ePAPER Ausgabe 12/2011

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Während in Moskau Festtagsstimmung herrschte anlässlich der Wiedereröffnung des Bolschoi-Theaters, brachte die New Yorker Met gleich zwei Premieren heraus, Mozarts »Don Giovanni« und Wagners »Siegfried«. Auch Mannheim startete in eine neue »Ring«-Produktion und verließ sich auf die Bilderwelten von Achim Freyer. Rolando Villazón und Diana Damrau waren die Stars im neuen Münchner »Hoffmann«, in Zürich begeisterte einmal mehr José Cura als Otello. Große Oper auch in Karlsruhe, wo der neuen Intendanz mit Berlioz` monumentalen »Les Troyens« ein fulminanter Einstand gelang. Das Festival im irischen Wexford überraschte dagegen u.a. mit einer seltenen Oper von Ambroise Thomas.

Dazu ausführliche Interviews mit Patrizia Ciofi, die in Dezember und Januar in gleich zwei Premieren an der Deutschen Oper Berlin zu erleben sein wird, sowie mit Alex Esposito, dem aktuellen „Leporello vom Dienst“.

Nachfolgend erhalten Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste aller Inhalte finden Sie im Inhaltsverzeichnis.

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INHALTSVERZEICHNIS

Inhaltsverzeichnis

Ausgabe 12/2011

Das komplette Inhaltsverzeichnis mit allen Themen

EDITORIAL
AUFFÜHRUNGEN
  • MOSKAU Ruslan und Ludmila (Bolschoi-Theater)
  • BERLIN Don Carlo (Deutsche Oper)
  • MÜNCHEN Les Contes d’Hoffmann (Nationaltheater)
  • DRESDEN Alcina (Semperoper)
  • ZÜRICH Otello
  • WIEN Serse (Theater an der Wien)
  • Salome (Volksoper)
  • NÜRNBERG Die Meistersinger von Nürnberg
  • KARLSRUHE Les Troyens
  • BRÜSSEL Oedipe
  • NEW YORK Don Giovanni (Metropolitan Opera)
  • Siegfried (Metropolitan Opera)
DAS INTERVIEW
  • PATRIZIA CIOFI
IM GESPRÄCH
  • ALEX ESPOSITO
NAMEN UND DATEN
REPORT
  • WIEN / BAD URACH / HAMBURG / DRESDEN
RUNDBLICK
  • WEXFORD La Cour de Célimène
  • Gianni di Parigi
  • BRAUNSCHWEIG Tristan und Isolde
  • GELSENKIRCHEN Merlin
  • MÜNCHEN Die verkaufte Braut (Gärtnerplatz)
  • MANNHEIM Das Rheingold
  • DUISBURG Carmen
  • ESSEN Les Contes d’Hoffmann
  • LEVERKUSEN La finta giardiniera
  • BILBAO Tristan und Isolde
  • WARSCHAU Lucia di Lammermoor
  • BASEL Rusalka
AKTUELL
VORSCHAU
SPIELPLÄNE
RARITÄTEN
TV-TIPPS
IMPRESSUM
DVDs
  • Wolfgang Amadeus Mozart DON GIOVANNI
  • Antonin Dvorák RUSALKA
  • Kurt Weill RISE AND FALL OF THE CITY OF MAHAGONNY
  • Pietro Mascagni / Ruggero Leoncavallo CAVALLERIA RUSTICANA / PAGLIACCI
  • Giuseppe Verdi OTELLO
  • Alban Berg LULU
CD-NEWS
  • DEFILEE DER SOPRANE
  • Angela Gheorghiu HOMAGE TO MARIA CALLAS
  • Teodora Gheorghiu ARIEN FÜR ANNA DE AMICIS
  • Christine Schäfer ARIAS
  • Chen Reiss LIAISONS
  • Simone Kermes BEST OF
  • Anna Netrebko LIVE AT THE METROPOLITAN OPERA
  • Olga Peretyatko LA BELLEZZA DELL ‘AMORE
  • Véronique Gens LES HEROINES ROMANTIQUES
  • Patricia Petibon MELANCOLIA
  • Nuria Rial TELEMANN
CD-SPECIAL
  • DUETTI
NEUE COMPACT DISCS
  • Francesco Cavalli LA ROSINDA
  • Édouard Lalo FIESQUE
  • Richard Wagner GÖTTERDÄMMERUNG
  • Klaus Florian Vogt HELDEN
  • Franz Schreker IRRELOHE
  • André Campra LE CARNAVAL DE VENISE
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EDITORIAL

Editorial

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 12/2011

Das war knapp! Sechs Jahre hatten die Moskauer und mit ihnen Opernfans weltweit auf diesen Moment gewartet – und ausgerechnet an diesem Abend, zur ersten Premiere im wiedereröffneten Bolschoi, sollte ich es nicht rechtzeitig ins Theater schaffen? Ein technischer Defekt hatte dafür gesorgt, dass mein Flieger bereits mit beträchtlicher Verspätung in Hamburg gestartet war und so die nachfolgende, stets zeitaufwändige Ein- und Weiterreise ins Zentrum der russischen Hauptstadt zur Nervenprobe werden musste.

Die Zeit drängte, zumal sich die Wartezeiten nur so aufaddierten. Pass- und Visumkontrolle, Flughafentransfer, eine zur Rushhour überfüllte Metro: Das war jetzt nur noch zu schaffen, wenn man die Stadt schon kennt, zumindest rudimentär kyrillische Schriftzeichen zuordnen kann – und für Zwischensprints ein wenig Kondition mitbringt. Ein Opernbesuch als veritables Fitnessprogramm. Der Einsatz sollte sich gelohnt haben, zwei Minuten vor Beginn der Vorstellung konnte ich meinen Platz im herrlichen Saal des wieder im alten Glanz strahlenden Bolschoi-Theaters einnehmen und so für Sie, liebe Leser, einen denkwürdigen Opern-Abend miterleben. Die Details lesen Sie auf den nachfolgenden Seiten. Wenn „Das Opernglas“ Monat für Monat mit einer Fülle spannender, informativer -Berichte von den national wie international wichtigsten Neuproduktionen aufwartet, ist das nicht selten mit beträchtlichem Aufwand verbunden. Kreativität und Einsatzfreude sind gefragt, nicht nur von unserem festen Stamm über die Welt verteilter Autoren, die unermüdlich und begeisterungsfähig zu Premieren und -Interviews reisen und immer wieder einmal gegen manches Unbill anzukämpfen haben: Verzögerungen im Flugverkehr, verstopfte Straßen, defekte Züge, überbuchte Hotels, verschwundene Tickets... Davon kann jeder Vielreisende gewiss ebenfalls ein Lied singen. Und mitunter hilft einfach das Glück: Redaktionskollege Söhnke Martens beispielsweise, der in diesem Jahr das Vergnügen hatte, die Opern-Trouvaillen des Wexford Festivals zu erleben, wäre aufgrund der Regenmassen, die Tief „Meeno“ nach Irland gebracht hatte, beinah auf der Insel hängen geblieben. Nur wenige Stunden nach seinem Abflug sollte der Flughafen in Dublin gesperrt werden. Auch dass Ihnen die wunderbare Patrizia Ciofi so elegant vom Titelbild dieser Ausgabe zulächelt, ist keine Selbstverständlichkeit. War es schon nicht ganz einfach gewesen, ein ausreichend großes Zeitfenster im vollen Terminkalender der gefragten Sopranistin zu finden, musste „Opernglas“-Fotograf Ludwig Olah auf dem Weg zu dem im spanischen Bilbao angesetzten Fotoshooting einmal mehr auf sein Gepäck verzichten; die Airline sollte es am Ende nicht einmal schaffen, den Koffer wenigstens noch zur Rückreise bereit zu stellen. Ohne Stromkabel für Kamera, Blitzanlage, Rechner oder Handy – geschweige denn alle sonstigen auf einer Reise benötigten Dinge – hieß es also, das Beste aus der Situation zu machen. Mit Erfolg, wie die Bilder zeigen. Titelstory, Festspielbesuch, Bolschoi-Eröffnung: Es hat sich, wie ich finde, wieder einmal alles -gelohnt. Im Falle des Moskauer „Großen Theaters“ war der Besuch zudem Anregung genug, auf vergleichbare Situationen zu schauen. Auch in Deutschland ist das Engagement immer stark gewesen, kulturelles Erbe zu wahren und traditionsreichen, aber in die Jahre gekommenen Theatern die zum Teil dringend notwendigen Grundsanierungen angedeihen zu lassen. Und das erfreulicherweise eben nicht nur bei den großen Prestigehäusern, wie der aktuellen Berliner Großbaustelle, der Staatsoper Unter den Linden. In Heidelberg wird direkt neben dem historischen, aber zu kleinen Schmuckkästchen kostspielig neu gebaut, während das Meininger Theater nach aufwändiger Sanierung in diesem Monat mit der ersten Opernpremiere feierlich wiedereröffnet werden kann. Bleibt zu hoffen, dass die positiven Energien, die derartige Investitionen freisetzen, auch andernorts wahrgenommen werden. In Rostock ist eine zukunftssichere, finanzierbare Entscheidung für das Volkstheater überfällig, nicht allein als Lösung für das aus akuten Sicherheitsmängeln bereits geschlossene Haus, sondern generell als Bestandssicherung für die insolvenzbedrohte Kulturinstitution. Die Strahlkraft eines solchen Signals wäre nicht hoch genug einzuschätzen.

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INTERVIEWS

Das Interview: PATRIZIA CIOFI – Ich brauche die Bühne

Autor: Dr. Andreas Laska · Ausgabe 12/2011

Die gefragte Sopranistin über rare Deutschlandauftritte, die Bedeutung ausreichender Probenarbeit - und das Verhältnis zu ihrer Stimme.

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Im Gespräch: ALEX ESPOSITO – Oper ist mein Leben!

Autor: Dr. Thomas Baltensweiler · Ausgabe 12/2011

Zurzeit ist Alex Esposito der Leporello vom Dienst. Im Gespräch erweist er sich als nachdenklicher Künstler.

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AUFFÜHRUNGEN

MOSKAU Ruslan und Ludmila

2. November · Bolschoi Theater · Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 12/2011

Nach sechsjähriger Grundsanierung erstrahlt das Moskauer Bolschoi-Theater in neuem altem Glanz – auch künstlerisch, wie die Eröffnungspremiere bewies. Hochrangige Künstler, Politprominenz und handverlesene Gäste feierten das Großereignis.

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BERLIN Don Carlo

23. Oktober · Deutsche Oper · Autor: U. Ehrensberger · Ausgabe 12/2011

Zumindest repertoiretauglich ist sie, die Neuinszenierung an der Bismarckstraße. Graue Wände in Marco Arturo Marellis Szenerie umrahmten ein engagiertes Sängerensemble, das allerdings nicht immer auf der Höhe des einzufordernden Verdi-Gesangs agierte.

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MÜNCHEN Les Contes d’Hoffmann

31. Oktober · Nationaltheater · Autor: J.-M. Wienecke · Ausgabe 12/2011

Rolando Villazón meldete sich mit der Partie des Hoffmann zurück im internationalen Opernzirkus, Diana Damrau übernahm in dieser Neuinszenierung den Parforceritt durch die Sopranfächer als Olympia, Antonia und Giulietta.

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DRESDEN Alcina

29. Oktober · Semperoper · Autor: S. Barnstorf · Ausgabe 12/2011

Ein Spiel um konträre Lebensentwürfe zwischen Haus, Hof und Familie hat Jan-Philipp Gloger in Szene gesetzt. Erneut überzeugte der Jungregisseur bei seiner erst zweiten Operninszenierung überhaupt.

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NEW YORK Siegfried

27. Oktober · Metropolitan Opera · Autor: F. Plotkin · Ausgabe 12/2011

Nach der Absage von James Levine hatte Fabio Luisi das »Siegfried«-Dirigat im Rahmen der voranschreitenden Neuinszenierung von Wagners »Ring« übernehmen müssen. Kurz vor der Premiere hat dann auch noch der Titelheld ausgetauscht werden müssen.

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WEXFORD La Cour de Célimène

21. Oktober · Jerome Hynes Theatre · Autor: S. Martens · Ausgabe 12/2011

Zum 60. Geburtstag wartete das Festival im irischen Wexford unter anderem mit einer unterhaltsamen Rarität von Ambroise Thomas auf, die auch noch wirkungsvoll besetzt werden konnte.

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KARLSRUHE Les Troyens

15. Oktober · Badisches Staatstheater · Autor: J.-M. Wienecke · Ausgabe 12/2011

Ein Einstand nach Maß für die neue Intendanz. Auch in ästhetischer Hinsicht ist eine rundum überzeugende Arbeit gelungen, wie man sie in dieser Qualität an deutschen Häusern nicht alle Tage erlebt. Bei den immensen Anforderungen des Werkes fast ein kleines Wunder.

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BASEL Rusalka

22. Oktober · Theater Basel · Autor: Th. Baltensweiler · Ausgabe 12/2011

Mit handwerklichem Geschick wurde in Basel die Vermenschlichung des Wassernixenstoffes von der jungen litauischen Regisseurin Jurate Vansk umgesetzt. In den Hauptpartien agierte mit stimmlicher und darstellerischer Intensität das aktuelle Baseler „Traumpaar“.

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MELDUNGEN / INFO

NAMEN UND DATEN

FREDERICA VON STADE soll für ihre seit nunmehr über 40 Jahren anhaltende Bühnenkarriere mit einer großen Gala geehrt werden. Weggefährten sowie Freunde der amerikanischen Mezzosopranistin, darunter Kiri Te Kanawa, Joyce DiDonato und Samuel Ramey, finden sich am 3. Dezember in San Francisco ein, um der Künstlerin in einem Konzert Tribut zu zollen. Karten sind unter www.sfopera.com erhältlich.

REPORT

JUBILÄUM

„333 Jahre Oper in Hamburg“ – mit Georg Philipp Telemanns »Flavius Bertaridus, König der Langobarden« gab es in der Hamburgischen Staatsoper pralles barockes Musiktheater zu erleben. Die Geschichte um den machtbesessenen Grimoaldus, der sich nach Berlusconi-Manier mit leichten Mädchen und Champagner das Leben versüßt, würde heute wohl als Soap Opera im TV punkten.

AKTUELL

HUSMANN-AUSSTELLUNG „BEWEGTE MOMENTE“

Komponist und Dirigent Matthias Husmann erinnerte anlässlich einer Ausstellungseröffnung an seinen Vater, den Maler und Grafiker Fritz Husmann, der zwischen 1930 und 1948 als Pressezeichner in Hamburg tätig war. Die Schau im neuen Berliner Ballettausbildungszentrum in der Erich-Weinert-Straße ist noch bis zum 21. Dezember zu sehen.

CDs

Philippe Jaroussky / Max Emanuel Cencic DUETTI

VIRGIN 50999 0709432 3, 1 CD · Autor: J. Gahre · Ausgabe 12/2011

Jaroussky und Cencic verzaubern den Hörer immer wieder aufs Neue. Ihr Gesang ist, gerade weil er so fragil, so androgyn, so irreal und sublim klingt, ungemein anrührend. Eine CD zum Niederknien schön!

Angela Gheorghiu HOMAGE TO MARIA CALLAS

EMI 50999 6 31509 6, 1 CD · Autor: Th. Baltensweiler · Ausgabe 12/2011

Angela Gheorghiu zeigt mit diesem Programm, was die Essenz ihrer Vokalkunst gegenwärtig ausmacht.

Edouard Lalo FIESQUE

DG 476 454-7, 2 CDs · Autor: J. Gahre · Ausgabe 12/2011

Lalos Oper nach Schillers „Die Verschwörung des Fiesco zu Genua“ ist aufgrund verschiedener widriger Umstände nie zur Aufführung gekommen – bis sie 2006 konzertant aus der Taufe gehoben wurde. Was Roberto Alagna in der Titelrolle auf diesem Mitschnitt zu bieten hat, ist großartig.