ePAPER Ausgabe 10/2015

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Saisonstart & Festspiel-Finale: An der Hamburgischen Staatsoper eröffneten Georges Delnon und Kent Nagano als neues Führungsduo mit gleich drei aufeinanderfolgenden Produktionen ihre erste Saison, Hauptattraktion: Berlioz' »Les Troyens«. Die Niederländische Oper in Amsterdam startete mit einem Jubiläums-»Rosenkavalier« in ihre 50. Spielzeit, Zürich bot einen ungewöhnlichen Puppen-»Wozzeck« mit Christian Gerhaher in der Titelpartie, während das kleine Stadttheater Minden mit seinem »Ring«-Auftakt beeindruckte. Bei den Festspielen begeisterte unter anderem Nina Stemme als Turandot im schwedischen Dalhalla, Pesaro feierte einmal mehr ein hochkarätig besetztes Rossini-Fest, in London geriet das Proms-Finale zum frenetisch bejubelten Spektakel – Stargast in der berühmten „Last Night“: Jonas Kaufmann.

Die Interviews: Enrique Mazzola vor seinem Dirigat der Neuproduktion von Giacomo Meyerbeers »Vasco da Gama« an der Deutschen Oper Berlin, Karine Babajanyan, die sich aktuell auf die Elena in einer Neuinszenierung von Boitos »Mefistofele« an der Bayerischen Staatsoper in München freut, Marc Heller, der sich mit dem Jean in Meyerbeers »Le Prophète« am Badischen Staatstheater Karlsruhe eine weitere Heldenpartie erarbeitet hat, sowie Braunschweigs Operndirektor Philipp Kochheim, der mit spannenden Ausgrabungen und einer konsequenten Abkehr vom Standardrepertoire für regen Publikumszuspruch sorgt.

Nachfolgend finden Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste aller Inhalte bietet das Inhaltsverzeichnis.

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INHALTSVERZEICHNIS

INHALTSVERZEICHNIS

Ausgabe: 10/2015

Das komplette Inhaltsverzeichnis mit allen Themen
EDITORIAL
SAISONSTART
  • HAMBURG Les Troyens
  • AMSTERDAM Der Rosenkavalier
  • ZÜRICH Wozzeck
  • WIEN Hans Heiling (Theater an der Wien)
  • MINDEN Das Rheingold
  • DORTMUND Tristan und Isolde
FESTSPIELE
  • DALHALLA Turandot
  • FESTIVAL DE VERANO EN SAN LORENZO DE EL ESCORIAL Don Carlo
  • ROSSINI OPERA FESTIVAL PESARO La Gazzetta (Teatro Rossini) La gazza ladra (Arena Adriatico)
  • INNSBRUCKER FESTWOCHEN DER ALTEN MUSIK Il Germanico
  • FESTIVAL CASTELL DE PERALADA Otello
  • LONDON BBC-Proms Finale
DAS INTERVIEW
  • ENRIQUE MAZZOLA
DAS PORTRÄT
  • KARINE BABAJANYAN
VORGESTELLT
  • MARC HELLER
NAMEN UND DATEN
FESTSPIEL-RUNDBLICK
  • ROSSINI IN WILDBAD Lʼinganno felice / Bianca e Falliero / Lʼitaliana in Algeri / Il vespro siciliano
  • MOZARTFEST WÜRZBURG Alessandro nellʼIndie (Mainfranken-Theater)
  • STYRIARTE GRAZ Der Barbier von Sevilla (Helmut-List-Halle)
  • OPERNFESTIVAL GUT IMMLING Hoffmanns Erzählungen
  • WERNIGERÖDER SCHLOSSFESTSPIELE Martha
  • OPERNFESTSPIELE HEIDENHEIM Macbeth
  • MALTA-FESTIVAL-POSEN The Magic Mountain
  • BAD HERSFELDER FESTSPIELE Fidelio
  • SOMMERARENA BADEN Der fidele Bauer
  • LEHÁR-FESTIVAL BAD ISCHL Die ungarische Hochzeit
  • SCHLESWIG-HOLSTEIN MUSIK FESTIVAL Eugen Onegin
  • OPER SCHLOSS HALLWYL Die Zauberflöte
  • MUSIKFEST BREMEN The Art of Bryn Terfel
  • SOLOTHURN CLASSICS José Carreras / Celine Byrne
HINTEGRUND
  • PHILIPP KOCHHEIM
FOKUS
IM BLICKPUNKT
  • SOMMEROPER BAMBERG Die Zauberflöte
  • JUNGE OPER SCHLOSS WEIKERSHEIM Le nozze di Figaro
  • KAMMEROPER SCHLOSS RHEINSBERG Adriana
REPORT
  • DÜSSELDORF / SCHWARZEBERG / JENNERSDORF
VORSCHAU
SPIELPLÄNE
TV-TIPPS
RARITÄTEN
IMPRESSUM
DVDs
  • Giuseppe Verdi LA TRAVIATA
  • Leos Janáček JENUFA
  • Alban Berg LULU
NEUE CDs
  • Wolfgang Amadeus Mozart DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL
  • Richard Strauss DIE FRAU OHNE SCHATTEN
  • Carl Maria von Weber DER FREISCHÜTZ
  • Carl Nielsen MASKARADE
CD-SPECIAL
  • Roberto Alagna MY LIFE IS AN OPERA
  • Jonas Kaufmann NESSUN DORMA - THE PUCCINI ALBUM
  • Juan Diego Flórez ITALIA
  • Rolando Villazón TREASURES OF BELCANTO
CD-NEWS
  • Christian Gerhaher MOZART ARIAS
  • Amarilli Nizza THIS IS MY VERDI
  • Vesselina Kasarova RUSSIAN ARIAS
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EDITORIAL

EDITORIAL

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 10/2015

Nachfrage regelt das Angebot, auch in der Oper. Es liegt ganz wesentlich an uns, mit regem Publikumszuspruch deutlich zu machen, was wir hören und sehen wollen.
Ein Blick in die Spielpläne zeigt, zu welch einer Vielfalt sich das Musiktheater in den vergangenen Jahren aufgeschwungen hat. Attraktive Ausgrabungen und spannende Raritäten abseits des Standardrepertoires sind zu erfreulich konstanten Eckpfeilern im Programm kreativ gestaltender Bühnen geworden. Als begeisterte Operngänger werden auch Sie, liebe Leser, neben dem lustvoll wiederholten Genuss Ihrer persönlichen Favoriten auch so manche Begegnung mit bis dato unbekannten Schätzen des Musiktheaters als höchst beglückend und bereichernd empfunden haben.
Wenn wir Ihnen in dieser Ausgabe mit Enrique Mazzola einen der derzeit gefragtesten Dirigenten seines Fachs im exklusiven Titelinterview präsentieren, geschieht dies auch – aber natürlich nicht nur – aus Anlass der jetzt im Oktober anstehenden »Vasco da Gama«-Premiere in Berlin, die bereits ein thematischer Schwerpunkt unseres Interviews mit Roberto Alagna im September gewesen ist. Gleich zwei Coverstorys zu einer Neuproduktion? In der Tat ist mit dem ersten szenischen Beitrag im Rahmen des ambitionierten Meyerbeer-Zyklus‘ an der Deutschen Oper Berlin, der anlässlich des 150. Todesjahres im vergangenen Jahr mit einer konzertanten »Dinorah«-Aufführung begonnen worden war, beträchtliche Erwartung verknüpft. Die lang ersehnte Beschäftigung einer der großen Bühnen mit dieser letzten, so sträflich vernachlässigten Oper des einstmals über die Maßen erfolgreichen Komponisten, zumal in der ursprünglichen Fassung des Werkes, ist, ganz unabhängig vom noch zu erweisenden künstlerischen Ertrag der Neuproduktion, ein kaum hoch genug einzuschätzendes Ereignis.
Die Musikgeschichte ist voll von erstaunlichen, aus der Distanz nicht selten unverständlichen Entwicklungen, positiver wie negativer Art, sie ist reich beschenkt mit großartigen, gleichwohl heute vergessenen Werken, eng verknüpft mit den so unterschiedlichen Karrierewegen all jener mal verehrten, mal verkannten, zuweilen verachteten, gar geächteten und schlimmstenfalls verfolgten Komponisten. Bei Giacomo Meyerbeer steht das zwischenzeitlich fast vollständige Vergessen in krassem Gegensatz zum einstigen, alles und alle überragenden Erfolg. Dass sich dieses Bild inzwischen zumindest etwas gewandelt hat, ist auch und vor allem ein Verdienst der vielen engagierten, neugierigen Künstler, die stets für Entdeckungen offen und für jedweden damit verbundenen Mehreinsatz bereit sind. „Eine Ehre und aller Mühen wert“ – Roberto Alagna hat die Begeisterung fast identisch formuliert wie in der aktuellen Ausgabe Tenorkollege Marc Heller, der interessanterweise just in diesem Monat ebenfalls in einer Meyerbeer-Oper zu erleben sein wird: als Titelheld in der Karlsruher Neuproduktion von »Le Prophète«. Und hatten sich nicht jüngst auch die Theater in Chemnitz, Braunschweig, Nürnberg mit prallen Musiktheater-Erlebnissen für die so effektvollen Werke des einstigen Starkomponisten eingesetzt? Die Meyerbeer-Renaissance nimmt endlich Fahrt auf!
Allen voran zeigen sich insbesondere die mittleren deutschen Bühnen aufgeschlossen und einsatzfreudig. Die mutigen Kreativen unter den Theaterleitern stellen sich den Herausforderungen derartiger Repertoireraritäten ebenso engagiert und hingebungsvoll wie die Künstler. In Sachen Grand Opéra kann da schon mal die schiere Majestät der Werke – Länge, Besetzungsumfang, szenische wie instrumentale und (vor allem) vokale Extremanforderungen – ein ganzes Haus bis an die Leistungsgrenzen fordern. Auch in jedem anderen musikhistorischen Bereich, von den frühen Werken und der Barockoper über die Klassik, den Belcanto und den Verismo bis weit ins 20. Jahrhundert hinein, konfrontiert die Beschäftigung mit dem Raren, gar komplett Unbekannten die Verantwortlichen nicht selten mit Faktoren, die kaum vorab zu kalkulieren sind. Da ist akribische Quellenforschung am originalen, nicht selten unübersichtlichen, vielfach nicht einmal edierten Notenmaterial ebenso gefragt wie am Ende das konsequente, ja hemmungslose Anpreisen der Kostbarkeit: Gerade die kaum bis gar nicht bekannten Attraktionen des Spielplans verlangen heute nach einer direkten Publikumsansprache und breit gestreuter Kommunikation.
„Das Opernglas“ ist hier wie gewohnt eine der ersten Adressen. Informieren Sie sich über die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Wochen und die Höhepunkte der neuen Saison. Und entdecken Sie auch auf den nachfolgenden Seiten wieder die eine oder andere lohnende Unbekannte. In diesem Sinne: Bleiben Sie neugierig!
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INTERVIEWS

Das Interview: ENRIQUE MAZZOLA – Anwalt mit Mission

Autor: Andreas Laska · Ausgabe 10/2015

Der gefragte Dirigent leitet im Oktober eine Neuproduktion von Giacomo Meyerbeers »Vasco da Gama« an der Deutschen Oper Berlin. Ein Gespräch vor der Premiere über den Komponisten und die Grand Opéra sowie über die Liebe zum Belcanto und zur Moderne.
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Das Porträt: KARINE BABAJANYAN – Stimme und Charakter

Autor: Sebastian Barnstorf · Ausgabe 10/2015

Keine Spielzeit ohne die Cio-Cio-San in »Madama Butterfly«. Aktuell freut sich die armenische Sopranistin auf die Elena in einer Neuinszenierung von Boitos »Mefistofele« an der Bayerischen Staatsoper in München – und in Zukunft auf mehr Wagner-Partien.
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Vorgestellt: MARC HELLER – Neue, alte Helden

Autor: Dr. Thomas Baltensweiler · Ausgabe 10/2015

Erst in diesem Frühjahr hatte der amerikanische Tenor als Sigurd in Ernest Reyers gleichnamiger Grand Opéra auf sich aufmerksam gemacht. Nun singt er den Jean in einer Neuproduktion von Meyerbeers »Le Prophète« am Badischen Staatstheater Karlsruhe.
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Hintergrund: PHILIPP KOCHHEIM – Liebeserklärung & Kampfansage

Autor: Dr. Stefan Mauß · Ausgabe 10/2015

Seit 2013 Operndirektor am Staatstheater Braunschweig, sorgt Philipp Kochheim seither mit spannenden Ausgrabungen und einer konsequenten Abkehr vom Standardrepertoire für einen außergewöhnlichen Spielplan und regen Publikumszuspruch.
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AUFFÜHRUNGEN

HAMBURG Les Troyens

19. September · Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 10/2015

Drei Musiktheater-Premieren an einem Wochenende, Hamburgs neues Führungsteam sorgte für eine furiose Eröffnung an der Elbe: Höhepunkt: Berlioz' »Les Troyens« unter Kent Nagano, die allerdings in einer neu erstellten Strichfassung von Pascal Dusapin.
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AMSTERDAM Der Rosenkavalier

5. September · Autor: M. Fiedler · Ausgabe 10/2015

Ein Kreis schließt sich: Zum 50-jährigen Bestehen der Niederländischen Oper wurde die Jubiläumssaison mit eben dem Werk eröffnet, das seinerzeit die erste Amsterdamer Spielzeit eingeläutet hatte.
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ZÜRICH Wozzeck

13. September · Autor: Th. Baltensweiler · Ausgabe 10/2015

Alban Bergs Büchner-Vertonung als groteskes Puppentheater: Intendant Andreas Homoki inszenierte das beklemmende Drama um den Antihelden in packenden Bildern, Christian Gerhaher sang die Titelpartie.
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MINDEN Das Rheingold

9. September · Autor: S. Barnstorf · Ausgabe 10/2015

Im ostwestfälischen Minden fiel der Startschuss für einen neuen »Ring des Nibelungen«. Eine bemerkenswerte Leistungsschau des kleinen Stadttheaters.
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DALHALLA Turandot

8. August · Autor: U. Ehrensberger · Ausgabe 10/2015

Eindrucksvolle Oper vor großer Naturkulisse: Nina Stemme war Dreh- und Angelpunkt der »Turandot« im schwedischen Kalksteinbruch und zog mit imposanten Tönen und einem fein gezeichneten Rollenporträt im Alleingang knapp 4.000 Zuschauer in ihren Bann.
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FESTIVAL DE VERANO EN SAN LORENZO DE EL ESCORIAL     Don Carlo

25. Juli · Autor: S. Mauß · Ausgabe 10/2015

Königliches Treffen im Escorial: Zwei Monarchen geben sich die Ehre: Am Originalschauplatz von Verdis »Don Carlo« traf Spaniens amtierender König Felipe im Anschluss an eine gefeierte und optisch opulente Aufführung auf seinen Bühnen-Namensvetter Philipp II., John Relyea.
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ROSSINI OPERA FESTIVAL PESARO La gazza ladra

11., 13. August · Autor: S. Mauß · Ausgabe 10/2015

Die Rossini-Festspiele bescherten in diesem Jahr unter anderem eine Neuproduktion von »La Gazetta«, dirigiert von Enrique Mazzola, sowie die Wiederaufnahme von Damiano Michielettos »La gazza ladra« mit einer souveränen Nino Machaidze.
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LONDON BBC-Proms Finale

10.-12. September · Autor: M. Lehnert · Ausgabe 10/2015

Beste Stimmung in der Royal Albert Hall: Zum Abschluss der diesjährigen Proms sorgte neben der Dirigentin Marin Alsop auch Jonas Kaufmann für jubelnde Begeisterung, dem nicht nur Frauenherzen, sondern auch -unterwäsche zuflogen…
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MELDUNGEN / INFO

REPORT

MITREISSEND
Brenda Rae hatte sich bereits vor zwei Jahren in einem Klarinetten/Klavier-Konzert mit drei Beiträgen bei der Schubertiade Schwarzenberg vorgestellt, nun bestritt sie ein reines Schubert-Programm, das ihrem Stimmtypus entsprach und die eher unbekannte Seite des Komponisten zum Vorschein brachte. Mit sehr textverständlicher deutscher Diktion, ausgezeichneter Phrasierung und einer Expressivität, die Zärtlichkeit wie Entschlossenheit glaubhaft machte, vermittelte die Sopranistin wunderbar die Vielfalt des Schubert’schen Liedkosmos. Am Klavier war Wolfram Rieger mehr Partner als reiner Begleiter – 25 Jahre „Schubertiade“ und Zusammenarbeit mit den berühmtesten Sängerpersönlichkeiten garantierten wahrlich eine intensive Gestaltung des Klavierparts. Abgeschlossen wird die diesjährige 40. Ausgabe mit einem großen Jubiläumskonzert am 6. Oktober. (WK)

IM BLICKPUNKT

TALENT-FESTSPIELE
In Bamberg, Weikersheim und auf Schloss Rheinsberg sorgten junge Talente mit ansteckender Begeisterung für sommerliche Opernfreuden. Die Sommeroper Bamberg und die Junge Oper auf Schloss Weikersheim setzten mit »Le nozze di Figaro« und »Die Zauberflöte« auf Mozart, während in Rheinsberg mit der Elke-Heidenreich-Adaption »Adriana« neue Töne zu Gehör gebracht wurden.

NAMEN UND DATEN

ANNA DURLOVSKI wird 2016 als Waldvogel in »Siegfried« ihr Debüt bei den Bayreuther Festspielen geben. Frank Castorfs Inszenierung mit Stefan Vinke (Siegfried) und Catherine Foster (Brünnhilde) steht im Rahmen dreier zyklischer »Ring«-Aufführungen am 29.7. und 10., 23.8. auf dem Spielplan. Aktuell ist die in Mazedonien geborene Sopranistin als Königin der Nacht an der Dresdner Semperoper zu Gast und wird in derselben Partie zu Beginn des kommenden Jahres auch am Teatro Real in Madrid zu hören sein. Am Stuttgarter Opernhaus, dessen Ensemble sie seit 2011 angehört, wird sie unter anderem als Elvira in einer Neuinszenierung von »I puritani« zu hören sein. Ausführliche Termine der Künstlerin sowie Infos und Daten von Stephen Costello, Helen Donath, Peter Seiffert, Andris Nelsons, Karan Armstrong, Jacques Lacombe und vielen anderen.

VORSCHAU

Die Opera Vlaanderen setzt ihren ambitionierten Rossini-Zyklus mit der selten gespielten Oper »Armide« fort, mit Alberto Zedda am Pult und Carmen Romeu in der Titelpartie, die Brüsseler Monnaie-Oper, die wegen Renovierungsarbeiten noch bis zum Frühjahr 2016 auf den Saal Cirque Royal ausweichen muss, bringt Gaspare Spontinis seltene »La Vestale«. Außerdem in der Vorschau das Programm des Salzburger Landestheaters, der Häuser von Heidelberg, Thüringen und Klagenfurt sowie das Jubiläumsprogramm der Schubertiade.

CDs

Wolfgang Amadeus Mozart DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL

HARMONIA MUNDI 2014.15, 2 CDs ∙ Autor: Y. Han ∙ Ausgabe 10/2015

René Jacobs hat sein vor 15 Jahren begonnenes Mozart-Unterfangen abgeschlossen: Die historisch wohldurchdachte »Entführung aus dem Serail« ist eine dem heimischen Vergnügen liebevoll angepasste Hörspiel-Version mit nahezu ungekürzten Dialogen und Hammerklavier-Continui.

Richard Strauss DIE FRAU OHNE SCHATTEN

OEHMS CLASSCIS 964, 3 CDs ∙ Autor: M. Wilks ∙ Ausgabe 10/2015

Auch für bereits gut gefüllte CD-Regale interessant: Der Live-Mitschnitt von »Die Frau ohne Schatten« aus der Frankfurter Oper gefällt vor allem durch das souveräne und zupackende Spiel des Opern- und Museumsorchesters unter der Leitung von GMD Sebastian Weigle.

SOLOALBEN

Vier Startenöre, vier neue Solo-Alben: Jonas Kaufmann legt mit „Nessun dorma“ sein neues Puccini-Album vor, Roberto Alagna lässt mit „My Life is an Opera“ sein musikalisches Leben Revue passieren, Juan Diego Flórez gibt sich auf dem von Luciano Pavarotti inspirierten Album „Italia“ ganz dem italienischen Lebensgefühl hin, Rolando Villazón hat auf „Treasures of Belcanto“ bekannte wie unbekannte Lieder von Rossini, Bellini, Donizetti und Verdi zusammengestellt. Außerdem mit neuen Solo-Alben dabei: Christian Gerhaher, Amarilli Nizza und Vesselina Kasarova.

DVDs

Giuseppe Verdi LA TRAVIATA

ERATO 0825646166503 , 1 DVD ∙ Autor: M. Lode-Gerke ∙ Ausgabe 10/2015

Neues auf DVD: Diana Damraus hinreißende Violetta in Paris 2014. Benoît Jacquots »La Traviata« begeistert mit eindringlicher Personenführung, opulenter Optik und wunderschönen Kostümen.