Das Opernglas – Ausgabe 01/2018

In London begeisterte Bryan Hymel in gleich beiden Tenorpartien des Verismo-Doppels »Cavalleria rusticana« und »Pagli­acci«, an der Mailänder Scala sang Anna Netrebko an der Sei­te ihres Mannes Yusif Eyvazov in »Andrea Chénier«, die Wiener Staatsoper brachte die von Friedrich Cerha vollendete dreiaktige Fassung von Bergs »Lulu« auf die Bühne, Monte-Carlo eine starbesetzte »Adriana Le­couvreur« mit Barbara Frittoli und Roberto Alagna. In Berlin kam mit »Hänsel und Gretel« die erste echte Opernpremiere an der wiedereröffneten Lindenoper heraus, an der Deutschen Oper Berlin endete mit »Le Prophète« der ambitionierte Meyerbeer-Zyklus, in Bergamo punktete eine neue Auflage des Donizetti Festivals mit hochklassigen Raritäten.

Die Interviews: Petra Lang, die sich erfolgreich das hochdramatische Fach erobert hat, und Countertenor David Hansen, der im Februar bei den Händel-Festspielen in Karlsruhe zu erleben sein wird.

Nachfolgend finden Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste aller Inhalte bietet das Inhaltsverzeichnis.

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INHALTSVERZEICHNIS

INHALTSVERZEICHNIS

Ausgabe: 01/2018

Das komplette Inhaltsverzeichnis mit allen Themen
EDITORIAL
AUFFÜHRUNGEN
  • BERLIN Le Prophète (Deutsche Oper) Hänsel und Gretel (Staatsoper)
  • MAILAND Andrea Chénier (Teatro alla Scala) Ti vedo, ti sento, mi perdo (Teatro alla Scala)
  • LONDON Cavalleria rusticana / Pagliacci (Royal Opera House
  • WIEN Lulu (Staatsoper) Pinocchio (Volksoper)
  • DRESDEN Lucia di Lammermoor
  • MONTE-CARLO Adriana Lecouvreur (Forum Grimaldi)
  • WIESBADEN Tannhäuser
  • SAN FRANCISCO Girls of the Golden West
  • HAMBURG Don Giovanni (Elbphilharmonie)
DAS INTERVIEW
  • PETRA LANG
IM GESPRÄCH
  • DAVID HANSEN
NAMEN UND DATEN
NACHRUF
RUNDBLICK
  • KREFELD Hamlet
  • WINTER IN SCHWETZINGEN Mitridate
  • HANNOVER Salome
  • WEIMAR Dido and Aeneas (E-Werk)
  • KLAGENFURT Werther
  • HILDESHEIM Orpheus oder Die wunderbare Beständigkeit der Liebe
  • OLDENBURG Siroe, Re di Persia
  • FLENSBURG Hoffmanns Erzählungen
  • ERFURT Medée
  • INNSBRUCK La Gioconda
REPORT
  • BUDAPEST / WIEN
IM BLICKPUNKT
  • BERGAMO
VORSCHAU
SPIELPLÄNE
TV-TIPPS
RARITÄTEN
IMPRESSUM
DAS SPIELPLÄNCHEN
  • MUSIKTHEATERTIPPS FÜR KINDER UND JUGENDLICHE
NEUE CDs
  • Nico Dostal PRINZESSIN NOFRETETE
  • Richard Strauss DIE SCHWEIGSAME FRAU
  • Andrea Lorenzi Scartazzini EDWARD II.
  • Engelbert Humperdinck HÄNSEL UND GRETEL
  • Richard Wagner DER FLIEGENDE HOLLÄNDER
DVDs
  • Gaetano Donizetti LUCIA DI LAMMERMOOR
  • Gaetano Donizetti ROSMONDA D’INGHILTERRA
  • Charles Gounod FAUST
  • Richard Strauss DIE LIEBE DER DANAE
  • Franco Faccio AMLETO
CD SPECIAL
  • Es geht weiter: Fortsetzung der Vivaldi-Edition
CD-NEWS
  • Neue Aufnahmen mit Nina Stemme, Cecilia Bartoli, Andreas Scholl, Barbara Hannigan, Bo Skovhus u.v.a.m.
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EDITORIAL

EDITORIAL

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 1/2018

Auf – und wieder zu. Dann tatsächlich: richtig auf! Die Berliner haben es allen Unkenrufen zum Trotz geschafft, ihre Staatsoper pünktlich zum 275. Geburtstag wiederzueröffnen und einen regulären Spielbetrieb Unter den Linden aufzunehmen. Bis zuletzt hatte man um diesen Termin gebangt, noch Anfang Dezember schien die Zulassung fraglich, es war wie verhext. Doch am Ende siegte das Gute, kann man sich im prachtvollen Knobelsdorff-Bau endlich wieder auf die Kunst – und nebenbei auch auf die Errungenschaften des lang ersehnten Akustik-Tunings – konzentrieren. Wie passend, dass ähnlich wie übrigens auch bei der Wiedereröffnung der Brüsseler Monnaie-Oper mit Philippe Boesmans »Pinocchio« im September, als erste echte Premiere in der Lindenoper just eine, nein: die Märchenoper gespielt wurde.
Man hat im Jahr 2017 so manch Märchenhaftes erlebt, auf und hinter der Bühne. Aber man konnte durchaus auch schon mal an böse Geister glauben. Gleich zwei prestigeträchtige, gerade erst eröffnete Neubauten mit einem dramatischen Wasserschaden? Ein zumindest seltsam anmutendes Ereignisdoppel. Doch waren sowohl in der Hamburger Elbphilharmonie als auch im neuen Domizil der Dresdner Staatsoperette keineswegs übersinnliche Kräfte im Spiel, sondern rein menschliche. Die gute Nachricht: Die Staatsoperette, die durch eine katastrophale Sprinkler-Flutung nicht mal ein Jahr nach der Eröffnung schon wieder schließen musste, erlebt in diesen Wochen eine Woge von Sympathiebekundungen seitens eines treuen Publikums, das auch einen Notspielplan – erst im Januar sollen die Schäden gänzlich beseitigt und ein Normalbetrieb wieder möglich sein – unbeirrt mitzutragen gewillt ist. In der von Schimmel befallenen Elbphilharmonie hatte man eh nur sehr wenige Vorstellungen aus dem Kleinen Saal sanierungsbedingt verlegen müssen, inzwischen ist das betroffene Foyer wieder offen; ausverkauft war und blieb ohnehin fast alles.
Die Sogwirkung, die insbesondere vom neuen Hamburger Wahrzeichen ausgeht, ist auch ein Jahr nach der Eröffnung ungebrochen. Schon bis zum 1. Jahrestag der Plaza-Eröffnung Anfang November konnten rekordverdächtige 4 Millionen Besucher gezählt werden, von denen rund 660.000 auch im Besitz einer Konzertkarte waren. Das Bemerkenswerte: Die Laeiszhalle, bisheriges Zentrum klassischen Musikgenusses in der Hansestadt, ist keineswegs im „Elphi-Sog“ untergegangen, sondern wird weiterhin gut frequentiert; einige Konzerte, die in früheren Jahren vermutlich eher mittelmäßig gebucht gewesen wären, sind jetzt ebenfalls ausverkauft. Also doch der gleichermaßen viel beschworene wie angezweifelte Aufschwung der Musikstadt Hamburg?
Die so besondere Akustik des großen Saales hat in den vergangenen Monaten einige interessante Erkenntnisse hinsichtlich Musizierkultur und Klangqualität gebracht – bei heimischen wie gastierenden Orchestern, Dirigenten, Instrumentalisten, Sängern. Auf einem so außergewöhnlichen akustischen Präsentierteller trennt sich nun einmal sehr deutlich die Spreu vom Weizen. Auch die Diagnose, die Marek Janowski in unserer Dezemberausgabe hinsichtlich der Elbphilharmonie-Akustik gestellt hatte, dürfte nicht ungehört geblieben sein. Die einmalige Chance in all diesen neuen Sälen – sei es in der Pariser, der Hamburger, der Dresdner Philharmonie, in Berlins Boulez-Saal oder eben der „neuen“ Lindenoper – liegt nicht allein im zahlenmäßigen Zugewinn an Publikum durch die Attraktion des Neuen, sondern vor allem in dem Potenzial, wieder ein echtes, kritisches Qualitätsbewusstsein zu befördern: im programmatischen Anspruch ebenso wie im Niveau der Darbietungen. Das ist eine Herausforderung, der sich zu stellen auch für unsere traditionsreichen Opernhäuser nicht die schlechteste Option sein dürfte.
Glauben wir gerade zu diesem Jahreswechsel einmal ganz unbeirrt an das Gute. In diesem Sinne Ihnen einen guten Start in ein schönes, anregendes Opernjahr 2018!
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INTERVIEWS

Das Interview: PETRA LANG – Am hochdramatischen Ziel

Autor: Ursula Ehrensberger · Ausgabe 1/2018

Was man schon früh vorhergesagt hatte, ist eingetreten: Petra Lang hat sich erfolgreich die hochdramatischen Partien erobert. Im ausführlichen Interview spricht sie über ihren Weg dorthin und über die besonderen Herausforderungen der großen Wagner-Partien.
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Im Gespräch: DAVID HANSEN – Hoch hinaus

Autor: Andreas Laska · Ausgabe 1/2018

Eigentlich wollte er Surfer werden. Doch der Weg des Australiers sollte ihn als gefragten Countertenor auf die internationalen Opernbühnen führen. Ein Gespräch im Vorfeld zu seinen Auftritten bei den kommenden Händel-Festspielen in Karlsruhe.
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AUFFÜHRUNGEN

BERLIN Le Prophète

26. November · Deutsche Oper Berlin ·Autor: M. Lehnert · Ausgabe 1/2018

Der Meyerbeer-Zyklus der Deutschen Oper hat seinen Abschluss gefunden – in einer beim Publikum umstrittenen Inszenierung von Olivier Py, die vor allem von der guten Orchesterleistung unter Enrique Mazzola lebte. In der fordernden Titelpartie bewies Gregory Kunde großartige tenorale Standhaftigkeit.
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BERLIN Hänsel und Gretel

8. Dezember · Staatsoper ·Autor: U. Ehrensberger · Ausgabe 1/2018

Nach der feierlichen Wiedereröffnung im Oktober konnte die Staatsoper zu ihrem 275-jährigen Bestehen nun mit der Aufnahme des regulären Spielbetriebs die endgültige Rückkehr in ihr Stammhaus begehen. Dabei überzeugte Humperdincks Märchenoper im wahrsten Sinne mit fantasie- und stimmungsvollen Bildern.
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MAILAND Andrea Chénier

10. Dezember · Teatro alla Scala · Autor: W. Kutzschbach · Ausgabe 1/2018

Ihr drittes Rollendebüt in diesem Jahr war eine weitere Demonstration ihrer gesanglichen und künstlerischen Ausnahmestellung: Anna Netrebko brillierte als Maddalena in Giordanos »Andrea Chénier« mit enormer Sensibilität und dramatischem Ausdruck. Stimmkultur bewies an ihrer Seite auch ihr Ehemann Yusuf Eyvazov in der Titelpartie.
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LONDON Cavalleria rusticana & Pagliacci

2. Dezember · Royal Opera House ·Autor: M. Lehnert · Ausgabe 1/2018

Die preisgekrönte Inszenierung der veristischen Zwillinge ist mit großem Erfolg wieder auf die Londoner Bühne gebracht worden. Punkten konnte hierbei vor allem Bryan Hymel, der als Einspringer im zweiten Teil des Abends auch noch ein fulminantes Rollendebüt als Canio gab. An seiner Seite sangen Elīna Garanča sowie Carmen Giannattasio und Simon Keenlyside.
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WIEN Lulu

3. Dezember · Staatsoper · Autor: T. Rauchenwald · Ausgabe 1/2018

2002 hatte Willy Decker für die letzte »Lulu«-Neudeutung an der Wiener Staatsoper gesorgt, nun bekam das Publikum die bereits 2012 in Paris entstandene Ergänzung seiner Inszenierung um den dritten Akt zu sehen. Die Herausforderung der Titelpartie bewältigte Hausdebütantin Agneta Eichenholz mit großer Intensität, unterstützt von dem Dirigat Ingo Metzmachers.
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DRESDEN Lucia di Lammermoor

18. November · Staatsoper · Autor: B. Gruhl · Ausgabe 1/2018

Szenisch zuletzt vor 80 Jahren hier zu erleben: Das Publikum in der Semperoper freute sich über ein Wiedersehen mit Donizettis Belcanto-Hit »Lucia di Lammermoor« in einer Neudeutung von Dietrich W. Hilsdorf. Am Pult führte Giampaolo Bisanti das bejubelte Ensemble sicher durch den Premierenabend.
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MONTE-CARLO Ariana Lecouvreur

19. November · Forum Grimaldi · Autor: W. Kutzschbach · Ausgabe 1/2018

Exklusivität pur verströmte wie in jedem Jahr die Opernaufführung am monegassischen Nationalfeiertag in Anwesenheit der Fürstenfamilie. Opulent ging es auch auf der Bühne zu, wo Davide Livermore in detailverliebter Kulisse das Schicksal der titelgebenden Bühnendiva an das der Sarah Bernhardt anlehnte. In den Hauptpartien: Barbara Frittoli und Roberto Alagna.
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WIESBADEN Tannhäuser

19. November · Hessisches Staatstheater · Autor: L.-E. Gerth · Ausgabe: 1/2018

Einen Einstand nach Maß konnte der neue Wiesbadener Chefdirigent Patrick Lange in Uwe Eric Laufenbergs „Wiesbadener Fassung“ des »Tannhäuser« hinlegen. In der Titelpartie war Lance Ryan zu erleben.
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SCHWETZINGEN Mitridate

29. November · Rokokotheater · Autor: C. Fischer · Ausgabe 1/2018

Rarität beim „Winter in Schwetzingen“: Die Wiederbelebung von Nicola Antonio Porporas selten gespielter Opera seria »Mitridate« ist dem Ensemble im historischen Rokokotheater beeindruckend gut gelungen. Als Mitridate begeisterte der kanadisch-koreanische Countertenor David DQ Lee.
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BERGAMO Il borgomastro di Saardam & Che originali! / Pigmalione

24./25. November · Teatro Sociale · Autor: W. Kutzschbach · Ausgabe 1/2018

Die Geburtsstadt Gaetano Donizettis hat ihre Kräfte gebündelt und ihre traditionellen Donizetti-Aufführungen zu einem Festival zu Ehren des Komponisten umgestaltet. Glänzen konnte das neue Format insbesondere mit hochklassigen Raritäten.
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MELDUNGEN / INFO

NAMEN UND DATEN

RICARDA MERBETH wechselt mehr und mehr in das hochdramatische Fach. Ein weiterer Schritt in diese Richtung ist die erste Turandot, die sie im kommenden Frühjahr an der Deutschen Oper Berlin präsentieren wird. Zuvor gastiert sie als Isolde neben dem Tristan von Stephen Gould an der Oper in Amsterdam. Danach hat sie die Deutsche Oper Berlin eingeladen, neben der Turandot auch die Elisabeth und die Venus in »Tannhauser« zu singen. Die genauen Termine sowie weitere ausführliche Auftrittskalender gibt es von Bryan Hymel, Michael Volle, Catherine Naglestad, Bryn Terfel, Christian Thielemann u.a.

REPORT

MIT BRAVOUR

Anlässlich des 500. Jahrestags der Reformation hat die Ungarische Staatsoper eine aufwändige Neuproduktion von Giacomo Meyerbeers »Les Huguenots« auf die Bühne des Erkel-Theaters gebracht. Unter der eindrucksvollen Leitung von Oliver von Dohnányi bot das Orchester eine fantastische Leistung beim kontinuierlichen Zusteuern auf das tragische Ende, dabei den ständigen Wechsel von musikalischer Schönheit und tiefem menschlichen Gefühl detailreich nachzeichnend. Auch die Solistenriege zeigte sich dem Anlass mit großer Bravour angemessen.

NACHRUF

Dmitri Hvorostovsky hat seinen mehrjährigen Kampf gegen den Krebs verloren. Der russische Bariton erlag der schrecklichen Krankheit nur kurz nach seinem 55. Geburtstag am 22. November 2017 in London. Sein Operndebüt hatte der am 16. Oktober 1962 im sibirischen Krasnojarsk geborene und dort auch ausgebildete Sänger als Marullo in »Rigoletto« am heimatlichen Opernhaus gegeben. Der Weltöffentlichkeit bekannt wurde Hvorostovsky, als er 1989 den renommierten Gesangswettbewerb BBC Cardiff Singer of the World für sich entschied und den „Lokalmatador“ Bryn Terfel auf Rang zwei verwies. Im selben Jahr erfolgte mit Tschaikowskys »Pique Dame« in Nizza sein Bühnendebüt in Westeuropa, wenig später die Titelpartie in »Eugen Onegin« am Teatro La Fenice in Venedig – eine Partie, die seinen Weltruhm begründete und zu einer seiner Paraderollen avancieren sollte. Nach seinem USA-Debüt mit »La Traviata« an der Lyric Opera of Chicago im Jahr 1993 standen ihm die Türen aller großen internationalen Opernhäuser offen – darunter auch die der Metropolitan Opera New York, wo er 1995 erstmals auftrat und in Folge 13 Partien in etwa 180 Vorstellungen sang, des Royal Opera House London, der Berliner Staatsoper Unter den Linden, der Wiener Staatsoper oder des Teatro alla Scala in Mailand, wo er die zentralen lyrischen Bariton-Partien des russischen und italienischen Fachs interpretierte. Vor allem der Anckarström in »Un ballo in maschera« sowie Simon Boccanegra waren Partien, die man besonders mit dem Russen verband. 2015 gab Hvorostovsky bekannt, dass bei ihm ein Hirntumor diagnostiziert worden war. Im September kehrte er als Graf Luna in »Il Trovatore« für drei heftig umjubelte Vorstellungen an die Met zurück, im Rahmen der Gala „50 Jahre Met am Lincoln Center“ am 8. Mai 2017 sang er noch einmal die Rigoletto-Arie „Cortigiani, vil razza dannata“. 2016 war der Bariton als Giorgio Germont in »La Traviata« an der Wiener Staatsoper zum letzten Mal in einer Opernpartie auf der Bühne zu erleben gewesen. Hvorostovsky verstarb friedlich im Kreis seiner Familie.

VORSCHAU

41 der 42 Opernwerke von Georg Friedrich Händel sind seit Beginn der Händel-Opern-Renaissance 1922 in Halle bereits erklungen. Zum Auftakt der Händel-Festspiele 2018 schließt Intendant Clemens Birnbaum mit der Premiere von »Berenice, Regina d’Egitto« die letzte Repertoirelücke. Jochen Biganzoli wird das Werk im Bühnenbild von Wolf Gutjahr neu in Szene setzen. Außerdem gestaltet Joyce DiDonato, die 2018 mit dem Händel-Preis der Stadt Halle ausgezeichnet wird, im Rahmen der Händel-Festspiele ein Festkonzert mit ihrem Tournee-Programm „In War and Peace“, mit dem sie auch bei den Internationalen Maifestspielen in Wiesbaden auftreten wird.

DVDs

DVDs

Jetzt auch für daheim: unter anderem Londons umstrittene »Lucia di Lammermoor«-Inszenierung mit Diana Damrau, Charles Castronovo und Ludovic Tézier, die beiden Salzburger Festspiel-Produktionen »Die Liebe der Danae« mit Krassimira Stoyanova und »Faust« mit Piotr Beczala und Ildar Abdrazakov sowie Franco Faccios »Hamlet« mit Pavol Černoch in der Titelpartie aus Bregenz.

CDs

Neue CDs

Komponist Nico Dostal (1895 –1981) gilt als einer der letzten großen Operettenkomponisten. Seine kaum gespielte »Prinzessin Nofretete« ist als Mitschnitt aus der Musikalischen Komödie Leipzig nun auf CD herausgebracht worden. Ebenfalls neu auf Tonträger sind eine Aufzeichnung der im Februar 2017 an der Deutschen Oper Berlin erfolgreich uraufgeführten Oper »Edward II.« von Andrea Lorenzo Scartazzini sowie Humperdincks »Hänsel und Gretel«, gespielt vom Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter der musikalischen Leitung von Marek Janowski. Außerdem wird die ambitionierte Edition mitreißender Gesamtaufnahmen der Opern Antonio Vivaldis mit »Dorilla in Tempe« fortgesetzt.

CD-NEWS

Das reich bebilderte Album „Cecilia & Sol“ lässt keinen Zweifel daran, dass die Mezzosopranistin Cecilia Bartoli und die Cellistin Sol Gabetta gut miteinander können und sich auch musikalisch bestens verstehen: In einem ebenso interessanten wie unterhaltsamen Programm nehmen sie den Hörer mit auf eine spannende und unterhaltsame Reise durch die Welt der Barockmusik. Ebenfalls neu auf CD: Aufnahmen und Soloalben von Nina Stemme, Barbara Hannigan, Bo Skovhus, Juliane Banse, Andreas Scholl, Natalie Dessay, Florian Boesch, Christoph Prégardien u.v.m.