Das Opernglas - Ausgabe 04/2016

Große Emotionen: In New Yorks neuer »Manon Lescaut« bot Einspringer Roberto Alagna ein charismatisches Rollendebüts als Des Grieux, Nino Machaidze und John Osborn rissen in Rossinis »Otello« das Publikum im Theater an der Wien zu Ovationen hin, am Hessischen Staatstheater Wiesbaden gab Catherine Foster eine überragende Titelheldin in Straussʼ »Elektra«. Hamburg versuchte sich an Rossinis Grand Opéra »Guillaume Tell«, neue Händel-Produktionen gab es sowohl in Genf als auch im Rahmen der Händel-Festspiele in Karlsruhe, wo Max Emanuel Cencic in »Arminio« nicht nur als Sänger der Titelpartie, sondern auch als Regisseur in Erscheinung trat. In Salzburg und Linz wurden mit engagierten Erstaufführungen starke Signale für die zeitgenössische Oper gesetzt.

Die Interviews: Anna Netrebko, die im Vorfeld ihres Elsa-Debüts an der Dresdner Semperoper über neue stimmliche Möglichkeiten und die besonderen Anforderungen ihres aktuellen Repertoires spricht, und nebenbei auch schon die nächsten spannenden Rollenporträts ankündigt, sowie Miguel A. Gómez-Martínez, der gerade seine jüngste Opernausgrabung in Madrid präsentierte und zeitgleich an neuen eigenen Werken arbeitet. In einem großen Sonderteil zu den St. Galler Festspielen sind ausführliche Gespräche mit Operndirektor Peter Heilker, Tenor Stefano La Colla sowie Guy Joosten vereint, der in diesem Jahr Jules Massenets »Le Cid« im Klosterhof in Szene setzen wird.

Nachfolgend finden Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste aller Inhalte bietet das Inhaltsverzeichnis.

Sie möchten weiterlesen? Das komplette Magazin steht sowohl als Print-Ausgabe als auch als PDF-Version zum Download zur Verfügung. Bei Interesse an einzelnen Artikeln finden Sie diese auch als reine Textdatei im Text-Archiv.

inkl. Mwst., zzgl. Porto

INHALTSVERZEICHNIS

Inhaltsverzeichnis

AUSGABE 4/2016

Das komplette Inhaltsverzeichnis mit allen Themen
EDITORIAL
AUFFÜHRUNGEN
  • NEW YORK Manon Lescaut (Metropolitan Opera)
  • HAMBURG Guillaume Tell
  • WIESBADEN Elektra
  • WIEN Otello (Theater an der Wien)
  • MADRID Juan José (Teatro de la Zarzuela) Das Liebesverbot (Teatro Real)
  • DÜSSELDORF Don Carlo
  • BERLIN Vec Makropulos (Deutsche Oper)
  • GENF Alcina
  • HÄNDEL-FESTSPIELE KARLSRUHE Arminio
  • RIGA Macbeth
DAS INTERVIEW
  • ANNA NETREBKO
IM GESPRÄCH
  • MIGUEL A. GÓMEZ-MARTÍNEZ
NAMEN UND DATEN
SPECIAL
  • ST. GALLER FESTSPIELE - LE CID
  • PETER HEILKER
  • STEFANO LA COLLA
  • GUY JOOSTEN
RUNDBLICK
  • FREIBURG I gioielli della Madonna
  • HILDESHEIM Fra Diavolo
  • GIESSEN Die weiße Dame
  • LINZ McTeague
  • SALZBURG Brokeback Mountain (Landestheater)
  • ERFURT Die Heimkehr des Odysseus
  • HEIDELBERG Pym
  • KURT WEILL FEST DESSAU Der Diktator /
    Der Zar läßt sich photographieren
  • MANNHEIM Der Spieler
NACHRUF
  • NIKOLAUS HARNONCOURT
REPORT
  • KÖLN / WOLFSBURG / HAMBURG
VORSCHAU
SPIELPLÄNE
TV-TIPPS
RARITÄTEN
IMPRESSUM
DAS SPIELPLÄNCHEN
  • MUSIKTHEATERTIPPS FÜR KINDER UND JUGENDLICHE
BÜCHER
  • Udo Bermbach HOUSTON STEWART CHAMBERLAIN
  • Volker Tarnow SIBELIUS
  • Ludwig Steinbach WEINBERGS PASSAGIERIN
NEUE CDs
  • Riccardo Zandonai FRANCESCA DA RIMINI
  • Georg Friedrich Händel ARMINIO
  • Gaetano Donizetti LE DUC D’ALBE
  • Ralph Vaughan Williams SIR JOHN IN LOVE
CD-NEWS
  • SOLO-CDs, LIEDER-ZYKLEN, RARITÄTEN
  • Neues u.a. von Matthias Goerne, Plácido Domingo und Simone Kermes
Weiter

EDITORIAL

Editorial

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 4/2016

Ist das Kunst oder kann das weg? Das in der bildenden Kunst spätestens seit den legendären Putz-Malheurs in den 1970er- und 80er-Jahren (Stichwort Beuys-Fettecke) zum geflügelten Wort avancierte Bonmot kann im Bereich Musiktheater ein ganz eigenes Diskussionspotenzial entwickeln. Man wundert sich nur, warum das so selten geschieht. Denn was einem da zuweilen von der Bühne und aus dem Graben an zurechtgestutztem Stoppelkram geboten wird, lässt schon mal an den Kriterien zweifeln, nach denen für uns entschieden wird, was und in welcher Form wir von einer Oper überhaupt zu Gehör bekommen. Bastelsatz Musiktheater: Dirigent, Regisseur, Intendanz, zuweilen auch die Sänger wählen, den unterschiedlichsten Beweggründen folgend, aus autorisierten oder über die Jahre tradierten Fassungen – „Das haben wir hier schon immer so gemacht“ – oder erstellen kurzerhand eine eigene.
Ein unvollendet hinterlassenes Werk wie Jacques Offenbachs »Les contes d‘Hoffmann« nötigt aufgrund seines fragmentarischen Charakters jedem Produktionsteam eine ganze Reihe von Entscheidungen ab: welche Fassung, wie konsequent, Reihenfolge der Akte, Besetzungsfragen? Das liegt in der Natur der Sache und macht einen besonderen Reiz derartiger Werke aus. Die jetzt von Offenbach-Spezialist Jean-Christophe Keck angekündigte Wiederentdeckung des Partitur-Autographs der beiden ersten Akte (Prolog und Olympia-Akt) könnte hier zumindest teilweise neues Licht ins Dunkel bringen. Es wäre eine veritable Sensation.
Aber so, wie es beim »Hoffmann« und auch bei einigen anderen Opern Usus ist, das Publikum spätestens im Programmheft, idealerweise schon zuvor in der Saisonvorschau, auf die jeweils gewählte Fassung hinzuweisen – Glucks »Orpheus« in der schlichten italienischen oder der ausgeschmückten französischen Version? Wagners »Holländer« dreiaktig oder in der durchkomponierten Urfassung? Puccinis »Turandot« mit Alfanos triumphalem Chorfinale oder dem stillen Berio-Schluss? – will man doch eigentlich ganz grundsätzlich informiert sein, was in einer Vorstellung, für die man Karten kauft, zu hören ist. Ob und in welchem Ausmaß wird ein Werk in seiner musikalischen Struktur verändert? Und warum? Berechtigte Gründe kann es durchaus geben. Doch allzu oft müssen wir uns mit einer Art Überraschungspaket abfinden, das uns am Abend eine Opern-Version präsentiert, die dann eben doch in Nuancen modifiziert oder gar in groben Strichen gerafft ist. Ein da capo-Teil hier, eine Cabaletta dort, die eine oder andere Chorszene, das ganze Ballett? Weg damit, merkt eh keiner!
Eine erstaunlich unwidersprochene, langmütig geduldete Selbstverständlichkeit im freien Umgang mit der Partitur, gepaart mit einem hartnäckigen Schlendrian unter dem Deckmantel „Tradition“, hat dazu geführt, dass nur noch erfahrenste Opernkenner die Werke in ihrer Originalgestalt kennen und etwaige Auslassungen überhaupt bemerken. Akustisches Memory für Fortgeschrittene. Das aber kann nicht das Ziel einer Opernaufführung sein. Die großen Komponisten mögen als echte Theaterpraktiker häufig genug gefordert gewesen sein, flexibel, pragmatisch und möglichst kreativ auf besondere Umstände – oder individuelle Wünsche – zu reagieren. Diverse Veränderungen, Umbauten, Kürzungen entstammen ihrer eigenen Feder oder wurden von ihnen noch zu Lebzeiten genehmigt oder zumindest geduldet. Doch ist das ein Freifahrtschein für den rotierenden Rotstift? Ich will nicht einsehen, dass wir heute mit all unseren musikwissenschaftlichen Erkenntnissen und fantastischen künstlerischen Ressourcen kaum in der Lage sein sollen, ein epochales, episches Meisterwerk wie Rossinis »Guillaume Tell« in der vom Komponisten sehr bewusst konzipierten Anlage als Grand Opéra zu spielen. Die monumentalen Opern eines Richard Wagner oder Richard Strauss stellen ja ebenfalls höchste Anforderungen an die Ausführenden und nehmen, selbst mit den auch hier nicht unüblichen Strichen, eine gewisse Spieldauer in Anspruch. Und die Zuschauer durchleben diese Darbietungen in der Regel mit größtem Genuss.
Gerade in Deutschland rühmen wir uns einer weltweit einzigartigen Opernhausdichte und künstlerischen Vielfalt. Ich denke, es ist nicht vermessen, sich zumindest für einen Teil der so beeindruckend zahlreichen Neuproduktionen eine Verlagerung des Fokus‘ zu wünschen – weg von der zunehmend ermüdenden Jagd nach regielichen Geistesblitzen und szenischer Erregung, hin zu mehr musikalischer Sorgfalt und Verantwortung gegenüber dem Komponisten. Liebe Intendanten und Generalmusikdirektoren, ich bin mir sicher: Dank und Zuspruch des Publikums sind Ihnen gewiss!
Weiter

INTERVIEWS

Das Interview: ANNA NETREBKO – Ich liebe Wagner!

Autor: Ralf Tiedemann · Ausgabe 4/2016

Im Mai will sie ihre erste Elsa in »Lohengrin« an der Dresdner Semperoper singen; im Interview spricht die Sopranistin über neue stimmliche Möglichkeiten sowie die besonderen Anforderungen ihres aktuellen Repertoires – und verrät bereits die nächsten spannenden Rollendebüts.
Im Textarchiv öffnen

Im Gespräch: MIGUEL A. GÓMEZ-MARTÍNEZ – Unerschöpfliche Begeisterung

Autor: Sebastian Barnstorf · Ausgabe 4/2016

Der umtriebige Komponist und Dirigent, der im September die Leitung des spanischen Rundfunk- und Fernsehorchesters übernehmen wird, über seine jüngste Opernausgrabung in Madrid, die spanische Zarzuela sowie neue eigene Werke.
Im Textarchiv öffnen

St. Galler Festspiele: PETER HEILKER – Freude am Risiko

Autor: Yeri Han · Ausgabe 4/2016

St. Gallens Operndirektor Peter Heilker zeichnet auch verantwortlich für die seit 2006 alljährlich mit Opernraritäten punktenden Festspiele im Klosterbezirk – dieses Jahr steht Jules Massenets »Le Cid« auf dem Programm. Ebenfalls im großen Sonderteil zu den St. Galler Festspielen: Tenor Stefano La Colla, der erstmals den Rodrigue singen wird, sowie Regisseur Guy Joosten.
Im Textarchiv öffnen

AUFFÜHRUNGEN

NEW YORK Manon Lescaut

12. Februar · Metropolitan Opera · Autor: F. Plotkin · Ausgabe 4/2016

Kurz vor der Premiere von Puccinis »Manon Lescaut« hatte Jonas Kaufmann den Des Grieux krankheitsbedingt absagen müssen. Für ihn sprang Roberto Alagna ein und überzeugte durch ein charismatisches Rollenporträt.
Im Textarchiv öffnen

WIEN Otello

1. März · Theater an der Wien · Autor: T. Rauchenwald · Ausgabe 4/2016

In Damiano Michielettos Neuinszenierung von Rossinis »Otello« am Theater an der Wien sorgten vor allem Nino Machaidze und John Osborn als tragisches Liebespaar für wahre Jubelstürme.
Im Textarchiv öffnen

HAMBURG Guillaume Tell

6. März · Staatsoper · Autor: M. Lehnert · Ausgabe 4/2016

Nach 100 Jahren versuchte man sich in der Hansestadt endlich wieder einmal an einer szenischen Produktion von Rossinis Freiheitsoper »Guillaume Tell«.
Im Textarchiv öffnen

WIESBADEN Elektra

14. Februar · Autor: C. Fischer · Ausgabe 4/2016

Ihre singuläre Darbietung der Elektra bestätigte erneut, dass Catherine Foster derzeit zu den führenden Vertreterinnen dieser Partie gehört. Doch auch das restliche Ensemble sowie die Leistung des Hessischen Staatsorchesters boten Grund zum Jubeln.
Im Textarchiv öffnen

MADRID Das Liebesverbot

19. Februar · Teatro Real · Autor: S. Barnstorf · Ausgabe 4/2016

Während das Teatro Real die spanische Erstaufführung von Wagners Frühwerk »Das Liebesverbot« in der Regie von Kasper Holten präsentierte (Foto), war am Teatro de la Zarzuela die szenische Uraufführung von Pablo Sorozábals Oper »Juan José« unter der musikalischen Leitung von Miguel A. Gómez-Martínez zu erleben.
Im Textarchiv öffnen

BERLIN Vec Makropulos

19. Februar · Deutsche Oper· Autor: T. Rauchenwald · Ausgabe 4/2016

Mit Leoš Janáčeks »Die Sache Makropulos« schreitet der dem tschechischen Komponisten gewidmete Zyklus an der Deutschen Oper Berlin erfolgreich voran.
Im Textarchiv öffnen

KARLSRUHE Arminio

13. Februar · Autor: J.-M. Wienecke · Ausgabe 4/2016

Star-Counter Max Emanuel Cencic sang im Rahmen der Händel-Festspiele nicht nur die Titelpartie, sondern zeichnete auch für die Inszenierung von »Arminio« verantwortlich. Eine weitere Händeloper gab es in Genf, wo mit »Alcina« die Ersatzspielstätte für das derzeit aufgrund von Sanierungsarbeiten geschlossene Opernhaus eingeweiht wurde.
Im Textarchiv öffnen

FREIBURG I gioielli della Madonna

5. März · Autor: T. Baltensweiler · Ausgabe 4/2016

Lohnende Begegnung mit einer Opernrarität: in Freiburg erntete die Aufführung von Ermanno Wolf-Ferraris 1911 uraufgeführter Oper »Der Schmuck der Madonna« großen Beifall. Rares gab es auch in Hildesheim mit Daniel-François-Esprit Aubers »Frau Diavolo«, und in Gießen mit François-Adrien Boieldieus »Die weiße Dame«.
Im Textarchiv öffnen

LINZ McTeague

6. Februar · Autor: W. Kutzschbach · Ausgabe 4/2016

Starke Signale für zeitgenössische Oper: Während am Landestheater Linz die europäische Erstaufführung von William Bolcolms »McTeague« über die Bühne ging, feierte Salzburg die österreichische Erstaufführung von Charles Wuorinens Oper »Brokeback Mountain«.
Im Textarchiv öffnen

DESSAU Der Diktator / Der Zar läßt sich photografieren

28. Februar · Autor: J. Gahre · Ausgabe 4/2016

Die beiden in den späten 1920er-Jahren entstandenen Einakter von Ernst Krenek und Kurt Weill sind noch nie an einem Abend gezeigt worden – das Kurt Weill Fest Dessau bot nun erstmals die spannende Kombination dieser beiden kurzweiligen Opern.
Im Textarchiv öffnen

MELDUNGEN / INFO

REPORT

WIDRIGE UMSTÄNDE

Unter einem nicht ganz so glücklichen Stern stand die Premieren- und Kölner Erstaufführungsserie von Walter Braunfels’ »Jeanne d’Arc - Szenen aus dem Leben der Heiligen Johanna«. Ausgerechnet die Hauptdarstellerin hatte sich in der Generalprobe den Fuß gebrochen und war in Folge für die gesamte Aufführungsserie im Februar ausgefallen. Dass man mit Juliane Banse die Jeanne d’Arc der Uraufführung (2011) sowie der Salzburger Aufführungen aus dem Jahr 2013 kurzfristig als Einspringerin hatte gewinnen können, war ein Glücksfall für die Premiere.

NAMEN UND DATEN

PAVOL BRESLIK debütiert als Hans in Smetanas »Die verkaufte Braut« im Mai 2018 am Slowakischen Nationaltheater in Bratislava. Weitere Auftritte in dieser Rolle sind an der Bayerischen Staatsoper München (November 2018/ Januar 2019), an der Dresdner Semperoper (März 2019) und am Brüsseler Opernhaus (Juni 2019) geplant. Außerdem will der Tenor erstmals den Morosus in Strauss’ »Die schweigsame Frau« in München (November 2017) und den Leicester in Donizettis »Maria Stuarda« am Zürcher Opernhaus (April/ Mai 2018) singen. Weitere Infos und Auftrittsdaten von Elisabet Strid, Michael Lakner, Sophie Koch, Dirk Kaftan, Clarry Bartha und vielen mehr.

NACHRUF

Als Nikolaus Harnoncourt sich in einem offenen Brief an seinem 86. Geburtstag, dem 6. Dezember 2015, von seinem Publikum verabschiedete, hatte man es befürchten müssen: Nach kurzer schwerer Krankheit ist der Dirigent nun am 5. März 2016 im Kreise seiner Familie in St. Georgen am Attersee verstorben. Ein Nachruf.

VORSCHAU

Mit einer Neuproduktion von Donizettis »La Favorite« eröffnet Staatsintendant Nikolaus Bachler den Premierenreigen der Spielzeit 2016/17 an der Bayerischen Staatsoper München. Elina Garanča wird die Rolle der Léonor de Guzman erstmals szenisch verkörpern, Mariusz Kwiecien und Matthew Polenzani geben ihre Rollendebüts als Alphonse XI und Fernand. Außerdem neu auf dem Spielplan des Nationaltheaters: Rossinis »Semiramide« mit Joyce DiDonato in der Titelpartie sowie Jonas Kaufmann als Andrea Chénier in Umberto Giordanis gleichnamiger Oper. Das detaillierte Programm sowie Ausblicke auf die Saison 2016/17 an der Washington National Opera, der Sächsischen Staatsoper Dresden, der Oper Leipzig sowie dem diesjährigen Lehár-Festival Bad Ischl.

BÜCHER

BÜCHER

Udo Bermbach hat in seinem 640 Seiten starken Buch über Houston Stewart Chamberlain eine in ihrer Genauigkeit und Unaufgeregtheit wohltuende Biografie verfasst, die nicht nur unermüdlich Fakten bereit und soziologische, politische und nationale Zusammenhänge herstellt, sondern gekonnt analysiert, um dem Leser seine eigene Meinungsbildung zu überlassen. Dazu neue Bücher über Jean Sibelius sowie Mieczyslaw Weinbergs Oper »Die Passagierin«.

CDs

NEUE CDs

Riccardo Zandonais blutrünstiges Operndrama »Francesca da Rimini« entfaltet immer wieder seinen ganz besonderen Reiz, der zum einen aus der höchst attraktiv angelegten Titelpartie schöpft, zum anderen dem Klangzauber der ungewöhnlichen spätromantisch-eklektischen, aber auch mit sehr individuellem Charakter ausgestatteten Partitur zu danken ist. Die Aufnahme aus dem Freiburger Konzerthaus 2013 ist ebenfalls neu auf CD wie Händels »Arminio« mit Max Emanuel Cencic und Donizettis »Le Duc dʼAlbe« mit Michael Spyres und Angela Meade.

CD-NEWS

Matthias Goerne, das junge französische Quartett „Quatuor Ebène“ und der Cellist Gautier Capuçon haben sich zusammengefunden, um in einer spannenden Aufnahme Franz Schubert die Ehre zu erweisen. Weitere CD-Neuheiten gibt es von Plácido Domingo, Benjamin Appl, Javier Camarena, Simone Kermes, Mari Eriksmoen und vielen anderen mehr.