • Gioachino Rossini RICCIARDO E ZORAIDE
  • Roger Doyle HERESY
CD-NEWS
  • Neues von Max Emanuel Cencic, Sandrine Piau, Johannes Martin Kränzle, Jakub Józef Orliński und anderen.
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EDITORIAL

EDITORIAL

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 5 /2018

Wissen Sie, was „der gute Ton“ ist? Wir alle haben eine ziemlich genaue Vorstellung davon, was in der einen oder anderen Situation angemessenes Verhalten ist – und was eben nicht. Doch der eigene Erfahrungsschatz hat Grenzen, denn jeder gesellschaftliche Kreis und jedes kulturelle Format pflegen eigene Regeln und Rituale. Im Bereich der klassischen Musik, insbesondere im Konzert, sind wir uns über gewisse Abläufe vollkommen einig: Applaus bei Auftritt des Orchesters, Konzertmeister zuweilen extra, gefolgt von einem phonstärkeren Willkommensgruß für den Dirigenten und etwaige Solisten. Dann: Stille und Konzentration auf die Musik. Aber wie weiter? Das in der Kölner Philharmonie ausgegebene „Handbuch für den modernen Konzertbesucher“, passenderweise mit eben jenem eingangs zitierten Titel, versucht es schulmeisterlich: „Ein Innehalten der Interpreten bedeutet nicht automatisch, dass das Konzert oder ein Teil des Konzerts vorbei ist. Damit die Musiker in ihrer Interpretation nicht gestört werden, empfehlen wir Ihnen, im Zweifelsfalle mit dem Applaus zu warten, bis die Mehrheit der anderen Zuhörer auch klatscht.“ Ganz demokratisch also – und nur nichts falsch machen! Denn Vorsicht: Wenig scheint den eingefleischten Klassikfan mehr echauffieren zu können als das Klatschen an „falscher“ Stelle. – Eine berechtigte, zielführende Belehrung also? 
Auch Marlis Petersen, Titelkünstlerin dieser Mai-Ausgabe, weiß um die Unberechenbarkeit eines voll besetzten Auditoriums. Bei ihrem Liederabend in der Hamburger Elbphilharmonie zu Beginn der Saison sah sie sich gar mit einer derart klatschfreudigen Zuhörerschaft konfrontiert, dass nach jeder einzelnen „Nummer“ anerkennender Applaus aufbrandete – was alle Kenner im Saal, die lieber still, in größeren Zusammenhängen genießen wollten, spürbar quälte. Die Künstlerin tat gut daran, ihr Publikum dennoch nicht zu maßregeln, wie es manch Diva oder Divo in früheren Zeiten noch gern getan hatte. Zumal an diesem Abend auch etliche Besucher aus Neugier – war es der prominente Name, war es der neue Saal – gekommen und mit dem vorgetragenen Programm offenkundig wenig vertraut waren. Mich persönlich stört, ganz gleich ob in der Oper oder im Konzert, nervöses Geraschel und Dauertuscheln ungleich mehr als reflexartiges Klatschen. Von vibrierenden, gar klingelnden Handys oder (leider eine zunehmende Unsitte!) all den kleinen, flimmernden Bildschirmen der Freunde ausgiebiger Foto-/Film-Erinnerungen oder chattender Social-Media-Süchtiger ganz zu schweigen. Eine unvermittelte Reaktion aber, wie sie sich nach einem furios gespielten Scherzo entzünden kann, unterbinden zu wollen, wäre fatal; neues, junges Publikum wäre schnell vergrault. Anstatt sich kennerhaft berufen zu fühlen, den Sitznachbarn zu belehren, sollten wir uns freuen über das gezeigte Interesse, die Offenheit, die Begeisterungsfähigkeit. Der Ritus des gemeinsamen Musikgenusses ist ohnehin über die Jahrhunderte einem steten Wandel unterworfen und wird sich weiterhin verändern. Auch lokale Unterschiede können gravierend sein. Schon das italienische oder spanische Opernpublikum lässt sich zu ganz anderen, impulsiveren Reaktionen hinreißen als das deutsche oder österreichische. Wer das Musiktheatergeschehen weltweit verfolgt, erlebt Aufschlussreiches – von hitzig mitten in die schönste Bravourarie hineinkrakelten Kommentaren an der Mailänder Scala bis hin zum „viel zu früh“ sich bahnbrechenden Bravojubel beim »Siegfried«-Finale im fernen Beijing, wo man eben nicht bis zum Schlussakkord warten kann. Eine Erfahrung aber macht man überall: Oper, Lied und klassische Konzerte sprechen eine universal verständliche Sprache. Andere Gepflogenheiten oder Temperamente, kulturelle Unterschiede und jedes Level an Hörerfahrung: Musik berührt uns unmittelbar – ganz ohne Regeln und Anleitungen.
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INTERVIEWS

Das Interview: MARLIS PETERSEN – Große Pläne

Autor: Ralf Tiedemann · Ausgabe 5/2018

Eine ganze Reihe von Rollendebüts liegt hinter ihr, weitere werden folgen – bis hin zur ersten Salome an der Bayerischen Staatsoper in München im Sommer 2019. Im Gespräch analysiert die Sopranistin ihren aktuellen, vielspurigen Karriereweg.
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Im Gespräch: HARALD STAMM – Gratulation zum 80.

Autor: Söhnke Martens · Ausgabe 5/2018

36 erfolgreiche Jahre gehörte er als „sichere Bank“ für das Bassrepertoire dem Ensemble der Hamburgischen Staatsoper an und war dabei auch an internationalen Bühnen gern gesehener Gast. Ende April feiert der noch immer engagierte Künstler seinen 80. Geburtstag.
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Das Porträt: ZOI TSOKANOU – Im Graben zuhause

Autor: Thomas Baltensweiler · Ausgabe 5/2018

Anfang Juni ist es soweit: Spontinis »Agnes von Hohenstaufen« wird endlich wieder aufgeführt – im deutschen Original! Am Pult steht die griechische Dirigentin Zoi Tsokanou. Im Interview spricht sie über das groß angelegte Werk.
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Vorgestellt: HERIBERT GERMESHAUSEN – Zyklen und Linien

Autor: Andreas Laska· Ausgabe 5/2018

Ab der kommenden Spielzeit übernimmt Heribert Germeshausen die Intendanz an der Oper Dortmund. Dabei soll auch die Erschließung neuer Publikumsschichten im Mittelpunkt stehen. Im Gespräch stellt er sich und seine Pläne vor.
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AUFFÜHRUNGEN

ZÜRICH Maria Stuarda

8. April ∙ Opernhaus ∙ Autor: Th. Baltensweiler · Ausgabe 5/2018

Diana Damrau auf den Pfaden Edita Gruberovas: Die Oper Zürich, an der über viele Jahre die Belcanto-Opern mit der slowakischen Primadonna im Zentrum des Spielplans gestanden hatten, macht sich nun an Neuinszenierungen mit einer führenden Interpretin unserer Tage.
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LONDON Macbeth

28. März · Royal Opera House · Autor: M. Lehnert · Ausgabe 5/2018

Immer wieder Lady Macbeth – Anna Netrebko scheint diese meist dem Mezzofach zugeordnete Rolle ganz besonders zu lieben und präsentierte sie jetzt auch in London. Ein Gewinn?
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HAMBURG Tosca

24. März · Staatsoper · Autor: M. Lehnert · Ausgabe 5/2018

Endlich wieder Stimmglanz in Hamburg. Die neu eingeführten „Italienischen Opernwochen“ locken internationale Gesangsstars auch wieder einmal an die Elbe. Ein Glanzpunkt waren drei »Tosca«-Aufführungen mit Angela Gheorghiu in der Titelpartie.
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LYON Don Carlos

17. März ∙ Opéra ∙ Autor: W. Kutzschbach · Ausgabe 5/2018

Tour de Force für den Dirigenten Daniele Rustioni. Beim „Verdi-Festival“ in Lyon dirigierte er gleich drei Verdi-Opern, neben »Macbeth« und »Attila« eine Neuproduktion des 5-aktigen französischen »Don Carlos« mit erstklassigen Solisten.
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PARIS Benvenuto Cellini

26. März · Opéra Bastille ∙ Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 5/2018

Ein Inszenierungsspektakel auf großer Tour. Die schon an mehreren Häusern zu erlebende (und auf DVD dokumentierte) Inszenierung der Berlioz-Oper von der English National Opera machte Station in Paris mit einem tollen Ensemble um Pretty Yende und John Osborn. Überraschende Gesangsleistungen auch in der Pariser Philharmonie, wo Valery Gergiev mit „seinen“ Mariinsky-Solisten die »Walküre« als Baustein seines konzertanten »Rings« aufführte.
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BERLIN Falstaff

25. März · Staatsoper ∙ Autor: Y. Han · Ausgabe 5/2018

Falstaff einmal ohne dicken Bauch, dafür als sympathischer, lebenslustiger Alt-68er. Vor allem die Solisten um Michael Volle in der Titelpartie und Barbara Frittoli als Alice Ford ernteten kaum enden wollenden Jubel.
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NEW YORK Così fan tutte

15. März · Metropolitan Opera ∙ Autor: Y. Han · Ausgabe 5/2018

Frischer Schwung an der Met? Die alte Intendanz versucht es zumindest mit allen Mitteln. Die Neuinszenierung von »Così fan tutte« spielte unter Schaustellern auf Coney Island in den 1950er-Jahren - Feuerschlucker, Schlangenbeschwörer und Akrobaten – da ging zwar die Handlung fast unter, aber die Begeisterung des Publikums, das aus dem Lachen nicht heraus kam, kannte kaum Grenzen.
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OSTERFESTSPIELE SALZBURG Tosca

24. März · Großes Festspielhaus · Autor: S. Martens · Ausgabe 5/2018

Scarpia stirbt nicht, sondern erschießt am Ende Tosca - eine optisch über weite Strecken traditionelle Inszenierung auf modern gepimpt. Und auch dem großartigen Sound, den Christian Thielemann mit der Dresdner Staatskapelle zu entfachen wusste, fehlte es zuweilen an dem richtigen Gefühl.
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BONN Echnaton

11. März · Opernhaus ∙ Autor: K.G.v. Karais · Ausgabe 5/2018

Musik von narkotischer Wirkung und Standing Ovations für Philip Glass‘ Oper um den Ägyptischen Pharao Echnaton, der den Monotheismus in seinem Land durchsetzen wollte. „Gott ist groß, Allah ist größer“- in Bonn gelang ein Diskurs über Religion und Fanatismus ohne Betroffenheitskitsch.
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HOF Ein Traumspiel

17. März · Theater ∙ Autor: D. Hirschel · Ausgabe 5/2018

Seit der Uraufführung 1965 in Kiel hat es nur eine weitere Produktion dieser Oper von Aribert Reimann gegeben, 1987 in Wiesbaden. Von der perfekten Umsetzung in einer Neuinszenierung am Theater Hof war auch der anwesende Komponist mehr als begeistert.
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MELDUNGEN / INFO

REPORT

JIBILÄUMSPRODUKTIONEN

An der Komischen Oper Berlin gab es mit »Blaubart« eine Offenbach-Operette zum 70. Geburtstag, in St. Gallen Beethovens »Fidelio« zum 50-jährigen Bestehen des Neubaus am Stadtgarten.

IM BLICKPUNKT

EIN HERZ AUS GOLD

Jakob Fugger, „der Reiche“: Eine große historische Persönlichkeit wird in diesem Sommer zum Musical-Star – Open-Air in seiner Heimatstadt Augsburg. Intendant André Brücker, Komponist Stephan Kanyar und Librettist Andreas Hillger berichten.

NAMEN UND DATEN

IBRAHIM YEŞILAY, der als Chevalier in Gelsenkirchens Neuproduktion von »Dialogues des Carmélites« eine vielversprechende Visitenkarte abgegeben hat (OG 3/2018), ist Anfang des Monats im Musiktheater im Revier, dessen Ensemblemitglied er seit 2016 ist, auch als Nemorino in »L’elisir d’amore« zu hören. Donizettis Oper feiert am 5. Mai Premiere und steht darüber hinaus am 10., 13., 19., 27.5. + 1., 3., 23., 24.6. + 7.7. auf dem Gelsenkirchener Spielplan. In der kommenden Spielzeit wird er mit zahlreichen Auftritten zur festen Tenorgröße an der Deutschen Oper am Rhein. Weitere Infos und Termine von Klaus Florian Vogt, Andrès Orozco-Estrada, Rufus Wainwright, Krassimira Stoyanova, John Neumeier, Tansel Akzeybek, Elena Stikhina und anderen.

JUBILÄUM

ORT MIT GESCHICHTE

Wagner zum Jubiläum: Zum 30-jährigen Bestehen schenkt sich die Sommeroper Selzach in der Schweiz eine Neuproduktion von »Der fliegende Holländer«. Ein Gespräch mit dem Produktionsleiter René Gehri.

FOKUS WIEN

DOPPELPREMIERE ZUM 100.

Mit den Neuproduktionen »Der Besuch der alten Dame« am Theater an der Wien und »Dantons Tod« an der Staatsoper gedachten gleich zwei Wiener Bühnen des Komponisten Gottfried von Einem anlässlich dessen 100. Geburtstag.

VORSCHAU

Gut besetztes Repertoire: An der Hamburgischen Staatsoper gastiert in der nächsten Spielzeit John Lundgren als Wotan in zwei »Ring«-Zyklen, Nino Machaidze und Joseph Calleja singen in Verdis »Luisa Miller«, Albina Shagimuratova bezirzt den »Turco in Italia«, Lianna Haroutounian übernimmt in der fünfaktigen ungestrichenen »Don Carlos«-Fassung die Elisabeth, Christiane Karg die Titelpartie in Strauss’ »Daphne«. Die Berliner Staatsoper eröffnet ihre Saison mit Cherubinis »Medée« und präsentiert in den Hauptpartien Sonya Yoncheva und Charles Castronovo, während die Premiere der »Forza« in London zwar nur eine Übernahme aus Amsterdam ist, die Besetzung aber exklusiv: Anna Netrebko gibt ihr Rollendebüt als Leonora, Jonas Kaufmann singt den Alvaro.

CDs

NEUE CDs

Ein bemerkenswertes Hörerlebnis stellt die zwischen 2013 und 2016 komponierte und elektronisch produzierte Oper »Heresy« des irischen Komponisten Roger Doyle dar. Die Musik nimmt den Hörer mit in halb geträumte, halb erahnte Gefilde und entwickelt einen unwiderstehlichen Sog. Eine Rarität ist auch heute noch jede neue Gesamtaufnahme von Giacomo Puccinis »La Rondine«. Ivan Repušić hat 2015 im Münchner Prinzregententheater die Urfassung von 1917 aufgeführt, mit Elena Moşuc in der Rolle der Magda.

CD-NEWS

Ein Album mit Duetten aus Opern von Georg Friedrich Händel haben der polnische Countertenor Jakub Józef Orliński und die Mezzosopranistin Natalia Kawałek eingespielt, „Zwölf Lieder nach alten jiddischen Weisen“ stehen im Zentrum einer neuen CD von Johannes Martin Kränzle. Als „Doppelbegabung“ begleitet sich die Mezzosopranistin Ekaterina Levental selbst an der Harfe, und Max Emanuel Cencic hat seine neueste CD ganz dem Komponisten Nicola Antonio Porpora gewidmet.