Das Opernglas – Ausgabe Oktober 2017

Zum Saisonstart begeisterte in Amsterdam »La Forza del Destino« mit Eva-Maria Westbroek als Leonora, in Hamburg ein neuer »Parsifal« in der prägnanten Bildsprache von Achim Freyer. Brüssels prachtvolles Opernhaus La Monnaie erlebte seine feierliche Wiedereröffnung mit Philippe Boesmansʾ neuer Oper »Pinocchio«, Helsinki präsentierte eine Uraufführung nach Ingmar Bergmans berühmten Film „Herbstsonate“, die Wiener Staatsoper zum Saisonauftakt Anna Netrebko als fulminante Leonora in »Il Trovatore«. Bei den Salzburger Festspielen beeindruckten ein packender »Lear« mit Gerald Finley in der Titelpartie sowie Plácido Domingo in Verdis »I due Foscari«, das Rossini Festival in Pesaro zeigte »Le Siège de Corinthe« mit Luca Pisaroni und Nino Machaidze.

Die Interviews: Startenor Juan Diego Flórez über neue Rollen und sein erstes reines Mozart-Album, Pretty Yende, die sich über ihre rasante, bereits von etlichen Preisen gekrönte Karriere freut, sowie Kiels Generalmusikdirektor Georg Fritzsch, der im Oktober die musikalische Leitung der Neuproduktion von »Hänsel und Gretel« an der Oper Stuttgart übernimmt und im kommenden Frühjahr mit »Götterdämmerung« den Kieler »Ring« beschließen wird.

Nachfolgend finden Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste aller Inhalte bietet das Inhaltsverzeichnis.

Sie möchten weiterlesen? Das komplette Magazin steht neben der Print-Ausgabe auch als PDF-Version zum Download zur Verfügung. Bei Interesse an einzelnen Artikeln finden Sie diese auch als reine Textdatei im Text-Archiv.

inkl. Mwst., zzgl. Porto

INHALTSVERZEICHNIS

INHALTSVERZEICHNIS

Ausgabe: 10/2017

Das komplette Inhaltsverzeichnis mit allen Themen
EDITORIAL
SAISONSTART
  • HAMBURG Parsifal (Staatsoper)
  • AMSTERDAM La Forza del Destino
  • WIEN Il Trovatore (Staatsoper)
  • LONDON La Bohème (Royal Opera House)
  • HELSINKI Höstsonaten
  • BRUSSEL Pinocchio
  • KAPSTADT Der fliegende Holländer
DAS INTERVIEW
  • JUAN DIEGO FLÓREZ
NACHGEFRAGT
  • PRETTY YENDE
IM GESPRACH
  • GEORG FRITZSCH
FESTSPIELE
  • ROSSINI OPERA FESTIVAL PESARO Le Siège de Corinthe
  • SALZBURGER FESTSPIELE Lear (Felsenreitschule) I due Foscari (Großes Festspielhaus)
  • CHOREGIES D’ORANGE Aida
  • FESTIVAL CASTELL DE PERALADA Gregory Kunde / Madama Butterfly
  • CPH OPERA FESTIVAL KOPENHAGEN Silent Zone / Operettebåden / The Rape of Lucretia
  • ARENA DI VERONA Nabucco Aida
  • BBC PROMS Last Night of the Proms (Royal Albert Hall)
  • GEORGE ENESCU FESTIVAL BUKAREST Oedipe
  • DVOŘÁK FESTIVAL PRAG Stabat Mater (Rudolfinum)
NAMEN UND DATEN
JUBILAUM
  • 30 JAHRE NEUE STIMMEN
REPORT
  • MELDORF / LEIPZIG / POTSDAM
FESTSPIEL-RUNDBLICK
  • OPERNFESTSPIELE HEIDENHEIM Der fliegende Holländer
  • LEHAR FESTIVAL BAD ISCHL Die lustige Witwe (Kongress & Theaterhaus)
  • THURINGER SCHLOSSFESTSPIELE SONDERSHAUSEN Zar und Zimmermann
  • RUHRTRIENNALE Pelléas et Mélisande (Jahrhunderthalle Bochum)
  • ROSSINI IN WILDBAD Maometto II / L’occasione fa il ladro / Eduardo e Cristina / Aureliano in Palmira
  • KAMMEROPER SCHLOSS RHEINSBERG Tucholskys Spiegel
  • OPER IM STEINBRUCH SANKT MARGARETHEN Rigoletto
  • MUSIKFEST BREMEN La Clemenza di Tito (Glocke)
  • JENNERSDORF FESTIVALSOMMER Carmen (Schloss Tabor)
  • THEATERSOMMER BAD LAUCHSTADT Die heimliche Heyrath
  • CARINTHISCHER SOMMER Hemma – Eine Weibspassion (Basilika in St. Andrä)
  • JUNGE OPER SCHLOSS WEIKERSHEIM Hänsel und Gretel
  • WERNIGERODER SCHLOSSFESTSPIELE Faust
  • INNSBRUCKER FESTWOCHEN DER ALTEN MUSIK Il ritorno d’Ulisse in patria
SPIELPLÄNE
RARITÄTEN
TV-TIPPS
IMPRESSUM
DAS SPIELPLÄNCHEN
  • MUSIKTHEATERTIPPS FUR KINDER UND JUGENDLICHE
VORSCHAU
DVDs
  • Alban Berg LULU
  • Richard Wagner PARSIFAL
  • Antonio Salieri EUROPA RICONOSCIUTA
CD-NEWS
  • Neue Solo-CDs von Jonas Kaufmann, Véronique Gens, Alice Coote, Philippe Jaroussky, Christian Gerhaher u.v.a.m.
Weiter

EDITORIAL

EDITORIAL

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 10/2017

Feiertag – Freudentag? Ob in diesem Jahr am 3. Oktober tatsächlich in ganz Deutschland eine gehobene, frohe Stimmung vorherrschen wird? Die Ergebnisse der Bundestagswahl dürften da noch zu frisch, die zukünftigen Machtverhältnisse so oder so nicht jedem genehm sein. Und obwohl auch das Thema „Deutsche Einheit“ heute – für viele immer noch, für manche bereits wieder – ein schwieriges, längst von neuen Faktoren belastetes Reizthema ist, das eben nicht per se in ungetrübte Feierlaune versetzt, bietet dieser geschichtsträchtige Tag in diesem Jahr just in Berlin einen besonders guten Grund zum Feiern: Mit durchaus staatstragendem Hintergedanken auf diesen Abend terminiert, kehrt die Staatsoper am 3. Oktober in ihr Stammhaus Unter den Linden zurück. 
Der feierliche Wiedereinzug in den Knobelsdorff‘schen Prachtbau ist gleichwohl nur ein Appetizer, werden die Pforten doch nach wenigen Tagen gleich wieder für zwei weitere Monate zugesperrt. Eine irgendwie auch schon wieder typisch berlinerische Pointe angesichts der schier endlosen, kostentreibenden Querelen, die das Großunternehmen Staatopern-Sanierung von ursprünglich drei auf sieben Jahre hatte anschwellen lassen. Was sind da schon ein paar Wochen mehr? Die Berliner – und mit ihnen eine auch in den Interims-Spielzeiten im Schiller Theater überwiegend treu und neugierig gebliebene internationale Gästeschar – haben viel zu lange auf diesen Moment gewartet, als dass sie sich jetzt noch von der Sorge beirren ließen, dass es bis zum 7. Dezember, wenn das Haus (nur zufälligerweise am Tag des Heiligen Ambrosius und damit der traditionellen Scala-Eröffnung?) endlich seinen regulären Spielbetrieb aufnehmen soll, unter Umständen doch noch unerwartete Komplikationen geben könnte. War nicht erst im vorigen Jahr zu Saisonbeginn die Brüsseler Oper mit der Hiobsbotschaft konfrontiert worden, dass die unmittelbar im Dezember bevorstehende Wiedereröffnung doch noch abgesagt werden muss? Vom skandalösen Kölner Operndebakel ganz zu schweigen. Jetzt, fast ein ganzes Jahr später als geplant, ist immerhin das prachtvolle La Monnaie tatsächlich feierlich wiedereröffnet worden, programmatisch aussagekräftig mit einem neuen Werk für Musiktheater. Ein Großereignis, zu dem selbstredend auch das belgische Königspaar erschien.  Es ist ein wahrhaft goldener, in aufgefrischten Farben strahlender Herbst der Wiedereröffnungen. Im Oktober wird auch das Ensemble des Münchner Gärtnerplatztheaters in sein Stammhaus zurückkehren; eine fünf Jahre andauernde Grunderneuerung findet ihr glückliches Ende. Und das bereits erwähnte Köln? Nachdem man in der Rheinmetropole schon einmal kurz vor einer Wiedereröffnung gestanden hatte, geht man hier derzeit von einer Verzögerung bis Oktober 2022 (!) aus, bei dann aufsummierten Gesamtkosten (inklusive Interimsspielstätten), die über der Marke der 789-Milliarden-Investition für den Bau der Hamburger Elbphilharmonie liegen werden. Kein Wunder, dass auch in einigen anderen Städten – in naher Zukunft werden schließlich etliche weitere Theater-, Konzert- und Opernhäuser ihre vielfach schon zu lange hinausgezögerten Sanierungen angehen müssen – jetzt wieder verstärkt darüber diskutiert wird, ob Abriss und Neubau nicht doch die sinnvolleren, weil kostengünstigeren Alternativen wären, so derzeit in Düsseldorf oder Frankfurt, ja groteskerweise selbst in Stuttgart.  Dort hat die Oper allerdings grad ganz andere Sorgen. Georg Fritzsch, musikalischer Leiter der nun im Oktober aller Unbill durch die Inhaftierung ihres russischen Regisseurs zum Trotz zur Premiere gelangenden Neuproduktion von »Hänsel und Gretel«, hat dazu im aktuellen „Opernglas“-Interview persönliche Erinnerungen parat, verbunden mit einem Apell: Der Dirigent, in der ehemaligen DDR geboren und aufgewachsen, mahnt uns alle nachdrücklich, das hohe Gut der Freiheit wertzuschätzen und gegebenenfalls auch zu verteidigen. Eindringliche Worte, die in diesen Tagen besondere Gültigkeit haben – in vielerlei Hinsicht.
Weiter

INTERVIEWS

Das Interview: JUAN DIEGO FLÓREZ – Die Lust auf Neues

Autor: Yeri Han · Ausgabe 10/2017

Der gefeierte Belcanto-Star ist neuerdings auch erfolgreich als Werther und Roméo unterwegs, demnächst folgt sein Rollendebüt als Hoffmann an der Oper in Monte-Carlo. Aktuell aber bringt er
– erstmals – ein reines Mozart-Album heraus.
Im Textarchiv öffnen

Nachgefragt: PRETTY YENDE – Rasante Karriere

Autor: Andreas Laska · Ausgabe 10/2017

Mehrfach preisgekrönt und umjubelt auf den internationalen Bühnen: Die Karrierekurve der Sopranistin zeigt steil nach oben. Nur ein Jahr nach ihrem erfolgreichen Debüt-Album folgt Ende Oktober bereits die zweite Solo-CD mit italienischen und französischen Arien.
Im Textarchiv öffnen

Im Gespräch: GEORG FRITZSCH – Mehr als Dirigieren

Autor: Söhnke Martens · Ausgabe 10/2017

Im Oktober dirigiert er die Neuproduktion von »Hänsel und Gretel« an der Oper Stuttgart, gefolgt von seiner ersten »Arabella« und dem großen »Ring«-Finale mit »Götterdämmerung«, beides an der Oper Kiel, die er seit 2003 als Generalmusikdirektor maßgeblich formt und prägt.
Im Textarchiv öffnen

AUFFÜHRUNGEN

HAMBURG Parsifal

16. September · Staatsoper · Autor: M. Wilks · Ausgabe 10/2017

Als visuell eindrucksvolles Kunstwerk entfaltete sich an der Hamburgischen Staatsoper der neue »Parsifal« von Altmeister Achim Freyer – Malereien an der Decke, Projektionen, Pyrotechnik und fantasievolle Kostüme begegnen dem Weihfestspiel mit einer Fülle an Bildern und Assoziationen.
Im Textarchiv öffnen

AMSTERDAM La Forza del Destino

9. September · Autor: S. Mauß · Ausgabe 10/2017

Regisseur Christoph Loy meisterte mühelos die Klippen von Verdis schwierigem Epos und bot einem auf höchstem Niveau agierenden Ensemble ein spannendes und geschmackvolles Setting. Als Leonora trumpfte Eva-Maria Westbroek mit unvergleichlicher Bühnenpräsenz auf.
Im Textarchiv öffnen

WIEN Il Trovatore

10. September · Staatsoper · Autor: T. Rauchenwald · Ausgabe 10/2017

Nachdem sie die eigentliche Saisoneröffnung erkältungsbedingt hatte absagen müssen, kehrte Anna Netrebko umso souveräner für die Folgevorstellungen auf die Bühne der Wiener Staatsoper zurück und bot mit flutenden Piani, herrlich gesponnenen Kantilenen und perfekter Legatokultur eine Leonora, die Staunen machte.
Im Textarchiv öffnen

BRÜSSEL Pinocchio

5. September · Autor: G. Helbig · Ausgabe 10/2017

Nach zweijähriger Renovierung hat das Brüsseler Opernhaus mit Beginn der neuen Spielzeit wieder seine Pforten geöffnet. Auf dem Programm stand Philippe Boesmansʾ kürzlich in Aix-en-Provence uraufgeführte Märchenoper »Pinocchio«, inszeniert als poetisches Spektakel auf fast durchgehend leerer Bühne.
Im Textarchiv öffnen

HELSINKI Höstsonaten

8. September ·Autor: S. Martens · Ausgabe 10/2017

Ingmar Bergmans Filmdrama „Herbstsonate“ ist als neues Musiktheater auf die Opernbühne gelangt, wobei sich Sebastian Fagerlunds abendfüllendes Werk optisch wie dramaturgisch eng an die Vorlage hält. Im Zentrum der bejubelten Uraufführung stand Anne Sofie von Otter.
Im Textarchiv öffnen

ROSSINI OPERA FESTIVAL PESARO Le Siège de Corinthe

10. August · Arena Adriatica · Autor: S. Mauß · Ausgabe 10/2017

Eine Oper zwischen zwei Opern – stellt Rossinis »Belagerung von Corinth« doch quasi die Umarbeitung des erfolglosen »Maometto II« und eine Art Generalprobe zu »Guillaume Tell« dar. In Pesaro kam das Werk in einer brandneuen kritischen Edition auf die Bühne. Unter den Sängern begeisterten Luca Pisaroni und Nino Machaidze.
Im Textarchiv öffnen

SALZBURGER FESTSPIELE Lear

20. August · Felsenreitschule · Autor: T. Rauchenwald · Ausgabe 10/2017

Erstmals in der Geschichte der Salzburger Festspiele: Aribert Reimanns 1987 uraufgeführte Oper »Lear«. Gerald Finley gab in der Titelpartie eine Demonstration seines außerordentlichen Könnens. Ebenfalls für Begeisterung sorgte Verdis »I due Foscari« mit Plácido Domingo als unglücklicher Doge.
Im Textarchiv öffnen

ARENA DI VERONA Nabucco

23. Juni · Autor: W. Kutzschbach · Ausgabe: 10/2017

Szenisch üppig fiel in diesem Jahr Veronas neuer »Nabucco« aus, in dessen Zentrum eine nachgebaute Außen- wie Innenansicht der Mailänder Scala stand. Außerdem in der Arena: Verdis »Aida« in der Inszenierung von La Fura dels Baus und mit einer stimmlich glänzend aufgelegten Violeta Urmana als Amneris.
Im Textarchiv öffnen

BBC PROMS Last Night of the Proms

9. September · Royal Albert Hall · Autor: M. Lehnert · Ausgabe 10/2017

Hochstimmung bei der Last Night of the Proms: In diesem Jahr war es Nina Stemme, die für „Rule, Britannia“ zur Gaudi des Publikums im Brünnhildenpanzer mit Helm und Speer auf die Bühne eilte. Am Königlichen Opernhaus feierte indes »La Bohème« in der Regie von Richard Jones Premiere.
Im Textarchiv öffnen

ROSSINI IN WILDBAD Maometto II

15. Juli · Autor: J.-M. Wienecke · Ausgabe: 10/2017

Gleich vier Rossini-Raritäten bot das Festival in Bad Wildbad seinem Publikum in diesem Jahr. Ein starkes Ausrufezeichen setzte dabei vor allem die beherzte Inszenierung der Seria »Maometto II«. Ebenfalls auf dem Programm: die turbulente Verwechslungskomödie »L’Occasione fal il ladro« im Königlichen Kurtheater sowie die konzertanten Aufführungen von »Eduardo e Cristina« und »Aureliano in Palmira«.
Im Textarchiv öffnen

MELDUNGEN / INFO

IM BLICKPUNKT

ERFOLGSGESCHICHTE(N)

Jubiläum in Gütersloh: Seit nunmehr 30 Jahren reicht der Internationale Gesangswettbewerb NEUE STIMMEN jungen Nachwuchstalenten aus aller Welt erfolgreich die Hand, um sie in ihrer Entwicklung zu fördern und den Weg hin zu einer erfolgreichen Sängerlaufbahn zu ebnen. Anlass genug für eine Bestandsaufnahme, denn viele Preisträger haben es tatsächlich geschafft.

NAMEN UND DATEN

ALEX ESPOSITO ist der Figaro in einer Neuinszenierung von »Le Nozze di Figaro« in der Regie von Christof Loy an der Bayerischen Staatsoper in München. Ihm zur Seite ist Christian Gerhaher als Graf Almaviva besetzt: 26., 28., 31.10. + 4., 7., 10.11. Mit Hector Berlioz’ »La damnation de Faust« steht für den Italiener eine weitere Neuproduktion im Terminkalender; die Premierenserie an der Oper Rom, die ihn als Méphistophélès präsentiert, läuft am 12., 14., 17., 19., 21., 23.12.2017. Weitere Infos und Termine von Daniela Barcellona, Wilhelm Schwinghammer, Anita Rachvelishvili, Jacquelyn Wagner u.a.

REPORT

AUSSERGEWÖHNLICH

Es war ein Konzertabend der besonderen Höreindrücke. Nicht das Klavier, sondern die Instrumente Mandoline, Gitarre und Violoncello flankierten den Gesangsauftritt von Starsopranistin Chen Reiss im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals in der restlos ausverkauften Meldorfer St.-Johannis-Kirche. Begleitet wurde die israelische Sopranistin von ihrem Landsmann, dem Mandolinisten – und diesjährigem Künstler in Residenz des Festivals – Avi Avital.

VORSCHAU

Bei den Bayreuther Festspielen 2018 wird Plácido Domingo »Die Walküre« in der Inszenierung von Frank Castorf dirigieren, die noch einmal für 3 Aufführungen auf dem Spielplan stehen wird. Auf der Bühne wird er in Valencia als Rodrigo in »Don Carlo« und in Peking als Athanaël in Massenets »Thaïs« in Peking zu eleben sein. In Bayreuth wird daneben Musikdirektor Christian Thielemann mit dem »Lohengrin« seine Dirigate aller Hauptwerke Richard Wagners auf dem Grünen Hügel vervollständigen. Die Neuinszenierung wird Yuval Sharon in der Ausstattung von Neo Rauch und Rosa Loy erarbeiten. Für die Titelpartie ist Roberto Alagna verpflichtet worden, Anja Harteros singt die Elsa; weitere Solisten sind Waltraud Meier als Ortrud, Tomasz Konieczny als Telramund und Georg Zeppenfeld als König Heinrich.

DVDs

DVDs

An der Bayerischen Staatsoper sang Marlis Petersen eine herausragende Lulu, welche die aberwitzig schwere Partie mit jedem Zoll aus- und erfüllte. Der jetzt vorliegende Mitschnitt beweist dies nachdrücklich. Ebenfalls neu auf DVD: Uwe Eric Laufenbergs »Parsifal«-Inszenierung mit Klaus Florian Vogt in der Titelrolle von den Bayreuther Festspielen 2016 sowie Antonio Salieris selten aufgeführte Oper »Europa riconosciuta« aus der Mailänder Scala unter dem Dirigat Riccardo Mutis und mit den Solistinnen Diana Damrau, Désirée Rancatore und Daniela Barcellona.

CDs

CD-NEWS

Stimmlich ausgeruht und ohne laufende Vorstellungen konnte Jonas Kaufmann in der letzten Aprilwoche dieses Jahres sein neues Album „L’Opera” mit 14 Arien und Duetten aus der französischen Oper aufnehmen. Unterstützt wurde er dabei von Bertrand de Billy und dem Bayerischen Staatsorchester – eine gute Wahl, um den Tenor auf adäquate Weise bei seiner Reise durch die Welt Bizets, Massenets, Gounods, Meyerbeers, Offenbachs u.a. zu begleiten. Ebenfalls neu auf CD: Soloalben von Celso Albelo, Véronique Gens, Philippe Jaroussky, Christian Gerhaher u.v.m.