Das Opernglas - Ausgabe 03/2014

Im Theater an der Wien fand ein weiteres Rollendebüt von Plácido Domingo statt, der in Giuseppe Verdis »I due Foscari« auftrat, während an der Wiener Staatsoper eine Neuproduktion von Dvořáks »Rusalka« Premiere hatte. Dresden startete mit einer packenden »Elektra« in das Strauss-Gedenk-Jahr, das in München mit einer konzertanten »Feuersnot« eingeleitet wurde. Auftakt auch zum Gluck-Jubiläum mit »Orfeo ed Euridice« in Salzburg. Und auch Riga feierte: Die Kulturhauptstadt 2014 setzte sich mit einem großen Spektakel in Szene, Hauptprogrammpunkt war Wagners »Rienzi«. Ein besonderer Wagner auch in Regensburg: Die Inszenierung seines Frühwerks »Die Feen« ließ den Meister vergeblich an die Tore des Festspielhauses pochen. In London lieferten sich Mariusz Kwiecien und Alex Esposito hinreißende Duelle als Don Giovanni und Leporello, Cecilia Bartoli begeisterte in Zürich als Händels Alcina.

Die Interviewthemen: Christiane Karg, die in ihrer Heimatstadt Feuchtwangen ein kleines Festival gegründet hat, Dame Kiri Te Kanawa, die im März ihren 70. Geburtstag feiert, Bariton Christian Gerhaher, der als einer der profiliertesten Lied-Interpreten vor einem großen Operndebüt steht, sowie Regisseur und Theaterleiter Guy Montavon, dessen modernes Erfurter Haus 10-jähriges Jubiläum feiert.

Ein Sonderteil zu den St. Galler Festspielen im Juni 2014 bietet Infos, Historie, Hintergrund und Künstlergespräche.

Nachfolgend finden Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste aller Inhalte bietet das Inhaltsverzeichnis.

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inkl. Mwst., zzgl. Porto

INHALTSVERZEICHNIS

Inhaltsverzeichnis

Ausgabe 03/2014

Das komplette Inhaltsverzeichnis mit allen Themen.

EDITORIAL
AUFFÜHRUNGEN
  • WIEN I due Foscari (Theater an der Wien)
  • DRESDEN Elektra
  • MÜNCHEN Feuersnot (Prinzregententheater)
  • HAMBURG Carmen
  • LONDON Don Giovanni (Royal Opera House)
  • ZÜRICH Alcina
  • BERLIN La Gioconda (Deutsche Oper)
  • SALZBURGER MOZARTWOCHE Orfeo ed Euridice (Haus für Mozart)
  • WIEN Rusalka (Staatsoper)
IM BLICKPUNKT
  • RIGA 2014
DAS INTERVIEW
  • CHRISTIANE KARG
PERSÖNLICH
  • KIRI TE KANAWA
DAS PORTRÄT
  • CHRISTIAN GERHAHER
IM GESPRÄCH
  • GUY MONTAVON
NAMEN UND DATEN
AKTUELL
SPECIAL
  • ST. GALLER FESTSPIELE
REPORT
  • HAMBURG / BERLIN / LUZERN
RUNDBLICK
    DÜSSELDORF Lohengrin
  • MAINZ La Traviata
  • REGENSBURG Die Feen
  • SCHWERIN Dead Man Walking
  • HANNOVER Cavalleria rusticana / I Pagliacci
  • NORDHAUSEN Tiefland
  • LANDSHUT Il Pirata
  • WIESBADEN La Forza del Destino
  • DORTMUND La concordia de‘ pianeti (Konzerthaus)
  • LIÈGE Fidelio
VORSCHAU
SPIELPLÄNE
TV-TIPPS
RARITÄTEN
IMPRESSUM
DVDs
  • Richard Wagner PARSIFAL
  • Richard Wagner GEBURTSTAGSKONZERT
  • Jacques Offenbach LES CONTES D’HOFFMANN
  • Benjamin Britten PETER GRIMES ON ALDEBURGH BEACH
  • Maurice Ravel L’HEURE ESPAGNOLE / L’ENFANT ET LES SORTILÈGES
NEUE CDs
  • Jonas Kaufmann WINTERREISE
  • Rolando Villazón MOZART CONCERT ARIAS
  • Kiri Te Kanawa OPERA ARIAS
  • Johann Strauß DIE FLEDERMAUS
  • Max Emanuel Cencic ROKOKO
  • Christoph Willibald Gluck / Richard Wagner IPHIGENIA IN AULIS
  • Paul Hindemith DAS MARIENLEBEN
  • Jules Massenet LE MAGE
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EDITORIAL

EDITORIAL

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 3/2014

So weltumspannend präsent war die Oper mit ihren Stars seit dem Fußball-WM-Coup der „3 Tenöre“ vor über 20 Jahren nicht mehr. Nur waren es diesmal die Soprane, und es genügten wenige Minuten.

In kurzer Abfolge legten im Februar zwei der größten Operndiven unserer Zeit breitenwirksamste Visitenkarten aus – und zwar jeweils nicht mit klassischem Programm und zudem in einem Umfeld, das so gar nicht an elitäre Hochkultur und vermeintliche Barrieren denken ließ: Renée Fleming beim Superbowl-Finale, Anna Netrebko bei der Olympia-Eröffnung. In New York saßen über 80.000 Fans im Stadion, 800 Millionen verfolgten die Übertragung weltweit am Bildschirm, in Sotschi waren es „nur“ 40.000 vor Ort, dafür rund 3 Milliarden TV-Zuschauer. Und die beiden Opernstars mittendrin!

Jenseits aller politischen Dimension derartiger Auftritte, die insbesondere im russischen Fall zu Recht kritisch diskutiert wird, ist doch auch ein schönes Signal von diesen beiden Künstlerinnen ausgesendet worden: Klassische Musik und ihre Interpreten gehören längst wieder in die Topkategorie der Musikbranche. Denn machen wir uns nichts vor: Zu einem Event wie dem Superbowl-Finale werden nur die absolut Größten eingeladen, schließlich geht es hier um vorzugsweise astronomische Einschaltquoten. Renée Fleming hat es nun in der Historie des größten TV-Events der USA als erste Opernsängerin überhaupt in diesen Olymp geschafft. Hut ab!

Wir können uns glücklich schätzen, dass das Musiktheater immer wieder derartige Ausnahmekünstler hervorbringt. Und es gibt derer ja aktuell sogar noch einige mehr. Das Beste daran: Sie alle rechtfertigen ihren Status Abend für Abend auf den Bühnen, was eben doch weit mehr wert ist als jedwede noch so gut angelegte PR-Strategie, wie sie uns noch um die Jahrtausendwende mit „gemachten“, lediglich CD-tauglichen und daher auch bald wieder verschwundenen Stars zu beeinflussen suchten. An dieser selektiven Gesundung der Opernszene hatten und haben auch Sie, liebe Leser, als aufgeschlossenes aber kritisches Publikum einen gehörigen Anteil, indem Sie kenntnisreich unterscheiden, wo die eigentlichen Qualitäten liegen.

Erstklassige, mitreißende Vorstellungen, von denen wir auch in dieser Ausgabe wieder berichten dürfen, lassen uns gern vergessen, wie viel persönlicher Einsatz hinter der physischen wie psychischen Extrembelastung Operngesang stecken. Eine Karriere im Musiktheater ist nur vordergründig glamourös; der große Rest ist harte Arbeit. Nach intensiver Ausbildung folgt lebenslanges Training, vertiefende Studien, konsequente Stimmpflege – und: Lernen, Lernen, Lernen. Neben der Einstudierung neuer Partien sind das Weiterentwickeln und Abrufbarhalten bekannter Rollen unerlässlich, ebenso – leider vielfach unterschätzt – das gewissenhafte Arbeiten an Sprache und Artikulation. Das alles setzt nicht nur eine körperliche sondern auch eine mentale Stärke voraus, die Flexibilität und ein schnelles Reaktionsvermögen ermöglicht: ständig wechselnde Herausforderungen, auch szenischer Art, dazu insbesondere im Repertoirebetrieb des Ensembletheaters ein stetes Hin und Her zwischen den Stilen, sowie natürlich ein permanentes Reagieren auf die Sängerkollegen und die durchaus sehr unterschiedlichen interpretatorischen Signale aus dem Graben. Da ist höchste Konzentration gefordert. Wie faszinierend ist da schon allein die Fokussierung eines Ausnahmekünstlers wie Plácido Domingo, bei seiner aktuellen Baritondebüt-Parade nicht doch einmal mit dem einst gesungenen Tenorpart einzusetzen…

Und „live“ heißt eben auch, etwaige Spontaneitäten abzufedern: Ich erinnere mich noch sehr gut an ein wunderbares Gespräch mit der unvergessenen Joan Sutherland, die mir in ihrer hinreißend amüsanten Art von den unterschiedlichen »Lucia«- oder »Traviata«- Versionen berichtete, die sie aufgrund rasant wechselnder Tenöre und deren jeweiliger Abendverfassung zu verinnerlichen hatte. Überhaupt kann die Fassungsproblematik bei einigen Werken ja selbst den Zuhörer zuweilen gehörig durcheinanderbringen.
Wer all das als Künstler bewältigt und dazu auch noch die nicht unerheblichen Nebenwirkungen einer großen, internationalen Karriere – hochfrequente Reisetätigkeit, wenig Privatleben – in Kauf zu nehmen bereit ist, kann ein beglückendes Leben für die Musik, für die Oper führen. Nicht umsonst spricht Christiane Karg, Titelkünstlerin dieser Ausgabe, von einem „Leben am Limit“, das sie gleichwohl sehr bewusst gewählt hat und begeistert weiter ausbaut. Kiri Te Kanawa, die noch immer sehr beliebte Sopranistin mit der außergewöhnlichen Karriere, stellt derweil erst angesichts ihres bevorstehenden 70. Geburtstages lakonisch fest: „Es ist an der Zeit, das Leben zu leben, für das ich all die Jahre gearbeitet habe.“ Es sei ihr von Herzen gegönnt. Happy Birthday, Dame Kiri!

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INTERVIEWS

Das Interview: CHRISTIANE KARG – Leben am Limit

Autor: Markus Wilks · Ausgabe 3/2014

Sie liebt ihren Beruf mit allen Facetten – neuerdings auch als Festspielleiterin. KunstKlang Feuchtwangen nennt sich eine vierteilige Konzertreihe, die Christiane Karg in ihrer Heimatstadt ins Leben gerufen hat.
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Persönlich: KIRI TE KANAWA – „Happy Birthday Dame Kiri!”

Autor: Yeri Han · Ausgabe 3/2014

Im März feiert Kiri Te Kanawa ihren 70. Geburtstag in einer Aufführungsserie von »La Fille du Régiment« an Londons Royal Opera House. Ein rares Interview mit charmanten Einblicken auch in das Privatleben der beliebten Operndiva.
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Das Porträt: CHRISTIAN GERHAHER – Die ernsten Dinge

Autor: Ursula Ehrensberger · Ausgabe 3/2014

Ein nachdenklicher, selbstkritischer Künstler, dessen große Liebe dem Lied gehört. Dennoch bleibt er der Oper treu. Im Mai debütiert er als Don Giovanni an der Frankfurter Oper.
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Im Gespräch: GUY MONTAVON – Mein Epizentrum

Autor: Söhnke Martens · Ausgabe 3/2014

Ein kleines, feines Jubiläum, neue Werke und die Vorteile der Koproduktion: Der Erfurter Intendant im Gespräch.
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AUFFÜHRUNGEN

WIEN I due Foscari

15. Januar · Theater an der Wien · Autor: Th. Rauchenwald · Ausgabe 3/2014

Noch ein Rollendebüt von Plácido Domingo: Seiner Sammlung von Verdi-Bariton-Partien hat er in Wien den Dogen Francesco Foscari hinzugefügt.
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DRESDEN Elektra

19. Januar · Semperoper · Autor: U. Ehrensberger · Ausgabe 3/2014

Auftakt zum Jubiläumsjahr: Zahlreiche Opern von Richard Strauss erlebten in Dresden einst ihre Uraufführung. Christian Thielemann gratulierte mit einer fulminanten Neuproduktion zum Jahresbeginn.
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LONDON Don Giovanni

1.Februar · Royal Opera House · Autor: B. Barrett · Ausgabe 3/2014

Es war erst die zweite Regiearbeit von Kasper Holten an dem von ihm geleiteten Londoner Opernhaus. Mariusz Kwiecien und Alex Esposito führten dabei eine illustre Sängerbesetzung an.
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ZÜRICH Alcina

26. Januar ∙ Opernhaus · Autor: Th. Baltensweiler · Ausgabe 3/2014

Eine neue Paraderolle für Cecilia Bartoli und die alte Idee vom „Theater im Theater“ einfühlsam umgesetzt.
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BERLIN La Gioconda

26. Januar ∙ Deutsche Oper · Autor: M. Lehnert · Ausgabe 3/2014

Garant für ein volles Haus: Seit 40 Jahren kehrt die Inszenierung von Ponchiellis Sängeroper in den Bühnenbildern der Uraufführung immer wieder auf den Berliner Spielplan zurück. Jubel für erstklassige Sänger wie Marcelo Álvarez und Hui He, Szenenapplaus für die Inszenierung, wann immer sich der Vorhang hebt.
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HAMBURG Carmen

19. Januar ∙ Staatsoper · Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 3/2014

Regisseur Jens-Daniel Herzog wollte in Hamburg den Repertoire-Dauerbrenner »Carmen« einmal von allen Klischees befreien. Ein gelungener Versuch? In den Hauptpartien sangen Elisabeth Kulman und Nikolai Schukoff.
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DÜSSELDORF Lohengrin

26. Januar · Deutsche Oper am Rhein · Autor: H. Walter · Ausgabe 3/2014

Eine politische Parabel aus revolutionärer Zeit? Auch zwischen Konzernzentrale und Occupy-Bewegung kann man »Lohengrin« ansiedeln, wenn sich die Sänger nicht „die Butter vom Brot“ nehmen lassen.
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MAINZ La Traviata

11. Januar ∙ Staatstheater · Autor: L.-E. Gerth · Ausgabe 3/2014

Violetta keine Prostituierte, sondern ein Pop- oder Filmstar, dem der ganze Rummel zu viel wird: Für dieses Konzept konnte Regisseurin Vera Nemirova in Mainz mit der litauischen Sopranistin Vida Mikneviciute eine hinreißende Titelinterpretin aufbieten.
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REGENSBURG Die Feen

25. Januar ∙ Theater · Autor: G. Heldt · Ausgabe 3/2014

Die Festspielleiterinnen als Walküren mit Flügelhelm und Schild, und ein Richard Wagner, der mit seinem Opernerstling vergeblich an den Türen des Festspielhauses rüttelt. Regisseur Uwe Schwarz hat das Märchen im heutigen Bayreuth angesiedelt.
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WIESBADEN La Forza del Destino

25. Januar ∙ Theater · Autor: L.-E. Gerth · Ausgabe 3/2014

Musikalisch überzeugend und die großen folkloristischen Szenen auf ein Minimum „eingedampft“. Eignet sich die »Macht des Schicksals« zum Kammerspiel?
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MELDUNGEN / INFO

SPECIAL

ST. GALLER FESTSPIELE

Herrliche Lage, geschichtsträchtige Mauern: So idyllisch das schweizerische St. Gallen heute wirkt, so bewegt ist die Geschichte. Hintergrundberichte zu Stadt und Festivalprogramm. Im Zentrum steht in diesem Sommer die Neuproduktion von Gaetano Donizettis Meisterwerk »La Favorita« im Klosterhof, dazu Gespräche mit dem musikalischen Leiter und dem Regisseur.

BLICKPUNKT

RIGA 2014

Mit großem Spektakel feierte Riga den Auftakt in ein Jahr voller kultureller Aktivitäten als Kulturhauptstadt 2014: Der Buchbestand der alten Bibliothek wanderte in einer zwei Kilometer langen Menschenkette von Hand zu Hand in das eindrucksvolle neue „Lichtschloss“ an der Daugava. Kultureller Höhepunkt des Auftaktwochenendes: Wagners »Rienzi« – eigenwillig erweitert um Bezüge zu Lettland und zur lettischen Hauptstadt.
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AKTUELL

SCHÄTZE FÜR WAGNERS STERBEHAUS

Intendantin Renate Doppler hat die Richard-Wagner-Sammlung ihres 2012 verstorbenen Vaters Walter Just, Gründer des Richard-Wagner-Festivals im österreichischen Wels, dem Richard Wagner Museum im Palazzo Vendramin-Calergi in Venedig geschenkt und so der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Unter den Exponaten sind Briefe, Partituren, Bühnenbilder und zahlreiche weitere historische Dokumente. Im Rahmen der feierlichen Eröffnung und im Beisein von 300 Gästen präsentierte Doppler unter anderem jenes Originaltelegramm, mit dem Wagners Bühnenbildner Paul von Joukowsky einen Freund in Wien über den Tod des Komponisten benachrichtigt hatte. Das diesjährige Richard Wagner Festival Wels eröffnet am 3. Juni mit einer Wiederaufnahme von »Lohengrin«. Außerdem steht der »Fliegende Holländer« auf dem Programm im Welser Theater im Greif.

NAMEN UND DATEN

SONYA YONCHEVA, die im Februar als Stargast das Publikum beim Dresdner Semperopernball auf Anhieb für sich gewann und dabei auch Thomas Gottschalk zu einem Tänzchen verführte, wird im März mit ihrer koloraturgewandten Stimme als Lucia di Lammermoor an der Deutschen Oper Berlin zu erleben sein (15., 19., 23.3). Die Violetta in »La Traviata« führt die 1981 in Bulgarien geborene Sopranistin, die Anfang des Jahres einen Exklusiv-Vertrag bei Sony unterschrieben hat, an die Bayerische Staatsoper in München. Die Vorstellungen am 15., 19. und 25.4. sind mit Rolando Villazón als Alfredo und Leo Nucci als Vater Germont auch in den weiteren Partien prominent besetzt. Infos und Auftrittstermine weiterer Künstler in „Namen und Daten“: Sondra Radvanovsky, Marcelo Álvarez, Hui He, Simon O‘Neill und viele andere.

REPORT

GELUNGENER AUFTAKT

Im Januar ging es endlich los: Durch einen Defekt an der Bühne des Hamburger Schauspielhauses verspätete sich der Auftakt zur neuen Intendanz von Karin Beier um eine halbe Spielzeit. Und auch das Musiktheater spielte dabei eine Rolle. In ihrem Antikenzyklus »Die Rasenden« ließ die neue Chefin griechische Tragödien von Iphigenie bis Orest in einem mitreißenden 6 ½ -Stunden-Marathon durchdeklinieren. Einen grandios intensiven Auftritt hatte dabei das renommierte Ensemble Resonanz. Außerdem im straffen Neustart-Programm: der vielseitige südafrikanische Künstler William Kentridge mit der Kammeroper »Refuse The Hour«, einem multimedialen Theaterfeuerwerk zum Thema Zeit und Geschichte, bei dem Kentridge selbst auf der Bühne stand.

DVDs

Richard Wagner PARSIFAL

SONY 88883725729, 1 BLU-RAY ∙ Autor: M. Wilks ∙ Ausgabe 3/2014

Die Nähe der Kamera zu den Akteuren ist wegen der souveränen Sing- und Spielweise der Solisten ein Gewinn. Schöner und zugleich differenzierter als Jonas Kaufmann in diesem Mitschnitt aus der New Yorker Metropolitan Opera singt derzeit keiner die Titelpartie.

Benjamin Britten PETER GRIMES ON ALDEBURGH BEACH

ARTHAUS 108 101, 1 BLU-RAY ∙ Autor: J. Gahre ∙ Ausgabe 3/2014

Verträgt eine so intime Oper eine so spektakuläre Aufführung? Zum 100. Geburtstag von Benjamin Britten stellte man im britischen Aldeburgh etwas ganz Außergewöhnliches auf die Beine: Brittens Musik der See, der Wellen und des Sturms wurde an den Strand des kleinen Fischerstädtchens gebracht - bei Wind und Wetter.

CDs

Jonas Kaufmann WINTERREISE

SONY 88883795632, 1 CD ∙ Autor: M. Wilks ∙ Ausgabe 3/2014

Für Schuberts »Winterreise« besitzt Jonas Kaufmann ideale Voraussetzungen, weil seine dunkle, klangvolle Stimme individuell timbriert und technisch absolut sattelfest ist.

Rolando Villazón MOZART CONCERT ARIAS

DEUTSCHE GRAMMOPHON 00289 479 1054, 1 CD ∙ Autor: M. Wilks ∙ Ausgabe 3/2014

Rolando Villazón ergänzt mit diesem Programm seinen entstehenden Zyklus der sieben großen Mozart-Opern, und auch die Musiker des London Symphony Orchestra unter Antonio Pappano lassen „jugendliches Feuer“ hören.

Christoph Willibald Gluck / Richard Wagner IPHIGENIA IN AULIS

OEHMS CLASSICS OC 953, 2 CDs ∙ Autor: M. Lehnert ∙ Ausgabe 3/2014

Auf deutschen Opernbühnen hat sich die Wagner’sche Bearbeitung von Glucks »Iphigénie in Aulide« seit 1847 traditionell großer Beliebtheit erfreut. Als idealen Übergang vom Wagner-Gedenkjahr 2013 zum Gluck-Jahr 2014 legt Oehms Classics eine Neueinspielung dieser Fassung vor.

Jules Massenet LE MAGE

PALAZETTO BRU ZANE ES 1013, 2 CDs ∙ Autor: M. Lehnert ∙ Ausgabe 3/2014

Rolando Villazón hatte für sein vor einigen Jahren veröffentlichtes französisches Soloalbum eine wunderbare Arie daraus aufgenommen. Nun ist erstmals eine komplette Produktion dieser seltenen und hörenswerten Massenet-Oper durch Radio France aufgenommen worden.