Das Opernglas - Ausgabe 01/2014

Berlin feierte ein furioses Sängerfest mit den Debüts von Anna Netrebko und Plácido Domingo in Verdis »Trovatore«, München den 50. Jahrestag der Wiedereröffnung seines Nationaltheaters mit einer Neuinszenierung der »Frau ohne Schatten« und Budapest ein renoviertes Erkel-Theater. Und der Reigen der Verdi- und Wagnerinszenierungen zum Jubiläum der beiden großen Komponisten reißt nicht ab: Essen zeigte einen neuen »Macbeth«, Monte-Carlo gab ein szenisches »Rheingold«, und in Nürnberg startete ebenfalls mit dem »Rheingold« ein neuer »Ring«.

Die Interviewthemen: Die große Mezzosopranistin Marilyn Horne, die im Januar ihren 80. Geburtstag feiert, die junge französische Sopranistin Sabine Devieilhe und der unkonventionelle Dirigent Teodor Currentzis.

Nachfolgend erhalten Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste aller Inhalte finden Sie im Inhaltsverzeichnis.

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INHALTSVERZEICHNIS

Inhaltsverzeichnis

Das komplette Inhaltsverzeichnis mit allen Themen.

EDITORIAL
AUFFÜHRUNGEN
  • MÜNCHEN Die Frau ohne Schatten (Nationaltheater)
  • Imeneo (Reaktorhalle)
  • BERLIN Il Trovatore (Staatsoper im Schiller Theater)
  • Falstaff (Deutsche Oper)
  • WIEN Idomeneo (Theater an der Wien)
  • Il Trovatore (Volksoper)
  • MONTE-CARLO Das Rheingold
  • LOS ANGELES Die Zauberflöte
  • BUDAPEST Mario und der Zauberer
  • Herzog Blaubarts Burg (Erkel-Theater)
  • NÜRNBERG Das Rheingold
DAS INTERVIEW
  • MARILYN HORNE
DAS PORTRÄT
  • SABINE DEVIEILHE
IM GESPRÄCH
  • TEODOR CURRENTZIS
FOKUS
  • LOS ANGELES
NAMEN UND DATEN
IM BLICKPUNKT
  • BRESLAU
SPECIAL
  • KIRCHENMUSIK IN DER HEILIGEN STADT
REPORT
  • MAILAND/WIEN/LEVERKUSEN
RUNDBLICK
  • ESSEN Macbeth
  • HILDESHEIM Peter Grimes
  • KARLSRUHE Un ballo in maschera
  • LÜBECK Don Carlo
  • MEININGEN Anya 17
  • DETMOLD Il Trittico
  • KÖLN Eugen Onegin (Oper am Dom)
  • HALLE Almira
  • BIEL Das Rheingold
RICHARD STRAUSS 2014
VORSCHAU
SPIELPLÄNE
TV TIPPS
RARITÄTEN
IMPRESSUM
LESETIPPS
DVDS
  • Thomas Adès THE TEMPEST
  • Jake Heggie MOBY DICK
  • Philip Glass THE PERFECT AMERICAN
  • Wolfgang Rihm DIONYSOS
  • Gaetano Donizetti LUCREZIA BORGIA
  • Gioachino Rossini CIRO IN BABILONIA
NEUE CDs
  • Giuseppe Verdi OBERTO
  • Richard Wagner SIEGFRIED
  • Jean-Baptiste Lully PHAÉTON
  • Johannes Martin Kränzle GRENZEN DER MENSCHHEIT
  • Giuseppe Verdi OTELLO
  • Nuria Rial BACH ARIAS
  • Christine Schäfer BACH CANTATAS
  • Franz Schreker DER SCHATZGRÄBER
  • Johann Adolf Hasse MARC’ANTONIO E CLEOPATRA
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EDITORIAL

Editorial

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 01/2014

Es gibt sie noch, die großen, elektrisierenden Opernereignisse. Wie kaum eine andere Produktion in jüngster Zeit hat der neue Berliner »Trovatore«, obgleich nicht einmal die eigentliche Premiere dieser Inszenierung, schon weit im
Vorfeld für weltweite Aufmerksamkeit gesorgt – und für eine fast schon ins Hysterische gesteigerte Nachfrage.

Den Weg ins Theater säumten etliche Opernfans mit „Suche Karte!“-Schildern, zuvor waren die Preise für weiterverkaufte Eintrittskarten in exorbitante Höhen gestiegen. Der Faszination eines Gipfeltreffens der Trias Netrebko / Domingo / Barenboim, zumal in dreifachem Debüt vereint, konnte sich offenbar kaum einer entziehen. Jeder, so schien es, wollte dabei sein – auch die versammelte Polit-prominenz. Oper als gesellschaftliches Event des Jahres.
Die dichteste Opernszene der Welt ist eben doch zu international konkurrenzfähigen Großereignissen fähig. Aber sie kann noch viel mehr. So berechtigt der Run auf eine derart prestigeträchtige Vorstellung voller Starappeal ist, wenn sie, wie hier, tatsächlich künstlerisch ertragreich gelingt, so sehr lebt die Oper gerade in Deutschland auch von der Vielfalt, von der großen Bandbreite des Repertoires und von den Ensembles, die auf all den so unterschiedlichen Staats-, Landes- und Stadttheaterbühnen Abend für Abend voller Begeisterung und Einsatzbereitschaft die ganze Faszination Musiktheater zum Leben erwecken. Hier geschehen immer wieder kleine und auch größere Theaterwunder. Und doch sind viele Veranstalter permanent existenzgefährdet. Wie kann das sein?


Wer am Premierenwochenende des Berliner »Trovatore« nur gute 120 Kilometer nach Südwesten fuhr, konnte in Dessau die Wiederaufnahme einer anderen, im Mai 2013 herausgekommenen Produktion erleben: Jules Massenets wunderbare »Esclarmonde«. Das Anhaltische Theater hat mit dieser Rarität nichts weniger als die Deutsche Erstaufführung des faszinierenden Werkes auf die Bühne gebracht und sorgt so für eine Wahrnehmung der Stadt weit über die Grenzen des notorisch klammen Bundeslandes Sachsen-Anhalt hinaus. Ein Gutteil der Besucher kam aus Berlin, Hamburg, Bayreuth oder München, aus Österreich und Frankreich, sogar aus Taiwan. Selbst die zweite überregionale Attraktion der Stadt, das Bauhaus, profitierte an diesem Sonntag von der Sogkraft des Theaters, waren doch fast alle Führungen, zu dieser Jahreszeit sonst eher spärlich besetzt, durchweg von auswärtigen Opernbesuchern frequentiert. Es fällt schwer zu glauben, dass dieses Theater, das nicht nur architektonisch ein Juwel ist, sondern auch mit wirklich formidablen Ensembles aufwartet und mit einem kreativen Spielplan punktet, kurz davor stehen soll, finanziell kastriert und damit mittelfristig künstlerisch ruiniert zu werden. Ein fatales Signal für die Stadt und das ostdeutsche Bundesland, das ja daneben auch noch weitere traditionsreiche Theater zu seinen kulturellen Kronjuwelen zählen darf. Auch die Händel-Stadt Halle sieht sich nach dem jetzt verabschiedeten Landeshaushalt mit einem drastischen Sparszenario bedroht.

So untergräbt man ganz nebenbei auch die für jede Region so wichtigen Faktoren Umwegrentabilität und Standortvorteil. Ganz wesentlichen Anteil am Erfolg engagierter künstlerischer Arbeit haben aber auch Treue, konstantes Interesse und Aufgeschlossenheit des Publikums, denn leere Ränge sind eine Steilvorlage für notorische Sparfüchse. Also, liebe Leser in Dessau und Halle, in Schwerin, Rostock, Bonn und all den anderen potenziell gefährdeten Opernstädten: Motivieren Sie Familie, Freunde und Kollegen. Gehen Sie gemeinsam ins Theater! Das ist und bleibt die wirkungsvollste Unterstützung. Das neue Jahr bietet dazu wieder unzählige attraktive Möglichkeiten. Nachdem wir den großen Verdi-Wagner-Rummel überstanden haben, geht es 2014 bereits ins nächste Jubiläumsjahr, Christoph Willibald Gluck und Richard Strauss sind da nur die populärsten Namen. Und gleich zu Beginn, am 16. Januar, gilt es, den 80. Geburtstag einer der größten Mezzo-sopranistinnen unserer Zeit zu feiern: Marilyn Horne. Wir haben die noch immer sehr aktive Künstlerin in New York besucht. Freuen Sie sich auf die Begegnung mit einer Legende.

Außerdem in dieser Ausgabe: ein Gespräch mit Frankreichs neuem Sopranstar Sabine Devieilhe sowie ein höchst interessanter Gedankenaustausch mit dem Dirigenten Teodor Currentzis. Er steht dem klassischen Mainstream, ja der gesamten Klassikbranche höchst skeptisch gegenüber und stellt zu recht die Frage, wie sinnvoll eine Vorausplanung sein kann, die bis zu fünf Jahre in die Zukunft sehen will. Sollte nicht tatsächlich wieder mehr Flexibilität und Spontaneität in unsere kulturelle Wahrnehmung rücken? Wie reizvoll der kreative Überraschungsmoment sein kann, werden auch zu diesem Jahreswechsel wieder diverse Silvester- und Neujahrskonzerte beweisen. Neugier wecken, Spannung erzeugen, die Routine bei Publikum wie Musikern gleichermaßen durchbrechen – das könnte auf breiterer Basis einen ganz eigenen Sog freisetzen. In diesem Sinne auf in ein aufregendes Opernjahr 2014!
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INTERVIEWS

Das Interview: MARILYN HORNE – Gratulation zum 80.

Autor: Dr. Stefan Mauß · Ausgabe 1/2014

Am 16. Januar feiert Marilyn Horne ihren 80. Geburtstag. Doch durch die Arbeit in ihrer Stiftung sowie ihre weiterhin sehr aktive Tätigkeit als Gesangslehrerin ist sie alles andere als im Ruhestand. Wir besuchten die Künstlerin in New York.
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Im Gespräch: TEODOR CURRENTZIS – Der Idealist

Autor: Sebastian Barnstorf · Ausgabe 1/2014

Ein Dirigent sucht neue Wege – und findet sie in der östlichsten Großstadt Europas: in Perm, wo er seit 2011 Musikdirektor der Oper ist.
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Das Porträt: SABINE DEVIEILHE – Senkrechtstart

Autor: Wolfgang Kutzschbach · Ausgabe 1/2014

In Frankreich ist sie bereits ein Star. Porträt einer jungen Sopranistin auf der Überholspur.
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AUFFÜHRUNGEN

MÜNCHEN Die Frau ohne Schatten

21. November · Nationaltheater · Autor: J.-M. Wienecke · Ausgabe 1/2014

Ein Jubiläum und ein neuer Musikdirektor am Pult. München hatte Grund zum Feiern. Und die Neuproduktion der »Frau ohne Schatten« zog mit starker Besetzung ein staunendes Haus hypnotisch in ihren Bann.
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BERLIN Il Trovatore

29. November · Staatsoper im Schiller Theater · Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 1/2014

Drei Stars, drei Debüts: Zum Abschluss des Verdi-Jahres geizte die Berliner Staatsoper nicht mit Superlativen. Hielten die Sängerleistungen, was der Medienhype versprochen hatte?
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WIEN Idomeneo

13. November ∙ Theater an der Wien · Autor: Th. Rauchenwald · Ausgabe 1/2014

Eine spannende, kompromisslose Regie von Damiano Michieletto, ein begeisterndes Dirigat von René Jacobs und eine famose Marlis Petersen als Elettra: Zutaten für das jüngste Wiener Mozart-Highlight.
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LOS ANGELES Die Zauberflöte

23. November · Dorothy Chandler Pavilion · Autor: J. Bartels · Ausgabe 1/2014

Mozarts letzte Oper als an den Stummfilm der 1920er-Jahre angelehntes Unterhaltungsprodukt, in dessen rasanter, mit immer neuen Einfällen punktender filmischer Bebilderung praktisch ein Gag den nächsten jagt. Die Produktion, eine Übernahme der Komischen Oper Berlin, wurde in der Filmmetropole begeistert aufgenommen.
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MONTE-CARLO Das Rheingold

22. November ∙ Forum Grimaldi · Autor: W. Kutzschbach · Ausgabe 1/2014

Am Wagner-Jahr kam auch das Opernhaus von Monte-Carlo nicht vorbei, obgleich in seiner Aufführungsgeschichte andere Komponisten wie beispielsweise Jules Massenet weitaus stärker vertreten sind. Wie selten Richard Wagner auf dem Spielplan zu finden ist, zeigte sich auch beim »Rheingold«, das hier erstmals 1908 und zum letzten Mal 1939, also vor 74 Jahren, gespielt worden war. Direktor Jean-Louis Grinda führte selbst Regie.
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BUDAPEST Mario und der Zauberer / Herzog Blaubarts Burg

9. November ∙ Erkel-Theater · Autor: J. Gahre · Ausgabe 1/2014

Sechs Jahre war das Erkel-Theater geschlossen gewesen. Nun wurde es nach gründlicher Renovierung feierlich wiedereröffnet. Auf dem Programm der mehrtägigen Feierlichkeiten stand auch ein „Tag der ungarischen Oper“ mit den beiden Einaktern von János Vajdas und Béla Bartók.
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ESSEN Macbeth

19. Oktober · Aalto Theater · Autor: H. Walter · Ausgabe 1/2014

Zur Eröffnung einer neuen Intendanz ein so wenig festliches Stück wie Verdis »Macbeth« anzusetzen, zeugt von Mut und Selbstvertrauen. Die Rechnung ging auf: Das Publikum zeigte sich am Ende begeistert und feierte insbesondere den neuen GMD Tomas Netopil mit langen Ovationen.
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NÜRNBERG Das Rheingold

30. November ∙ Staatsheater · Autor: J.-M. Wienecke · Ausgabe 1/2014

2010 hatte die Vorgängerproduktion letztmalig auf dem Programm gestanden, die es zuvor sogar als erstes Gesamtgastspiel der Tetralogie bis nach China geschafft hatte. Nun gab die Staatsoper Nürnberg mit dem »Rheingold« den Startschuss für einen neuen »Ring«. Die Regie lag in den Händen von Georg Schmiedleitner, am Pult stand natürlich der GMD: Markus Bosch.
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LÜBECK Don Carlo

8. November · Theater · Autor: S. Martens · Ausgabe 1/2014

Am Ende dieses Premierenabends stand eine aufgewühlte Stimmung des Missfallens. Doch eine Empörung dieses Ausmaßes war unberechtigt.
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MELDUNGEN / INFO

FOKUS

LOS ANGELES PHILHARMONIC

Privates Engagement hat es möglich gemacht: Das faszinierendste Konzerthaus der Welt steht ausgerechnet in der amerikanischen Filmmetropole Los Angeles. Gerade hat die Walt Disney Concert Hall ihr 10-jähriges Jubiläum gefeiert. Unkonventionelle Programme prägen seit jeher das Programm des hier beheimateten Los Angeles Philharmonic Orchestra. Überraschungsgast im November: Schauspielerin Anne Hathaway mit einem Auftritt als Sängerin in Becks „Song Reader“-Zyklus.
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IM BLICKPUNKT

BRESLAU: WRATISLAVIA CANTANS / »PERLENFISCHER« IN DER JAHRHUNDERTHALLE

Im Jahr 2016 wird Breslau gemeinsam mit dem spanischen San Sebastian Kulturhauptstadt Europas sein, und es ist schon jetzt bestens vorbereitet. Festivals wie Opernhaus locken seit Jahren zahlreiche Besucher in die Stadt. Und demnächst soll auch das National Forum of Music fertiggestellt sein, in dem nicht nur die Philharmonie ein neues Zuhause finden wird.
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SPECIAL

KIRCHENMUSIK IN DER HEILIGEN STADT

Von der völkerverbindenden Kraft der Musik in Ehrfurcht gebietenden Sakralbauten: Ein Besuch beim Festival Internazionale di Musica Sacra e Arte Sacra in Rom.
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NAMEN UND DATEN

RUFUS WAINWRIGHT arbeitet an einer neuen Oper. »Hadrian« soll als Auftragswerk der Canadian Opera Company die Spielzeit 2018/19 eröffnen und vom mysteriösen Unfalltod des Antinous handeln, des Günstlings und vermutlich Geliebten des römischen Kaisers Hadrian. Den Text verfasst der kanadische Schriftsteller, Regisseur und Schauspieler Daniel MacIvor. Es ist Wainwrights zweite Oper nach »Prima Donna«, die 2009 beim Manchester International Festival uraufgeführt worden war. Infos und Auftrittstermine weiterer Künstler in „Namen und Daten“: Adrianne Pieczonka, Bryan Hymel, Daniel Barenboim, Catherine Naglestad und viele andere.

REPORT

DAMRAUS SCALA TRIUMPH

Was für eine „One Woman Show“, die Diana Damrau am 7. Dezember im Rahmen der glanzvollen Saisoneröffnung der Mailänder Scala in der Titelpartie von Verdis »La Traviata« hingelegt hat. Während jedoch der Star bejubelt wurde, gab es Buhrufe für einen Kollegen, der sich mehr als nur empört zeigte.

RICHARD STRAUSS

Am 11. Juni 2014 wäre Richard Strauss 150 Jahre alt geworden. Und so wird nach dem Wagner-Jahr 2013 nun 2014 ein Richard-Strauss-Jahr. Viele Opern- und Konzerthäuser haben seine Werke zum Teil in Neuproduktionen auf den Spielplan gesetzt. Ein Überblick über Strauss-Aufführungen in der kommenden Saison.

BÜCHER

LESETIPPS

Wie zwei Schwestern die Gestapo überlisteten, Gustav Mahler in Hamburg lebte – oder gleich die ganze Geschichte der Oper? Die Lesetipps zum Jahreswechsel stellen zahlreiche ganz unterschiedlich Veröffentlichungen rund um die Musik vor.

DVDs

Thomas Adès THE TEMPEST

DG 00440 073 4932, 1 DVD ∙ Autor: G. Rademachers ∙ Ausgabe 1/2014

Shakespeares Kosmos als Theaterraum und die Zauberinsel Prosperos umgedeutet als Magie der Oper. Robert Lepages Inszenierung aus der New Yorker Met mit Simon Keenlyside als Prospero ist eine Liebeserklärung an die Poesie des Theaters.

Gaetano Donizetti LUCREZIA BORGIA

EUROARTS 2059648, 2 DVDs ∙ Autor: Th. Baltensweiler ∙ Ausgabe 1/2014

Wer Renée Fleming primär mit Richard Strauss verbindet, dem sei in Erinnerung gerufen, dass sie sich am Anfang ihrer Karriere als Belcanto-Interpretin profiliert hatte. Und zum Belcanto ist sie mit der Lucrezia Borgis zurückgekehrt. Ein Mitschnitt aus der Oper von San Francisco.

CD-NEWS

Richard Wagner SIEGFRIED

PENTATONE CLASSICS 5186408, 3 CDs ∙ Autor: S. Barnstorf ∙ Ausgabe 1/2014

Das Vorhaben des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin unter Leitung von Marek Janowski, den gesamten Bayreuth-Kanon der Werke Richard Wagners aufzuführen und auf CD herauszubringen, findet mit den Veröffentlichungen von »Siegfried« und »Götterdämmerung« seinen gelungenen Abschluss.

Giuseppe Verdi OBERTO

OEHMS CLASSICS 959, 2 CDs ∙ Autor: A. Laska ∙ Ausgabe 1/2014

Kein Wunder, dass das Publikum nach jeder Nummer begeistert applaudiert. Seit einigen Jahren schon gilt das Stadttheater Gießen als Geheimtipp für Belcanto-Fans. Verdis Opernerstling »Oberto« ist ein Mitschnitt aus dem Dezember 2012.