Das Opernglas - Ausgabe 07-08/2011

Lesestoff für den Festspiel-Sommer: Neun exklusive Interviews zu den Highlights zwischen Bayreuth, München, Salzburg und Verona, eine umfassende Berichterstattung über das Spielzeitfinale wie auch die ersten Festivals, ausführliche Vorschauen auf die kommende Saison, Künstlertermine, DVD- und CD-Besprechungen… All dies und vieles mehr bietet die 144 Seiten starke Festspielnummer 2011.

Nachfolgend erhalten Sie einen ersten Überblick über die wichtigsten Themen dieser Ausgabe. Eine ausführliche Liste aller Inhalte finden Sie im Inhaltsverzeichnis.

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INHALTSVERZEICHNIS

Inhaltsverzeichnis

Ausgabe 07-08/2011

Das komplette Inhaltsverzeichnis mit allen Themen.

EDITORIAL
AUFFÜHRUNGEN
  • BRÜSSEL Les Huguenots
  • LONDON Macbeth (Royal Opera House)
  • MÜNCHEN L’elisir d’amore (Nationaltheater)
  • Der Rosenkavalier (Nationaltheater)
  • MARSEILLE Le Cid
  • DÜSSELDORF Così fan tutte
  • KASSEL Lohengrin
  • ZÜRICH Aus einem Totenhaus
  • TOULOUSE Oberon
  • LIÈGE Otello
  • MONTE-CARLO Die Marquise von O… (Salle Garnier)
  • LYON Tristan und Isolde
DAS INTERVIEW
  • KLAUS FLORIAN VOGT
FESTSPIEL-DEBÜT
  • SEBASTIAN BAUMGARTEN
DAS PORTRÄT
  • MARLIS PETERSEN
IM GESPRÄCH
  • ERWIN SCHROTT
FESTSPIELE
  • FESTIVAL DEL MEDITERRANI VALENCIA Tosca
  • WIENER FESTWOCHEN Rigoletto (Theater an der Wien)
  • MAGGIO MUSICALE FIORENTINO Aida (Teatro Comunale)
  • L’Italia del destino (Teatro Goldoni)
  • JOHANN-STRAUSS-FESTIVAL DRESDEN Die Großherzogin von Gerolstein / Carneval in Rom
  • WIESBADENER MAIFESTSPIELE Lolita
  • HÄNDEL-FESTSPIELE HALLE Ottone, re di Germania
  • SCHWETZINGER SWR FESTSPIELE Telemaco, ossia L’isola di Circe
  • HÄNDEL-FESTSPIELE GÖTTINGEN Teseo
NAMEN UND DATEN
IM BLICKPUNKT
  • KATHARINA THALBACH
NACHGEFRAGT
  • HERMANN NITSCH
HINTERGRUND
  • DIRK D’ASE
FOKUS
  • MASADA / JERUSALEM Festspiel-Stimmung in Israel
REPORT
  • NEW YORK / BERLIN / DORTMUND / ZÜRICH
RUNDBLICK
  • KLAGENFURT Le Nozze di Figaro
  • MEININGER THEATERSOMMER Rienzi
  • BODENSEE-FESTIVAL Mord auf dem Säntis (Panoramahalle Säntis)
  • RHEINSBERG Das Urteil des Midas (Schlosstheater)
  • GELSENKIRCHEN War Requiem
  • STRASBOURG Die Entführung aus dem Serail
  • DESSAU Chowanschtschina
  • BREMEN Kryos
  • WÜRZBURG Parsifal
MELDUNGEN
FESTSPIEL-STAR
  • NINO MACHAIDZE
VORGESTELLT
  • BARBARA HANNIGAN
VORSCHAU
SPIELPLÄNE
TV-TIPPS
RARITÄTEN
IMPRESSUM
DVDs
  • Gaetano Donizetti DON PASQUALE
  • Giacomo Puccini MADAMA BUTTERFLY
  • Giacomo Puccini TOSCA
  • Francis Poulenc DIALOGUES DES CARMÉLITES
  • Wolfgang Amadeus Mozart DON GIOVANNI
  • Gustav Mahler DES KNABEN WUNDERHORN
  • DIE SCHÖNSTEN OPERNCHÖRE II
CD-NEWS
  • WAGNER LIVE
NEUE COMPACT DISCS
  • Franz Schreker DER FERNE KLANG
  • Gioachino Rossini GUILLAUME TELL
  • Giovanni Battista Pergolesi L’OLIMPIADE
  • Johanna Doderer DER LEUCHTENDE FLUSS
  • Gaetano Donizetti LINDA DI CHAMOUNIX
  • Aus den Archiven des BR: MARGARET PRICE, MIRELLA FRENI, NICOLAI GHIAUROV
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EDITORIAL

Editorial

Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 07-08/2011

Was für ein Saison-Finale: Zum Spielzeitende haben viele Theater noch einmal ihre Kräfte gebündelt und Operngenuss vom Feinsten präsentiert. Von ambitionierten Uraufführungen über Projekte mit Bürgerbeteiligung zu bereits Festivalatmosphäre atmenden Open Airs war so ziemlich alles dabei, was das Musiktheater spannend macht, auch und vor allem natürlich die große kulinarische Oper. Die ereignete sich erfreulicherweise gleich mehrfach auch einmal abseits des prestigeträchtigen Premierenreigens: Sternstunden im Repertoire, die durchaus eine besondere Erwähnung wert sind. Wenn es zudem (Wieder-) Begegnungen mit selten gespielten Werken zu erleben gibt, gar in Starbesetzung, ist das Glück perfekt. Opern-Feste noch vor den Festspielen!

Wer das Glück hatte, Mitte Juni Giacomo Meyerbeers »Les Huguenots« in Brüssel zu erleben, wurde nicht nur Zeuge eines Opernereignisses erster Güte, sondern musste sich zugleich herausgefordert fühlen, über (nicht nur musik-) geschichtliche Entwicklungen, deren Ursachen und heutige Bedeutung zu reflektieren. Dass ein Meisterwerk dieser Qualität derart in Verruf geraten konnte, hat vielschichtige Gründe, die auch im gesellschaftlichen wie politischen Kontext, zuweilen gar im biografischen Hintergrund Einzelner zu suchen sind. Bemerkenswert genug, dass ein prägnant formuliertes Verdikt bis heute in einigen Köpfen präsenter ist als die Partitur an sich. Es ist an Ihnen, liebe Leser, sich als interessiertes wie begeisterungsfähiges Publikum immer wieder ein eigenes Urteil zu bilden, gegebenenfalls auch wider vorherrschende Meinungen. Nur der Blick über den Tellerrand bietet die Chance für einen Blick aufs große Ganze. Das ist auch eine Grundschwingung fast aller Interviews unserer wieder einmal sehr umfangreich ausgefallenen Festspiel-Ausgabe: ein Wagnertenor jenseits des Klischees, eine Sopranistin ohne Berührungsängste, ein Bassbariton mit Leidenschaft für Tango, eine dirigierende Sängerin, ein inszenierender bildender Künstler, eine regieführende Schauspielerin... Einmal mehr ist das Angebot vielfältig: vom kleinen, feinen Kammermusikfestival in den Bergen zu den populären Seefestspielen in Bregenz, Mörbisch, Eutin – und neuerdings am Berliner Wannsee. Von den thematisch ausgerichteten Veranstaltungen in Halle und Göttingen, Bad Wildbad und Pesaro zu den vielseitigen Klassikern wie den Münchner Opernfestspielen, die von der vokalen Starbesetzung zur szenischen Provokation mit einem regelrechten Breitwandpanorama des Musiktheaters aufwarten. Salzburg ehrt mit besonderen Schwerpunkten seine lokalen Schwergewichte Mozart und Strauss, Bayreuth bietet einmal mehr eine spannende Mischung aus bewährten Kräften und interessanten Debüts, zudem erstmals eine komplette TV-Liveübertragung des im vergangenen Jahr herausgekommenen »Lohengrin«. Die viel diskutierte Inszenierung von Hans Neuenfels wird so erstmals einem breiten Publikum zur Diskussion gestellt, „Opernglas”-Titelkünstler Klaus Florian Vogt singt den Lohengrin. Gespannte Vorfreude hier, Aufregung und kulturpolitische Paukenschläge dort. Neben den üblichen Verschiebungen auf Intendanz- und GMD-Positionen zum Ende einer jeden Spielzeit gab es diesmal Stühlerücken in ganz anderen Dimensionen. Zwischen Salzburg, Wien, Baden-Baden, Dresden und Berlin wurden die Fäden gezogen für einen spektakulären Residenz-Wechsel ganzer Orchesterformationen: eine fulminante Festival-Rochade. In den USA dagegen, wo selbst von einigen renommierten Kulturinstitutionen zunehmend schlechte Nachrichten kommen, soll mit der New York City Opera eine komplette Kompanie auf Wanderschaft gehen und ihre Traditionsspielstätte am Lincoln Center verlassen. Eine Entwicklung, die es trotz aller sommerlichen Festspiellaune aufmerksam zu verfolgen gilt, zumal auch hierzulande einige Opernhäuser mit gravierenden finanziellen Einschränkungen konfrontiert sind.

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INTERVIEWS

Das Interview: KLAUS FLORIAN VOGT – Ein Gefühl von Freiheit

Autor: Söhnke Martens · Ausgabe 07-08/2011

Bei den Bayreuther Festspielen singt Klaus Florian Vogt in diesem Sommer den Lohengrin in der spektakulären Inszenierung von Hans Neuenfels. Aber nicht nur auf der Opernbühne ist der jugendliche Held ganz oben angekommen – das Fliegen ist seine zweite Leidenschaft.

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Festspiel-Debüt: SEBASTIAN BAUMGARTEN - Debüt auf dem Grünen Hügel

Autor: Ursula Ehrensberger · Ausgabe 07-08/2011

Er ist der Regisseur der mit Spannung erwarteten »Tannhäuser«-Neuinszenierung. Ein Gespräch über die Identifikationsfigur Tannhäuser und den Nimbus Bayreuth.

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Das Porträt: MARLIS PETERSEN - Vielseitigkeit als Programm

Autor: Marc Fiedler · Ausgabe 07-08/2011

Vom Koloratur-Triumph in Brüssels »Hugenotten« zur Susanna der diesjährigen Salzburger Festspiele: Marlis Petersen begeistert mit Meyerbeer und Mozart ebenso wie als Alban Bergs Lulu.

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Im Gespräch: ERWIN SCHROTT - Passion!

Autor: Richard Erkens · Ausgabe 07-08/2011

Seine Leidenschaft gilt der Oper ebenso wie dem Tango, dem er seine jüngste CD-Veröffentlichung gewidmet hat. Im Sommer ist Erwin Schrott gemeinsam mit seiner Frau Anna Netrebko und Tenor Jonas Kaufmann auf Tournee: ein Gipfeltreffen der Stars.

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Im Blickpunkt: KATHARINA THALBACH - Ein Abenteuer

Autor: Richard Erkens · Ausgabe 07-08/2011

„Sänger sind immer besser vorbereitet als Schauspieler“, meint die Allround-Künstlerin und inszeniert »Die Zauberflöte« für die ersten Seefestspiele am Berliner Wannsee.

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Nachgefragt: HERMANN NITSCH - Orgien-Mysterien-Theater

Autor: Karl-Franz Schulter · Ausgabe 07-08/2011

Er polarisiert mit seinen Werken und seiner Kunstauffassung. Trotzdem stammt gerade eine der beliebtesten Inszenierungen der Wiener Staatsoper vom Österreichischen Künstler Hermann Nitsch. Bei den Münchner Opernfestspielen inszeniert er nun Messiaens opulente Oper »Saint François d’Assise«.

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Festspiel-Star: NINO MACHAIDZE - Jeder Auftritt ein Debüt

Autor: Wolfgang Kutzschbach · Ausgabe 07-08/2011

Die 28-jährige Sopranistin erobert sich in Windeseile die Opernbühnen. In der Arena von Verona wird sie in ihrer Paraderolle als Gounods Giulietta zu erleben sein: Romeo und Julia quasi am Originalschauplatz von Shakespeares Drama.

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AUFFÜHRUNGEN

BRÜSSEL Les Huguenots

11. Juni · Théâtre de la Monnaie · Autor: R. Tiedemann · Ausgabe 07-08/2011

Die Produktion lieferte im Prinzip alles, was man von einer Grand Opéra erwartet. Ein sehr besonderer Abend an Brüssels La Monnaie, der mit jedwedem Vorurteil aufräumte und eine Renaissance von Giacomo Meyerbeers grandiosem Werk einzuläuten imstande ist.

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MÜNCHEN L’elisir d’amore

17. Mai · Nationaltheater · Autor: J.-M. Wienecke · Ausgabe 07-08/2011

Bereits in ihrer zweiten Spielzeit hat sich David Böschs poesievoll-surreale Inszenierung von Donizettis unverwüstlicher Buffa als beliebter Repertoire-Klassiker etabliert. Im Mittelpunkt der jüngsten Serie stand nun Anna Netrebko, die mit Bravour peu à peu ein komödiantisches Schippchen drauflegte.

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MARSEILLE Le Cid

17. Juni · Opéra · Autor: W. Kutzschbach · Ausgabe 07-08/2011

Auch wenn drastische Kürzungen den Gesamteindruck mehr trübten als die Regie-Idee, die Handlung in das Spanien der Franco-Zeit zu verlegen, war das Publikum auch von dieser Version von Jules Massenets »Le Cid« begeistert, denn die Partie des Rodrigue erhielt durch Roberto Alagna eine bislang nicht erreichte Qualität.

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MELDUNGEN / INFO

NAMEN UND DATEN

JONAS KAUFMANN, der in diesem Sommer mit seinen Kollegen Anna Netrebko und Erwin Schrott auf dem Münchner Königsplatz (29.7.), in der Wiener Stadthalle (6.8) und in der Berliner Waldbühne (16.8.) drei Großkonzerte geben wird, hat sich für Juni 2012 sein Rollendebüt als Enée in einer Neuproduktion von »Les Troyens« am Royal Opera House in London vorgenommen.
Weitere Künstlertermine und Infos unter anderem von Renée Fleming, Plácido Domingo, Anna Netrebko, Juan Diego Flórez, Edita Gruberova.

REPORT

KURZES GLÜCK

Am Premierenabend des neuen »Macbeth« an der Deutschen Oper Berlin, einer ursprünglich 1998 für die Kölner Oper geschaffenen Produktion, sollte es dem Interpreten des Macduff vorbehalten bleiben, für wenige Minuten vorzuführen, wie Verdigesang im Idealfall klingen sollte.

FOKUS

MASADA / JERUSALEM

Im letzten Jahr hatte sich die Israeli Opera in Tel Aviv mit einem spektakulären Projekt auf die auch im internationalen Tourismus einsetzbare Klassikfestival-Ebene gewagt und mit einer Aufführungsserie von Giuseppe Verdis »Nabucco« am Fuße des Masada-Tafelbergmassivs am Toten Meer mit über 42000 Zuschauern einen unerwartet großen Erfolg erzielt. In diesem Jahr war zusätzlich die Stadt Jerusalem mit von der Partie und man lud vom 1. bis 12. Juni zu einem attraktiven Klassik- und Opernprogramm zwischen dem tiefsten Punkt unserer Erde und der multikulturell geprägten israelischen Hauptstadt.

CDs

Gioachino Rossini GUILLAUME TELL

EMI 509990288262 8, 3 CDs · Autor: Th. Baltensweiler · Ausgabe 07-08/2011

Hier gibt ein großes Klassik-Label einmal einer Reihe von Sängern, die nicht zum Starzirkus gehören, die Chance, in einer Gesamtaufnahme mitzuwirken. Die Titelpartie in diesem Live-Mitschnitt unter der musikalischen Leitung von Antonio Pappano singt Gerald Finley, und in der eminent schwierigen Tenorpartie des Arnold ist John Osborn zu hören. Hut ab vor dessen Leistung. Nach der Arie im vierten Akt kommt die Cabaletta – und es kommen sicher platzierte Spitzentöne, die das Publikum hinreißen.

Richard Wagner PARSIFAL

CHALLENGE CLASSICS 72519, 4 CDs + 1 DVD · Autor: M. Lehnert · Ausgabe 07-08/2011

Bei Challenge Classics ist ein gelungenes Klangerlebnis festgehalten: eine »Parsifal«-Aufnahme aus den berühmten „Zaterdag Matineen“, einer Konzertreihe des niederländischen Radio 4, die nahezu Studioqualität hat. Dem Netherlands Radio Philharmonic Orchestra unter Jaap van Zweden gelingt die opulente und chromatisch reizvolle Partitur in ihrer ganzen wundervollen Klangpracht, Klaus Florian Vogt singt den Parsifal. Eine Bonus DVD zeigt Highlights des Konzerts.

Richard Wagner DIE WALKÜRE

SONY 88697853082, 3 CDs · Autor: M. Lehnert · Ausgabe 07-08/2011

Peter Gelb, Chef der New Yorker Metropolitan Opera hat Live-Mitschnitte der berühmten Broadcast-Matineen zur Veröffentlichung freigegeben. Während die erste Serie längst nicht allen Anforderungen an heutige Tontechnik standgehalten hatte, hinterlassen Aufnahmen der zweiten Serie einen ganz anderen Eindruck: Aus dem Februar 1968 stammt eine »Walküre« mit Thomas Stewart, Birgit Nilsson, Leonie Rysanek und Jon Vickers, die zudem belegt, welch hohen Stellenwert der Wagner-Gesang seit je her an der Met hatte und in welch außerordentlichen Besetzungen er realisiert wurde.