Das Opernglas - Ausgabe 03/2015

Vokale Höhenflüge: Jonas Kaufmann sang in London erstmals den Andrea Chénier, auch Pavol Breslik begeisterte mit seinem Rollendebüt als Edgardo in »Lucia di Lammermoor« in München, an seiner Seite triumphierte Diana Damrau in der Titelpartie. An der New Yorker Met setzten sich Anna Netrebko und Piotr Beczala für Tschaikowskys »Iolanta« ein, an der Hamburgischen Staatsoper feierte eine gelungene Neuinszenierung von Puccinis »La Fanciulla del West« mit Emily Magee in der Titelpartie Premiere, Athen erlebte die erste szenische Aufführung von »Tristan und Isolde« in Griechenland überhaupt; in den Titelpartien: Torsten Kerl und Ann Petersen. In Linz fand die neue »Ring«-Produktion ihren Abschluss mit der »Götterdämmerung«, in Dessau schloss sich ebenfalls der »Ring« – dort jedoch in umgekehrter Reihenfolge mit dem »Rheingold«. Eine spektakuläre Opernausgrabung gab es in Erfurt zu erleben mit Ernest Reyers »Sigurd«.

Die Interviews: Nina Stemme vor ihrem Rollendebüt als Elektra in Wien, Tenor Bryan Hymel, der seine erste Solo-CD mit Arien des dramatischen französischen Fachs herausgebracht hat, Rolando Villazón, der an der Deutschen Oper Berlin Puccinis Oper »La Rondine« inszeniert, Majella Cullagh, die bei den St.Galler Festspielen die Lucrezia in Giuseppe Verdis Oper »I due Foscari« singen wird, sowie ein Gespräch mit Werner Signer, dem Direktor des Festivals.

Nachfolgend finden Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste aller Inhalte bietet das Inhaltsverzeichnis.

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INHALTSVERZEICHNIS

INHALTSVERZEICHNIS

Ausgabe: 3/2015

Das komplette Inhaltsverzeichnis mit allen Themen
EDITORIAL
AUFFÜHRUNGEN
  • MÜNCHEN Lucia di Lammermoor (Nationaltheater)
  • LONDON Andrea Chénier (Royal Opera House)
  • NEW YORK Iolanta / Herzog Blaubarts Burg (Metropolitan Opera)
  • BERLIN Der Freischütz (Staatsoper im Schiller Theater)
  • HAMBURG La Fanciulla del West
  • LINZ Götterdämmerung
  • DESSAU Das Rheingold
  • GENF Iphigénie en Tauride
  • MONTE-CARLO Guillaume Tell
  • ATHEN Tristan und Isolde
DAS INTERVIEW
  • NINA STEMME
IM GESPRÄCH
  • BRYAN HYMEL
IM BLICKPUNKT
  • ERFURT Sigurd
  • MÜNCHEN Cinq-Mars
NACHGEFRAGT
  • ROLANDO VILLAZÓN
SPECIAL
  • ST. GALLER FESTSPIELE
REPORT
  • BERLIN / HONG KONG / SOLOTHURN / LYON
NAMEN UND DATEN
MELDUNGEN
NACHRUF
RUNDBLICK
  • BASEL Médée
  • GRAZ Die tote Stadt
  • GIESSEN Linda di Chamounix
  • HANNOVER Caligula
  • LÜBECK La Damnation de Faust
  • DORTMUND Der Rosenkavalier
  • EGGENFELDEN Die Großherzogin von Gerolstein
  • HAGEN Faust
  • REGENSBURG Doktor Schiwago
  • OLDENBURG Der Idiot
  • BIELEFELD Romeo und Julia auf dem Dorfe
  • LUZERN Cantos de Sirena
  • SALZBURGER MOZARTWOCHE Davide penitente / Alfonso und Estrella
VORSCHAU
SPIELPLÄNE
RARITÄTEN
TV-TIPPS
IMPRESSUM
DVDs
  • Richard Strauss DER ROSENKAVALIER
  • Vincenzo Bellini I CAPULETI E I MONTECCHI
  • Alban Berg LULU
  • Giuseppe Verdi RIGOLETTO
NEUE CDs
  • SOLO-ALBEN
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    EDITORIAL

    EDITORIAL

    Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 3/2015

    Großes Finale: Siegfried und Brünnhilde, im Tode vereint, dazu die überwältigenden Klänge einer epischen Schlussapotheose. Das kommt einem bekannt vor.
    Doch Richard Wagners »Götterdämmerung« ist für diesmal nicht gemeint; unser Gibichungen-Bild muss um eine prägnante, französische Facette erweitert werden: »Sigurd«, die Grand Opéra-Version von Ernest Reyer, ist derzeit in deutscher Erstaufführung zu erleben, 130 Jahre nach der Uraufführung. Nur eine von vielen Entdeckungen, die man in dieser Saison auf den Opernbühnen erleben kann. Ebenfalls darunter ist aktuell eine weitere große französische Oper mit fast komplett vergessener, gleichwohl herrlicher Musik von Charles Gounod. Aber auch die eindrucksvolle Dostojewskij-Adaption »Der Idiot« von Mieczyslaw Weinberg, Delius‘ wunderbare Romeo und Julia-Version, ja selbst Tschaikowskys »Iolanta«, Charpentiers »Médée« und einige weitere Titel mehr, die in dieser Ausgabe versammelt sind, zählen allesamt nicht zu den Repertoireklassikern – und gehören eben doch ganz unbedingt auf die Bühne. Das konnte man jetzt in geballter Form erleben; wir waren bei all diesen Produktionen für Sie vor Ort dabei.
    Dass auch die viel zu lange vernachlässigte Gattung der Grand Opéra endlich so etwas wie eine kleine Renaissance erlebt, ist mehr als erfreulich. Hält die Tendenz an, darf man hoffen, dass im Zuge einer intensiveren Beschäftigung mit den unterschiedlichen Ausprägungen dieser in der Regel höchst effektvollen Musiktheaterform noch so manches andere Werk wieder nachhaltiger in den Blickpunkt rücken wird. Donizettis »Dom Sébastien« beispielsweise, oder Gounods »La Reine de Saba«; auch das deutsche Pendant, Goldmarks »Die Königin von Saba«, oder Spontinis frühe »Agnes von Hohenstaufen« sind zweifellos lohnend – und einiges davon ist auch in der Tat geplant. Die Liste der Optionen ließe sich beliebig variieren und schier endlos ergänzen. Insbesondere natürlich auch um die einstmals nicht nur die Pariser Opernszene so nachhaltig beherrschenden Werke Giacomo Meyerbeers, von denen man sich schon im zurückliegenden Jubiläums-Jahr deutlich mehr gewünscht hätte. Und zwar eben nicht allein »Les Huguenots«, die inzwischen längst das Zeug hätten, zum erweiterten Werkekanon eines jeden Opernhauses zu gehören als besondere Herausforderungen wie der »Ring« oder »Die Frau ohne Schatten«, mit denen man traditionell die Leistungsfähigkeit eines Theaters und seines Ensembles unter Beweis zu stellen beliebt. Berlioz‘ Monumentalwerke gehören schließlich seit einiger Zeit auch wieder dazu. Der ungeheure, unwiderstehliche Effekt, der von diesen Opern ausgeht, hat sich in den Köpfen festgesetzt. Nicht umsonst will Kent Nagano im Herbst seinen Einstand an der Hamburgischen Staatsoper mit »Les Troyens« geben; auch das frisch sanierte Opernhaus in Köln soll zu Beginn der kommenden Saison mit einem Berlioz – »Benvenuto Cellini« als lokale Erstaufführung – wiedereröffnet werden.
    Die Beschäftigung mit den ganz raren Stücken ist dagegen insbesondere in der oftmals aufwändigen Vorarbeit nicht selten eine noch größere Herausforderung, allein schon aufgrund der zum Teil problematischen Quellenlage. Angesichts unvollständiger oder nicht einmal in edierter Fassung vorliegender Partituren ist mitunter akribische Forschung gefragt, zuweilen gepaart mit detektivischem Spürsinn. Längst beteiligen sich auch die Gesangsstars der Opernszene mit großer Begeisterung an der musikhistorischen Schatzsuche, begeben sich für die Programme ihrer CD-Einspielungen gern schon mal selbst in die Archive oder lassen sich von ausgewiesenen Spezialisten entdeckerfreudig zu den entlegendsten Trouvaillen (ver-)führen. Bryan Hymel hat sich als Auftakt zu seinem neuen Exklusivvertrag für das erste Album just die großen Brocken der französischen Grand Opéra vorgenommen – inklusive grandioser Raritäten von Gounod, Bruneau und Rabaud; auch Reyers »Sigurd« ist dabei. Das Ergebnis ist nicht allein durch die Stückwahl spektakulär. Grund genug, den Künstler erneut zum Interview zu bitten. Dazu lesen Sie in dieser Ausgabe ein Gespräch mit Rolando Villazón, der sich immer mehr die Regie als zweites Standbein erarbeitet und im März an der Deutschen Oper Berlin eine weitere Neuinszenierung vorstellen wird, sowie die exklusive Coverstory mit Nina Stemme vor ihrem mit Spannung erwarteten Elektra-Debüt an der Wiener Staatsoper. Viel los derzeit auf den Bühnen und damit auch auf den über 100 Seiten dieser März-Ausgabe.
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    INTERVIEWS

    Das Interview: NINA STEMME – „Wenn, dann richtig!”

    Autor: Thomas Baltensweiler · Ausgabe 3/2015

    Nina Stemme über ihr anstehendes Rollendebüt als Elektra an der Wiener Staatsoper und ihren Auftritt im Festspielsommer 2015 als Turandot im schwedischen Dalhalla – mit ihrem Ehemann als Regisseur.
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    Im Gespräch: BRYAN HYMEL – 11 Debüts in 3 Jahren

    Autor: Andreas Laska · Ausgabe 3/2015

    Eine furiose Tour de force durch bekanntes, vor allem aber unbekanntes Tenorrepertoire: Dafür stehen Bryan Hymels Auftritte auf der Opernbühne. Jetzt erscheint seine Debüt-CD.
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    Nachgefragt: ROLANDO VILLAZÓN – Mein neues Standbein

    Autor: Söhnke Martens · Ausgabe 3/2015

    Der Startenor entdeckt immer mehr die Inszenierungsarbeit für sich und arbeitet konsequent an einer zweiten Karriere als Regisseur. Ein Gespräch im Vorfeld seiner jüngsten Premieren.
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    AUFFÜHRUNGEN

    MÜNCHEN Lucia di Lammermoor

    26. Januar · Nationaltheater · Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 3/2015

    Eine Premiere, die von orchestralen wie vokalen Glanzleistungen geprägt war, und in der auch die Regie Akzente zu setzen vermochte.
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    LONDON Andrea Chénier

    20. Januar · Royal Opera House · Autor: M. Lehnert · Ausgabe 3/2015

    Großer Jubel für einen spektakulären Operngenuss, der sicher weltweit einen Höhepunkt in der laufenden Spielzeit darstellen dürfte: Jonas Kaufmann gab sein Rollendebüt als Andrea Chénier.
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    NEW YORK Iolanta / Herzog Blaubarts Burg

    29. Januar · Metropolitan Opera · Autor: F. Plotkin · Ausgabe 3/2015

    Mit Anna Netrebko als Iolanta und Valery Gergiev am Pult, beide erklärtermaßen große Unterstützer der Politik Vladimir Putins, waren in New York Proteste zu erwarten gewesen. Ein Protestant schaffte es am Premierenabend gar auf die Bühne der Met und entrollte ein Plakat, das Putin als Adolf Hitler darstellte.
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    HAMBURG La Fanciulla del West

    1. Februar · Staatsoper · Autor: S. Martens · Ausgabe 3/2015

    Musikalisch war es der Abend der Philharmoniker Hamburg, die man selten so emphatisch zu Gehör bekommen haben dürfte.
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    ERFURT Sigurd

    30. Januar ∙ Theater · Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 3/2015

    Die deutsche Erstaufführung dieser „Nibelungen à la française“ ist nichts weniger als eine Sensation, bietet sie doch eine längst überfällige Begegnung mit einem einstmals höchst erfolgreichen Werk.
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    DESSAU Das Rheingold

    30. Januar ∙ Theater · Autor: S. Barnstorf · Ausgabe 3/2015

    Der »Ring« in Dessau hat sich geschlossen – mit dem »Rheingold«, nachdem 2012 die »Götterdämmerung« den Anfang gemacht hatte. Zunächst als „Bauhaus-Ring“ tituliert, entpuppte sich die Inszenierung letztlich als Auseinandersetzung mit der Entwicklung von Film und Medien.
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    BASEL Médée

    15. Januar ∙ Theater · Autor: T. Baltensweiler · Ausgabe 3/2015

    Eine Rarität als Schweizer Erstaufführung: Antoine Charpentiers Version des bekannten Medea-Stoffes mit Magdalena Kozená in der Titelpartie der Médée.
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    GRAZ Die tote Stadt

    24. Januar ∙ Opernhaus · Autor: T. Rauchenwald · Ausgabe 3/2015

    Das sind die Produktionen, für die man in die Oper geht! Korngolds populäre Oper als Szenen einer Ehe in der Inszenierung von Johannes Erath und einer gelungenen musikalischen Umsetzung.
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    REGENSBURG Doktor Schiwago

    29. Januar ∙ Theater · Autor: B. Gruhl · Ausgabe 3/2015

    Boris Pasternaks »Doktor Schiwago« jetzt auch im Musiktheater als Werk des russischen Komponisten Anton Lubchenko. Kraftvolle Bilder zu einer der Melodik verpflichteten Musik.
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    SPECIAL

    ST. GALLER FESTSPIELE

    Die St.Galler Festspiele blicken zurück auf neun erfolgreiche Jahre und feiern ihr 10-Jähriges mit Giuseppe Verdis »I due Foscari« im Klosterhof und weiteren Programmhighlights in Kathedrale, St. Lorenzen und Stiftsbibliothek. Rückblick, Ausblick, Interviews - u.a. ein Gespräch mit dem Geschäftsführenden Direktor Werner Signer über sein Erfolgsrezept.

    MELDUNGEN / INFO

    NAMEN UND DATEN

    RICARDA MERBETH wird im Frühjahr kommenden Jahres an der Hamburgischen Staatsoper ihr Rollendebüt als Isolde geben. In der Hansestadt singt sie aktuell im März die Madame Lidoine in Poulencs »Dialogues des Carmélites«. Weitere Pläne der Sopranistin sowie Termine und Infos u.a. zu Klaus Florian Vogt, der im März in der Hamburger Neuproduktion von Korngolds »Die tote Stadt« zu erleben sein wird, Jonas Kaufmann, der sein Otello-Debüt plant, Egils Silins, Michael Schade u.a

    REPORT

    »RING«-AUFTAKT IN HONG KONG

    Für ein renommiertes Orchester ist es sehr wichtig, auch Richard Wagners »Ring des Nibelungen« einmal aufgeführt zu haben. An der Herausforderung, das vierteilige Werk zu spielen, kann es sich weiterentwickeln und wachsen, erklärte der Chefdirigent des Hong Kong Philharmonic Orchestra Jaap van Zweden im Januar anlässlich zweier konzertanter Aufführungen des sogenannten Vorabends »Das Rheingold« im Cultural Center der asiatischen Millionenmetropole. In den drei kommenden Spielzeiten wird jeweils eine weitere Oper des »Rings« präsentiert werden. Mit einer Finanzspritze von 3 Millionen Hong Kong Dollar von der Regierung gelingt es nicht nur die Ticketpreise im Rahmen zu halten, sondern auch internationale Besetzungen zu verpflichten. Im Mittelpunkt des Interesses am 24. Januar stand das Rollendebüt von Matthias Goerne als Wotan, dessen Bariton vor allem in der Tiefe überzeugte, Michelle de Young gab eine üppig timbrierte Fricka. In exzellenter Verfassung präsentierten sich Kim Begley als Loge, der schönstimmige und im Fluch effektvoll auftrumpfende Peter Sidhom als Alberich sowie Stephen Milling und der mit Ovationen bedachte Bayreuth-Star Kwangchoul Youn als Fafner und Fasolt. Der Dirigent soll übrigens demnächst auch an der Wiener Staatsoper mit einer Wagner-Produktion zu erleben sein.

    VORSCHAU

    Yannick Nézet-Séguin dirigiert zum Auftakt der neuen Spielzeit an der New Yorker Met eine Neuproduktion von »Otello«. Der Premierenplan 2015/16 des Hauses sieht neben »Elektra« mit Nina Stemme auch eine neue »Lulu« mit Marlis Petersen in der Titelpartie vor. An der Oper von Los Angeles wird in der kommenden Saison Plácido Domingo an einem Abend als Sänger (Titelpartie in »Gianni Schicchi«) und anschließend als Dirigent (»I Pagliacci«) auftreten, und wenn am 31. August die MS Europa von Kiel aus in See sticht, verwandelt sich das beliebte Kreuzfahrtschiff wieder in ein schwimmendes Konzerthaus: Zum neunten Mal findet 2015 das „Ocean Sun Festival“ an Bord statt; in diesem Jahr u.a. zu Gast: Star-Harfenist Xavier De Maistre.

    MELDUNGEN

    AFRICAN ANGELS

    Der berühmte Chor der Cape Town Opera, deren »Mandela Trilogy« der Konzertveranstalter BB Promotion 2014 erstmals in Deutschland gezeigt hatte (OG 7-8/2014), macht in diesen Wochen mit einer neuen Show Station in verschiedenen deutschen und schweizer Städten: „African Angels“. 18 ausgewählte Sängerinnen und Sänger des Cape Town Opera Chorus, der 2013 bei den International Opera Awards in London zum Opernchor des Jahres gekürt worden ist, präsentieren mit Gospels, afrikanischen Traditionals und Liedern mit den charakteristischen Schnalzlauten der Xhosa, aber auch Opernarien einen vielseitigen Querschnitt durch die Klanglandschaft ihres Heimatkontinents und -landes, in dem die Oper seit einigen Jahren immer größeren – und gesellschaftsübergreifenden – Zulauf findet. So werden neben typisch südafrikanischen Liedern wie „Pata Pata“ oder „Baba Yetu“ – im Gedenken an Nelson Mandela –, „Oh Happy Day“ und „Amazing Grace“ auch das Brindisi aus »La Traviata« oder die Arie des Escamillo aus »Carmen« zu Gehör gebracht.
    Zu erleben ist die Show in der Berliner Philharmonie (6.4.), Frankfurts Alter Oper (7.4.), der Düsseldorfer Tonhalle (8.4.), im Konzerthaus Dortmund (10.4.), dem Wiesbadener Kurhaus (11.4.), im Festspielhaus von Baden-Baden (12.4.), im Konzerthaus Freiburg im Breisgau (13.4.), in der Bremer Glocke (16.4.), in der St. Michaelis Kirche Hamburg (17.4.), im Theater 11 in Zürich (18.4.), im Münchner Gasteig (19.4.), in der Beethovenhalle Bonn (20.4.) sowie in der Essener Philharmonie (21.4.). Karten sind online über www.bb-promotion.com oder unter der Nummer 01806-570070 bei Eventim erhältlich.

    NACHRUF

    Waldemar Kmentt, über dreieinhalb Jahrzehnte lang Mitglied der Wiener Staatsoper, ist am 21. Januar 2015 in Wien verstorben. Ebendort am 2. Februar 1929 geboren, erhielt er seine Gesangsausbildung ab1949 an der Wiener Musikakademie und wurde bereits zwei Jahre später fest ins Ensemble der Wiener Staatsoper engagiert, wo er am 26. Juni 1951 als Prinz in »Die Liebe zu den drei Orangen« sein Debüt gab. In den kommenden Jahren sollte Kmentt, der vor allem für sein strahlendes Timbre berühmt war, in 79 Rollen in insgesamt 1480 Vorstellungen auf dieser seiner Bühne zu erleben sein, zu den meistgesungenen Par¬tien seiner vielseitigen Karrie¬re, in der er sowohl das lyrische als auch das jugendlich-heldische Fach abdeckte, zählten der Tamino, Ferrando in »Così fan tutte«, Hans in »Die verkaufte Braut« und der Hoffmann. Gastspiele führten ihn unter anderem zu den Salzburger und Bayreuther Festspielen, an die Mailänder Scala, aber auch an die New Yorker Metropolitan Opera, an der der 1962 zum Österreichischen Kammersänger ernannte Tenor im Alter von 72 Jahren sein Hausdebüt gab. Am 25. November 2005 hatte er sich als Haushofmeister in »Ariadne auf Naxos« vom Wiener Publikum verabschiedet. In Erinnerung bleibt Waldemar Kmentt als Synonym für kultivierten Gesang. Er klang niemals forciert und galt unter anderem als Mittelpunkt des legendären Wiener Mozart¬ensembles der 1950er- und 1960er-Jahre.

    CDs

    Piotr Beczala THE FRENCH COLLECTION

    DG 479 4101, 1 CD ∙ Autor: J. Gahre ∙ Ausgabe 3/2015

    Arien aus dem französischen Repertoire des 19. Jahrhunderts präsentiert der polnische Tenor Piotr Beczala mit dem schlanken und edel timbrierten Organ auf seiner neuen CD (Erscheinungstermin 13. März)

    Sonya Yoncheva PARIS, MON AMOUR

    SONY 88875017202, 1 CD ∙ Autor: J. Gahre ∙ Ausgabe 3/2015

    Auch die bulgarische Senkrechtstarterin hat stimmlich eine Menge zu bieten auf ihrem Debüt-Soloalbum. Daneben scheint feinfühliges Mitgestalten das Motto des Dirigenten Fréderic Chaslin gewesen zu sein.

    Diana Damrau FIAMMA DEL BELCANTO

    ERATO 08256461666749, 1 CD ∙ Autor: J. Gahre ∙ Ausgabe 3/2015

    Die schwäbische Diva zeigt auf ihrem neuen Soloalbum (Erscheinungstermin 27. März), wohin die Reise ihrer stimmlichen Entwicklung gehen kann: Sie widmet sich darauf ausschließlich italienischen Arien von Donizetti und Bellini über Verdi bis hin zu Puccini und Leoncavallo.

    DVDs

    Richard Strauss DER ROSENKAVALIER

    C MAJOR 719308, 2 DVDs ∙ Autor: M. Wilks ∙ Ausgabe 3/2015

    Harry Kupfers Inszenierung aus dem vergangenen Jahr steht auch in diesem Sommer wieder auf dem Spielplan der Salzburger Festspiele. Der DVD- Mitschnitt mit Günter Groissböck als Ochs und Krassimira Stoyanova als Marschallin bringt die hörens- wie sehenswerte Produktion auf den heimischen Bildschirm.

    Vincenzo Bellini I CAPULETI E I MONTECCHI

    EUROARTS 2059668, 2 DVDs ∙ Autor: T. Baltensweiler ∙ Ausgabe 3/2015

    Was Joyce DiDonato und Nicole Cabell auf diesem Mitschnitt aus der San Francisco Opera zu bieten haben, grenzt an eine Sensation. Und auch das Orchester musiziert mustergültig.