Das Opernglas - Ausgabe 04/2012

Star-Aufgebot in Baden-Baden für die von Christian Thielemann dirigierte »Ariadne auf Naxos«: Renée Fleming debütierte in der Titelpartie, René Kollo kehrte noch einmal auf die große Bühne zurück und gab sich in der Sprechrolle des Haushofmeisters die Ehre. In Zürich sang Cecilia Bartoli eine eindrucksvolle Desdemona – natürlich in der Rossini-Version des Shakespeare-Dramas. Die „Five Shakespeare-Sonnets“ von Rufus Wainwright gerieten in Londons Barbican Centre in der Interpretation durch den Komponisten höchstselbst zum Triumph; am nicht weit entfernten Royal Opera House gab es Dvoráks »Rusalka« als späte szenische Erstaufführung an diesem Ort. Spannende Raritäten konnte man bei den Händelfestspielen Karlsruhe mit »Alessandro« und am Theater an der Wien mit Glucks »Telemaco« erleben. In Innsbruck inszenierte die scheidende Intendantin Brigitte Fassbaender Verdis »Falstaff«.

Dazu Interviews mit der neuen Belcanto-Diva Miriam Clark, dem estnischen Bariton Lauri Vasar sowie dem französischen Regisseur und Theaterdirektor Olivier Py, der am Theater an der Wien eine Neuinszenierung von Ambroise Thomas’ Oper »Hamlet« herausbringt.

Nachfolgend erhalten Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste aller Inhalte finden Sie im Inhaltsverzeichnis. Sie möchten weiterlesen? Das komplette Magazin steht Ihnen sowohl als Print-Ausgabe als auch als PDF-Version zum Download zur Verfügung. Bei Interesse an einzelnen Artikeln finden Sie diese auch als reine Textdatei im Text-Archiv.

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INHALTSVERZEICHNIS

Inhaltsverzeichnis

Das komplette Inhaltsverzeichnis mit allen Themen

EDITORIAL
AUFFÜHRUNGEN
  • BADEN-BADEN Ariadne auf Naxos
  • ZÜRICH Otello
  • LONDON Rusalka (Royal Opera House)
  • Five Shakespeare Sonnets (Barbican Centre
  • WIEN Telemaco (Theater an der Wien)
  • SYDNEY Turandot
  • FRANKFURT Der verzauberte Pilger (Alte Oper)
  • Boris Godunow (Alte Oper)
  • KARLSRUHER HÄNDEL-FESTSPIELE Alessandro
  • DRESDEN Lulu
  • NÜRNBERG Guillaume Tell
DAS INTERVIEW
  • MIRIAM CLARK
DAS PORTRÄT
  • LAURI VASAR
VORGESTELLT
  • OLIVIER PY
AKTUELL
REPORT
  • ZÜRICH / BRÜSSEL / ERFURT / KIEL / DORTMUND / BADEN
NAMEN UND DATEN
NACHRUF
SPECIAL
  • ST. GALLER FESTSPIELE
LESERBRIEFE
RUNDBLICK
  • FREIBERG Wuthering Heights
  • LÜBECK Der Ring des Polykrates / Das geheime Königreich
  • BIELEFELD Peter Grimes
  • INNSBRUCK Falstaff
  • KAISERSLAUTERN Parsifal
  • SALZBURG Gesprächskonzert / Geistliches Konzert (Solitär/ Haus für Mozart)
  • HAMBURG The Stolen Smells (Kampnagel)
  • MARSEILLE La Chartreuse de Parme
  • ESSEN Eugen Onegin
  • BREMEN Herzog Blaubarts Burg / Blaubart
  • REGENSBURG Elektra
VORSCHAU
SPIELPLÄNE
RARITÄTEN
TV-TIPPS
IMPRESSUM
DVDs
  • Gioachino Rossini LE COMTE ORY
  • Giuseppe Verdi MACBETH
  • Wolfgang Amadeus Mozart LE NOZZE DI FIGARO
  • Wolfgang Amadeus Mozart DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL
  • Richard Strauss ARIADNE AUF NAXOS
  • FESTIVAL D’AIX EN PROVENCE Vol. 1&2
CD-SPECIAL
NEUE CDs
  • Roberto Alagna PASIÓN
  • Jules Massenet WERTHER
  • Francis Poulenc DIALOGUES DES CARMELITES
  • Richard Wagner RIENZI
  • Georges Enescu OEDIPE
  • Richard Strauss CAPRICCIO
  • Ambroise Thomas HAMLET
  • Pietro Mascagni L’AMICO FRITZ
  • Cheryl Barker PUCCINI-PASSION
  • Daniel Behle STRAUSS LIEDER
  • Martha Mödl THE PORTRAIT OF A LEGEND
  • Christina Pluhar LOS PÁJAROS PERDIDOS
  • Emmanuelle Haim UNE FÊTE BAROQUE!
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EDITORIAL

Editorial

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 04/2012

Ein dynamisches Doppel junger Sänger: Miriam Clark und Lauri Vasar. So unterschiedlich sie sind, eint sie doch eine ganz besondere Karriere-Entscheidung. Beide verfügen über jene glückliche Kombination aus vokalem und darstellerischem Talent, das schnell überregional wahrgenommen wird und international gefragt ist. Und doch haben sich beide bewusst für ein Festengagement an einem deutschen Opernhaus entschieden.

Die als vielversprechende Belcanto-Entdeckung gefeierte Sopranistin kann sich nach ihren umjubelten Auftritten als Norma und Lakmé derzeit vor Angeboten kaum retten, wird aber auch die kommende Saison fest an der Oper Bonn bleiben; der estnische Bariton hat sich trotz eines erfolgreichen Starts in die Selbstständigkeit doch wieder an ein Haus binden wollen und ist vor zwei Spielzeiten an die Hamburgische Staatsoper gegangen. Was die beiden Künstler bewegt, haben sie uns in ausführlichen Interviews verraten. Entscheidungen, die bewusst auf Bedachtsamkeit, Kontinuität und Nachhaltigkeit setzen statt auf schnellen Erfolg, sind bemerkenswert genug, zumal sich hier offensichtlich auch größere Karrieren anbahnen. Dennoch ist das Festengagement glücklicherweise nach wie vor von großem Reiz für viele Künstler – nicht etwa, weil die eigenen Fähigkeiten für Größeres nicht ausreichten, sondern weil es gerade im deutschen Repertoirebetrieb enorme Chancen und Entfaltungsmöglichkeiten gibt. Das setzt Vertrauen in Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein von Intendanz und Künstlerischem Betriebsbüro voraus. Kenntnisreiche Rollenauswahl, ausgewogene Aufgaben, Perspektiven und individuelle Freiheiten – das sind grundlegende Säulen, auf der gute Ensemblearbeit ruht. So entwickeln sich in oftmals vielen Jahren behutsamer Aufbauarbeit aus Potenzial wahre Könnerschaft, aus Talenten Künstlerpersönlichkeiten. Wie ertragreich das sein kann, werden Sie, liebe Leser, bei Ihren Opernbesuchen immer wieder festgestellt haben. Chapeau vor all den vielen, wunderbaren Sängern, die auch im Repertoirealltag Abend für Abend ihr Bestes geben und uns immer wieder neu den Zauber der Oper spüren lassen! Karrieren können aber auch ganz anders beginnen, zumal die Chancen, Talente zu entdecken, durch die neuen Medien enorm gestiegen sind. Da machen Audio-Files per E-Mail die Runde, werden Videos verfügbar gemacht, bieten Online-Portale aufschlussreiche Künstlerprofile und sogar Hilfe bei sensiblen Problemen wie der Suche nach kurzfristigem Ersatz für den ausgefallenen Tenor. (Um-) Besetzung per Mausklick. So eine Funktion wünschte man sich zuweilen auch selbst – für manch adäquatere Stimme oder schlicht den Lieblingssänger in der einen oder anderen weniger attraktiv besetzten Vorstellung. Auch die Oper sucht den Star. Eine uralte, doch immerwährende Formel, die heute multimedial funktioniert – inklusive jener zahlreichen TV-Formate, die im Pop-Bereich für Quote sorgen. Was im populären Sektor längst an Übersättigung und Verschleiß leidet, wirkt im Musiktheater immer noch erstaunlich frisch, obwohl es Variationen des Themas durchaus schon gegeben hat, beispielsweise in London und New York. Nun steht auch in Deutschland eine Opern-Castingshow in den Startlöchern, sogar mit ganz konkretem Profil. Gesucht wird: Carmen. Für die diesjährige Festspiel-Produktion am Berliner Wannsee werden alle vier Hauptpartien der beliebten, gleichwohl gar nicht so leicht zu besetzenden Bizet-Oper gesucht – öffentlich. Gewiefter PR-Gag oder Unterhaltung mit Mehrwert? Immerhin wird die Jury, zu der auch Kammersänger Bernd Weikl gehören soll, durch die deutliche Einschränkung in Sachen Stimmfach der Schwierigkeit enthoben, Äpfel mit Birnen, Koloratursopran mit Wagnerheroine vergleichen zu müssen. Gradmesser für den Erfolg des Ganzen bleibt ohnehin das zahlende Publikum vor Ort, denn die eigentliche Herausforderung für die Gewinner wartet erst nach der Finalentscheidung: die Premiere. Mit dieser Ausgabe feiert „Das Opernglas“ übrigens Geburtstag und startet mit einer Vielzahl spannender Themen in den 33. Jahrgang. Im Namen der Redaktion bedanke ich mich sehr herzlich für Ihre Treue und Ihr stets aufmerksames, konstruktives Feedback! Ich wünsche Ihnen auch diesmal wieder eine anregende Lektüre.

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INTERVIEWS

Das Interview: MIRIAM CLARK - „Mit dieser Stimme kannst du alles singen!“

Autor: Andreas Laska · Ausgabe 04/2012

Begeistertes Publikum, prominentes Lob. Seit ihren gefeierten Auftritten als Norma und Lakmé ist die Sopranistin in aller Munde. Das erste Interview mit der neuen Belcanto-Diva.

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Das Porträt: LAURI VASAR - „Ich brauche Figuren, die eine Entwicklung durchmachen.“

Autor: Söhnke Martens · Ausgabe 04/2012

In seiner jungen Karriere hat Lauri Vasar bereits wichtige Partien an großen Häusern gesungen. Dennoch hat er sich für ein Festengagement in Hamburg entschieden.

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Vorgestellt: OLIVIER PY - Alles kann geschehen!

Autor: Dr. Thomas Baltensweiler · Ausgabe 04/2012

Der französische Regisseur ist zugleich Schauspieler, Theaterdirektor und Autor. Im Theater an der Wien inszeniert er aktuell »Hamlet« von Ambroise Thomas.

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AUFFÜHRUNGEN

BADEN-BADEN Ariadne auf Naxos

18. Februar · Festspielhaus · Autor: J.-M. Wienecke · Ausgabe 04/2012

Im Rampenlicht stand Renée Fleming, Wunsch-Ariadne von Christian Thielemann, bei ihrem Rollendebüt. Und auch für Thielemann war es das erste »Ariadne«-Dirigat.

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ZÜRICH Otello

10. Februar · Opernhaus · Autor: Th. Baltensweiler · Ausgabe 04/2012

Nach Verdis Spätwerk ist im Opernhaus Zürich nun der andere »Otello« zu erleben, der eigentlich der frühere war. In der Rossini-Oper singt Cecilia Bartoli die Desdemona.

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LONDON Five Shakespeare Sonnets

4. März · Barbican Centre · Autor: M. Lehnert · Ausgabe 04/2012

Mit großer Spannung war die UK-Erstaufführung der Vertonung von fünf Shakespeare-Sonetten durch Rufus Wainwright erwartet worden. Eine ganz außergewöhnliche Begabung präsentierte sich hier, die auch in der Vortragskunst keinen Vergleich mit den größten Liedinterpreten scheuen musste.

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FRANKFURT Der verzauberte Pilger

5. Februar · Alte Oper · Autor: B. Kempen · Ausgabe 04/2012

Diese Uraufführung hatte es wirklich in sich, riss mit, war Wirbelsturm und Lebensweisheit zugleich. Standing Ovations für Rodion Shchedrin und seine neue Oper unter Leitung von Valery Gergiev.

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NÜRNBERG Guillaume Tell

3. März · Opernhaus · Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 04/2012

Was diesen neuen »Tell« zuvorderst auszeichnete, war die bemerkenswerte Tatsache, dass mit einer einzigen Ausnahme sämtliche Partien aus dem eigenen Ensemble besetzt werden konnten - zumal alle Solisten mehr als achtbar, einige sogar bravourös über die Runden kamen.

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FREIBERG Wuthering Heights

11. Februar · Theater · Autor: S. Barnstorf · Ausgabe 04/2012

Eine solche Geschichte kann entweder als Hollywoodfilm wirken – oder eben als große Oper. Carlisle Floyds hochromantische Adaption des Romans warf nach der packenden europäischen Erstaufführung die Frage auf, warum dieses Werk nicht schon viel früher den Weg auf diesen Kontinent gefunden hat.

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BIELEFELD Peter Grimes

11. Februar · Theater · Autor: S. Mauß · Ausgabe 04/2012

Die Regie zeichnete die Titelfigur weder als reines Opfer noch als reinen Täter. Und genau diese Ambivalenz ist es, die sich in Brittens Musik spiegelt. Eine großartige Leistung des Bielefelder Theaters.

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INNSBRUCK Falstaff

5. Februar · Tiroler Landestheater · Autor: W. Kutzschbach · Ausgabe 04/2012

Mit dem für Brigitte Fassbaender eigenen Fingerspitzengefühl wurde in Innsbruck bei einer der letzten Inszenierungen der scheidenden Intendantin musikalisch wieder Überdurchschnittliches geboten. Dafür sorgte vor allem Janina Baechle als Mrs. Quickly.

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KAISERSLAUTERN Parsifal

25. Februar · Pfalztheater · Autor: K.-F. Schulter · Ausgabe 04/2012

Der erste »Parsifal« am Pfalztheater ist zugleich die letzte Inszenierung des nach Innsbruck wechselnden Intendanten Johannes Reitmeier. Der Schauplatz ist in das Herz der Katholischen Kirche, den Petersdom, verlegt.

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MELDUNGEN / INFO

SPECIAL

ST. GALLER FESTSPIELE

Mit ihren ambitionierten, thematisch ausgerichteten Programmen haben sich die St. Galler Festspiele schnell überregional einen Namen gemacht. Ein Special bringt Interviews mit Direktor Werner Signer und Carlos Wagner, dem Regisseur der diesjährigen Opernproduktion, einen Bericht über Maria Jonas und ihre Ars Choralis Coeln, die sich Hildegard von Bingens Mysterienspiel »Ordo Virtutum« widmen, und stellt das Programm 2012 vor.

REPORT

PROMINENT BESETZT

Es ist die bereits dritte Neuinszenierung von Verdis »Don Carlo« in der Direktionszeit von Alexander Pereira. Prominent war besetzt worden, doch gleich mehrere Stars ließen sich als indisponiert ansagen. Dessen ungeachtet bot vor allem Anja Harteros als Elisabetta Verdi-Gesang vom Feinsten.

NAMEN UND DATEN

PETRA LANG, Mezzosopranistin mit fulminanten Erfolgen als Ortrud, nimmt die Brünnhilden in Richard Wagners »Ring« in Angriff: In der »Götterdämmerung« wird sie bereits 2013 an der Pariser Oper zu erleben sein. In Genf ist mit ihr der komplette Zyklus geplant: »Die Walküre« ist für November 2013 terminiert, »Siegfried« soll am 30. Januar und die »Götterdämmerung« am 23. April 2014 Premiere haben.

NACHRUF

ELIZABETH CONNELL ist am 18. Februar 2012 im Alter von 65 Jahren verstorben. Im Oktober und November vergangenen Jahres hatte die am 22. Oktober 1946 in Port Elizabeth in Südafrika geborene Sopranistin noch Liederabende gegeben. Connell stand für eine seltene Begabung, die es ihr erlaubte, Partien vom lyrischen bis zum hochdramatischen Sopran zu singen. Im April dieses Jahres hätte sie am Opernhaus von Sydney erneut die Lady Macbeth singen sollen, 34 Jahre nachdem sie diese Rolle 1978 erstmals am selben Ort gesungen hatte.

CDs

Roberto Alagna PASIÓN

DG 476 460 3, 1 CD · Autor: B. Kempen · Ausgabe 04/2012

Zu den mitreißenden Rhythmen von Tango, Cha-Cha-Cha, Samba und Rumba lässt Roberto Alagna seinen prägnanten Tenor ertönen. Das hat Klasse und Erlebniswert.

Jules Massenet WERTHER

DG 00289 477 9340, 4 CDs · Autor: M. Wilks · Ausgabe 04/2012

Diese Aufnahme lässt keinen Hörer kalt. Entstanden im Mai 2011 als Live-Mitschnitt im Londoner Royal Opera House wird Rolando Villazóns Rückkehr auf die Opernbühne nach einer Auszeit und etlichen Vorstellungsabsagen dokumentiert.

Martha Mödl THE PORTRAIT OF A LEGEND

HÄNNSLER PH 12006, 2 CDs · Autor: L.-E. Gerth · Ausgabe 04/2012

Am 22. März 2012 wäre die dramatische Sopranistin Martha Mödl 100 Jahre alt geworden. Höhepunkt des Gedenkjahres wird eine Ausstellung während der Bayreuther Festspiele 2012 im neuen Gebäude der Bayreuther Stadtbibliothek sein, die ab dem 27. Juni dort zu sehen sein wird. Das Label „Hänssler“ hat derweil eine Doppel-CD mit Aufnahmen aus dem Privatarchiv von Helmut Vetter, der auch die Ausstellung zusammengestellt hat, herausgebracht, die das umfangreiche Wirken von Martha Mödl in Live-Mitschnitten aus den Jahren 1950 bis 1982 dokumentiert.

EMI - Archiv der Kostbarkeiten

WIEDERAUFLAGEN BERÜHMTER GESAMTAUFNAHMEN · Autor: M. Lehnert · Ausgabe 04/2012

Fast 500 Gesamtaufnahmen hat das Label EMI produziert, und zahlreiche hochwertige und teure Studiositzungen haben Kostbarkeiten des hochkarätig besetzten Standardrepertoires zu einem fixen Bestanteil jeder Klassikdiskothek gemacht. Mit einer neuen CD-Serie von Wiederauflagen lässt das Label dieses kostbare Repertoire wiederauferstehen. Eine komplette Bonus-Disc ersetzt in jeder Box den Großteil des gewohnten Booklets mit dem dreisprachigen Libretto, wie viele es von früher kennen. Die EMI hat es in elektronischer Form zum Mitlesen am PC beigefügt und stellt ihre klingende Opernbibliothek damit zeitgemäß neu auf.

DVDs

Gioachino Rossini LE COMTE ORY

VIRGIN CLASSICS 5099907095993, 2 DVD · Autor: S. Martens · Ausgabe 04/2012

Ménage à trios nach vielen Verzettelungen: An der Metropolitan Opera ging es höchst vergnüglich zu bei der Produktion von Rossinis »Le Comte Ory«. Juan Diego Flórez lässt in der Titelrolle keine Wünsche offen. Seine Partnerinnen auf der Bühne wie auf dem DVD-Mitschnitt: Diana Damrau und Joyce DiDonato.

Giuseppe Verdi MACBETH

OPUS ARTE OA 1063 D, 1 DVD · Autor: M. Lehnert · Ausgabe 04/2012

Die Produktion von Phyllida Lloyd aus dem Jahr 2002 ist nicht gerade von Geistesblitzen durchzuckt. Zu den Stärken dieses Mitschnitts vom Juni 2012 gehört jedoch die optische wie akustische Abbildung von Simon Keelysides Macbeth.

CD-NEWS

SPECIAL: 800 Jahre Thomanerchor Leipzig Jubiläums-Edition

CHRYSTAL CLASSICS, 2 CDs ∙ Autor: G. Helbig ∙ Ausgabe 04/2012

Der Thomanerchor Leipzig feiert seinen 800. Geburtstag. Aus Anlass des großen Jubiläums verschafft eine Sonderedition mit zwei CDs einen zumindest kleinen Eindruck von der großen Bandbreite und besonderen Qualität dieses traditionsreichen Vokalensembles.