Das Opernglas – Ausgabe 02/2019

Die New Yorker Met konnte mit der Premiere von »Adriana Lecouvreur« mit Anna Netrebko in der Titelpartie eine ihrer erfolgreichsten Neuproduktionen seit Jahren verzeichnen, an der Wiener Staatsoper wurde es hoch politisch mit der Uraufführung der Oper »Die Weiden« und in Zürich Musical nah mit Stephen Sondheims Schauergeschichte »Sweeney Todd« und Bryn Terfel in der Hauptrolle. Bäuerlich ging es zu bei der »Verkauften Braut« am Münchner Nationaltheater mit Pavol Breslik, und als gelungene Revue kehrte in Graz Joseph Beers Operette »Polnische Hochzeit« auf die Bühne zurück. Operette mit vielen bekannten Hits gab es auch an der Komischen Oper Berlin mit Paul Abrahams »Viktoria und ihr Husar«, während in der benachbarten Deutschen Oper mit einem glanzvollen Konzert sich Primadonna Edita Gruberova von ihrem Berliner Publikum verabschiedete. Hildesheim machte aufmerksam auf die unterschätzten Qualitäten von Peter Tschaikowskys Oper »Pantöffelchen«, und bei den Tiroler Festspielen in Erl gab es endlich wieder einmal ein richtiges Bühnenbild zu bestaunen.

Die Interviews: Ein Gespräch mit der Sopranistin Irina Lungu über ihre Pläne im Belcantofach, mit Bryn Terfel über Sondheims »Sweeney Todd« (Zürich) ebenso wie über Mussorgskys »Boris Godunow« (Berlin, London), und seine Liedprojekte, sowie mit Joyce DiDonato über ihre Affinität zu Berlioz und ihr neues Album „Songplay“.

Nachfolgend finden Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste bietet das Inhaltsverzeichnis.

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INHALTSVERZEICHNIS

INHALTSVERZEICHNIS

Ausgabe: 02/2019

Das Inhaltsverzeichnis mit allen Themen und Beiträgen
EDITORIAL
AUFFÜHRUNGEN
  • NEW YORK Adriana Lecouvreur (Metropolitan Opera)
  • MÜNCHEN Die verkaufte Braut (Nationaltheater)
  • BERLIN Viktoria und ihr Husar (Komische Oper)
  • WIEN Euryanthe (Theater an der Wien) Die Weiden (Staatsoper)
  • ANTWERPEN Les pêcheurs de perles
  • BRÜSSEL Don Pasquale
  • ZÜRICH Sweeney Todd
  • HANNOVER Was ihr wollt
  • ROM Rigoletto
IM BLICKPUNKT
  • EDITA GRUBEROVA
DAS INTERVIEW
  • IRINA LUNGU
IM GESPRÄCH
  • BRYN TERFEL
DAS LIED-PLÄDOYER
  • JOYCE DIDONATO
NAMEN UND DATEN
REPORT
  • SAN FRANCISCO / LONDON
RUNDBLICK
  • GRAZ Polnische Hochzeit
  • DETMOLD Martha
  • HILDESHEIM Die Pantöffelchen
  • WUPPERTAL Luisa Miller
  • DARMSTADT Un ballo in maschera
  • DUISBURG Die Fledermaus
  • MANNHEIM Marienvesper
  • KLAGENFURT La Bohème
  • ESSEN Der Freischütz
  • TIROLER FESTSPIELE ERL La Sonnambula L'occasione fa il ladro
SPIELPLÄNE
RARITÄTEN
TV-TIPPS
IMPRESSUM
SPIELPLÄNCHEN
  • Musiktheatertipps für Kinder und Jugendliche
NACHRUF
BÜCHER
  • Jasmin Solfaghari OPERNFÜHRER FÜR EINSTEIGER
  • DER RING IN MINDEN
  • Barbara Meier ALBAN BERG
  • Auli Eberle PETER RUZICKA
  • Eleonore Büning SPRECHEN WIR ÜBER BEETHOVEN
  • Franziska Polanski RICHARD WAGNERS HUNDE
  • Wagnerspectrum SCHWERPUNKT TANNHÄUSER
  • Heiko Schon JACQUES OFFENBACH
  • Janine Ortiz FRANZ SCHREKERS SPÄTE OPERN
  • Ada Zapperi Zucker SINGENDE MENSCHEN
DVDS
  • Christoph Willibald Gluck ORPHÉE ET EURIDICE
  • Vincenzo Bellini NORMA
  • Wolfgang Amadeus Mozart LE NOZZE DI FIGARO
  • Ludwig van Beethoven MESSE C-DUR
NEUE CDs
  • Anne Sofie von Otter A SIMPLE SONG
  • Simone Kermes MIO CARO HÄNDEL
  • Michael Volle SINGS BRAHMS
  • Emöke Baráth VOGLIO CANTAR
  • The Secret Fauré ORCHESTRAL SONGS & SUITES
  • Olga Peretyatko MOZART +
  • Joyce DiDonato SONGPLAY
  • L'ÓPERA DES OPÉRAS
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EDITORIAL

EDITORIAL

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 2/2019

Wie unterschiedlich wir doch alle mitunter auf Musik reagieren. Zumal im so viele verschiedene Künste vereinenden Musiktheater gehen die Meinungen nicht selten beträchtlich auseinander. Sicher geht es auch Ihnen zuweilen so, dass Sie in einer Vorstellung sitzen und die allgemeine Aufregung um Sie herum nicht verstehen. Die Oper war toll, Sie haben den Abend sehr genossen – und nun, am Ende, so viel Unmut? Ein anderes Mal sitzen Sie einigermaßen enttäuscht und konsterniert inmitten einer jubelnden Menge angesichts einer Darbietung, die für Sie selbst wenig überzeugend, schon gar nicht begeisternd war. Das Pausengespräch kann da schon mal zum emotionsgeladenen Meinungsaustausch werden – der uns aber im besten Falle durchaus auch bereichern und mit neuen, interessanten Gedankenansätzen konfrontieren kann. Der Diskurs gehört ganz wesentlich zur Oper, erst recht, wenn breitenwirksam hochgefahrene Meinungen – zu Künstlern, Theatern, Werken – von cleveren PR-Strategen und/oder Fachleuten, die es eigentlich besser wissen (sollten), so nachdrücklich in unsere Köpfe einzutrichtern versucht werden, dass ein differenzierter Standpunkt schwer fallen kann. „Das Opernglas“ möchte Ihnen hier Monat für Monat eine verlässliche Orientierung, Richtwerte und Anregungen bieten – für eine kenntnisreiche eigene Meinung, offene, geschärfte Ohren und noch genussvollere Opernerlebnisse.
Der ganz große Operngenuss stellt sich immer dann ein, wenn starke Künstlerpersönlichkeiten auf der Bühne stehen, sei es im homogenen Ensemble am kleinen Dreispartenhaus oder mit Starappeal am Staatstheater. Jeder von uns hat da vermutlich seine eigene Liste an unvergesslichen Erlebnissen. Im so fordernden Beruf des Operngesangs schaffen es einige Künstler immer wieder nicht nur, sich eine lange, konstant erfolgreiche Karriere aufzubauen, sondern prägen sich mit besonderen, einzigartigen Auftritten regelrecht ins kollektive Gedächtnis ein. Unabhängig davon, ob diese Karrieren von Multiplikatoren wie Plattenverträgen oder TV-Präsenz begleitet werden oder nicht: Sie werden uns fortan unvergesslich bleiben und jeder wohlverdiente Ruhestand, jedes endgültige Verstummen ist eine Zäsur, die uns betrübt, aber auch dankbar macht. Theo Adam, Sylvia Geszty, Gianfranco Cecchele, um drei legendäre Namen aktuell im hohen Alter verstorbener Sänger zu nennen, haben uns reich beschenkt mit ihrer Kunst.
Ich bin mir sicher, dass viele von Ihnen, liebe Leser, an diese und all die anderen unvergessenen Künstler früherer Jahre noch sehr lebhafte, auch persönliche Erinnerungen haben. Und das hört ja glücklicherweise nicht auf! Jede Sängergeneration bringt neue, einzigartige Persönlichkeiten hervor, die uns mitreißen und begeistern. Das wird auf den nachfolgenden Seiten mehr als deutlich, berichten unsere Autoren doch wieder einmal von etlichen tollen Premieren und eindrucksvollen Opernerlebnissen. Und wenn wir in den Februar-Interviews neben Bryn Terfel und Joyce DiDonato, fraglos zwei der aktuell beliebtesten und prägnantesten Stars der Opernbühne, mit Irina Lungu eine weitere spannende Künstlerin der jüngeren Generation präsentieren dürfen, die zudem ihre Karriere ausgesprochen klug und mit dem nötigen Mut auch zu unbequemen Entscheidungen anzugehen scheint, kann einem um die Zukunft der Oper nicht bang werden.
Freuen Sie sich also auf eine anregende, abwechslungsreiche Lektüre!
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INTERVIEWS

Das Interview: IRINA LUNGU – Absolut überzeugt

Autor: A. Laska · Ausgabe 2/2019

Von der Notwendigkeit, auch einmal unbequeme Entscheidungen zu fällen: Die Sopranistin im Gespräch über Repertoire und Karriereplanung.
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Im Gespräch: BRYN TERFEL – Weniger ist mehr

Autor: Th. Baltensweiler · Ausgabe 2/2019

Er gehört zu den wenigen Opernsängern der Topkategorie, die es vorziehen, sich rar zu machen – und sich das auch erlauben können.
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Das Lied-Plädoyer: JOYCE DIDONATO – Überraschung…!

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 2/2019

Das etwas andere Plädoyer fürs Lied: Joyce DiDonato über ihr neues Album und das Gefühl, Opernpartien als Geschenk zu empfinden.
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AUFFÜHRUNGEN

NEW YORK Adriana Lecouvreur

4. Januar ∙ Metropolitan Opera ∙ Autor: F. Plotkin · Ausgabe 2/2019

Netrebko kam, sang und siegte. Aber was diese Produktion so besonders erfreulich werden ließ, war die Besetzung mit insgesamt sechs phänomenalen Interpreten für alle Haupt- und Nebenpartien.
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MÜNCHEN Die verkaufte Braut

22. Dezember · Nationaltheater · Autor: J.-M. Wienecke · Ausgabe 2/2019

Die vorweihnachtlich gelöste Stimmung bescherte allen ein positives Feedback: Pavol Breslik als Hans, aber insbesondere Günther Groissböck, der sich in der Rolle des schlitzohrigen Heiratsvermittlers Kezal als „Rampensau“ erster Güte zeigte.
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WIEN Die Weiden

8. Dezember · Staatsoper · Autor: T. Rauchenwald · Ausgabe 2/2019

Ob der Wunsch von Staatsoperndirektor Meyer, mit »Die Weiden« eine Oper zu präsentieren, die man später regelmäßig auf den Spielplänen findet, in Erfüllung gehen wird? Damit schwer tut sich auch Carl Maria von Webers »Euryanthe«, die das Theater an der Wien zeitgleich szenisch präsentierte.
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ANTWERPEN Les pêcheurs de perles

14. Dezember ∙ Opera Vlaanderen ∙ Autor: J. Gahre · Ausgabe 2/2019

Starkes Bühnenbild, optimale Sänger: Das Publikum zeigte sich trotz drastischer Kürzungen in der Partitur mit Standing Ovations dankbar für einen Opernabend, den niemand so schnell vergessen wird.
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ZÜRICH Sweeney Todd

9. Dezember ∙ Opernhaus · Autor: Th. Baltensweiler · Ausgabe 2/2019

Der Abend ist schlicht ein umwerfendes Vergnügen. Voll unerhörter Nonchalance schneidet Sweeney Todd seinen Opfern hier die Kehle durch.
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GRAZ Polnische Hochzeit

8. Dezember · Opernhaus ∙ Autor: W. Kutzschbach · Ausgabe 2/2019

Komponistentochter Suzanne Beer zeigte sich bei der Premierenfeier sichtlich gerührt über die späte musikalische Rehabilitierung ihres Vaters durch diese Produktion.
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HILDESHEIM Die Pantöffelchen

9. Dezember · Theater für Niedersachsen ∙ Autor: S. Barnstorf · Ausgabe 2/2019

Man fragte sich erstaunt, wieso gerade diese „komisch-fantastische Oper“ ein Nischendasein insbesondere im vorweihnachtlichen Musiktheaterbetrieb fristet, hat sie doch alle Zutaten für ein starkes Weihnachtsmärchen.
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MANNHEIM Marienvesper

15. Dezember · Nationaltheater ∙ Autor: C. Fischer · Ausgabe 2/2019

Es ist nicht einmal sicher, ob Monteverdis 1610 in Venedig gedrucktes Konvolut von 13 Vertonungen lateinischer Texte als zusammenhängendes Werk konzipiert ist. Mannheim präsentierte es zur Weihnachtszeit szenisch in einer Inszenierung von Calixto Beito.
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TIROLER FESTSPIELE ERL WINTER La Sonnambula / L’occasione fa il ladro

29./30. Dezember · Festspielhaus ∙ Autor: W. Kutzschbach · Ausgabe 2/2019

Erstmals gab es in Erl Winter-Festspiele ohne Gustav Kuhn, der in den vergangenen 21 Jahren neben den Dirigaten meist auch für die Regie gesorgt hatte.
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MELDUNGEN / INFO

IM BLICKPUNKT

Jubel zum Abschied

Gehobene Stimmung in der Deutschen Oper: Edita Gruberova nahm mit einem Gala-Konzert Abschied von ihrem Berliner Publikum. Ein endgültiger Abschied von der Bühne war es aber nicht: Für 2019 plant sie »Lucia di Lammermoor« und »Roberto Devereux« in Budapest und München.

NAMEN UND DATEN

ANTE JERKUNICA singt an seinem Stammhaus, der Deutschen Oper Berlin, in der Neuproduktion von Bellinis »La Sonnambula« im Februar den Rodolfo und im März neben Bryn Terfel in »Boris Godunow« den Pimen. Anschließend bereitet er sich auf sein Rollendebüt als Gurnemanz vor (April in Lissabon). Weitere Termine und Neuigkeiten von Sonya Yoncheva, Anna Netrebko, Rolando Villazón, Günther Groissböck, Vladimir Soyanov u.a.

REPORT

Jahreszeitlich angepasst

Jake Heggies im Dezember 2016 in Houston uraufgeführte neue Oper »It’s a Wonderful Life« nach dem gleichnamigen Film aus dem Jahr 1946 mit James Stewart (deutsch: „Ist das Leben nicht schön“), in dem ein Engel einem frustrierten Mann zeigt, wie das Leben ohne ihn verlaufen wäre, gelangte im November in einer überarbeiteten Version auch auf die Bühne der koproduzierenden Oper von San Francisco. Passend zur vorweihnachtlichen Stimmung hat Heggie unter anderem die Eingangsszene umgeschrieben und neu mit Glockenklang und allem Drumherum gestaltet. Als Engel hinterließ bei ihrem San Francisco-Debüt die südafrikanische Sopranistin Golda Schultz mit leuchtender Stimme und erfrischender Bühnenpräsenz gewaltigen Eindruck.

NACHRUF

Theo Adam, eine der großen Sängerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, ist tot. Der am 1. August 1926 in Dresden geborene Bassbariton starb am 10. Januar 2019 in seiner Heimatstadt. Nach den Anfängen seiner Bühnenlaufbahn in Dresden (Debüt an der Staatsoper als Eremit in Webers »Freischütz« im Jahr 1949) war er seit 1953 der Berliner Staatsoper als festes Ensemblemitglied verbunden, nachdem er zwei Jahre zuvor sein Debüt an dieser Institution, damals noch im Admiralspalast, gegeben hatte. Zur Wiedereröffnung des Hauses Unter den Linden nach dem 2. Weltkrieg im Herbst 1955 sang er den Pogner in Wagners »Die Meistersinger von Nürnberg«. Seine Verbindung zu den Bayreuther Festspielen ist rekordverdächtig und legendär: Von 1952 bis 1980 sang er regelmäßig dort, galt als „Wotan vom Dienst“ in den Sechziger- und Siebzigerjahren (Liveaufnahme unter Karl Böhm).
Charakteristisch und vorbildlich war stets seine Diktion, unverkennbar das Klangbild seines hohen Ausnahmebasses. Seit 1972 hatte Adam auch Regie geführt, beginnend mit Mozarts »Die Hochzeit des Figaro« an der Staatsoper Unter den Linden und zu DDR-Zeiten seit 1977 auch eine eigene Fernsehsendung „Theo Adam lädt ein“. Den Schlusspunkt seiner langen Sängerkarriere setzte Theo Adam im Alter von 80 Jahren mit einem Auftritt als Eremit im »Freischütz« 2006 in Dresden, wo er die letzten Lebensjahre in einem Pflegeheim verbrachte. Adam gehörte ab 1982 dem Musikrat der DDR an und war zudem Präsident des Kuratoriums der Staatsoper Dresden. Für sein Wirken wurde er mit dem Nationalpreis der DDR (1969), mit der Johannes-R.-Becher-Medaille (1979), mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Gold (1984) aus-gezeichnet. Den anlässlich seines 40-jährigen Bühnenjubiläums am 7. Oktober 1989 verliehenen Großen Stern der Völkerfreundschaft gab er im Dezember 1989 mit der Begründung zurück, „die Empörung über die jetzt bekannt werdenden Machenschaften einer korrupten Staatsführung“ veranlasse ihn zu diesem Schritt.

Sie wurde „Königin der Koloraturen“ genannt. Nun ist Sylvia Geszty am 15. Dezember 2018 in Stuttgart, der Stadt ihres langjährigen Wirkens, verstorben. Geboren am 28. Februar 1934 in Budapest, hatte sie sich erst nach ihrem Abitur zu einer Gesangsausbildung an der Franz-Liszt-Musikakademie in Budapest entschieden, gewann bereits als Studentin zahlreiche Wettbewerbe und debütierte an der Budapester Nationaloper, die sie nach zwei Jahren zugunsten von Berlin verließ, wo sie an der Staatsoper sowie an der Komischen Oper engagiert war. Vor allem als Königin der Nacht, Lucia di Lammermoor oder Zerbinetta ist sie als „Primadonna unter den Linden“ dem (vor allem Ost-) Berliner Publikum ein Begriff gewesen. 1970 siedelte Geszty nach Westdeutschland über und wurde festes Mitglied im Ensemble der Staatsoper Stuttgart. Seit 1975 war Geszty, die sich früh von der Bühne zurückzog, vor allem als Gesangspädagogin. Eine ihrer bekanntesten Schülerinnen ist Marlis Petersen. Sylvia Geszty wurde 84 Jahre alt.
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BÜCHER

Bücher sind nie „out“. Spannenden wie aufschlussreichen Lesestoff bieten zahlreiche neue Titel: ein Opernführer für Einsteiger der Opernregisseurin, Moderatorin und Autorin Jasmin Solfaghari, ein Band mit Bildern und Interviews zum „Ring in Minden“, Biografisches mit zum Teil neuen Erkenntnissen zu Alban Berg und seiner Epoche, zum Komponisten und Musikmanager Peter Ruzicka, zu Ludwig van Beethoven und über Richard Wagners Beziehung zu seinen Hunden sowie manches mehr.

DVDs

Aus der Mailänder Scala kommt ein Mitschnitt von Glucks »Orphée« mit Juan Diego Flórez und Christiane Karg, aus der New Yorker Met »Norma« mit Sondra Radvanovsky und Joseph Calleja, von der Staatsoper in Berlin Jürgen Flimms launige Inszenierung von Mozarts »Le nozze di Figaro«.

NEUE CDs

Große Namen auch auf neuen CDs: Vorgestellt werden Alben von Anne Sofie von Otter, Simone Kermes, Michael Volle, Olga Peretyatko, Emöke Baráth, Joyce DiDonato und anderen.