Das Opernglas – Ausgabe 12/2021

Starbesetzung an der Oper Zürich für Verdis »Il Trovatore« mit Piotr Beczala und Marina Rebeka, Geschichtsträchtiges an der Oper Bonn mit Rolf Liebermanns »Leonore 40/45«, Königlicher Besuch schmückte die Premiere der dänischen Nationaloper »Markarade« in Frankfurt, für die Regie-Star Tobias Kratzer gewonnen werden konnte, und in Straßburg hatte die neue Tenorhoffnung Jonathan Tetelman ihren Auftritt als protestantischer Pastor Stiffelio. Mit großer Oper reüssierten Graz mit einer gelungenen Produktion der »Macht des Schicksals« und Genf mit Donizettis »Anna Bolena« und Elsa Dreisigs Rollendebüt in der Titelpartie.

Die Interviews: Catherine Foster, die Hochdramatische mit den weichen Tönen, Thomas Lehman, der amerikanische Bariton, der an der Deutschen Oper Berlin für Furore sorgt und die Regisseurin Nadja Loschky, die sich an der Oper Köln der nicht leicht zu inszenierenden Oper »Die Vögel« von Walter Braunfels annimmt.

Nachfolgend finden Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Übersicht bietet das Inhaltsverzeichnis.

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INHALTSVERZEICHNIS

INHALTSVERZEICHNIS

Ausgabe: 12/2021

Das Inhaltsverzeichnis mit allen Themen und Beiträgen
EDITORIAL
AUFFÜHRUNGEN
  • MÜNCHEN Die Nase (Nationaltheater)
  • BONN Leonore 40/45
  • ZÜRICH Il Trovatore
  • GENF Anna Bolena
  • LAUSANNE Le nozze di Figaro
  • STRASSBURG Stiffelio
  • FRANKFURT Maskarade
  • STUTTGART Die Verurteilung des Lukullus
ZUM 100. GEBURTSTAG
  • ANNEMARIE HENNIG
DAS INTERVIEW
  • CATHERINE FOSTER
IM GESPRÄCH
  • THOMAS LEHMAN
NAMEN UND DATEN
RUNDBLICK
  • BONN Arabella
  • RIGA Simone Boccanegra
  • BREMEN I Pagliacci
  • OLDENBURG Les Boreades
  • GELSENKIRCHEN Otello
  • KARLSRUHE La finta giardiniera
  • WEIMAR Aida
  • BRAUNSCHWEIG Alcina
  • SALZBURG Macbeth (Felsenreitschule)
  • BADEN Gräfin Mariza
  • ST. GALLEN Die Zauberflöte
  • GRAZ La forza del destino
  • FESTSPIEL DER DEUTSCHEN SPRACHE BAD LAUCHSTÄDT Die Zauberflöte
  • MÜNCHEN Das Liebesverbot (Sugar Mountain)
TV-TIPPS
NACHGEFRAGT
  • NADJA LOSCHKY
SPIELPLÄNE
IMPRESSUM
NACHRUF
  • Zum Tode der Dirigenten Bernard Haitink und Heinz Panzer
AUDIO / GESAMT
  • Jean-Philippe Rameau PLATÉE
  • Richard Wagner GÖTTERDÄMMERUNG
  • Wolfgang Amadeus Mozart MITRIDATE RE DI PONTO
  • Charles Lecocq LA FILLE DE MADAME ANGOT
WEIHNACHTEN
AUDIO / SOLO
  • Franziska Heinzen KOMPONISTINNEN
  • Rafael Fingerlos MOZART MADE IN SALZBURG
  • Jakub Józef Orliński ANIMA AETERNA
  • Anna Netrebko AMATE DALLE TENEBRE
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EDITORIAL

EDITORIAL

Autor: Y. Han · Ausgabe 12/2021

Ein Leben an der Schwelle zum Ausnahmezustand – das ist ein Zustand, der uns zumindest aus der Zuschauerperspektive nicht fremd ist, schließlich sind genug Werke aus Film, Theater und Literatur genau dort angesiedelt. Auch auf der Opernbühne erleben wir meistens nur Menschen in Grenzsituationen; in vielen Fällen haben Liebe und Eifersucht oder tragische Missverständnisse plus fehlgeleiteter Stolz die Akteure in diesen misslichen Zustand gebracht. In anderen Fällen wie in Schostakowitschs »Nase«, die kürzlich in München in einer Neuinszenierung gezeigt wurde, oder auch in Brittens »Midsummer Night’s Dream« haben andere, übernatürliche Faktoren ihre Finger im Spiel, um den oder die Protagonisten in Irrungen und Wirrungen zu stürzen.
Menschen in Grenzsituationen zu erleben ist für uns offenbar von zeitlosem Reiz – wir leiden mit dem Herzschmerz und Verrat mit, der sich vor unseren Augen entfaltet, können aber genauso auch über Groteskes und Absurditäten lachen, die sich auf einer Bühne darbieten. Wo es um die Oper geht, wird oft mit Selbstironie auf das berühmte und arg verkürzte Liebesdreieck „Tenor und Bariton streiten sich um den Sopran“ hingewiesen oder auf den üblen Verrat, der ebenfalls beliebtes Thema ist; aber wie sehr lieben wir doch gleichzeitig die Dramatik, die Film und Bühne in unsere Leben bringen. Ist es nicht egal, wie oft ein Tenor und ein Bariton um einen Sopran konkurriert haben, wenn sie dies in soghafte Musik verpackt tun? Am Rande des ständigen Ausnahmezustands bewegen auch wir uns inzwischen im realen Leben schon sehr lange, allerdings beileibe keinem, der einer ergreifenden Liebesgeschichte geschuldet wäre, sondern vielmehr dem Plot eines Katastrophenfilms ähnelt – und man gewinnt zunehmend den Eindruck, dass sich anders als erhofft und erwartet noch immer kein Ende abzeichnet. Obwohl zahlreiche Opernhäuser inzwischen auf eine 2G-Strategie setzen, wird andernorts die erneute Verkleinerung von Orchesterbesetzungen zugunsten des Infektionsschutzes beziehungsweise sogar schon die vorübergehende Schließung vermeldet. Der Grundtenor und auch die Erwartungshaltung in einer weitestgehend durchgeimpften und bald auch geboosterten Bevölkerung lauten nach wie vor, dass am Spielbetrieb, an einem normalen Leben und Kulturangebot festgehalten wird, und sei es unter „2G+“-Bedingungen. So verlockend der emotionale Ausnahmezustand in der Kunst aus Zuschauerperspektive auch sein mag, man selbst will das Damoklesschwert der Eskalation nicht gern unbefristet über sich schweben haben, erst recht nicht wenn man das Gefühl hat, alles einem Mögliche getan zu haben, um weiter und in vernünftigem Rahmen am gesellschaftlichen Angebot partizipieren zu können. Womit wir wieder beim bereits häufiger in dieser pandemischen Zeitkapsel zur Sprache gekommenen Aspekt von Einheit und Zusammenhalt wären, auf das Künstler auf dem Höhepunkt des Ausnahmezustands immer wieder besondere Emphase gelegt haben: Musik und Kunst haben die Kraft, mit ihrer universellen Gültigkeit und Schönheit zu heilen und zu einen. Aber gleichzeitig erleben wir seit Monaten mehr und mehr, wie strapaziert und zermürbt die Gesellschaft ist, und stecken nun erneut, wie schon zum Beginn der Impfkampagne, inmitten einer Diskussion, wie weit Solidarität gehen kann, beziehungsweise muss. Das Erscheinen unserer Dezemberausgabe fällt wie immer in etwa auf den Beginn der Adventszeit, eine der schönsten Zeiten eines Jahreszyklus – und wir wünschen Ihnen und uns allen, dass sie besinnlich und unbelastet sein möge von unschönen Diskussionen und die Opernhäuser und Theater dieses Jahr unbehelligt bleiben. Es träfe wieder einmal die falschen, wenn die Musik abermals verstummen müsste. In diesem Sinne: eine festliche, strahlende Adventszeit und eine schöne Lektüre!
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INTERVIEWS

Das Interview: CATHERINE FOSTER – Nie fertig mit dem Lernen

Autor: S. Barnstorf · Ausgabe 12/2021

Die britische Sopranistin, die heute in Weimar lebt, ist die führende Hochdramatische unserer Zeit: Catherine Foster stand in sieben Sommern als Brünnhilde auf der Bühne des Bayreuther Festspielhauses, sang in der Berliner Philharmonie eine legendäre, ungekürzte »Elektra« und begeisterte jüngst wieder als Isolde.
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Im Gespräch: THOMAS LEHMAN – Opernsänger ist ein Lebensstil

Autor: U. Ehrensberger · Ausgabe 12/2021

Der amerikanische Bariton ist Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin und hat sich kürzlich einen großen persönlichen Erfolg mit seiner Interpretation des Gunther in der Neuproduktion von Richard Wagners »Götterdämmerung« ersungen. Eine weitere wichtige Premiere an diesem Haus wird es in der aktuellen Saison für ihn mit Giuseppe Verdis »Les Vêpres Siciliennes« und seinem Rollendebüt als Montfort geben.
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Nachgefragt: NADJA LOSCHKY – Die Vögel in Köln

Autor: Y. Han · Ausgabe 12/2021

Nach »Jeanne d’Arc – Szenen aus dem Leben der Heiligen Johanna« im April 2019 lässt die Oper Köln Anfang Dezember nun die berühmteste Oper von Walter Braunfels folgen: »Die Vögel«. Ein Gespräch über die Herausforderung, diese Oper szenisch auf die Bühne zu bringen, und ihren tieferen Sinn.
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AUFFÜHRUNGEN

ZÜRICH Il Trovatore

24. Oktober ∙ Opernhaus · Autor: Th. Baltensweiler · Ausgabe 12/2021

Auf einer monumentalen Treppe – wieder einmal eine Treppe! – wuseln Dämonen und bärtige Menschen des 15. Jahrhunderts wild herum, tollen und hüpfen, dass jeder Gymnastiklehrer seine Freude daran hätte. Dazu das Rollendebüt von Piotr Beczala als Manrico.
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MÜNCHEN Die Nase

24. Oktober ∙ Nationaltheater ∙ Autor: J.-M. Wienecke · Ausgabe 12/2021

Akklamierter Einstand als neuer Chef in München für Vladimir Jurowski trotz sperrigen Themas und einer trostlosen Inszenierung von Kirill Serebrennikov.
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GENF Anna Bolena

22. Oktober · Grand Théâtre · Autor: Th. Baltensweiler · Ausgabe 12/2021

Die Sopranpartien der Tudor-Trilogie erfordern einiges an dramatischer Kraft; es sind alles andere als Anfängerpartien. Elsa Dreisig, ein Shootingstar, der erst 2016 den Operalia Wettbewerb gewann, stellte sich in Genf damit einer Grenzpartie für sie: Donizettis Anna Bolena.
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STRASSBURG Stiffelio

17. Oktober · Opéra National · Autor: J.-M. Wienecke · Ausgabe 12/2021

Das vokale Glück der nachmittäglichen Premiere schien aufgrund einer vor Beginn angekündigten anhaltenden Rekonvaleszenz des Sängers des Titelhelden, Jonathan Tetelman, zunächst getrübt. Schon bald erwiesen sich derartige Befürchtungen aber als gänzlich unbegründet.
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FRANKFURT Maskarade

31. Oktober · Opernhaus · Autor: J.-M. Wienecke · Ausgabe 12/2021

Das Knifflige lag in der Reimwut der Vorlage des Vilhelm Andersen, dessen Libretto auf eine Komödie des dänischen Nationaldramatikers Ludvig Holberg aus dem Jahr 1724 zurückgeht. Aus konzeptionellen Gründen entschied man sich nach langer Diskussion für eine Übersetzung und zugleich sprachliche Neufassung, um ein heutiges Publikum besser „mitzunehmen“. Ob die Freude bei der eigens zu diesem besonderen Ereignis angereisten dänischen Königinnen-Schwester, Prinzessin Benedikte, ebenso leicht die Oberhand gewann, blieb offen.
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BONN Arabella

20. Oktober · Opernhaus · Autor: E. Glatzle · Ausgabe 12/2021

Ist es Komödie, Melodrama, Gesellschafts- oder Milieustudie, Märchen, Konversationsstück, Groteske oder Kammerspiel? Musikalisch wie darstellerisch trumpfen in Bonn die Schwestern Arabella und Zdenka auf.
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BREMEN I Pagliacci

30. Oktober · Opernhaus · Autor: M. Wilks · Ausgabe 12/2021

Wenn ein Regieteam in begleitenden Interviews die Floskel „in unserer Setzung“ benutzt, ahnt man bereits, dass weniger das Stück als vielmehr eine mehr oder weniger zum Stück passende Idee inszeniert wurde. Das war bei der Bremer Premiere von Leoncavallos »I Pagliacci« nicht anders, der bloße Eifersuchtskonflikt zwischen Nedda und Canio war dem Team „zu wenig ergiebig“.
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SPECIALS / INFO

Zum 100. Geburtstag

Die Sopranistin Annemarie Hennig ist am 23. Oktober 100 Jahre alt geworden. Zu ihrem weiten Repertoire zählten vor allem die Partien in den Opern von Mozart und Puccini sowie das Operettenrepertoire von Johann Strauß, Franz Lehár, Emmerich Kálmán und Nico Dostal, das klassische Liedrepertoire ebenso wie der Oratoriengesang, in dem sie durch ihre klare Stimme, die gute Aussprache und das „Gewisse Etwas“ auf der Bühne brillierte.

NACHRUF

„Es ist eine ganz spezielle Kunst im Dirigieren. Man muss versuchen, die Musiker zu umarmen.“ In diesem Ausspruch des am 4. März 1929 in Amsterdam geborenen Dirigenten Bernard Haitink wird dessen Bescheidenheit ebenso deutlich wie die Überzeugung, dass die Meisterwerke der Musik bei jeder Aufführung neu betrachtet und gemeistert werden müssen. Bereits 1956 für Carlo Maria Giulini beim Concertgebouw Orchester in Amsterdam eingesprungen, wurde er zusammen mit Eugen Jochum zum gemeinsamen Chefdirigenten dieses renommierten Klangkörpers bestellt, und als Jochum 1964 das Amt aufgab, alleiniger Chefdirigent und Künstle-rischer Leiter des Orchesters. 1967 bis 1979 leitete er auch das London Philharmonic Orchestra, von 1978 bis 1988 war er zudem musikalischer Leiter des Opernfestivals in Glyndebourne, von 1987 bis 1998 musikalischer Chef am Royal Opera House in London. Dieser gänzlich unprätentiöse Musiker hat nie sich selbst, sondern immer den Komponisten und die Musik in den Mittelpunkt seines Wirkens gestellt und war dabei ein immer seltener werdender Charakterkopf am Pult großer Orchester. Was Bruckner und Mahler betrifft, zählt er gewiss zu den ganz großen Dirigenten, deren „Achttausender“ waren seine Domäne, wie er in seinen letzten Dirigentenjahren vor allem bei den Salzburger Festspielen eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat. Am 6. September 2019 nahm er mit einem Konzert der Wiener Philharmoniker mit Bruckners VII. Symphonie im Rahmen des Lucerne Festival seinen Abschied vom Konzertpodium und beendete damit seine große Karriere. Haitink ist am 21. Oktober 2021 in London gestorben.

NAMEN UND DATEN

Pretty Yende blickt auch in dieser Spielzeit auf einen vollen Terminkalender: Von Violetta Valéry an der Staatsoper Hamburg (2., 9., 14., 16.12.), dem Royal Opera House in London (April 2022) und dem Teatro di San Carlo (Juli), bis hin zu den vier Frauenrollen in »Hoffmanns Erzählungen« am Palau de les Arts Reina Sofía in Valencia (20., 23., 25., 28., 31.1.22), der Norina in »Don Pasquale« am ROH in London im Mai und der Elvira in »I Puritani« an der Wiener Staatsoper (Mai/Juni 2022).

AUDIO

WEIHNACHTEN

Mit seinem Weihnachtsalbum „It’s Christmas!“ war Jonas Kaufmann 2020 ein stimmungsvolles und überaus erfolgreiches Festtagsalbum gelungen. Rechtzeitig zur Konzerttour, die in diesem Winter endlich stattfinden soll, erschien bei Sony Classical eine „extended edition“ mit sieben neuen Titeln. Auch die St. Florianer Sängerknaben, im Jahre 1071 gegründet, legen zusammen mit dem Männerchor und Solisten aus ihren Reihen eine CD mit 26 Weihnachtsliedern vor, darunter viele unverzichtbare Klassiker, und wenn gegen Ende „Jingle Bells“ und „Adeste Fideles“ so puristisch gesungen werden, kann einem schon das Herz aufgehen. Aber gibt es diese Stimmung für Weihnachtslieder denn überhaupt in diesem erneut her-ausfordernden Jahr? Wenn man einige weitere Neuaufnahmen, die erstmals zum Weihnachtsfest herausgekommen sind, durchhört, gelangt man rasch zu dem Schluss: die Pandemie hat auch hier eine fröhliche Weihnachtsstimmung, wie man sie gewohnt war, weichen lassen.

AUDIO / GESAMT

In Zeiten, in denen Richard Wagners üppig besetzte Werke es auf den meisten Bühnen schwer haben realisiert zu werden, nimmt man akustische Beiträge besonders gern wahr. Das gilt auch für den Duisburger »Ring«, der mit der CD-Veröffentlichung der »Götterdämmerung« seinen Abschluss findet.

AUDIO / SOLO

Nach fünf Jahren und zum fünfzigsten Geburtstag kommt das prall gefüllte neueste Soloalbum von Anna Netrebko. Es betont die dunklen tragischen Seiten der Liebe in der Oper und lässt den Starsopran auf dem Drahtseil zwischen deutschem und italienischen tragisch-romantischem Repertoire akrobatisch und mit Virtuosität tanzen, respektive singen. Netrebko im Aufbau der sehr verschiedenen und doch in mancher Grundstimmung sich ähnelnden hier zusammengestellten Arien auf deren jeweiligen Höhepunkt klug zusteuert, macht ihr (immer noch) niemand nach. Eine Assoluta!