ePAPER Ausgabe 01/2012

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Erwin Schrott gab in Monte-Carlo sein mit Spannung erwartetes Debüt als Mefistofele in Boitos gleichnamiger Oper, sein Faust war Fabio Armiliato. An der New Yorker Met dagegen war Jonas Kaufmann der umjubelte Faust – in Gounods Vertonung des Stoffes. Wien feierte begeistert Christian Thielemanns »Ring«-Dirigat, in Riga schloss sich fulminant die Neuproduktion der Tetralogie mit »Götterdämmerung«, hier beeindruckte Cornelius Meister am Pult. Hamburg erlebte spannendes Musiktheater ohne Gesang sowie ein Wunschdebüt von Cheryl Studer. Die Bayerische Theaterakademie zeigte Mozarts spritzige »Finta«, im Schwetzinger Schlosstheater konnte man mit Alessandro Scarlattis »Marco Attilo Regolo« eine waschechte Rarität erleben.

Dazu ausführliche Interviews mit Breslaus erfolgreicher Generalmusikdirektorin und Intendantin Ewa Michnik, der jungen polnischen Sopranistin Aleksandra Kurzak, sowie dem Schauspieler und Chansonnier Dominique Horwitz, der erstmals Oper inszeniert. Außerdem bietet Harald Serafin, der Bonvivant der Operette, in einem Gespräch anlässlich seines 80. Geburtstages einmal mehr beste Unterhaltung.

Nachfolgend erhalten Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste aller Inhalte finden Sie im Inhaltsverzeichnis.

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INHALTSVERZEICHNIS

Inhaltsverzeichnis

Ausgabe 01/2012

Das komplette Inhaltsverzeichnis mit allen Themen

EDITORIAL
AUFFÜHRUNGEN
  • WIEN Der Ring des Nibelungen (Staatsoper) , Gogol (Theater an der Wien)
  • NEW YORK Faust
  • MONTE-CARLO Mefistofele
  • RIGA Götterdämmerung
  • KÖLN Ariadne auf Naxos
  • DORTMUND Herzog Blaubarts Burg (Konzerthaus)
  • WIESBADEN Turandot
  • BERLIN Lohengrin (Philharmonie)
  • HAMBURG Liliom, Hänsel und Gretel
  • BERLIN Die verkaufte Braut (Staatsoper im Schillertheater)
  • PARIS La Forza del Destino (Opéra Bastille)
DAS INTERVIEW
  • EWA MICHNIK
DAS PORTRÄT
  • ALEKSANDRA KURZAK
HOMMAGE
  • HARALD SERAFIN
IM GESPRÄCH
  • DOMINIQUE HORWITZ
NAMEN UND DATEN
REPORT
  • BRESLAU / MÖNCHENGLADBACH / HAMBURG
RUNDBLICK
  • ANTWERPEN Tscharodeika
  • FREIBURG Manon Lescaut
  • BASEL Lo stimolatore cardiaco
  • METZ Françoise de Rimini
  • MÜNCHEN La finta giardiniera
  • SOFIA Tosca
  • SCHWETZINGEN Marco Attilio Regolo
AKTUELL
VORSCHAU
LESERBRIEFE
SPIELPLÄNE
RARITÄTEN
TV-TIPPS
IMPRESSUM
DVDs
  • Giacomo Puccini TURANDOT
  • Amilcare Ponchielli LA GIOCONDA
  • Erich Wolfgang Korngold DIE TOTE STADT
NEUE CDs
  • Richard Wagner DIE WALKÜRE
  • Gaetano Donizetti MARIA DI ROHAN
  • Stefanie Irányi LAMENTI
  • Aleksandra Kurzak GIOIA!
  • José de Nebra IPHIGENIA EN TRACIA
  • Hector Berlioz L’ENFANCE DU CHRIST
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EDITORIAL

Editorial

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 01/2012

Ehre wem Ehre gebührt. Seit Jahrzehnten prägt Ewa Michnik wie kaum eine Zweite das Opernleben ihres Landes: Zunächst 14 Jahre als Generalmusikdirektorin und Intendantin in Krakau aktiv, ist sie seit 1995 (!) in dieser Doppelfunktion auch in Breslau so erfolgreich, dass ein Ende der glücklichen Liaison nicht absehbar ist.

Eine stolze Leistung in einer schnelllebigen Zeit, da sich auch an der Spitze der Opernhäuser das Personalkarussell durchaus schon einmal so rasant dreht, dass einem schwindelig wird, und selbst wichtige Positionen zuweilen nur als Durchlauferhitzer für den nächsten Karrieresprung angesehen werden. In Polen kann man sich über eine derart treue Seele nur freuen, zumal die auch im Ausland gefragte Dirigentin Gastengagements bewusst reduziert, um am eigenen Haus die Dinge im besten Sinne selbst lenken zu können. Von dieser Einstellung könnte sich mancher GMD-Kollege durchaus etwas Augenmaß für Prioritäten abschauen – selbst ohne zusätzlich in der Intendanz gefordert zu sein. Zeit also für ein großes Interview mit der Künstlerin, die, obwohl stark eingespannt in einer Hochphase allabendlicher Dirigate, sogar noch Muße fand, für unseren Fotografen zu posieren. Jeder Besuch in Breslau lässt unmittelbar die besondere Atmosphäre dieser Stadt spüren. Sie atmet nicht allein aufgrund der hohen Zahl an Studenten, sondern vor allem durch ihre ganz eigene Geschichte jene Frische und unwiderstehliche Offenheit, wie sie sonst nur den ganz großen Metropolen zu eigen ist. Neues, Fremdes wird als Gewinn betrachtet – menschlich, beruflich, künstlerisch. Davon wird sich in diesem für die Polen so besonderen Jahr 2012 sicher wieder eine stattliche Zahl auch neuer, internationaler Besucher begeistern und anstecken lassen, wenn gemeinsam mit Nachbarland Ukraine zur Fußball-Europameisterschaft eingeladen wird – und natürlich passgenau ein neues Großevent der Oper Breslau lockt. Dass es in Polen zudem auch vielversprechende Gesangstalente zu entdecken gilt, beweist Aleksandra Kurzak, die, aus Breslau gebürtig und über sechs Jahre an der Hamburgischen Staatsoper zur Künstlerin gereift, inzwischen international Karriere macht. Ein Porträt der quirligen Sopranistin rundet unseren Schwerpunkt ab. Ebenfalls in dieser Ausgabe: ein aufschlussreiches Gespräch mit Schauspieler Dominique Horwitz, der sich an seine erste Opern-Regie wagt, sowie eine äußerst amüsante Begegnung mit dem wie immer unwiderstehlich charmanten Harald Serafin anlässlich seines 80. Geburtstages. Entertainment vom Feinsten! Weniger unterhaltsam als vielmehr erschreckend ist dagegen das, was man zuletzt aus Darmstadt hören musste. Dabei ging es am dortigen Staatstheater bedauerlicherweise weniger um die Musik als vielmehr um jene, die diese auf und vor der Bühne zum Klingen bringen: Intendant John Dew und GMD Constantin Trinks waren besonders unschön aneinander geraten. Die Unwürdigkeit der öffentlich gewordenen Details mag in der besonderen, emotionalen Konstellation – die beiden stritten um Engagements der jeweiligen singenden Ehepartner – begründet liegen, doch schadet das Ganze mehr, als dass es irgendjemandem nützte. Fürwahr ein echter Opernplot, den man allerdings so oder ähnlich von anderen Häusern, mit anderem Personal durchaus kennt. Doch muss ein derartiger Konflikt wirklich in der Öffentlichkeit ausgetragen werden? Man hätte etwas mehr Respekt und Anstand erwartet, vor allem ein besseres Gespür für Grenzen. Insbesondere das Renommee des Theaters selbst kann da leicht Schaden nehmen. Als zuletzt nichts mehr ging, war es an der Politik einzuschreiten. Lag es an der versöhnlichen Adventsstimmung oder dem Mann mit der Rute? Just am Nikolaustag konnte Darmstadts OB Jochen Partsch verkünden, dass das an sich ja künstlerisch sehr erfolgreiche Gespann willens ist, die jeweils bis 2014 laufenden Verträge einzuhalten. Dabei gibt es kulturpolitisch allenthalben Wichtigeres zu tun. Wie positiv gestimmt und auf Nachhaltigkeit bedacht wurden da zuletzt Zeichen gesetzt! Hatten wir in der Dezemberausgabe gerade erst von den feierlichen Wiedereröffnungen nicht nur des aufwändig restaurierten Bolschoi-Theaters in Moskau, sondern auch des wieder im alten Glanz strahlenden Meininger Theaters berichtet, wurden diese Signale offenbar auch andernorts sehr wohl wahrgenommen: In Köln ist jetzt endlich die Grundsanierung des maroden Hauses am Offenbachplatz bewilligt, im benachbarten Bonn fast zeitgleich der Neubau eines Festspielhauses für die Beethoven-Stadt beschlossen worden. Und auch Breslaus Intendantin kann in Sachen Investition Erfreuliches berichten… Wenn das keine optimistischen Vorzeichen sind. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen im Namen der gesamten Redaktion einen guten Start in ein schönes, gesundes, friedliches und künstlerisch aufregendes Jahr 2012!

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INTERVIEWS

Das Interview: EWA MICHNIK - Miss Opera lockt nach Polen

Autor: Ralf Tiedemann · Ausgabe 01/2012

Ein Gespräch mit der populären polnischen Dirigentin und Opernchefin, der Generalmusikdirektorin und Intendantin der Oper von Breslau.

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Das Porträt: ALEKSANDRA KURZAK - „Ich will immer die Erste sein.“

Autor: Gisela Schunk · Ausgabe 01/2012

Talent, Zielstrebigkeit und ein höchst musikalisches Elternhaus: Zutaten für eine erfolgreiche Karriere inklusive internationaler Engagements und erster Solo-CD.

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Hommage: HARALD SERAFIN - „Wo ist der Bonvivant von heute?“

Autor: Wolfgang Kutzschbach · Ausgabe 01/2012

Erfolgreich über Jahrzehnte. Zu seinem 80. Geburtstag präsentiert sich Harald Serafin unverändert als ansteckend fröhliches Unikum.

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Im Gespräch: DOMINIQUE HORWITZ - Primär musikalisch

Autor: Dr. Thomas Baltensweiler · Ausgabe 01/2012

In Erfurt inszeniert er mit dem »Freischütz« seine erste Oper. – Auf eine nicht ganz herkömmliche Weise.

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AUFFÜHRUNGEN

WIEN Der Ring des Nibelungen

1.-13. November · Staatsoper · Autor: Th. Rauchenwald · Ausgabe 01/2012

Nach der »Götterdämmerung« konnten sich Christian Thielemann und das Orchester auf offener Bühne für einen sensationellen »Ring« feiern lassen, was in der Wiener Staatsoper so gut wie nie vorkommt. Das Besondere: Der Spannungsbogen riss auch über eine Zeitspanne von fast zwei Wochen nicht ab.

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NEW YORK Faust

5. Dezember · Metropolitan Opera · Autor: F. Plotkin · Ausgabe 01/2012

Der alte Dr. Faust baut an der Atombombe. - Ohne den optischen Eindruck wäre es ein ganz großer Opernabend geworden.

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MONTE-CARLO Mefistofele

13. November · Grimaldi-Forum · Autor: W. Kutzschbach · Ausgabe 01/2012

Das Interesse galt vor allem dem Debüt von Erwin Schrott in der Titelpartie. Die hohen Erwartungen an den Bassbariton aus Uruguay wurden nicht enttäuscht.

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HAMBURG Liliom

4. Dezember · Staatsoper · Autor: M. Lehnert · Ausgabe 01/2012

Michel Legrand hat eine große Partitur geschaffen, die das traditionelle Musiktheater belebt, wie nur wenige vergleichbare Werke in den letzten Jahren.

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PARIS La Forza del Destino

14. November · Opéra Bastille · Autor: U. Ehrensberger · Ausgabe 01/2012

Die Ästhethik schien kaum anders als vor 30 Jahren, als Verdis »Forza« das letzte Mal auf dem Spielplan der Pariser Oper stand. Prominent waren jedoch die angekündigten Solisten.

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ANTWERPEN Tscharodeika

16. November · Vlaamse Opera · Autor: M. Fiedler · Ausgabe 01/2012

Ins große Opernrepertoire hat es Tschaikowskys »Zauberin« nie geschafft. Die Flämische Oper wagte eine spannende Neuproduktion.

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MÜNCHEN La finta giardiniera

10. November · Prinzregententheater · Autor: K.F. Schulter · Ausgabe 01/2012

Temporeich und von Einfällen nur so sprühend brachte die Bayerische Theaterakademie Mozarts Frühwerk um Verstellungen und Verwechslungen auf die Bühne.

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MELDUNGEN / INFO

NAMEN UND DATEN

JUAN FRANCISCO GATELL wird im Januar sein Debüt als Graf Almaviva in Rossinis »Il barbiere di Siviglia« an der Hamburgischen Staatsoper geben. In der gleichen Partie ist der 1978 in Argentinien geborene Tenor kurz darauf auch an der Wiener Staatsoper zu Gast.

REPORT

MEGA-OPER

Als eine der sogenannten „Megaopernevents“ bot man in der Jahrhunderthalle in Breslau Alexander Borodins auch in Polen sonst nur selten zu erlebenden »Fürst Igor« - und doch waren die Tickets am Ende ausverkauft. Oper als Massenevent mit den berühmten „Polowetzer Tänzen“. Das Publikum reagierte mit Bravorufen.

AKTUELL

KRANKER MANN AN DER MET

James Levine hat für die laufende und für die komplette Saison 2012/13 alle Dirigate an der New Yorker Met wegen eines Rückenleidens abgesagt. Gleichwohl will der Dirigent in der Leitung des Hauses aber ab sofort weiter mitmischen: „Meine Ärzte und Therapeuten meinen, dass die Prognose exzellent sei. Ich werde die Zusammenarbeit mit Peter Gelb bei der langfristigen künstlerischen Planung, meine Tätigkeit in der künstlerischen Leitung des Hauses fortsetzen“ heißt es in einer von Levine herausgegeben Erklärung.

CDs

Hector Berlioz L’ENFANCE DU CHRIST

GLOR CLASSICS 8131, 2 CDs · Autor: L.-E. Gerth · Ausgabe 01/2012

Gerade in der Vorweihnachtszeit wird das Oratorium, das zum Teil auch stark opernhafte Züge trägt, im französischsprachigen Raum regelmäßig aufgeführt. Eine ideale Einstimmung auf das Fest der Feste.

Richard Wagner DIE WALKÜRE

OEHMS CLASSICS, 4 CDs · Autor: S. Barnstorf · Ausgabe 01/2012

Die »Ring«-Inszenierung von Vera Nemirova an der Oper Frankfurt wird im Januar mit der »Götterdämmerung« abgeschlossen. Die »Walküre« auf CD präsentiert eine vorzügliche Sängerbesetzung.

DVDs

Giacomo Puccini TURANDOT

BELAIR BAC 066, 1 DVD · Autor: Th. Baltensweiler · Ausgabe 01/2012

Franco Zeffirellis »Turandot«-Konzept, in Verona, an der Met und an der Mailänder Scala variiert und bereits mehrfach verfilmt, kommt aus der Arena nun mit einer neuen Sängerbesetzung: Maria Guleghina ist die Turandot, der kürzlich verstorbene Salvatore Licitra ihr Calaf.