Das Opernglas - Ausgabe 03/2013

Bunter Verdi-Reigen allerorten, von der Metropolitan Opera mit Piotr Beczala und Diana Damrau in »Rigoletto« bis zum intimen Salle Garnier der Opéra de Monte-Carlo, wo Desirée Rancarore als Einspringerin ein umjubeltes Debüt in »La Traviata« gab, von »Nabucco« an der Oper Leipzig zum »Falstaff« in Graz.

In London begeisterte einmal mehr Simon Keenlyside als Eugen Onegin an der Seite einer fantastischen Krassimira Stoyanova als Tatjana. In Amsterdam das furiose Rollendebüt von Marina Rebeka als Mathilde in »Guillaume Tell«. Bei der Salzburger Mozartwoche machten sich Marc Minkowski und Rolando Villazón eindrucksvoll für »Lucio Silla« stark, die Theater in Chemnitz, Karlsruhe und Gießen boten spannende Wiederbegegnungen mit raren Opern von Meyerbeer, Spontini und Gomes.

Die Interviewthemen: Jonas Kaufmann über seine Wagnerrollen und
-interpretationen auf Bühne und CD, Dirigent Jonathan Nott über sein »Ring«-Projekt mit den Bamberger Symphonikern und was einen an Wagners Musik nicht los lässt; und Regisseur John Dew, der in Darmstadt Hector Berlioz‘ Oper »Les Troyens« auf die Bühne bringt.

Nachfolgend erhalten Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste aller Inhalte finden Sie im Inhaltsverzeichnis.

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inkl. Mwst., zzgl. Porto

INHALTSVERZEICHNIS

Inhaltsverzeichnis

Das komplette Inhaltsverzeichnis mit allen Themen

EDITORIAL
AUFFÜHRUNGEN
  • LEIPZIG Nabucco
  • NEW YORK Rigoletto (Metropolitan Opera)
  • SALZBURGER MOZARTWOCHE Lucio Silla (Haus für Mozart)
  • BRÜSSEL Manon Lescaut
  • LONDON Eugen Onegin (Royal Opera House)
  • AMSTERDAM Guillaume Tell
  • WIEN Radamisto (Theater an der Wien)
  • MONTE-CARLO La Traviata
DAS INTERVIEW
  • JONAS KAUFMANN
DAS PORTRÄT
  • JONATHAN NOTT
IM GESPRÄCH
  • JOHN DEW
NAMEN UND DATEN
FOKUS
  • SPANNENDE BEGEGNUNGEN MIT RARITÄTEN VON MEYERBEER, SPONTINI, GOMES
  • CHEMNITZ Vasco de Gama
  • KARLSRUHE La Vestale
  • GIESSEN Fosca
REPORT
  • ROSTOCK / MADRID / DRESDEN
RUNDBLICK
  • MANNHEIM Don Carlo
  • MAINZ Der Prinz von Homburg
  • KIEL Der fliegende Holländer
  • GRAZ Falstaff
  • DORTMUND Il Trovatore (Theater)
  • Parsifal (Konzerthaus)
  • NORDHAUSEN André Chenier
  • MÜNSTER Tosca
  • BAMBERG Götterdämmerung
IM BLICKPUNKT
  • AUF IN DEN RING
AKTUELL
  • OPERNBALL MODERN
VORSCHAU
SPIELPLÄNE
RARITÄTEN
TV-TIPPS
IMPRESSUM
BÜCHER
  • Richard Wagner SÄMTLICHE BRIEFE, BAND 19 + BAND 22
  • Laurenz Lütteken WAGNER HANDBUCH
  • Andreas Rawitzer DIE ENTSTEHUNG VON RICHARD WAGNERS GÖTTERDÄMMERUNG
  • Joachim Köhler DER LACHENDE WAGNER
NEUE CDs
  • Max Emanuel Cencic VENEZIA
  • Jonas Kaufmann WAGNER
  • Julia Lezhneva ALLELUIA
  • Valer Barna-Sabadus TO TOUCH, TO KISS, TO DIE
  • Anna Prohaska ENCHANTED FOREST
  • Richard Wagner DIE WALKÜRE
  • Johann Adolph Hasse DIDONE ABBANDONATA
  • Carl Orff OEDIPUS DER TYRANN
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EDITORIAL

Editorial

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 3/2013

Kaum eine Zahl hat in den vergangenen Monaten so sehr das deutsche Gemüt erregt, wie diese: 17,98. Es ist der seit Beginn des Jahres eingeführte Rundfunkbeitrag, der als sogenannte „Haushaltsabgabe“ die bisherige Berechnungsgrundlage zur Finanzierung der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ersetzt. Startschuss für ausgiebige Debatten über Art und Höhe, über Sinn und Unsinn dieser Gebühr – und ihrer Verwendung. Nimmt man den geballten -Unmut, der sich derzeit in all den Umfragen, Talkrunden und Internetforen manifestiert, als Gradmesser, scheint insbesondere das TV-Programm auf wenig Zustimmung zu stoßen. Ein spätestens jetzt für jeden offensichtlicher Handlungsbedarf, der durchaus auch schon früher zu erkennen gewesen wäre.

Dass im Verteilungskampf um Gelder auch unsinnige Vorschläge die Runde machen, scheint in der Natur der Sache zu liegen. Doch wieso standen plötzlich wieder die Rundfunk-Sinfonieorchester zur Disposition? Der reflexhafte Eifer, just bei jenen Themen mit dem Sparen anzusetzen, die mit der kleinsten Lobby den geringsten Widerstand befürchten lassen, ist mit Sicherheit der falsche Ansatz, zumal er mit den Inhalten des Rundfunk-Staatsvertrags herzlich wenig zu vereinbaren ist. Im Gegenteil, müssen doch gerade Wissen, Kunst und Kultur besonders gefördert werden. Immerhin, es wird tatsächlich einmal im großen Stil diskutiert über Inhalte und Niveau im Zusammenhang mit dem Programmauftrag der Sender in Sachen Information, Bildung, Beratung, Unterhaltung.
Was aber ist „gute Unterhaltung“? Beispiel Musiktheater: Natürlich darf es gern eine spritzig-leichte Operette sein, weil sie einfach herrlich beschwingtes Amüsement bietet. Genauso wie ein melodienseliger Verismo-Schmachtfetzen emotional und mitreißend ist, ein szenisch klug hinterfragter Repertoireklassiker eine intellektuelle Herausforderung sein kann. Gut gemacht hat all das in der Oper seine Berechtigung. Ein recht simpler Ansatz, der sich leicht auf eine TV-Programmatik übertragen ließe. Nicht was um jeden Preis möglichst vielen gefallen will, sollte im Vordergrund stehen, sondern was Qualität, Anspruch, Klasse hat. Was denken Sie, liebe Leser: Sind wir hoffnungslose Idealisten, wenn wir nicht müde werden, daran zu glauben, dass auf diese Weise mittelfristig nicht weniger, sondern mehr Zuschauer angesprochen werden?
Ein derartiges Prinzip konsequent umzusetzen, erfordert Mut, auch zum Risiko. Im Musiktheater wird das längst praktiziert: Einmal mehr finden Sie in dieser Ausgabe Berichte über spannende Wiederbegegnungen, diesmal mit Werken von Meyerbeer, Spontini, Gomes. Eine ansteckende Freude am Neuen und unbekannten Alten, die sich in den kommenden Wochen und Monaten noch fortsetzen wird mit Ruggero Leoncavallos »I Medici« in Erfurt, Jules Massenets »Esclarmonde« in Dessau, Frank Martins »Le vin herbé« in Berlin… Von den eigentlichen Uraufführungen heutiger Komponisten ganz zu schweigen. Und das alles eben auch und gerade in einem Jahr, das an üppigen Programmen für die zwei großen Jubilare ja ebenfalls nicht spart – nicht umsonst kreisen gleich zwei Interviews dieser Ausgabe intensiv um Richard Wagner und bieten die Premierenberichte in diesem Monat vom frühen »Nabucco« bis zum altersweisen »Falstaff« immerhin sechs Neuproduktionen von Opern Giuseppe Verdis. Ich erinnere mich sehr genau an Zeiten, in denen es im Musiktheater gang und gäbe war, mit einem begrenzten Kanon der immer gleichen Werke um die Gunst des Publikums zu buhlen, nicht selten zudem in einer kaum unterscheidbaren Ästhetik des Altbewährten. Tempi passati! Spürbare Begeisterungsfähigkeit und Kreativität in der Spielplangestaltung vieler Opernhäuser haben zu einer mitreißenden Vitalität geführt, die sich herumspricht und dementsprechend Zuspruch erhält. Ansätze dieser Art sind im Fernseh-Programm durchaus ebenfalls vorhanden, nicht selten herausragend anspruchsvoll. Ich bin mir sicher, dass man in dieser Richtung auch im TV sein Publikum „erziehen“ kann.
Die Geldfrage zumindest sollte jetzt erst einmal geregelt sein. Sie dürfte aber, um beim Beispiel zu bleiben, genau genommen gar nicht das Problem sein, denn Qualität und Niveau zu halten, selbst bei gedeckelten oder sogar sinkenden finanziellen Ressourcen: Genau das machen die Theater schon seit Jahren vor.

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INTERVIEWS

Das Interview: JONAS KAUFMANN – Hommage an Richard Wagner

Autor: Brigitte Kempen · Ausgabe 3/2013

Mit einem neuen »Parsifal« an der Met und einer neuen CD begeht Jonas Kaufmann das Jubiläumsjahr von Richard Wagner.

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Das Porträt: JONATHAN NOTT – Wie eine Entdeckungsreise

Autor: Brigitte Kempen · Ausgabe 3/2013

Das gefeierte »Ring«-Finale war furioser Abschluss eines ehrgeizigen Projekts und gleichzeitig Etappenziel. Ein Gespräch mit dem Wagner-Kenner und langjährigen Chefdirigenten der Bamberger Symphoniker.

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Im Gespräch: JOHN DEW – Herrliche Musik

Autor: Söhnke Martens · Ausgabe 3/2013

Eine monumentale Herausforderung: John Dew inszeniert in Darmstadt Hector Berlioz` »Les Troyens« - ungekürzt.

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AUFFÜHRUNGEN

LEIPZIG Nabucco

6. Januar · Opernhaus · Autor: S. Barnstorf · Ausgabe 3/2013

Mit einer insbesondere in musikalischer Hinsicht gelungenen Neuproduktion startete die Oper Leipzig vielversprechend in das Verdi-Jahr 2013. Der umjubelte Star der Aufführung war Amarilli Nizza.

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NEW YORK Rigoletto

28. Januar · Metropolitan Opera · Autor: F. Plotkin · Ausgabe 3/2013

Statt Renaissance das Las Vegas der 1960er-Jahre: Im neuen »Rigoletto« an der Met ist der Herzog von Mantua Showstar à la Frank Sinatra im glitzernden Vergnügungsparadies.

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SALZBURGER MOZARTWOCHE Lucio Silla

24. Januar · Haus für Mozart · Autor: W. Kutzschbach · Ausgabe 3/2013

Unter Marc Minkowski hat die Oper bei der Salzburger Mozartwoche wieder den ihr gebührenden Stellenwert zurückerhalten. Mit besonderer Spannung war vor allem das Debüt von Rolando Villazón in der Titelpartie von Mozarts »Lucio Silla« erwartet worden.

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LONDON Eugen Onegin

4. Februar · Royal Opera House · Autor: M. Lehnert · Ausgabe 3/2013

Jugendliche Doubles für stimmlich großartige Protagonisten. Die erste Inszenierung von Opernchef Kasper Holten an seinem Haus schaute statt auf Tschaikowskys Ballszenen vor allem in das Seelenleben der Protagonisten.

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AMSTERDAM Guillaume Tell

28. Januar · De Nederlandse Opera · Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 3/2013

Hohes musikalisches Niveau und interessante Gedankengänge in bildmächtiger Szenerie. Die Nederlandse Opera konnte sich über den Jubel für eine Produktion freuen, deren Wirksamkeit sich vielleicht erst an der koproduzierenden New Yorker Met so richtig entfalten wird.

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CHEMNITZ Vasco de Gama

2. Februar · Opernhaus · Autor: K.G.v. Karais · Ausgabe 3/2013

Unter dem Titel »Vasco de Gama« zeigt die Oper Chemnitz zum ersten Mal die „ganze“ »Afrikanerin«, Giacomo Meyerbeers letzte Oper, von der der Komponist selbst eine gültige Aufführungsfassung nicht mehr hatte zusammenstellen können: Er war noch vor Beginn der Proben an der Pariser Opéra 1864 gestorben.

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GIESSEN Fosca

2. Februar · Stadttheater · Autor: H. Walter · Ausgabe 3/2013

Nein, in Gießen geht es nicht um die römische Diva Tosca, sondern um eine venezianische Piratenbraut aus dem 10. Jahrhundert. Aber auch die Oper des brasilianischen Komponisten Antonio Carlos Gomes lockt mit allen Ingredenzien einer erfolgreichen Oper, und die Titelpartie erweist sich gar als Leckerbissen für jede dramatische Sopranistin.

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DORTMUND Parsifal

20. Januar · Konzerthaus · Autor: B. Kempen · Ausgabe 3/2013

Thomas Hengelbrock präsentierte Wagners »Parsifal« auf historischen, beziehungsweise mit klang- und spieltechnisch an Wagners Klangerfahrungen orientierten Instrumenten. Ob passionierte Wagnerianer tatsächlich die Unterschiede heraushören konnten?

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MELDUNGEN / INFO

AKTUELL

OPERNBALL MODERN

Dresden macht Wien Konkurrenz, zumindest was den Opernball anbelangt. Noch bevor in der österreichischen Hauptstadt das von bemerkbar wenig Wirtschaftsprominenz durchsetzte Publikum – ein neues Antikorruptionsgesetz wurde oft als Grund genannt – zum „Alles Walzer“ ansetzte, ließen es die Dresdner bereits so richtig krachen.

NAMEN UND DATEN

ZUBIN MEHTA hat in Anwesenheit von Papst Benedikt XVI. und des italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano am 4. Februar ein Konzert zum Gedenken an die Lateranverträge von vor 84 Jahren geleitet. Auf dem Programm in der vatikanischen Audienzhalle standen Verdis Ouvertüre aus »La forza del destino« und Beethovens 3. Sinfonie. Mehta in einer sehr persönlichen Pressemitteilung: „Da ich den Papst seit meiner Münchner Zeit kenne, war es eine große Ehre für mich, mit dem Orchestra del Maggio Musicale Fiorentino für seine Heiligkeit Giuseppe Verdis Ouvertüre und Ludwig van Beethovens „Eroica“ zu musizieren. Wir waren alle überrascht über den Vortrag voller Kenntnis und Liebe zu Verdi und Beethoven, den der Heilige Vater nach dem Konzert gehalten hat. Seine Verdienste sind beeindruckend und werden in Erinnerung bleiben; der Frieden und die Güte, die er auf seinen vielen Reisen in die Welt gebracht hat, werden bleiben. Ich verspreche für ihn zu jederzeit zu musizieren und hoffe dass er, da er nun mehr Zeit hat, das Teatro del Maggio Musicale Fiorentino besuchen kommt, um mehr Musik zu genießen“. Für den Dirigenten war es das zweite Konzert vor einem Papst, hatte er doch bereits einmal vor Papst Paul VI. im Vatikan dirigiert.

REPORT

MARILYN MONROE ALS OPERNHELDIN

Es gab so gut wie niemanden, der nicht von ihren Affären mit dem damaligen US-Präsidenten John F. Kennedy und seinem Bruder Robert wusste: Marilyn Monroes Liaisons gehörten quasi zum Allgemeinwissen. Das tragische Leben des amerikanischen Sexsymbols – sie starb 1962 mit nur 36 Jahren an der Überdosis eines Barbiturats – ist bis heute in unzähligen Büchern, Spiel- und Fernsehfilmen und Bühnenwerken dokumentiert. Am Volkstheater Rostock ist die Monroe nun als schillernde, scheiternde Diva auf die Bühne zurückgekehrt. Kriss Russmans Ende Januar in der Hansestadt uraufgeführte Oper »Happy Birthday, Mr. President« richtet den Fokus auf die Beziehung der Schauspielerin zum zukünftigen amerikanischen Präsidenten. Ihr Liebesglück währt jedoch nur eine Nacht; rasch wird sie zum Spielball der Machtinteressen des Kennedy-Clans. Die Filmdiva zerbricht daran.
Das ist auch nach über 50 Jahren immer noch tragisch – aber auch große Oper. Und die wurde vom ausverkauften Haus und in Anwesenheit des Komponisten stürmisch gefeiert, offensichtlich auch voller Dankbarkeit darüber, dass die Partitur durchaus melodiös geraten ist.

BÜCHER

Originale Quellen und neueste Forschung: ANNÄHERUNGEN AN RICHARD WAGNER

Autor: M. Lehnert ∙ Ausgabe 3/2013

Im Jubiläumsjahr drängeln sich zahlreiche renommierte Autoren, um ihre Sichtweisen auf den wegweisenden Komponisten Richard Wagner ein ums andere Mal wieder zu publizieren. Entsprechend schwer ist es, im ohnehin längst ausgeuferten Angebot auf dem Buchmarkt zu sortieren. Ein einfacher Weg, um sich selbst ein wenig forschend dem Komponisten zu nähern, ist „back to the roots“, weg von den überzähligen Biografien, Einordnungen, familiären Befindlichkeiten seiner Nachgeborenen und hin zu den Quellen, die sich ebenso zugänglich, wenngleich auch noch lange nicht vollständig erschlossen präsentieren.
Band 19 und 22 der „Sämtlichen Briefe“ vermitteln ein sehr lebendiges Porträt des Managers in eigener Sache, immer entlang der chronologischen Entstehungsgeschichte. Die mit Band 10 begonnene Edition ist auf 25 Bände ausgelegt. Kompakt und abgeschlossen bringt ein „Wagner-Handbuch“ auf gut 500 Seiten Fakten pur, und zu einem ganz aktuellen Stand wissenschaftlicher Untersuchung verhilft die Dissertation von Andreas Rawitzer: Sie beschäftigt sich mit genau jener Phase des Entstehungsprozesses der »Götterdämmerung«, in der Wagner seinen Dramentext und die musikalische Vorstellung erstmals zusammenbringt. Das Studium allein regt bei jedem Leser die Fantasie an.

CDs

Max Emanuel Cencic VENEZIA

VIRGIN CLASSICS 4645452, 1 CD ∙ Autor: G. Rademachers ∙ Ausgabe 3/2013

Er gehört zu einer neuen Generation von Counter-Tenören, bei denen es schon genaues Zuhören erfordert, um überhaupt noch den Unterschied zu einer Frauenstimme feststellen zu können. Bei seiner historischen Städtereise findet Max Emanuel Cencic zudem den Weg direkt ins Herz.

Valer Barna-Sabadus TO TOUCH, TO KISS, TO DIE

OEHMS CLASSICS OC 870, 1 CD ∙ Autor: J. Gahre ∙ Ausgabe 3/2013

Der „Rising Star“ unter den Counter-Tenöre ist derzeit Valer Barna-Sabadus. Für sein neues Album hat er sich kammermusikalische „English Songs“ von Purcell, Matteis und Dowland ausgesucht.

Richard Wagner DIE WALKÜRE

MARIINSKY MAR 0527, 4 SACDs ∙ Autor: J.-M. Wienecke ∙ Ausgabe 3/2013

Selten ist es wie hier gelungen, eine Besetzung wie aus einem Guss zusammenzubringen mit Sängern, die sich alle auf dem Höhepunkt ihrer Entwicklung präsentieren. Valery Gergiev startet mit der »Walküre« seine »Ring«-Einspielung aus dem St. Petersburger Mariinsky-Theater.