ePAPER Ausgabe 04/2011

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Die Wiener Staatsoper präsentierte Mozarts »Le Nozze di Figaro«, das Theater an der Wien Brittens »The Rape of Lucretia«. In London erlebte Anna Nicole Smith ihre Auferstehung als Opernfigur, und die Bayerische Staatsoper wagte einen ungewöhnlichen Doppelabend mit Zemlinksy und Ravel. Zürich zeigte Robert Wilsons Vision von Bellinis »Norma«. Dazu ausführliche Interviews mit Anna Netrebko, Désirée Nick und Hans Zender…

Nachfolgend erhalten Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste aller Inhalte finden Sie im Inhaltsverzeichnis.

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INHALTSVERZEICHNIS

Inhaltsverzeichnis

Ausgabe 04/2011

Das komplette Inhaltsverzeichnis mit allen Themen.

EDITORIAL
AUFFÜHRUNGEN
  • WIEN The Rape of Lucretia (Theater an der Wien)
  • WIEN Le Nozze di Figaro (Staatsoper)
  • MÜNCHEN L’enfant et les sortilèges / Der Zwerg (Nationaltheater)
  • LONDON Anna Nicole (Royal Opera House)
  • HÄNDEL-FESTSPIELE KARLSRUHE Partenope
  • KÖLN Il Trovatore (Philharmonie)
  • ZÜRICH Norma
  • MONTE-CARLO Salome (Salle Garnier)
  • STRASBOURG Götterdämmerung
  • BARCELONA Parsifal
  • NÜRNBERG Il Viaggio a Reims
IM BLICKPUNKT
  • MAGGIO MUSICALE IN JAPAN
DAS INTERVIEW
  • ANNA NETREBKO
IM GESPRÄCH
  • HANS ZENDER
DAS PORTRÄT
  • DÉSIRÉE NICK
NAMEN UND DATEN
MELDUNGEN
REPORT
  • LOS ANGELES / NÜRNBERG / HANNOVER / WIEN / FREIBERG
FOKUS
  • WIR SCHREIBEN EINE OPER !
RUNDBLICK
  • FLENSBURG Raskolnikoff
  • MANNHEIM Eugen Onegin
  • GRAZ La Traviata
  • INNSBRUCK Die verkaufte Braut
  • LEIPZIG Deutsches Miserere
  • BIELEFELD Iphigénie en Tauride
  • REGENSBURG Die tote Stadt
  • MÜNSTER Gespräche der Karmeliterinnen
  • HAGEN Duvara Karsi – Gegen die Wand
  • MOZARTWOCHE SALZBURG Die Zauberflöte
  • MÜNCHEN Street Scene (Prinzregententheater)
  • ANTWERPEN Hérodiade
  • DESSAU Der Protagonist / Pagliacci
  • LUXEMBURG Béatrice et Bénedict
VORSCHAU
SPIELPLÄNE
TV-TIPPS
RARITÄTEN
IMPRESSUM
CD-NEWS
  • EIN BUNTER LIEDER-STRAUSS
  • Streifzug durch aktuelle Solo-Veröffentlichungen
NEUE COMPACT DISCS
  • Umberto Giordano FEDORA
  • Engelbert Humperdinck DORNRÖSCHEN
  • Igor Strawinsky PERSÉPHONE
  • Johann Strauß DER ZIGEUNERBARON
  • Giacomo Orefice CHOPIN
  • HÄNDEL ALLA TURCA – AMOR ORIENTAL
  • Georg Philipp Telemann ORPHEUS
  • Louis Spohr DER ALCHYMIST
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EDITORIAL

Editorial

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 04/2011

Ausgerechnet auf einer Brücke: Die britischen Musiker eines Gastorchesters aus Manchester waren gerade im Bus unterwegs ins japanische Yokohama zum nächsten Konzert, als unter ihnen die Erde bebte. Ihre italienischen Kollegen aus Florenz probten in Tokyo »Tosca«, die Tschechen hielten sich weiter im Süden auf. Japan ist eine klassikbegeisterte Nation, westliche Hochkultur ist seit Jahrzehnten gefragt, die Nachfrage nach Tonträgern und Konzertkarten traditionell groß.

So verwundert es nicht, dass zum Zeitpunkt des verheerenden Bebens im März gleich drei große europäische Sinfonieorchester zu Konzerttourneen im Land waren das BBC Philharmonic Orchestra, das Czech Philharmonic Orchestra und das Orchester des Maggio Musicale Fiorentino. Die Italiener waren sogar mitsamt Stardirigenten, Solisten, Chor und kompletter Bühnenausstattung für eine große Gastspielrundreise mit mehreren szenischen Opernaufführungen nach Fernost geflogen. Die meisten Karten waren weit im Voraus verkauft, Vorfreude und Erwartungshaltung entsprechend groß. Nun wurden aus den erhofften musikalischen Großereignissen unvermittelt Veranstaltungen des Trostes inmitten einer apokalyptischen Katastrophe. Dann mussten alle drei Orchester doch noch ihre Tourneen vorzeitig beenden. Das Ausmaß des Infernos war nicht mehr zu kalkulieren. Es fällt schwer, angesichts der sprachlos machenden Ereignisse in Japan zu Themen zurück zu finden, die einem unvermeidlich klein und nichtig erscheinen müssen. Dabei haben sie durchaus ihre Bedeutung behalten. Kultur, Kunst und insbesondere der Musik wohnt zudem jene besondere gesellschaftlich einende, der Seele Halt gebende Kraft inne, die uns nach allen Widrigkeiten und Tiefschlägen immer wieder trösten, aufbauen, motivieren kann. Es tut gut, sich daran zuweilen erinnern zu können.

Von Motivation handelt auch eines unserer Themen dieses Monats: Wer Kinder und Jugendliche fördern will, muss sie fordern. Getreu dieses Mottos haben sich in Darmstadt zwei Institutionen, die beide in diesem Jahr Jubiläum feiern, zusammengetan, um jungen und jüngsten Komponisten eine Herausforderung der besonderen Art zu bieten: Sie hatten dazu aufgefordert, in kreativer Gemeinschaftsarbeit eine abendfüllende Oper für Publikum jeden Alters zu schreiben. Das Ergebnis feiert im April Premiere als vollwertige Neuproduktion auf der großen Bühne des Staatstheaters. Ein innovatives Wagnis, das im wahrsten Sinn des Wortes Schule machen sollte.

Lesen Sie außerdem die spannenden Gespräche mit drei ausgeprägt individuellen Künstlerpersönlichkeiten, wie sie unterschiedlicher kaum sein können. Der Dirigent und Komponist Hans Zender berichtet ausführlich von seiner Arbeit und erklärt die Verwendung und den Sinn von Zwölfteltönen. Die Schauspielerin und Kabarettistin Désirée Nick spricht in der von ihr gewohnten und direkten Art kompetent über ihren Zugang zum Musiktheater und die Herausforderung, die Ikone schrägen Operngesangs Florence Foster Jenkins darzustellen, sowie ihr Engagement beim Johann-Strauß-Festival der Dresdner Staatsoperette. Und für das Titelinterview konnten wir punkt - genau zur »Anna Bolena«-Premiere in Wien auch Anna Netrebko zu einem ausführlichen Gespräch bewegen. Für „Das Opernglas“ nahm sich die Sopranistin trotz Probenstress und anstehendem Rollendebüt gern eine Auszeit und plauderte entspannt und engagiert über Donizettis Königinnen, Wagner-Pläne, ein neues Stimmgefühl und die Licht- und Schattenseiten des Ruhms.

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INTERVIEWS

Das Interview: ANNA NETREBKO - Aufbruch zu neuen Rollen

Autor: R.Tiedemann · Ausgabe 04/2011

Aufbruch zu neuen Rollen. Die Sopranistin vor ihrem »Anna Bolena«-Debüt in Wien im Gespräch über Pläne, Ruhm und neues Leben.
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Das Porträt: DÉSIRÉE NICK - Wie sind Idealisten

Autor: R. Erkens · Ausgabe 04/2011

Sie ist Schauspielerin, Entertainerin und Autorin. Die ehemalige Balletttänzerin und Lehrbeauftragte für katholische Religionspädagogik spricht über Oper, ihre Operetten-Pläne und das Glück des Singens.
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Im Gespräch: HANS ZENDER - Ein Fächer von Stilen

Autor: Th. Baltensweiler · Ausgabe 04/2011

In seinem 75. Lebensjahr blickt Prof. Hans Zender auf ein erfülltes künstlerisches Leben. Ein Gespräch mit dem erfolgreichen Komponisten und Dirigenten über die Hörbarkeit von Zwölfteltönen und auch den Abstand zur Vergangenheit.
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AUFFÜHRUNGEN

WIEN Le Nozze di Figaro

16. Februar · Wiener Staatsoper · Autor: T. Rauchenwald · Ausgabe 04/2011

Schöne Kostüme aus der tatsächlichen Zeit der Handlung, dem späten 18. Jahrhundert – ganz wie in Jean Pierre Ponnelles Vorgängerinszenierung. An der Wiener Staatsoper hat Regisseur Jean Louis Martinoty nach »Don Giovanni« nun seine zweite Inszenierung im Rahmen eines neuen Da-Ponte-Zyklus im Haus am Ring präsentiert.
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LONDON Anna Nicole

17. Februar · Royal Opera House · Autor: B. Kempen · Ausgabe 04/2011

Boulevard-Show? Revue? Musical? Oper? Das Genre ist nicht klar zu benennen, doch Komponist Mark-Anthony Turnage hat es verstanden, mit seiner Oper über das Leben des Playmates Anna Nicole Smith das Publikum zu Lachsalven und Betroffenheit, zu Schadenfreude und Mitleid hinzureißen.
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BARCELONA Parsifal

20. Februar · Gran Teatre del Liceu · Autor: M. Fiedler · Ausgabe 04/2011

Es passiert ziemlich viel in Claus Guths »Parsifal«-Inszenierung mit ihren vielen Räumen, einer gigantischen Treppe und einem geheimnisvollen Speisesaal. Irgendwann gegen Ende des 1. Weltkrieges spielt diese Gralsgeschichte, in der die auf Erlösung wartende Generation der 20er-Jahre den reinen Toren in Militärstiefel und Uniform zwängt. Am Ende packt Kundry ihren Koffer, und auch die Produktion selbst zieht weiter: Im Juni wird sie am Opernhaus Zürich zu sehen sein.
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ZÜRICH Norma

27. Februar · Opernhaus · Autor: J.M. Wienecke · Ausgabe 04/2011

Minimalistische Formensprache und ätherische Lichtinstallationen: Bei Bellinis »Norma« am Opernhaus Zürich stellte die Regie von Robert Wilson einen heftigen Kontrapunkt zu den üblichen (Seh-) Gewohnheiten dar.
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NÜRNBERG Il Viaggio a Reims

4. März · Opernhaus · Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 04/2011

Eine Mischung aus buntem Karneval und intelligentem Satiregipfel: Rossinis Reisegesellschaft mit den vielen Nationalitäten spielt in Laura Scozzis Inszenierung am Nürnberger Staatstheater im heutigen Brüssel, greift aktuelle Themen auf und lässt Staatsoberhäupter und Regierungschefs zum Wettstreit der Hymnen antreten. Der durchschlagende Publikumserfolg hat die Intendanz bereits dazu bewogen, die Produktion in der kommenden Saison wiederaufzunehmen.
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FLENSBURG Raskolnikoff

26. Februar · Theater · Autor: S. Martens · Ausgabe 04/2011

Heinrich Sutermeisters Oper nach Dostojewskis „Schuld und Sühne“ hatte nach ihrer Uraufführung 1948 in Stockholm zwar rasch Verbreitung gefunden, wurde in den Metropolen München, Hamburg, Mailand und New York aufgeführt, ist danach aber weitgehend in Vergessenheit geraten. Nun hat sie das Schleswig-Holsteinische Landestheater aus dem Dornröschenschlaf befreit.

HAGEN Duvara Karsi- Gegen die Wand

26. Februar · Theater · Autor: B. Kempen · Ausgabe 04/2011

In seinem preisgekrönten Film „Gegen die Wand“ hatte Filmregisseur Fatih Akin die Situation der Parallelgesellschaften der Türken in Deutschland thematisiert. Für den Ostberliner Komponisten Ludger Vollmer genau das Konfliktgeflecht, für das das Genre Oper die richtige Kunstform ist. Für die Migrationsstadt Hagen ein chancenreiches Angebot.

MELDUNGEN / INFO

NAMEN UND DATEN

ANGELA GHEORGHIU ist, wie die Met am 7. März bekanntgegeben hat, aus der in der nächsten Saison geplanten »Faust«-Inszenierung, die Faust als Wissenschaftler nach der nuklearen Zerstörung Hiroshimas zeigt, aus „künstlerischen Gründen“ ausgestiegen. Weiter Künstlertermine und Infos von Renée Fleming, Barbara Frittoli, Anja Harteros u.a.

REPORT

EIN STERN FÜR MEHTA

Mitglieder der Los Angeles Philharmonic sowie der Wiener Philharmoniker spielten am 1. März für den Maestro auf, als dieser in Anwesenheit von Filmlegende Kirk Douglas seinen eigenen Stern auf dem berühmten „Walk of Fame“ in Hollywood enthüllen durfte. Es ist der 2434. auf dem berühmtesten Bürgersteig der Welt.

FOKUS

WIR SCHREIBEN EINE OPER

Zwei Jubiläen, ein gemeinsames Projekt: Seit 20 Jahren veranstaltet die Darmstädter Akademie für Tonkunst Komponierkurse für Kinder und Jugendliche. Wenn das Staatstheater Darmstadt nun in dieser Saison sein 300-jähriges Bestehen feiert, wird mit der Uraufführung von »Der Prinz von Jemen« am 9. April eine Oper, die in diesen Komponierkursen entstanden ist, als Teil des regulären Premierenplans auf die große Bühne kommen. Am Werk waren 8 Komponisten im Alter zwischen 7 und 18 Jahren. „Das Opernglas“ traf in den ersten Tagen der szenischen Produktionsarbeit zwei der jungen Komponisten und den Regisseur Christian von Götz.

CDs

Umberto Giordano FEDORA

DG 477 8367, 2 CDs · Autor: Th. Baltensweiler · Ausgabe 04/2011

Dass sich Angela Gheorghiu prächtig auf den Verismo versteht, hat sie auf Tonträgern mehrfach bewiesen, unlängst etwa mit einer einfühlsamen »Butterfly«. Aber Angela Gheorghiu als Fedora, in einer Rolle, die so richtig „loszulegen“ erfordert? Für eine Studioproduktion der Deutschen Grammophon hat sich die Sopranistin nun auch an diese Partei gewagt.

Johann Strauß DER ZIGEUNERBARON

EMI 0965332, 2 CDs · Autor: M. Lehnert · Ausgabe 04/2011

Allein das Finale II des »Zigeunerbarons« macht jeder italienischen Oper Ehre und wird auf dieser Aufnahme von „richtigen“ Opernstimmen auch nicht unter Wert verkauft. EMI präsentiert mit der Wiederveröffentlichung einer noch nicht gar so alten Einspielung auch eine Wiederbegegnung mit dem Dirigierstil des langjährigen Leiters der Wiener Neujahrskonzerte Willi Boskovsky. Geprägt wird die Aufnahme außerdem von der musikalischen Sorgfalt eines berühmten Ehepaares.

Händel Alla Turca - AMOR ORIENTAL

DEUTSCHE HARMONIA MUNDI 97 85749-2, 1 CD · Autor: B.Kempen · Ausgabe 04/2011

Wenn der weiche und anmutige Sopran von Juanita Lascarro und der spannungsgeladene Countertenor von Florin Cezar Ouatu im „Fermeti“ aus »Rinaldo« zusammentreffen, sprühen die Funken. Im Oktober 2010 hatten sich im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie das Pera Ensemble aus Istanbul und das Ensemble l’arte del mondo zusammengefunden, um die so unterschiedlichen Harmoniewelten von Orient und Okzident gegenüberzustellen und miteinander zu verschmelzen. Sony präsentiert dieses Ereignis jetzt auf CD.