Das Opernglas – Ausgabe 05/2019

Anna Netrebko gab ihr Rollendebüt als »Forza«-Leonore in London, Anja Kampe und Brandon Jovanovich begeisterten als Protagonisten einer neuen »Fanciulla« in München. In Hamburg wurde George Benjamins Oper über den englischen König Edward II. gefeiert, und in Basel hatte man mit »Diodati. Unendlich« gleichfalls Erfolg mit unterhaltsamem zeitgenössischen Musiktheater. In Kassel setzte man die Neuinszenierung von Wagners »Ring« mit der Premiere der »Walküre« fort, und in Wien feierten nicht nur berühmte Marschallinnen die 1000. Aufführung von Richard Strauss‘ »Der Rosenkavalier« an der Wiener Staatsoper. Überzeugende Produktionen zeigten auch die Deutsche Oper Berlin mit Alexander von Zemlinskys Oper »Der Zwerg«, Stuttgart mit Hans Werner Henzes »Prinz von Homburg«, das Opernfestival in Lyon mit Tschaikowskys »Zauberin«, und am Opernhaus in Muscat im Oman wagte man sich mit Leo Delibes »Lakmé« in der Inszenierung von Davide Livermore sogar erstmals an eine Eigenproduktion. Bremen machte mit Emmanuel Chabriers selten aufgeführter Oper »L‘Étoile« eine wahre Entdeckung, in Erfurt und Oldenburg widmete man sich mit Jake Heggies »Dead Man Walking« dem beklemmenden Thema der Todesstrafe und der Frage um Schuld und Sühne.

Die Interviews: Dietmar Kerschbaum, erfolgreich als Theatermanager wie als Tenor, Piotr Beczala spricht über seine Anfangsjahre und weitere Wagner-Pläne sowie Asmik Grigorian, die als gefeierte Salome zu den Salzburger Festspielen zurückkehrt. Der Bariton Otto Katzameier hat für die »Thérèse« bei den Salzburger Osterfestspielen das Libretto verfasst und in der Uraufführung auch als Sänger mitgewirkt, dazu Gespräche mit dem Dirigenten Eliahu Inbal und dem Orgel-Virtuosen Cameron Carpenter.

Nachfolgend finden Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste bietet das Inhaltsverzeichnis.

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INHALTSVERZEICHNIS

INHALTSVERZEICHNIS

Ausgabe: 5/2019

Das Inhaltsverzeichnis mit allen Themen und Beiträgen
EDITORIAL
AUFFÜHRUNGEN
  • OSTERFESTSPIELE SALZBURG Die Meistersinger von Nürnberg (Großes Festspielhaus)
  • LONDON La forza del destino (Royal Opera House)
  • MÜNCHEN La fanciulla del West (Nationaltheater) La Bohème (Staatstheater am Gärtnerplatz)
  • BERLIN Der Zwerg (Deutsche Oper) Babylon (Staatsoper)
  • LEIPZIG Der fliegende Holländer
  • HAMBURG Lessons in Love and Violence (Staatsoper)
  • WIEN Orest (Staatsoper) Der fliegende Holländer (Volksoper)
  • ZÜRICH Manon
  • KASSEL Die Walküre
  • OSLO Dido and Aeneas (Scene 2)
  • STUTTGART Der Prinz von Homburg
  • VALENCIA Iolanta
  • OPERNFESTIVAL LYON Charodeyka
  • MUSCAT Lakmé
  • DRESDEN Il Tabarro / Cavalleria rusticana (Kulturpalast)
DAS INTERVIEW
  • PIOTR BECZALA
IM GESPRÄCH
  • ASMIK GRIGORIAN
WIEN
  • ROSENKAVALIER 1000
IM BLICKPUNKT
  • OTTO KATZAMEIER
NAMEN UND DATEN
REPORT
  • STUTTGART / BERLIN / HAMBURG
SPECIAL
  • BRUCKNERFEST LINZ
  • DIETMAR KERSCHBAUM
  • CAMERON CARPENTER
  • ELIAHU INBAL
RUNDBLICK
  • BREMEN L’Étoile
  • BONN Elektra
  • MEININGEN Das Schloss Dürande
  • EGGENFELDEN Ball im Savoy (Theater an der Rott)
  • ERFURT Dead Man Walking
  • OLDENBURG Dead Man Walking
  • MÖNCHENGLADBACH Boris Godunow
  • MÜNCHEN L’Ancêtre (Prinzregententheater)
  • GRAZ Lucia di Lammermoor
  • BASEL Diodati. Unendlich
  • PLAUEN Königskinder
  • FLENSBURG Manon Lescaut
  • ESSEN Medea
  • DARMSTADT Rusalka
  • GERA Die Passagierin
  • BRAUNSCHWEIG Die Passagierin
  • SAARBRÜCKEN Der Rosenkavalier
  • COBURG Neues vom Tage
  • HAMBURG Die schöne Müllerin (Elbphilharmonie)
VORSCHAU
MELDUNGEN
LESERSTIMMEN
SPIELPLÄNE
RARITÄTEN
TV-TIPPS
IMPRESSUM
DAS SPIELPLÄNCHEN
  • Musiktheatertipps für Kinder und Jugendliche
NEUE CDs
  • Jean Philippe Rameau LES INDES GALANTES
  • Othmar Schoeck DAS SCHLOSS DÜRANDE
  • Johann Strauß DIE FLEDERMAUS
  • Stanisław Moniuszko STRASZNY DWÓR
  • Julie Fuchs MADEMOISELLE
  • Johann Sebastian Bach FORGOTTEN ARIAS
  • Constance Heller MIGNONS SEHNEN
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EDITORIAL

EDITORIAL

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 5/2019

Gleich vier besondere, höchst unterschiedliche Sängerpersönlichkeiten vereint diese umfangreiche Mai-Ausgabe. Da ist zum einen der Startenor, der sich über die Jahre eine konstant aufsteigende Karriere bis in die Topkategorie aufgebaut hat, wohlüberlegt und mit Weitsicht geplant: Piotr Beczala, nach seinen umjubelten Auftritten als Lohengrin in Dresden und Bayreuth jetzt auch als Wagner-Interpret überall gefragt, will dennoch neue Partien weiterhin mit Ruhe und Verstand angehen – und verrät im Interview gleichwohl spannende Pläne. In Sachen Karriereverlauf und Rollenplanung weiß auch Asmik Grigorian Interessantes zu sagen. Die Salome-Sensation des vergangenen – und vermutlich auch des kommenden – Festspielsommers blickt offen und selbstkritisch auf ihre ersten Karriere-Jahre zurück, gesteht Fehler ein und weiß heute umso besser die relevanten Faktoren für eine erfolgreiche Sängerlaufbahn klar zu erkennen. Und lässt nebenbei die Herausforderungen durchblicken, vor denen eine junge Mutter in diesem besonderen Beruf steht. Kreativität und Begabung sind eben auch im Organisatorischen und in der Bewältigung des täglichen Künstlerlebens gefragt. Das gilt für jede „Liga“, sei es im fordernden Repertoirebetrieb am Stadttheater oder auf den weitreichenden, die internationalen Opernzentren bedienenden Routen der großen Stars. 
Dass sich Kreativität zudem auch auf weiteren künstlerischen Ebenen Bahn brechen kann, weiß man nicht erst seit den berühmten Porträtzeichnungen und Karikaturen Enrico Carusos – die Lust am Zeichnerischen scheint ohnehin opernnah, teilen doch etliche Bühnenkollegen des aktuellen Opernbetriebs diese Leidenschaft. Unzählige heute vorwiegend als Tonsetzer verehrte Komponisten waren bekanntermaßen auch gefeierte Instrumental-Virtuosen – Antonio Vivaldi an der Violine, Wolfgang Amadeus Mozart am Pianoforte, Anton Bruckner an der Orgel, um nur einige Beispiele zu nennen. Heute denkt man bei Mehrfachbegabungen an so bemerkenswerte Künstler wie Barbara Hannigan, das Multitalent José Cura, oder den allgegenwärtigen, unermüdlichen Opern-Übervater Plácido Domingo. Die Liste ließe sich ohne Weiteres fortsetzen, mit Ausprägungen in den unterschiedlichsten Bereichen. Auch Otto Katzameier, obgleich vom Namen weit weniger bekannt, reiht sich hier ein; der Sänger beweist sich inzwischen auch als Librettist. 
Unser Titelkünstler Dietmar Kerschbaum ist ohnehin längst als umtriebiger „Wunderwuzzi“ – um eine passende österreichische Formulierung zu wählen – unterwegs: Tenor, Regisseur, Festspiel-Gründer und -Leiter, seit neustem als künstlerischer Vorstandsdirektor der LIVA zuständig für Brucknerhaus und Brucknerfest in Linz. Anlass, einmal ausführlich nachzufragen und vor Ort einen intensiveren Einblick zu erlangen. Auch mit noch zwei weiteren hoch interessanten Künstlerinterviews, die ganz bewusst auch einmal wieder über den Tellerrand hinausschauen und den Blick weiten. 
Viel Lesestoff also für den Mai – von der traditionellen Premierenberichterstattung ganz zu schweigen – auf mehr als 120 Seiten. Lassen Sie sich anregen und inspirieren! 
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INTERVIEWS

Brucknerfest Linz: DIETMAR KERSCHBAUM – Manager & Tenor

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 5/2019

Dietmar Kerschbaum ist der neue Chef des Brucknerhauses Linz. Ein Gespräch mit dem engagierten und leidenschaftlichen Theatermanager über seine Konzeptionen und die eigene Sängerkarriere.
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Im Gespräch: ASMIK GRIGIRIAN – Die Salome-Sensation

Autor: Y. Han · Ausgabe 5/2019

Die Tochter des armenischen Tenors Gegam Grigorian ist spätestens seit dem vergangenen Festspielsommer selbst ein Star. Ein selbstbewusstes Gespräch über eine Karriere nicht frei von Tiefen.
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Das Interview: PIOTR BECZALA – Nach vorne blicken

Autor: Th. Baltensweiler · Ausgabe 5/2019

Piotr Beczala erzählt von seinen Projekten – und erinnert sich daran, wie er schon in seinen Linzer Anfangsjahren an die Zukunft gedacht hat.
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Im Blickpunkt: OTTO KATZAMEIER – Bariton und Librettist

Autor: G. Helbig · Ausgabe 5/2019

Uraufführung bei den Osterfestspielen in Salzburg, im Mai auch in der Hamburger Elbphilharmonie: Philipp Maintz‘ neue Oper »Thérèse«. Der Bariton Otto Katzameier hat das Libretto verfasst.
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AUFFÜHRUNGEN

OSTERFESTSPIELE SALZBURG Die Meistersinger von Nürnberg

13. April ∙ Großes Festspielhaus ∙ Autor: W. Kutzschbach · Ausgabe 5/2019

Rückkehr zur „Kernkompetenz“ der Osterfestspiele? Nach Herbert von Karajan in den Jahren 1974 und 1975 leitete nun Christian Thielemann im großen Festspielhaus von Salzburg Richard Wagners »Die Meistersinger von Nürnberg«.
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LONDON La forza del destino

21. März · Royal Opera House · Autor: M. Lehnert · Ausgabe 5/2019

Eine weitere Paraderolle für Anna Netrebko. An der Seite von Jonas Kaufmann gab sie ihr Rollendebüt als Leonora. Die Gesangsstars zeigten ihr Können in einer Übernahme-Produktion, die in London auf weniger Zustimmung stieß.
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MÜNCHEN La fanciulla del West

16. März ∙ Nationaltheater · Autor: J.-M. Wienecke · Ausgabe 5/2019

Modern, aber trotzdem packend: Puccinis Wild-West-Oper machte in München großen Effekt trotz Zurückhaltung auf der Bühne. Anja Kampe als Minnie und John Lundgren als Jack Rance lieferten sich ein fesselndes Duell um das Schicksal des Banditen Dick Johnson (Brandon Jovanovich).
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BERLIN Der Zwerg

24. März · Deutsche Oper ∙ Autor: U. Ehrensberger · Ausgabe 5/2019

Wieder ein großer Wurf an der Deutschen Oper Berlin: In Tobias Kratzers Inszenierung von Alexander von Zemlinskys Oper »Der Zwerg« wurden biografische Bezüge zum Komponisten ohne Regie-Holzhammer geschickt zur Diskussion gestellt.
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LEIPZIG Der fliegende Holländer

30. März ∙ Opernhaus ∙ Autor: S. Mauß · Ausgabe 5/2019

Endlich wieder ein richtiges Holländer-Schiff: Der Freundeskreis der Leipziger Oper hatte eigens 100.000 Euro für einen Großsegler gespendet, der weit in den Zuschauerraum ragte.
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HAMBURG Lessons in Love and Violence

7. April · Staatsoper ∙ Autor: M. Lehnert · Ausgabe 5/2019

Nach London nun in Hamburg: Die jüngste Oper von George Benjamin über das Schicksal des englischen Königs Edward II. erwies sich auch hier als spannungsvolles Theater – mit einigen sängerischen Klippen.
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WIEN Orest

31. März · Staatsoper ∙ Autor: Th. Rauchenwald · Ausgabe 5/2019

Besser gelungen als beklatscht: In Manfred Trojahns Einakter »Orest«, 2011 in Amsterdam uraufgeführt, wurde an der Wiener Staatsoper eindrucksvoll musiziert. An der Volksoper gab es derweil mit einem neuen »Fliegenden Holländer« ein Werk, das seit 1938 nicht mehr an diesem Haus zu hören gewesen war.
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ZÜRICH Manon

7. April · Opernhaus ∙ Autor: Th. Baltensweiler · Ausgabe 5/2019

Piotr Beczala als Des Grieux und Elsa Dreisig bei ihrem Rollendebüt als Manon galt das Hauptinteresse einer werkdienlichen Neuproduktion von Floris Visser. Ein Selbstgänger?
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VALENCIA Iolanta

22. März · Palau de les Arts Reina Sofia ∙ Autor: Y. Han · Ausgabe 5/2019

Inspirierend und vital: Die Produktion von Mariusz Trelinski kennt man von der Met, wo Anna Netrebko die Titelpartie gesungen hatte. In Valencia vermochte Lianna Haroutounian die Wirkung des Konzepts fast noch zu steigern.
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MUSCAT Lakmé

29. März · Royal Opera House ∙ Autor: S. Barnstorf · Ausgabe 5/2019

Zum allerersten Mal eine Eigenproduktion, die anschließend als Koproduktion an weitere internationale Häuser reisen soll – und nicht umgekehrt. Das Opernhaus von Muscat im Oman setzt zielstrebig seinen Weg fort. Davide Livermore verantwortete die bezugreiche Inszenierung.
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KASSEL Die Walküre

9. März · Staatstheater · Autor: K.G.v. Karais · Ausgabe 5/2019

Kreative »Walküre« mit großartigem Sängerensemble. In Kassel schreitet die Komplettierung des »Rings« am Staatstheater voran.
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BREMEN L‘Étoile

30. März · Theater am Goetheplatz · Autor: M. Wilks · Ausgabe 5/2019

Emmanuel Chabriers »L‘Étoile« („Das Horoskop des Königs“) bietet schwarzen Humor und bizarre Momente in einer Musik, die wie eine Fortsetzung von Offenbach und Massenet klingt. Ein Premierenabend, der Werbung für eine Repertoireperle machte.
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BRAUNSCHWEIG Die Passagierin

6. April · Staatstheater · Autor: S. Barnstorf · Ausgabe 5/2019

Aktuell ist sie gleich vielerorts angesagt, die »Passagierin« von Mieczyslaw Weinberg. In Gera am Ende für 15 Minuten Schweigen sorgend, in Braunschweig in recht zurückhaltender Weise das Grauen von Auschwitz in Bilder fassend. – Diskussionsstoff boten beide Sichtweisen reichlich.
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BASEL Diodati. Unendlich

21. Februar · Theater · Autor: E. Engler · Ausgabe 5/2019

Wahnwitzig und unterhaltsam gerät die neue Oper von Michael Wertmüller. Eine Freude sind auch die Sänger.
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SPECIALS / INFO

SPECIAL

Brucknerfest Linz

Im Jahr der Eröffnung des Brucknerhauses 1974 fand erstmals auch das „Internationale Brucknerfest Linz“ statt, das inzwischen alljährlich im Herbst Publikum aus aller Welt anzieht und das Schaffen von Anton Bruckner in den Mittelpunkt eines abwechslungsreichen Programms stellt. Ein Bericht über die Geschichte, den Komponisten, die Konzerte und teilnehmende Künstler – unter anderem Interviews mit dem Dirigenten Eliahu Inbal, dessen Interpretationen von Bruckner- und Mahler-Sinfonien als maßstabsetzend gelten, sowie mit dem amerikanischen Orgel-Virtuosen Cameron Carpenter.

JUBILÄUM

Jubiläums-Rosenkavalier

Am 21. März fand in der Wiener Staatsoper die 1000. Aufführung von Richard Strauss‘ »Der Rosenkavalier« statt. Die Jubiläumsaufführung war zugleich die 381. Aufführung der „klassischen“ Inszenierung von Otto Schenk. Nicht nur der Regisseur selbst, sondern auch alle drei Interpretinnen der weiblichen Hauptpartien aus der legendären Premiere von 1968 – am Pult stand damals kein Geringerer als Leonard Bernstein – sowie weitere berühmte Staatsopern-Sänger und Sängerinnen aus dieser Oper konnten zur Aufführung selbst wie zu einer Gesprächsmatinee in der Staatsoper begrüßt werden. Auch dabei: Plácido Domingo.

NAMEN UND DATEN

MARIA GULEGHINA wird im Juni die Turandot in Buenos Aires singen und im Festspielsommer beim Puccini-Festival in Torre del Lago sowohl die Minnie in »La fanciulla del West« als auch die Tosca übernehmen. Weitere Termine und Infos: von Vittorio Grigolo, Julie Fuchs, Attala Ayan und anderen.

REPORT

Nixon in Stuttgart

Im Jahre 1972 sind sich der amerikanische Präsident Richard Nixon und der chinesische Staatsgründer Mao Tse-tung, ähnlich wie kürzlich beim Treffen von Donald Trump mit Nordkoreas Staatschef Kim Jong-un, begegnet und wollten Bilder für die Geschichtsbücher liefern. Zu groß ist der Unterschied der Kulturen jedoch, wie es nun John Adams‘ Oper »Nixon in China« auch an der Stuttgarter Staatsoper mit Michael Mayes als Nixon und Matthias Klink als Mao zeigte.

MELDUNGEN

Dresdner SemperOpernball in St. Petersburg

Am 31. August soll in St. Petersburg erstmals mit dem Dresdner Opernball ein „Co-Event“ des erfolgreichen Dresdner SemperOpernballs stattfinden. Der Namensbezug auf die Stadt Dresden erfolgte auf Wunsch von St. Petersburger Seite und gilt als besonderes Zeichen der Wertschätzung für Dresden und die 58-jährige Städtefreundschaft.

VORSCHAU

Die spannendste Premiere der kommenden Saison an der Wiener Staatsoper gilt Giuseppe Verdis »Maskenball« mit Francesco Meli und Krassimira Stoyanova in den Hauptpartien. Klasse im Repertoire beweisen wollen Roberto Alagna und Elena Pankratova in Puccinis »Turandot«. Am Opernhaus Zürich klingt eine Neuproduktion von Richard Strauss »Arabella« vielversprechend mit Julia Kleiter und Josef Wagner als Arabella und Mandryka, die Deutsche Oper Berlin setzt auf eine Neuproduktion von Giuseppe Verdis »La forza del destino« in der Regie von Frank Castorf, während am selben Haus Anna Netrebko und Yusif Eyvazov für konzertante Aufführungen von »Adriana Lecouvreur« und an der Berliner Staatsoper Zubin Mehta am Pult für eine Neuinszenierung des »Rosenkavalier« erwartet werden.

AUDIO

NEUE CDs

Julie Fuchs, ein neuer Stern am Opernhimmel. Ihrem Debütalbum „Yes!“ hat sie jetzt ein zweites folgen lassen: „Mademoiselle“ mit Arien von Rossini und Donizetti, aber auch zahlreichen weniger bekannten Komponisten wie Giovanni Paccini oder Pietro Raimondi. Othmar Schoecks Oper »Das Schloss Dürande« liegt in einer Live-Aufnahme aus Bern, Johann Strauß‘ »Fledermaus« in einer Aufnahme mit der Radiophilharmonie aus Hannover vor. Dazu weitere Opern-Gesamtaufnahmen und Sänger-Recitals.